Ein gutes Beispiel dafür, wie Politiker den Willen des eigenen Volkes übergehen, findet sich aktuell in Uruguay. Die sozialistische Regierung unter Präsident José Mujica (Foto) versucht derzeit vehement Cannabis zu legalisieren. Ein entsprechender Gesetzesentwurf passierte mit seiner Annahme im Abgeordnetenhaus bereits die erste Hürde. Dumm nur: Eine satte Mehrheit der Uruguayer ist gegen die drogenpolitische Geisterfahrt ihrer vermeintlichen Volksvertreter. Präsident Mujica reagiert mit Schimpftiraden: „Wir sind ein konservatives Land voller alter Leute“, giftet der immerhin selbst 77-jährige sozialistische Politiker.

Die „Stuttgarter Zeitung“ schreibt:

In Uruguay verkaufen künftig die Apotheken Marihuana. Das Abgeordnetenhaus in Montevideo hat mit knapper Mehrheit den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert. Allerdings muss der Senat noch zustimmen. Nach den Plänen reguliert der Staat die Produktion, den Handel und Vertrieb. Marihuana-Konsumenten dürfen monatlich bis zu 40 Gramm beziehen. Der Eigenanbau ist auf sechs Pflanzen pro Person beschränkt. Erlaubt sind auch Anbauclubs mit zwischen 15 und 45 Mitgliedern, die bis zu 99 Pflanzen ziehen dürfen. (…)

„Unser Ziel ist klar, wir wollen eine 60 Jahre lang verfolgte Politik beenden, die gescheitert ist“, sagte der sozialistische Abgeordnete Nicolás Núñez, einer der Verfechter der Novelle. Die konservative Opposition lehnt das Projekt ab, weil sie „riesigen Schaden für das Land“ befürchtet, etwa die Zunahme von Suchtproblemen. Auch ist eine Mehrheit der 3,2 Millionen Uruguayer laut Umfragen gegen die Reform.

In den fünfziger Jahren wurden die heute illegalen Drogen durch die UN weltweit, einheitlich und praktisch ausnahmslos verboten. 1972 rief der damalige US-Präsident Richard Nixon den „Krieg gegen die Drogen“ aus. Dennoch stiegen Produktion und Konsum an. Ihre Bekämpfung forderte vor allem in Erzeuger- und Transitländern einen so hohen Blutzoll, dass schon in den Neunzigern ein Kreis von angesehenen Ex-Präsidenten aus südamerikanischen Ländern sagte, der Krieg gegen die Drogen erzeuge mehr Leid als die Drogen.

Uruguay blieben zwar gesellschaftszersetzende Verhältnisse wie in Kolumbien oder Mexiko erspart, aber dennoch gibt der Staat viel Geld für die Bekämpfung der Drogen aus, das für die Behandlung von Süchtigen fehlt, wie Präsident José Mujica beklagt. „Wir sind ein konservatives Land voller alter Leute“, sagte der 77-Jährige, „wenn man von Legalisierung spricht, wird das als ein Ding des Teufels angesehen.“ Der Vorteil der Legalisierung sei die Ausschaltung der Drogenhändler, die den Konsumenten auch Crack anböten, eine Kokain-Abfalldroge mit verheerenden Wirkungen.

Wer glaubt, dass solche Volksvertreter bei anderen Themen den Willen des Volkes vertreten würden, glaubt vermutlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten…

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103 KOMMENTARE

  1. Der Krieg gegen die Drogen ist eindeutig verloren. Da macht es sicherlich Sinn, über Alternativen nachzudenken.

  2. OT:
    Okay gleich der erste Kommentar und schon Off-Topic, ist blöde ich weiß. Aber ich muss mich dich wundern, wir sind eine islamkritische Bewegung, die sich gegen die Unterdrückung der Menschen, in islamischen Ländern genauso richtet, wie wir uns hier gegen die Unterdrückung von Andersdenkenden durch die linke „Mehrheitsgesellschaft“ richten.
    Aber warum flattert dann hier gerade ein Werbebanner auf, das mich dazu auffordert Abu-Dhabi zu bereisen? Und warum tauchen manchmal Werbebanner auf, die mir ein Date mit einer Muslima, aufschwatzen wollen? Ist nur eine Frage ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

  3. Ich habe nichts gegen eine Legalisierung, denn es trocknet den Schwarzmarkt aus und die Drogenkartelle verschwinden. Dann investiert man das Geld, was früher für die Drogen-Verfolgung ausgegeben wurde, in eine sinnvolle Präventions- und Suchtbekämpfung. Das verstehe ich unter einer liberalen Gesellschaft.

