Schlechte Noten sind diskriminierend

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Eine 450-Seiten starke Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes bescheinigt dem deutschen Bildungssystem eine Ausgrenzungspraxis und die Diskriminierung von Arabern und Türken. Jeder vierte Schüler oder Studierende mit Migrationshintergrund fühlt sich dem Ergebnisbericht zufolge diskriminiert. Und weil sich diese Erfahrung negativ auf die Leistungsmotivation auswirkt, sind Maßnahmen erforderlich.

(Von L.S.Gabriel)

Migranten beklagten, dass ihre Kinder bei der Einschulung und beim Zugang zu weiterführenden Schulen bloß wegen ihres Migrationshintergrundes benachteiligt würden.

In der Studie ist nachzulesen:

Die Risiken, in allgemeinbildenden Schulen diskriminiert zu werden, sind vielfältig. Bereits in der Grundschule herrscht eine „Ausgrenzungspraxis“ vor, die Chancenungleichheit bedingt und teilweise fördert. Dazu gehören das Aufnahmeverfahren und die Einschulungsphase, die Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs sowie die Übergangsempfehlungen auf weiterführende Schulen am Ende der Grundschulzeit.(..)Kinder mit Migrationshintergrund leiden unter Vorurteilen und sachlich ungerechtfertigten Zuschreibungen wie etwa einer niedrigeren Leistungsfähigkeit. Sie bekommen häufiger einen sonderpädagogischen Förderbedarf attestiert. Studien zufolge könnte dies auch daran liegen, dass Verfahren zur Feststellung dieses Bedarfs an fehlenden Deutschkenntnissen festgemacht werden.

Es ist also eine Art von Ausgrenzungspraxis, wenn sich bei der Einschulung kompetentes Schulpersonal darum bemüht, dass Kindern mit mangelnden Mindestanforderungen für die Schule, Förderung zuteil wird. Und es bedurfte tatsächlich einer von Steuergeldern finanzierten Studie, um zur Erkenntnis zu gelangen, dass fehlende Deutschkenntnisse eventuell zu einer geringeren schulischen Leistung führen.

Dieses Problem würde sich freilich lösen lassen:

Besonders kritisch sieht die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in diesem Zusammenhang das Verbot an einigen Schulen, in der eigenen Muttersprache zu sprechen. Deutsch als Unterrichtssprache sollte genügen, weitergehende Verbote stehen der Förderung der kulturellen Vielfalt und Identität entgegen.

Natürlich, wenn jene, die ohnehin nicht gut Deutsch sprechen, in den Pausen dann Türkisch, Zulu oder was auch immer reden, wird sich das rasch verbessern, denn es sollte ausreichen, wenn diese armen, diskriminierten Geschöpfe während des Unterrichts die Sprache ihrer neuen Heimat ertragen müssen.

Diese Art des bösartigen Fernhaltens von der Karriereleiter setzt sich aber auch nach der Grundschule fort:

Der Zugang zur Hochschule ist für angehende Studierende mit Migrationshintergrund, mit Behinderungen oder einer „niedrigen sozialen Herkunft“ immer noch die zentrale Hürde. Gründe sind u. a. eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten oder eine mangelnde Vertrautheit mit dem System Hochschule. (..) Besonders augenfällig werden die Probleme beim Merkmal der „sozialen Herkunft“. Kinder aus Akademikerfamilien haben eine dreimal so große Chance, ein Studium aufzunehmen, wie Kinder von Eltern ohne Hochschulausbildung. (..) Probleme im Studienverlauf können z. B. fehlende akademische Kontakte sein, die den Erfolg eines Studiums absichern und berufliche Perspektiven aufzeigen können.

Welch eine Erkenntnis, Kinder, denen zu Hause Förderung zuteil wird, haben es in der Schule leichter. Wenn Mama und Papa Deutsch und Prozentrechnen können, dann sollten sie das ab nun wohl für sich behalten, damit sich die Mitschüler bildungsferner Eltern nicht ausgegrenzt fühlen. Auch ist es offenbar verwerflich, wenn z.B. Mediziner oder Juristen ihrem Nachwuchs durch selbst erarbeitetes Wissen und daraus resultierenden beruflichen Kontakten unter die Arme greifen. Besser sie tun so, als hätten sie niemals eine Universität von innen gesehen. Vermutlich sollte aber auch der Metzger seinen Kindern den Weg in die Fleischhalle verwehren, denn die könnten ja dort etwas sehen, das ihre Berufswahl im Sinne des Familienunternehmens beeinflusst und dazu führt, dass sie später den Betrieb erfolgreich weiterführen. Schließlich gibt’s Mitschüler, deren Eltern gar nicht arbeiten.

Natürlich hat die Studie auch Lösungsansätze:

Ziel sollte eine „Hochschule für alle“ sein. Um dies zu erreichen, könnten z. B. Stipendien nach sozialen Kriterien für unterrepräsentierte Gruppen vergeben werden.

Gute Idee, wir vergeben Stipendien auf keinen Fall mehr für Schüler, die besonders fleißig oder klug sind, sondern ausschließlich danach, welcher Herkunft sie sind, egal ob sie etwas daraus machen oder nicht, Hauptsache das Steuergeld ist raus und wenn möglich nicht bei deutschen, leistungswilligen Kindern.

Bei so viel manipulativer Gesinnungswissenschaft wundert es kaum noch, dass es bei diesem Papier in keiner Zeile um deutsche Schüler geht, die von ihren ausländischen Mitschülern diskriminiert werden. Denn wenn deutsche Kinder gemobbt, verprügelt, als Schweinefleischfresser,  Drecksdeutsche oder Schlampen bezeichnet werden, ist das keine Diskriminierung, sondern vermutlich eine gewollte Vorbereitung auf ihr künftiges Leben im bereicherten Deutschland, das sie halt aushalten müssen.