Duisburg: Linkes Forschungsinstitut wirft Bürgern Rassismus vor

Prof. Jäger- Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung

Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) ist im Zuge der Vorfälle am Roma-Haus in Duisburg-Bergheim von der WAZ um „wissenschaftliche Aufklärung“ gebeten worden. Siegfried Jäger (Foto), erster Stellvertreter der Vorsitzenden ist dieser Bitte gerne nachgekommen und zeigt uns wie „Wissenschaft“ links herum funktioniert.

(Von Marsianer)

WAZ: Woher kommt Rassismus?

Siegfried Jäger: Rassismus , und darunter verstehe ich die Ausgrenzung von Menschen wegen biologisch und/oder kulturell bedingter Unterschiede zu „unserer“ Normalität, ist einerseits ein historisches Erbe, das andererseits durch Politik, Medien, alltäglicher Kommunikation und Erziehung immer wieder reproduziert wird. Dass Rassismus immer noch Bestandteil des Denkens vieler Menschen ist, liegt daran, dass Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus Teil der Staatsräson des Dritten Reiches waren, die bis heute nachwirkt und heutzutage weiter vertreten werden. Solches Denken bricht nicht einfach ab, sondern lebt auch nach dem Ende des Nazireichs weiter.

Aha, wer kulturelle Unterschiede zwischen Menschen ausmacht ist also schon Rassist! So schnell kann das gehen. Macht ein Moslem also einen Unterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen, ist er ein Rassist. Es wäre schön, wenn Sie das mal öffentlich sagen würden, Herr Jäger!

Aber nein, so ist das wohl nicht gemeint. Jäger sagt, wer aufgrund von biologisch oder kulturellen Unterschieden zu „unserer“ Normalität ausgrenzt, ist ein Rassist. Wer als Anwohner in Bergheim, z. B. auf Nachtruhe pocht, die die Kultur der Zigeuner wohl nicht kennt, ist ein Rassist. Wer so etwas für bare Münze nimmt, wie die jungen, linken Schläger neulich, sagt natürlich unserer „Normalität“, die wohl per se rassistisch ist, den Kampf an. Also, Nachtruhe ade, Recht auf Eigentum – unsere Normalität – auch ade! Ein weiterer interessanter Punkt, ist Jägers Behauptung von dem angeblich fortwirkenden Antisemitismus und Antiziganismus, die Staatsräson des Dritten Reiches gewesen wären. Hier ist eine deutliche Parallele zur DDR-Ideologie von der BRD als NS-Nachfolgestaat zu erkennen.

Weitere aufschlussreiche Äußerungen Jägers aus dem Interview:

WAZ: Welche Konsequenzen müssen wir aus der jetzigen Situation ziehen?

Jäger: Es wäre bereits einiges erreicht, wenn kein Mensch wegen seiner „Rasse“ benachteiligt würde, wie dies das Grundgesetz vorschreibt. Dabei ist aus wissenschaftlicher Sicht hinzuzufügen, dass es keine Menschenrassen gibt, das Konzept „Rasse“ deshalb aus dem Grundgesetz gestrichen werden muss.

WAZ: Welche konkreten Forderungen gilt es zu stellen, damit die Situation in Bergheim nicht eskaliert?

Jäger: Die Einwanderer aus Südosteuropa besitzen das verbriefte Recht auf Freizügigkeit. Dieses Recht muss konsequent umgesetzt werden. Dies bedeutet, dass diese Einwanderer damit ausgestattet werden, in Duisburg leben und wohnen zu können. Wenn dies bundespolitisch, landespolitisch und kommunalpolitisch nicht erfolgt, wie dies zurzeit der Fall ist, ist die Bevölkerung aufgerufen, mit Unterstützung der Stadtverwaltung einen Sozialfond bereit zu stellen, durch den den genannten Missständen abgeholfen werden kann. Das dürfte angesichts der fast 500.000 Einwohnern unserer Stadt nicht schwerfallen. Absolute Priorität besitzt die Unversehrtheit und der Schutz der Einwanderer. Sinnvoll ist aber auch, eine eindeutig antirassistische Position der Medien, deren Aufgabe es ja ist, an der demokratischen Willensbildung der Bevölkerung teilzunehmen.

Absolute Priorität besitzen die Einwanderer. Gut zu wissen!

Die SPD arbeitet seit längerem mit dem DISS zusammen, thematisiert aber nicht deren Kontakte ins linksextreme Milieu. In Duisburg bestehen etliche Verbindungen in die linke bis linkslinke Parteienszene. So hat z.B. Jens Zimmernann, als Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der politischen Stiftung der Linkspartei, gute Kontakte zur Partei. Mit den Gewerkschaften ist das DISS ebenfalls gut vernetzt, der DISS-Mitarbeiter Lenard Suermann macht „Bildungsarbeit gegen Rechts“ beim Bildungswerk des DGB.

Hetze von Biedermann und Brandstifter im Professoren-Gewand. Wie das DISS, in seiner Funktion als Brandstifter, auf einfache Gemüter wirkt beweisen diverse Reaktionen. Explizit stehen hier Polizei, Stadt Duisburg und Presse im Fokus der Linksextremisten [Anm. PI: Fehler aus dem Original wurden übernommen]:

Doch Polizei und Presse sind einmal mehr auf dem rechten Auge blind und richten ihre Attacken und verbalen Angriffe gegen eine phantasierte linke Szene in Gestalt von “Antideutschen” oder “Rote Antifa”. Wer die Artikel der WAZ im Anschluss an die Ereignisse liest, der könnte meinen, er sei in einem falschen Film gewesen. Doch diese Art der Berichterstattung hat seit langer Zeit beim WAZ-Medienkonzern eine traurige Tradition. Seit Herbst 2011 wird die rassistische Stimmungsmache gegen die rumänischen und bulgarischen Zuwander_innen immer wieder mit Überschriften wie “Hochfeld kämpft gegen den Verfall” oder mit Kommentaren ihres stellvertretenden Chefredakteurs wie “So beschweren sich bereits türkischstämmige Bewohner des sozialen Brennpunkts Duisburg-Hochfeld über Sinti und Roma, die zur Verwahrlosung ihres Stadtteils beitragen würden.” Diese rassistische Stoßrichtung wird seit mehreren Monaten von der Duisburger Politik unterstützt, wenn beispielsweise der CDU-Fraktionsvorsitzende Enzweiler erklärt, dass er in den Forderungen seines Parteifreundes Friedrich (Bundesinnenminister) einen guten Ansatzpunkt sieht und begrüßt “….jetzt zügig gegenzusteuern und die genannten Maßnahmen wie Ausweisung und Einreisesperren durchzusetzen.” Auch Duisburgs OB, Sören Link (SPD), beteiligt sich wie selbstverständlich an dieser diskriminierenden rassistischen Hetze, wenn er u.a. feststellt, dass “…durch ihre völlig andere Art zu leben, das soziale Leben auf den Kopf gestellt (sei)….Hinzu kommt, dass die Kleinkriminalität stark gestiegen ist, durch Einbrüche, aggressives Betteln, Prostitution.” Bei solchen Statements sind die Übergänge zu aggressiveren Parolen von “Pro NRW” oder anderen rechten Gruppierungen fließend.

Auch die linksextreme indymedia nimmt derartige „Hilfe“ gerne an.

So kennt Duisburgs „Zivilgesellschaft“, einen Tag vor der wahrscheinlich ca. 5-10 Mann starken Demo von Pro-Deutschland in Bergheim nun den gemeinsamen Schlachtruf: Alertá, Alertá Antifascista!