Stiftung Warentest ganz „halal“

Auf der Internet-Seite der Stiftung Warentest war heute zu lesen, dass der Zentralrat der Muslime in Deutsch­land (ZMD) die isla­mischen Religions­gemeinschaften aufgerufen hat, mit der Bundes­regierung einheitliche Kriterien für ein deutsch-musli­misches Gütesiegel zu entwickeln. In diesem Zusammenhang behauptet die Stiftung Warentest, bei ritueller muslimischer Schächtung würden die Tiere zumeist betäubt, „traditionelles“ Schächten sei aus Tier­schutz­gründen verboten und nur in Ausnahmefällen erlaubt. Dass eine Ausnahmegenehmigung bereits erteilt werden darf, wenn „Teilgruppen einer religiösen Gemeinschaft“ das Schächten für erforderlich halten, verschweigt die Stiftung Warentest. In Anbetracht solcher halal-Berichterstattung sollten wir vielleicht zuerst einmal über ein Gütesiegel für Verbraucherorganisationen nachdenken? (ph)

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