joschka-modeDer deutsche Michel wird immer geschmackloser, schreibt Tilman Krause in der WELT. Der heiße Sommer sei für viele Deutsche Grund genug, selbst in der U-Bahn die Hüllen fallen zu lassen. Geschmacklosigkeit habe den öffentlichen Raum erobert. Soweit gehen wir mit Krause einig, PI hat das Thema auch bereits angesprochen. Die These, daß die Selbstermächtigung des deutschen Kleinbürgers zur geschmacksbestimmenden Größe im Nationalsozialismus erfolgt sei und wir deshalb heute den Schlabberlook hätten, ist aber weit hergeholt. Wie wär’s zur Abwechslung mal mit den gleichmacherischen Kommunisten und Linken? Siehe Achtundsechziger (Foto: Joschka im Bundestag)!

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52 KOMMENTARE

  1. Was soll man machen bei 34 grad in der U Bahn. Die US Nazis in News York haben wenigstens Klimaanlage in der Subway 🙂

  2. Wer den Schlabberlook bei uns einführte, muß nur Fotos von 68ern wie Fritz Teufel und Langhans, oder die RAF-Terroristen vor Gericht, oder barbusige Studentinnen an der Uni, oder Kommune-Fotos etc. angucken. Vor Fischer stand auch niemand so am Pult des Bundestages! Die Achtundsechziger haben die Krawatte der Kleinbürger abgeschafft!
    Nun kann man natürlich sagen, daß die Achtundsechziger nichts anderes als Nazis waren. Aber sonst stimmt Krauses These nicht!

  3. Ich empfinde weite wallende Nachthemden mit Kaffeewärmer auf dem Kopf und orientalische Sandalen viel mehr als „Schlabberlook“. Im übrigen , die kurze Hose bleibt ! Das ist Kulturgut oder ich werde mich übelst wegen Diskriminierung bei beschweren gehen !

  4. Man darf nicht vergessen. dass das Problem sich ja durch die hohe Repräsentanz des weiblichen Geschlechts, dass überall dort wo man es läßt, dazu neigt sich auszuziehen, noch zunimmt. So mußte man ja im NRW (dass ja von zwei großartigen Frauen regiert (geführt) wird) -Landtag, ja bereits die Schulterfreiheit von anwesenden Damen monieren (habe ich jedenfalls gelesen). Frauen in der Öffentlichkeit stellen halt ein besonderes Problem (und das ist nun mal so, das hat die Natur so eingerichtet) dar, dem man in einer noch männlich gesunden Gesellschaft eben konsequent begegnen müßte. Vielleicht werden ja aber auch die Frauen irgendwann noch mal vernünftig und stehen dagegen auf. Sonst muß auch das demnächst der Islam besorgen.

  5. Nicht nur in Deutschland sind die Nazis am Schlabberlook schuld! Nein auch in der Schweiz! Dort wurde einer armen Schwarzen von einer schweizer NazINN eine Handtasche für 35000 Franken verweigert! So ein Skandal!

    Übrigens: In der DDR waren die Leute besser angezogen.

  6. ## Nazis schuld am deutschen Schlabberlook? ##

    Genau auf den Punkt getroffen diese Überschrift.

    Der Autor hat sich nur nicht getraut die Grünen direkt als Nachfolgepartei der NSDAP zu nennen. Aber so, über die Bande geschrieben, ist das geradezu genial gelungen.

    h2so4

  7. Der Artikel bringt mich ins Grübeln:
    Ich trug gerade meine alte, kurze hirschlederne Lederhose (ja die mit der Klappe vorne) und war sogar schulterfrei. Bin ich jetzt Nazi oder Verteidiger europäischen Kulturguts?

  8. Meine Lehrer trugen überwiegend noch Krawatten im Unterricht.
    Die Lehrerinnen hatten Kleider an.
    Die Lehrkräfte wurden von den Schülern selbstverständlich mit „Sie“ angeredet!
    Die politische Einstellung der Lehrer war überwiegend konservativ.
    Der Schulhof, die Toiletten und auch sonst war die Schule sauber.
    Der Ausländeranteil unter den Schülern war sehr gering.