    Aber wenn man Gesetze beschließt sollte man schon aufpassen das das Volk die Beweggründe dafür auch nachvollziehen kann.

  4. #3 rheinhessie (05. Aug 2013 18:07)

    Das verstehe ich unter einer liberalen Gesellschaft.

    Das verstehe ich unter einer moralisch verkommenen Gesellschaft. Wenn du so etwas suchst – Holland ist nicht weit. Dort gibt es alles, was das Gutmenschen-Herz begehrt: „Liberale“ Drogen-, Abtreibungs-, Prostitutions- und Einwanderungsgesetze!

  5. Seit wann stört es linke Politiker, wenn das Volk anders denkt?

    Die Mehrheit des deutschen Volkes ist gegen einen Beitritt der EU zur Türkei.
    Die Mehrheit des deutschen Volkes ist gegen 50-80% Muslime in der Klasse (wenn es das eigene Kind betrifft 100%).
    Die Mehrheit des deutschen Volkes möchte gerne Demokratie und Menschenrechte (auch für deutschstämmige)….

    Mal sehen, wie die Mehrheit diesmal das Kreuzchen macht…

  6. Ich sehe das ähnlich wie rheinhessie. In diesem Fall hat die Regierung einen sehr schlechten Job gemacht, ihrer Bevölkerung zu vermitteln, warum sie überhaupt auf die Idee kommt.

    Grundsätzlich ist eine Entkriminalisierung von Besitz und Konsum, insbesondere bei sogenannten weichen Drogen, aus argumentativer Sicht vernüftig.

    Im übrigen sei mir die Spitze erlaubt, dass einige derer, die monieren, dass die Meinung des Volks ignoriert wird, schnell die gegenteilige Meinung vertreten würden, wenn es um ein Thema ginge, bei dem sie eine andere Position als die Mehrheit vertreten. Das hat man z.b. gut bei den Kommentaren zu den Ergebnissen von einigen Wahlen gesehen.

  7. #2 unverified__5m69km02 (05. Aug 2013 17:51)

    Die da wären?
    Ich bin eigentlich auch gegen jede Legalisierung von weiteren Drogen, da man dann ein Tor öffnet was niemals wieder geschlossen werden kann. Auf der anderen Seite ist der Kampf gegen Drogen fast aussichtslos. Besonders problematisch sind die Anbaugebiete, die sich jeder Kontrolle entziehen. Theoretisch gesehen: Würde man Drogen z.B. Schlafmohn in Deutschland anbauen können, würde man vermutlich die komplette Finanzierung der Taliban ausschalten. Sinnvoll wäre vllt. ein kontrollierter Anbau und Verkauf von Drogen. Nur der Abgeordnete hat recht, die bisherige Drogenpolitik ist gescheitert, noch schlimmer sie hat die Situation verschärft, siehe Taliban, siehe Mexiko.

  8. #4 Rosinenbomber (05. Aug 2013 18:11)

    Das verstehe ich unter einer moralisch verkommenen Gesellschaft.

    Manche ballern sich den Verstand gerne mal mit Drogen weg, andere ballern sich den Verstand mit ihrem Glauben weg. Was davon nun moralisch verkommener ist, da haben verschiedene Leute wohl verschiedene Ansichten.

  9. Präsident Mujica hat bestimmt Merkel als Vorbild.
    Hier wird auch ständig gegen den Willen des Volkes entschieden, sei es bei

    -der Sarrazin Debatte
    -Euro
    -Eurorettung
    -Rettungspakete
    -EU
    -Lissabon Diktat
    -ESM
    -Aufnahme von Zigeunern
    -Schand-Urteile im „Namen des Volkes“ gegen Intensivtäter
    -Anhebung des Renteneintrittalters auf 67
    -etc.

