Hamed Abdel-Samad: In der Sache des Islam

Wer in deutschen Medien auftreten will, darf einer Nähe zum Blog Politically Incorrect nicht verdächtig sein, sondern er muß klare Kante zeigen. Wenn er damit gleichzeitig noch Signale an die Muslimfunktionäre aussendet, zumindest an die deutschen und europäischen, daß er ihr Freund ist, beweist er ihnen, einer der Ihren zu sein. Sie werden es an ihre Geldgeber in den islamischen Staaten weitergeben, und die regeln es mit den „Haßpredigern“ und pfeifen sie zurück.

(Von Dr. Gudrun Eussner, im Original erschienen auf eussner.blogspot.fr)

Ein Telefonat mit dem Vorzeige-Imam von Penzberg Bajrambejamin Idriz, dem Organisator der Islamisierung Deutschlands und Europas von München aus, direkt aus der Hauptstadt der Bewegung, bringt die Medienkompabilität wieder ins Lot. Er nennt ihn in seinem Brief an die „lieben Freunde“ Benjamin, und identifiziert sich so mit dem jüngsten und liebsten Sproß des friedlichen Islam. Imam Bajrambejamin Idriz bedient sich eines jüdischen Namens wie der Wolf sich des Schafspelzes bedient. Mit diesem Wolf identifiziert sich Hamed Abdel-Samad, mit ihm tritt er auf gegen Politically Incorrect, deren Artikel er nicht verlinkt, denn die Leser könnten.mit Tatsachen, zumindest aber mit bedenkenswerten, nachzuprüfenden Aussagen wie dieser konfrontiert werden: „Ich gehöre zur Muslimbruderschaft“. Wie sein an der Al-Azhar-Universität ausgebildeter Mentor Dr. Mustafa Ceric, der Mufti von Bosnien. Es lebe der Euro-Islam! Wo ist das Problem für Hamed Abdel-Samad?

Es ist Gewohnheit der Muslime seit Mohammeds Zeiten, daß sie Kultur und Geschichte anderer Religionen vernichten oder verfälscht sich aneignen. Keine Lüge, keine Verdrehung der Tatsachen ist dazu zu primitiv. Hamed Abdel-Samad ist einer von solchen Muslimen, er argumentiert in eigener Sache, und die ist die Sache des Islam. Er behauptet, der Imam hätte den Mordaufruf gegen ihn öffentlich kritisiert sowie ihn zur Diskussion über sein Buch Der Untergang der islamischen Welt eingeladen. Die Kommentatoren Rigil Kent und Irene Gronegger haben daran Zweifel. Im ersten Fall: Bitte um Quellenangabe. Im zweiten Fall: „Meinen Sie eventuell den Vortrag und die anschließende Diskussion mit [dem Islamkonvertiten] Herrn [Stefan Jakob] Wimmer, die am 13. Juli 2011 im Hauptgebäude der Uni München stattfand? Die Diskussion, die ich damals besucht hatte, war eine Veranstaltung der Nymphenburger Gespräche, keine Veranstaltung des ZIEM.“

„Ich finde es gehört zur Freiheit, dass man sich von solchen Verleumdungen [wie denen im PI-Artikel] distanziert und diejenigen, die sie verbreiten, zur Rechenschaft zieht.“ Mit dem Satz und der Drohung mit Klage gegen PI erschreibt sich Hamed Abdel-Samad die Voraussetzung seiner Präsenz in den deutschen Medien. Niemals hätte Report München ihn eingeladen zum Interview, wenn etwa sein Einverständnis mit den Aktivitäten von Politically Incorrect zu befürchten gewesen wäre. Die Einstellung des Bayerischen Rundfunks zum Islam kann man nicht nur an Sendungen wie Zimtstern und Halbmond ablesen, sondern vor allem daran, daß im Falle des Mordaufrufs gegen Hamed Abdel-Samad als Experten nicht etwa ausgewiesene Orientalisten wie Prof. Tilman Nagel, sondern Dr. Guido Steinberg, Stiftung Wissenschaft und Politik, 2002 – 2005, zu Zeiten des Bundeskanzlers Gerhard Schröder, Referent im Referat Internationaler Terrorismus, Bundeskanzleramt, sowie Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Islamverdreher an der Universität Münster, befragt werden. 2012 veröffentlicht er im Verlag Herder sein letztes Werk, Islam ist Barmherzigkeit.

Wenn man’s nicht besser wüßte, könnte man sich allein schon über den Titel kaputtlachen. Leider ist es die Absicht der deutschen Politik und Wissenschaft, die Islamisierung Deutschlands mittels solcher Experten zu beschönigen, anstatt ihr entgegenzutreten. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, von Ideologie über Wirtschaftsinteressen bis hin zum politischen und militärstrategischen Kalkül.

Wer nun meint, Michael Stürzenberger gäbe demjenigen, der ihn und Politically Incorrect beschimpft und sich vehement von beiden distanziert, die passende Antwort, der sieht den Christen, der die andere Wange hinhält, auf daß man ihn noch einmal schlage. Oder soll Hamed Abdel-Samad umarmt werden, bis der Tod durch Ersticken eintritt? „Sehr geehrter Herr Abdel-Samad, ich bewundere Ihren Einsatz und Ihren Mut in der Aufklärung über den Islam.“

Welche Aufklärung über den Islam hätte er gebracht? Keine, sondern er rechtfertigt ihn. Er klärt aber auf darüber, daß man im Bayerischen Rundfunk nur unter der Bedingung der Beschönigung des Islam gehört wird. Wer dem nicht folgt, wie Geert Wilders beispielsweise, erhält keine Gelegenheit, sich in den zwangsfinanzierten deutschen Anstalten zu äußern.

So heißt der Beitrag von Ahmet Senyurt denn auch Das Leben mit dem Mordaufruf: Wie Islamisten den Deutsch-Ägypter Abdel-Samad bekämpfen [Video der Report-Sendung, vom 30. Juli 2013, 21:30 – 29:23, oder hier]. Nicht Muslime, die ihren Glauben ernst und den Koran wörtlich nehmen, sondern „Islamisten“, die nach gängiger Lehre der heutigen Islamologen den Islam mißbrauchen, trachten Hamed Abdel-Samad nach dem Leben. Wer anderes behauptet, Michael Stürzenberger mit seinem Megafon beispielsweise, der stellt sich außerhalb der Gesellschaft, der wird vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet.

Nun aber noch einem zu schreiben, der sich nicht gegen diese Beobachtung stellt, sondern sich von PI distanziert, das grenzt an Masochismus. Ganz gleich, ob Hamed Abdel-Samad unter Polizeischutz leben muß und dafür unser aller guten Wünsche sicher sein kann, einer, der sich zur Klärung der Aussagen des Bajrambejamin Idriz nicht an Michael Stürzenberger und seine Gewährsfrau Nawal wendet, sondern diese von seinem Freund „Benjamin“ angeklagt sehen will, an einen solchen adressiert man keinen Brief, sondern man bespricht seinen Fall.

Hamed Abdel-Samad ist nämlich ein Fall, und zwar für den Polizeischutz.