    Die Lehrer meiner Kinder liefen fast ausnahmslos im Schlabberlook herum und die Lehrerinnen häufig zusätzlich in Jeans.
    Ab der Oberstufe wurde sich zwischen den Schülern und Lehrern geduzt.
    Die politische Einstellung der Lehrer war überwiegend links-grün!
    Die Schule war insgesamt verdreckt, überall waren Graffitis an den Wänden geschmiert.
    Der Ausländeranteil der Schüler war in der Grundschule sehr hoch, auf den Gymnasien geringer, ab der Oberstufe dann viel geringer, weil besonders die Araber und Türken trotz der Verhätschelung durch links-grüne Lehrer den Anforderungen nicht gewachsen waren.

    Der Vergleich zeigt m. E. klar, dass die links-grüne „Kultur“ den Verfall der Sitten, auch des „Schlabberlooks“ verantwortet!

    Die Kleidung ist aber nur eine äußerliche Verwahrlosung!
    Viel schlimmer ist die Verwahrlosung der Hirne der Schüler und Lehrer heutzutage!

  9. #7 Wolfgang (14. Aug 2013 08:27)

    Und an allem ist der Islam schuld …
    ————
    Oha, ein Islam-Versteher?

  10. Schulterfrei zur Krachledernen geht schon mal gar nicht!
    Außerdem gehört dazu ein Leibchen und lange Strickstrümpfe (zumindest habe ich noch so ein Bild von mir aus den 50ern).

  11. Jetzt wird der Krampf gegen rääächts auch an der Kleiderfront ausgetragen. Der Autor der „Welt“ ließ es allerdings unkommentiert, daß häßliche Kopftücher und bodenlange Vermummung sowie bei Männern lange Nachthemden oder Hochwasserhosen weitestgehend das Stadtbild verunzieren.

  12. Bei uns sind die Nazis schuld und in den USA der KKK. An der überproportional häufigen Fettsucht schwarzer Amerikanerinnen ist wiederum die traumatisierende Sklaverei schuld. In dieser Zeit mussten sich schwarze Frauen so viel bewegen, dass sie sich heute davon ausruhen müssen. Das ist kein Witz. So etwa geht die PC Analyse .

    Die Engländer ziehen sich so an wie sie sich anziehen, weil sie als Kolonialherren immer so sehr auf sich halten mussten und nun haben sie keine Kolonien mehr

    Kurze Hosen, Netzhemden,Tangaslips und Nasenringe sind als Büßergewänder und Selbststigmatisierung zu interpretieren.Also eigentlich zu begrüßen.

    Hängehosen und Hängebäuche bei Schwarzen sind auf die andauernde Traumatisierung zurückzuführen.

    Die Geschichte will einfach nicht vergehen, nicht so lange sich noch politische Machtansprüche oder ein paar Kröten oder Zeilen aus ihr heraus quetschen lassen.

    Chinesen und Japaner können trotz Geschichte nett angezogen umherlaufen denn sie sind wegen ihrer Augenfarbe in keinen Schuldkomplex eingebunden.

    Die 68er können an nix schuldig sein, denn sie wollten nur Gutes und das mit allen Mitteln und das haben sie nun auch – Macht über uns und unsere Kröten.

  13. Der Schlabberlook ist eindeutig Folge der 68er (ob mit oder ohne Nazis),aber auch der Verhartzung.
    Die äußere Verwahrlosung geht mit einer inneren einher.
    Gerade heute sollte man daher auf sein Äußeres achten.

  14. In den Augen linksgrüner Gutmenschen sind Nazis schuld an allem. Auch am verregneten Frühjahr und daran, dass der FC Bayern dieses Jahr wahrscheinlich schon wieder Meister wird.

    Die NPD müsste den Kampf gegen den Klimawandel zum Programm machen, das würde unsere Linksgrünen reihenweise in eine Identitätskrise stürzen.

  15. Ach Gottchen, nehmt doch nicht immer gleich jede Glosse so bierernst. Ganz abgesehen davon, daß sich der Autor ohne es zu wollen als Rechtsradikaler outet: Durch seine Abneigung gegen den egalitären Kleiderstil und sein Lob auf Großbürgertum, Akademiker und Offiziere zeigt er seine elitaristische Grundhaltung. Im Vorbeigehen spricht er den Zigeunern künstlerische Fähigkeiten ab und charakterisiert türkische Männer als Prolomachos; er ist also ausländerfeindlich. Und dann geht er davon aus, daß ein weltweiter Stiltrend selbstverständlich nur vom deutschen Volk angestoßen werden konnte. Wenn das nicht Nazi ist, was dann? [Satire aus]