    Oder wurde jemals das Volk befragt?

    Im September wird lediglich gewählt, wer für die nächsten 4 Jahre die Diktatur übernimmt.

  10. #10 K.Huntelaar (05. Aug 2013 18:32)

    Auf der anderen Seite ist der Kampf gegen Drogen fast aussichtslos.

    Der Kampf gegen Kriminalität an sich ist aussichtslos – es wird sie immer geben. Soll man deshalb das Strafgesetzbuch abschaffen?

  11. OT: China und Russland wollen Finanzierung und Verbreitung von Feminismus beenden!

    http://sciencefiles.org/2013/08/05/china-und-rusland-wollen-finanzierung-und-verbreitung-von-feminismus-beenden/

    „Der Feminismus, so heißt es in dem Entschließungsantrag, verstoße nicht nur gegen rudimentäre Menschenrechte, Feminismus, so heißt es aus berufenem Munde weiter, sei eine totalitäre Ideologie, die sogar den Stalinismus in den Schatten stelle.“

    Wenn das gelingt, das wird ein Spaß!

  12. #11 mabank (05. Aug 2013 18:32)

    #4 Rosinenbomber (05. Aug 2013 18:11)

    Manche ballern sich den Verstand gerne mal mit Drogen weg, andere ballern sich den Verstand mit ihrem Glauben weg. Was davon nun moralisch verkommener ist, da haben verschiedene Leute wohl verschiedene Ansichten.

    Wüsste nicht, dass jemand, der sich seinen „Verstand mit dem Glauben wegballert“ die Gesellschaft irgendetwas kosten würde. Anstatt in einer kostspieligen Therapie findet man ihn nämlich eher als ehrenamtlichen Helfer bei der Tafel…

  13. Die Legalisierung wird ja kaum was ändern an den Verhältnissen. Marihuana ist in Südamerika eine Volksdroge und vor allem billig. Es wird niemand deswegen mehr oder weniger rauchen, von einem Verbot kann man schon jetzt nicht mehr sprechen.

  14. Demokratie bedeutet nicht, dass die Mehrheit einer Minderheit ihren Willen aufzwingen kann. Das Freiheitsrecht des Individuums sollte von Mehrheitsentscheidungen nicht eingeschränkt werden, solange dadurch nicht die Rechte der Mehrheit verletzt werden.
    Damit will ich nicht sagen, dass die Mehrheit keine Entscheidungsgewalt darüber haben sollte, welche Substanzen legal oder illegal sein sollten. Aber das Argument, dass die Mehrheit gegen eine Legalisierung wäre, ist in dem Zusammenhang nun mal nicht sonderlich überzeugend. Es wird ja niemand gezwungen, Marihuana zu konsumieren. Im Gegenzug wird aber durchaus das Individuum in seinen freien Konsumrechten eingeschränkt. Solange der Schaden, der durch eine Legalisierung an der Gesellschaft entstünde, nicht glaubhaft nachgewiesen werden kann, halte ich dieses Vorgehen also für legitim. Im zitierten Artikel sind die Beweggründe für die Legalisierung ja bereits umfangreich beschrieben. Von der Gegenseite kommen allerdings nur abstruse Vorbehalte, ohne wirkliche Argumente. „Weil die alten Leute dagegen sind“ reicht einfach nicht aus. Sonst könnte man auch problemlos Rockmusik verbieten.

    Na ja, prinzipiell ist es mir egal, was Uruguay legalisiert. Aber gerade PI sollte sich hüten, politische Forderungen nur aufgrund einer abweichenden Mehrheitsmeinung zu verteufeln. Es gibt genug Forderungen, die auch von PI vertreten werden, die auch in naher Zukunft keine Mehrheit im Volk finden werden. Eher im Gegenteil. Oder glaubt hier noch jemand, dass eine freie Marktwirtschaft in Deutschland noch eine Chance hätte? Die Mehrheit ist doch für Enteignung von Unternehmern und Gutverdienern, gegen Kernkraft und für ein umfangreiches Sozialsystem. Genau so sieht es doch auch bei den Grundrechten aus. Da ist nach dem Willen der Mehrheit auch schon ein Zweiklassen-System entstanden. Durch Volkswillen werden in diesem Land die Freiheitsrechte vieler Bürger bereits unverhältnismäßig eingeschränkt (Herr Stürzenberger kann sicherlich ein Liedchen davon singen; Stichwort: Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit).
    Mir wäre es lieber, man würde eher über diese Problematik diskutieren. In Bezug auf Drogenlegalisierung wird man hier eh keinen Konsens finden und daher finde ich die ständigen „Horrormeldungen“ über Marihuana auch eher kontraproduktiv.

