Noch mehr Mainzer Eisenbahner „krank“!

Wir haben bereits vorgestern über den Schienenverkehr in Mainz berichtet, das derzeit mangels Fahrdienstleitern von der Bahn immer stärker umfahren wird, so daß abends und nachts kaum noch was geht. Jetzt scheint ein weiterer Fahrdienstleiter „krank“ geworden zu sein. Von insgesamt 15 Mann sind fünf krank und drei in Urlaub. Ein FDPler hat es (wie PI) gewagt, laut zu sagen, daß in diesem Fall der Urlaub abgebrochen werden müsse. Die Reaktion der Leser ist in allen Blättern, auch in der FAZ, gewerkschaftsrot. Das ist in mehrfacher Hinsicht erschreckend.

Lassen wir das dumme Geschwätz, daß man Fahrdienstleiter von anderen Gegenden Deutschlands herbeischaffen solle, außer Acht, denn das geht sicherheitstechnisch nicht. Die Einweisung eines ausgebildeten Fahrdienstleiters von anderswo würde drei Monate dauern. Es bleibt also auf die Schnelle nur der Urlaubsabbruch. Und da geht das Geschrei auf dem Niveau der Linkspartei los. Man hätte mehr einstellen sollen. Sollen auf jedem Bahnhof und für jede Lok und Putzfrau jetzt 50% Ersatzleute eingestellt werden? Wer soll das überhaupt bezahlen? Die Bahn hat keinen Pfennig übrig. Also soll mal wieder der Kunde ran? Alle Tickets um 50% nach oben oder was?

Und dann: man bricht doch nicht seinen Urlaub für die Firma ab, wo man arbeitet. Wie käme man dazu? Anders wäre das, sie würde 100% mehr bezahlen. Und wer zahlt das? Wieder der Kunde? Das Ticket kostet dann also 150% oder 200% mehr als heute. Ist dies das Ziel der Kommentatoren?

Wir haben mit dem Finger im ersten Artikel aber gleich in die richtige Richtung gezeigt. Es sind vermaledeite Gewerkschaften wie die Ver.di des Gratis-Südseefliegers Bsirske, die ihre Sozi-Flossen im Spiel haben. Die FAZ:

Hinter vorgehaltener Hand wird in den Führungsetagen der Bahn vermutet, dass Arbeitnehmer mit den vielen Krankmeldungen Druck auf den Bahn-Vorstand ausüben wollen. Im Hintergrund tobt unter Arbeitnehmervertretern ein Konkurrenzkampf der Gewerkschaft EVG mit der Lokführergewerkschaft GDL. Diese möchte ihren Einfluss auf die Berufsgruppe der Fahrdienstleiter ausweiten. Im Jahr 2014 läuft der Grundlagentarifvertrag aus, der seit einigen Jahren für „Frieden“ zwischen EVG und GDL sorgt.

Im Klartext: rote Gewerkschaften stiften ihre Mitglieder zum Krankmachen an, um ihre Ziele durchzusetzen. In der Rhein Main Presse wird dieser Vorwurf wiederholt.

Jeder, der diesen verdammten Spartengewerkschaften das Wort redet, muß wissen, daß diese extrem wirtschftsfeindlich sind und das ganze Land bedrohen. So ist die BRD nicht groß geworden. Im April streiken die Piloten, die Flieger bleiben am Boden, im Mai die Flugbegleiter, die Flieger bleiben am Boden, im Juni die Fluglotsen, die Flieger bleiben am Boden, im August die Putzfrauen, die Flieger bleiben am Boden. Im September streiken die Lokführer, die Züge bleiben stehen, im Oktober der Fahrdienst, die Züge bleiben stehen und so weiter. So kann man eine Firma das ganze Jahr über stilllegen. Und genau darum geht es Bsirske und seinen Genossen. Das muß jeder wissen, der diese Kaputtmacher verteidigt.