  16. Mann ! –
    wölbendes Fleisch in der U-Bahn, Flip-Flops, – das ist doch noch gar nix. Davor kann man wenigstens noch die Augen zumachen oder sich was anderes vorstellen. Aber Sommers wie Winters warme Leberkäs-Semmeln frühmorgendlich frühstückender Passagiere in einer geschlossenen U-Bahn-Röhre, – das ist mit Geschmacklosigkeit feist noch untertrieben : die Hölle. Denn vor solch wehenden Gerüchen in einer nahrungsmässig absolut sensiblen Zeit (morgens kriegt doch kein normaler Mensch irgendwas runter), versagt jede Fantasie. Und es sind IMMER und AUSNAHMSLOS Frauen, die morgends mit Olfaktorik gewaltmässig unterwegs sind. Ich weiss nicht, wie man sich solch einen Stinker frühmorgens direkt vor seine Gurke halten – , und auch noch reinbeissen kann.
    Mir fällt beim Zukucken und Mitriechen auf Distanz dabei fast schon das Nasenbein aus dem Gesicht. DA lebt die Abwesenheit jeglicher Eleganz.

  17. Dringender Programmhinweis!

    Jetzt Deutschlandfunk

    10:10 Uhr

    Länderzeit

    Warum werden junge Muslime
    radikal? Nicht nur in NRW
    wächst die Salafistenszene

    Gesprächsteilnehmer:
    – Dr.Marwan Abou-Taam
    – Rolf Clement
    – Prof. Stefan Huber
    – Ahmad Mansour
    – Ralf Jäger

    Hörertel.: 00800 – 4464 4464
    Hörerfax: 00800 – 4464 4465
    laenderzeit(a)dradio.de

    Warum werden junge Muslime radikal?

  18. Überall, wo´s warm ist, bekleidet man sich knapp. Das ist in Afrika, wo die w oft nur einen Lendenschurz tragen, so und in Polinesien nicht anders. Der Besucher aus Europa nimmt das hin und betrachtet das weder als Herunterkommen der Kultur noch als Libertinage. Warum dann aber in Deutschland, in der Ubahn!? Und warum soll frau sich für 15min Fahrt mit der Ubahn anders kleiden als an der Oberfläche!? Zudem bin ich NUR mit Ubahn, Bus und Tram unterwegs und erlebe dort zwar immer wieder w in Röcken wie Lendenschurze, betrachte das jedoch als Freude am Körper. Und wer teilt SEI-ne Freude nicht gern mit AN-dern!? Auch erlebe ich dort nie barbusige w und das ist ja auch strafbar, aber was ist gegen ein Topp, eine Bluse mit zwei offnen Knöpfen und a bauchfreies T-Shirt zu sagen!? Ich empfinde das NICHT als Sittenverfall und eine katholische(!), gläubige, feministische Psychotherapeutin stimmte mir darin sogar zu! Mir scheint daher, dass sowohl der WELT- als auch der PI-Redaktör keine selbstbestimmende w verträgt. Dennoch räume ich ein, dass MAN-che Röcke SCHON etwas länger sein könnten: Eine Mittfünfzigerin nämlich gestand mir, dass sie von der Gegenwart mancher Röcke peinlich berührt sei. Wie ja auch ich selbst von einem real erlebten Typen mit superknappen Shorts peinlich berührt war und, mich innerlich schier windend, von ihm wegstrebte! Sehr knappe Kleidung kann wie unerwünschte gleichgeschlechtliche Intimität sein.

  19. Polizei gegen linken Terror: Großrazzia in der linken Szene in Berlin
    14. August 2013

    Berlin – In den Berliner Stadtteilen Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Mitte hat die Polizei am frühen Mittwochmorgen im Rahmen einer Großrazzia in der linken Szene acht Wohnungen durchsucht. Hintergrund der Aktion sind laut Staatsanwaltschaft zwei verschiedene Ermittlungsverfahren: Zum einen wird wegen versuchten Mordes ermittelt, da mehrere Täter Anfang Juni versucht hatten, Polizisten in einem Polizeifahrzeug anzuzünden…..

    http://www.pfalz-express.de/polizei-gegen-linken-terror-grosrazzia-in-der-linken-szene-in-berlin/

  20. Schlabberlook ist ein heißes Thema. Aber wenn Ihr schon mal im Sommerloch grabt, dann bitte auch herausarbeiten, daß die NSU daran schuld ist; am Sommerloch sowieso, obwohl, das hat der Adolf erfunden und der Schlabberlook ist auch typisch für Nazis. Müßt Ihr Euch nur mal einen Aufmarsch angucken.

