Schweiz: Hausverbote für Asylsuchende

Wer hätte das gedacht? Im Schweizer Bremgarten dürfen Asylsuchende ohne Begleitung nicht in Freibäder, Kirchen oder weitere „sensible Zonen“ wie Sportanlagen oder Schulgebäude. Das sieht eine Vereinbarung des Schweizer Bundesamts für Migration (BFM) mit der Stadt im Kanton Aargau vor. Wie dpa berichtet, wurde auf einem Waffenplatz in Bremgarten am Montag eine neue Unterkunft für maximal 150 Asylbewerberber mit der strengen Hausordnung eröffnet. Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Regelung scharf.

Die Aargauer Sozialministerin, Susanne Hochuli, sieht kein Problem bei den Hausverboten: „Denn wenn Asylsuchende in die Schweiz kommen, sollte man ihnen nicht den roten Teppich auslegen“, sagte die Grünen-Politikerin dem „SonntagsBlick“. Die Regeln seien ein Kompromiss, damit die Bevölkerung die Unterkunft akzeptiere.

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(VB)