  21. #7Wolfgang
    „An allem ist der Islam schuld“
    Wo habense das denn gelesen?
    Jaja, Sie sind schon richtig auf PI, und der Islam ist schon viel schuld, weitgehend auch noch ohne Sühne, aber dieses Thema beschäftigt sich ausnahmsweise nur mit uns schlecht gekleideten Nazis. Das sollte doch auch für Gute erkennbar sein!?
    Ist mal was Neues, es gibt ja nicht mehr viel Negatives, das man unsereins nicht schon angelastet hätte.
    Warum soll der braune Sumpf nicht auch den Sinn für Ästhetik gemeuchelt haben? Uns fehlt ja ohnehin der ausgeprägte Farbensinn der Intelligenzia dieses Landes. Wir können bunt noch nicht mal erkennen erkennen, wenn es uns bereichernd entgegen und auf die Füße oder sonstwohin tritt….

  22. So so, mein Opa lief also in Shorts und Badelatschen durch die Stadt und Oma sonnte sich nackt im Park. Freut mich zu erfahren, dass meine Großeltern trotz ihrer eher bescheidenen Gesamtumstände in NAZI-Deutschland so etwas wie eine Jugend hatten.

  23. Gorbatchovs Perestroika ist am „Schlabberlook“ schuld. Er entstand in den 80er Jahren in Moskau und wurde „adidasovsky“.

    Dir Irrsinnsidee, zuhause so rumzulaufen wie früher nur auf dem Sportplatz, wurde auch bei den Arbeitslosen Deutschlands durch Sender wie RTL oder SAT 1 zunehmend populär. NIKE und adidas wurden zu Weltfirmen – hätten sich die Gebrüder Dassler auch nicht so vorgestellt.

  24. Sicherlich geht den „breiten Schichten der Bevölkerung“ (no pun intended) ein Stil-Empfinden, wie man es in manch anderen Ländern bewundert, völlig ab. Wie könnte es auch anders sein? Der Stil wird ja nicht vorgelebt. In den Leitmedien sieht man kaum Stil-Ikone, dafür viel Silikone. Insofern ist die These des Autors von der Zurückdrängung der Eliten des guten Geschmacks durchaus berechtigt.

    Völlig abstrus wird es aber, ausgerechnet von den „anatolischen“ (!) Migranten eine Besserung der Lage zu erhoffen. Also die Jungs präsentieren ihren in viel Tagesfreizeit muckibudengestählten Body im Schlamuscle-Shirt und die Mädels tragen die auch olfaktorisch atemberaubende Burka, und alles wird gut, Herr Krause.

  25. Das darüber überhaupt halbwegs ernsthaft diskutiert wird, ist unsäglich. Es soll sich doch jeder so anziehen wie er will.

    Egal ob früher oder heute, für mich ist ein Kennzeichen totalitärer Ideologien, dass versucht wird, den Menschen eine Kleiderordnung vorzuschreiben. Siehe auch insbesondere die islamischen Länder.

  26. Habe heute irgendwo gelesen, dass man in Neuseeland auch mal im Schlafanzug zum Einkaufen geht. Von dem her sehe ich diese Lage (noch) relativ entspannt… 😉

  27. Im übrigen ist der Verweis des Autors des Welt-Artikels auf „Herren der Schöpfung“ in „unsäglichen kurzen Hosen“ im Jahre 2013 besonders absurd. Denn „Hot Pants“ sind in diesem Jahr wieder absolut angesagt und werden dementsprechend auch von unzähligen Vertretern des weiblichen Teils der Bevölkerung, von Mädchen bis hin zu Frauen, getragen.

  28. Gegenthese von mir:
    Könnte es sein, dass der – besonders bei der Generation U30 – verbreitete Trend zur Intim-Totalrasur nicht von der amerikanischen Pornoindustrie verbreitet wurde – sondern von pädophilen Kreisen der Grünen?!

  29. So ganz unrecht hat er nicht, wenn man als Gegenbild zum kleinbürgerlichen Leben den Adel nimmt oder die zumindest gebildete konservative bürgerliche Oberschicht. Diese im deutschen Reich königstreuen, wollten die hierarchische Ordnung der monarchischen Gesellschaft aufrechterhalten und waren damit die natürlichen Feinde aller sozialrevolutionären Modernisierungsbewegungen aus dem unteren Bürgertum, wie Gewerkschaften, Kommunisten oder Nationalsozialisten. Diese wollten die traditionelle Ordnung zerstören und durch die Herrschaft des Kleinbürgertums/Proletariats ersetzen, die wir heute ja auch haben. Heute kann jeder Kanzler werden, in der Monarchie konnten nur Adelige Staatsoberhäupter sein.
    Das hat tatsächlich zu einem Verfall des guten Geschmacks geführt, denn die Standarts setzt nicht mehr eine gebildete Oberschicht die ihre Stellung nicht erkämpfen muß sondern sie von Geburt an hat, sondern diejenigen, die am lautesten sind, die härtesten Ellenbogen haben oder am wenigsten Skrupel, wie das in einer demokratischen Gesellschaft eben so ist. Und da ist Stil dann eher Glücksache.

  30. Ich bin auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit viel in südeuropäischen und lateinamerikanischen Ländern sowie down under unterwegs.
    Heute Vormittag habe ich wegen des morgigen Feiertags im (noch) überwiegend katholischen Bayern in einem süddeutschen Einkaufszentrum eingekauft und dabei einen Blick auf meine Mitbürger_Innen geworfen.
    Das hätte ich besser unterlassen!
    Das nackte (sic!) Grauen! Ich kenne kein Land auf diesem Planeten (zugegeben: Ich kenne bei Weitem nicht alle), in dem sich die Bewohner_Innen zumindest in den Sommermonaten so abstoßend häßlich und stillos kleiden wie in Deutschland: Widerwärtige Tatoos an aufgequollenen Frauenwaden und an – schamlos in die Öffentlichkeit gereckten – weiblichen Fettärschen, kurze Schlabberhosen nebst braunen Socken und Birkenstocksandalen an entweder aufgedunsenen oder aber ausgemergelten Männerrümpfen, miefig-graue und verschwitzte T-Shirts an unansehnlichen Oberkörpern jeglichen Geschlechts… einfach furchtbar und zutiefst erschütternd!
    Und dieses Kleidungsverhalten ist keine Frage womöglich fehlenden Geldes, sondern ausschließlich eine Frage fehlender Kultur und Selbstachtung!
    Jeder bettelarme Mittelamerikaner, der mir – aus welchem Anlaß auch immer – in einem löchrigen und abgewetzten Anzug entgegentritt, verdient und hat in meinen Augen bei Weitem mehr meinen Respekt, als irgendeiner der oben skizzierten, abstoßenden und gruseligen „Mitbürger“.
    Soviel „Kulturkritik“ muß – leider und vermutlich erfolglos! – sein.

    Don Andres

  31. #39 Don Andres

    Und dieses Kleidungsverhalten ist keine Frage womöglich fehlenden Geldes, sondern ausschließlich eine Frage fehlender Kultur und Selbstachtung!

    Prekariat lässt grüßen.
    („Prekariat“ bezeichnet weniger materiellen, sondern mentalen Zustand. Hat auch viel mit fortschreitender Degeneration der europäischen Bevölkerung zu tun.)

  32. Keine Angst, das ist nur 68er generationsbedingte Mode.

    Der nächste Generations-Look bahnt sich schon an: Burka für Frauen, Nachthemd mit Vogelnest-Kopfbedeckung für Männer.

  33. Unser täglich Nazi gib uns heute,
    auf dass wir nie vergessen unsere Schuld,
    und weiter still sind, zahlen und tolerieren,
    bis zur Selbstaufgabe,
    in Ewigkeit…

    Aber das haben „wir“ nun von unserer vermeintlich bunten und „multikulturellen“ = konventions-, stil- und identitätslosen- Gesellschaft.

    Keine definierbare Kultur = kein definierbares Geschmacksempfinden

    Und nein, Geschmack hat nichts mit dem Verdienst zu tun, man kann auch mit wenig Geld geschmackvoll-passende Kleidung erwerben und man kann einen Haufen Geld für Designer- und Markenklamotten verbraten und trotzdem stillos dahertrampeln.
    😀

  34. Ich habe im übrigen mal einen Russen gesehen der im Sommer mit der Unterhose und einem Schlabbrigen T-Shirt in die Stadt gegangen ist!! Daraufhin hat ein Iraner denn Kopf geschüttelt mit dem Wort „Deutschland“!! Sehr Interessant!!

  35. Nazis schuld am deutschen Schlabberlook?

    Bekanntlich, haben Nazis viel Wert auf gepflegtes Äußeres gelegt.
    Sowohl bei der Kleidung als auch bei der Körperpflege.
    Wenn jemand mit Unterschicht-Look rum hing, riskierte als Asoziale in KZ zu landen.

    Die Uniformen wurden von Hugo Boss entwickelt und waren schick.
    Das gaben sogar die politischen Gegner zu.

    Also, daran kann es wirklich nicht liegen.

  36. #31 Stefan Cel Mare (14. Aug 2013 12:09)
    Gorbatchovs Perestroika ist am “Schlabberlook” schuld. Er entstand in den 80er Jahren in Moskau und wurde “adidasovsky”.
    Dir Irrsinnsidee, zuhause so rumzulaufen wie früher nur auf dem Sportplatz, wurde auch bei den Arbeitslosen Deutschlands durch Sender wie RTL oder SAT 1 zunehmend populär.

    Das hat früher (schon in den 70-ern) angefangen.
    „Adidas“ und „Puma“ waren Symbole des westlichen Wohlstandes.
    Wer sie leisten konnte, wollte sie auch zeigen.
    So ging man ins Geschäft, zu Besuch, in die Disco usw. mit Sporthosen und Sportschuhen.
    Es war auf jeden Fall schicker als der beste Anzug aus der sozialistischen Produktion.

    Warum und wieso die deutsche Unterschicht (für die „adidas“ keinen Symbolcharakter hatte) diese Mode übernommen hat, ist rätselhaft.
    Wahrscheinlich wurde sie von Aussiedlern aus Ostblock beeinflusst.
    Außerdem ist es für Asoziale auch bequemer – sie müssen sich nicht umziehen.

  37. @ #39 Don Andres
    In den fünfzigern war ich Kind. Den Sonntag konnte ich erkennen
    1. Die Geschäfte waren geschlossen.
    2. Die Menschen und waren sie noch so arm, bemühten sich um sonntägliche Kleidung.
    Ich fand das schön, ich liebte den Sonntag.
    Ungefähr 1970- 75 änderte sich das. Die Menschen sahen auch am Sonntag wie in der Woche aus, sie wirkten immer gammeliger. Zuerst im studentischen Umfeld, später folgte das gemeine Volk.
    Und so ist es bis heute geblieben.
    Auch ich – gebe es zu, ließ mich gehen 🙁

  38. #18 JeanJean (14. Aug 2013 09:15)
    „An der überproportional häufigen Fettsucht schwarzer Amerikanerinnen ist…die traumatisierende Sklaverei schuld.“

    Das ist gar nicht so albern. Es gibt tatsächlich bessere und schlechtere Futterverwerter. Und, betrachtet man neben den Lebensbedingungen der schwarzen Sklaven allein die „Transportbedingungen“ auf den Sklavenschiffen, liegt es nahe, dass nur die guten Futterverwerter überlebt haben, was heute, unabhängig von der Ernährungsweise, die Fettsucht der Schwarzen zusätzlich begünstigt.

  39. @ #33 wieauchimmer (14. Aug 2013 12:26)

    >>>Das darüber überhaupt halbwegs ernsthaft diskutiert wird, ist unsäglich. Es soll sich doch jeder so anziehen wie er will.<<<

    Es kommt ja keiner in den Knast, weil er sich anders anzieht. Nur: Ich finde es schön, wenn sich eine Gesellschaft Kleidervorstellungen und sogar Normen gibt. Man kann dann vergleichen und sich bemühen, diese Norm gut auszufüllen.
    Ist natürlich nichts für Looser die nicht mithalten können und deshalb den Wettbewerb scheuen.

  40. @ #48 noreli (14. Aug 2013 21:18)
    Ich kann Ihre Eindrücke nachvollziehen. Denn ich unterlag ihnen selbst zu Zeiten.
    Heute ist mir das egal. Wenn ich des Sonntags in die Kirche gehe (jau, das mache ich, denn ich bin und bleibe katholisch), ziehe ich mich zu Ehren meines Schöpfers entsprechend an, egal, was meine Nachbarn von mir denken.

    Don Andres

  41. Ich sehe oft die knopp-filme über damals.
    Die menschen sind aber nicht schlabberig angezogen.
    Sogar fast alle mit hut.
    Die schlampigen gibts seit den 70ern.

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