  15. #17 Heinz Peter (05. Aug 2013 18:50)

    Es wird ja niemand gezwungen, Marihuana zu konsumieren.

    Nein, es würde wohl niemand gezwungen, aktiv Marihuana zu rauchen. Wohl aber für etwaige Therapiekosten etc. aufzukommen. Dass dies bei Alkohol und Tabak bereits der Fall ist, ist schlimm genug. Und ehrlich gesagt habe ich auch keinen Bock auf diesen wiederliche Marihuana-Gestank überall.

  16. Es kifft sowieso jeder der will, die Frage ist nur ob man lieber einen unregulierbaren Schwarzmarkt oder nen regulierten legalen Markt will. Hier auf PI sind alle ganz freiheitlich wenn’s um Waffengesetze und freie Meinungsäußerung geht, aber sobald jemand lieber ne Hanfzigarette raucht als nen Schnaps trinken, ist die freiheitliche Ader vergessen.

  17. den skandal kann ich nicht erkennen, marihuana ist meines erachtens nicht schlimmer als alkohol. ein großer teil der deutschen bevölkerung ist alkoholkrank. alkohol macht stark abhängig, schädigt die leber und führt bei einer überdosis schnell zum tode. darüberhinaus befindet sich im straßenverkehr ein nicht zu vernachlässigender anteil an alkoholisierten personen usw.
    bevor hier gegen marihuana gehetzt wird, sollte die verhamlosung von alkohol thematisiert werden.

  18. Na macht nichts, wenn erstmal genug Leute das Zeugs regelämßig konsumieren, hat man eine in Teilen passiv-willenlose Bevölkerung von der kein Widerstand mehr zu befürchten ist. Und falls die willenlose Masse nicht pariert, kann man mit einem Verbot der Droge drohen, auf die kein Süchtiger so einfach verzichten möchte.

  19. #20 keks33 (05. Aug 2013 18:55)

    Es kifft sowieso jeder der will, die Frage ist nur ob man lieber einen unregulierbaren Schwarzmarkt oder nen regulierten legalen Markt will.

    Durch Legalität würden das mehr wollen – inklusive den damit einhergehenden Problemen. Davon abgesehen würde der Schwartmarkt durch eine Legalisierung nicht verschwinden, siehe Handel mit unversteuerten Zigaretten.

  20. OT
    sorry – völlig OT, aber echt gut gemacht.
    Schlicht, aber umso beeindruckender –
    ich bin auf den A**ch gefallen, als ich das mal SO sah !
    Es lohnt sich wirklich, auch zum weiterleiten.
    Alles Homo sapiens – was macht denn wohl DIESEN Unterschied ??? 😉
    http://www.freewebs.com/intellectual/

  21. #19 Rosinenbomber (05. Aug 2013 18:55)

    Ja, da gebe ich Ihnen recht. Aufgrund von Drogenkonsum sollte niemand der Gesellschaft zur Last fallen. Freiheitsrechte sollten auch immer mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung verbunden sein. Aber Sie geben ja bereits selber die richtigen Stichworte. Wenn Alkohol und Tabak legal sind, sollten ähnliche oder ungefährlichere Substanzen ebenfalls legal sein. Wenn die Mehrkosten das Problem sind, sollte man vielleicht eher darüber nachdenken, die Problemfälle nicht mehr gesamtgesellschaftlich aufzufangen. Wenn in Uruguay geplant wird, auch Marihuana-Clubs zu legalisieren, sollten diese Clubs auch Gebühren zahlen, mit denen eventuelle Kosten des Gesundheitswesens abgeglichen werden. Das gleiche gilt für die Steuereinnahmen durch Marihuana-Verkauf.

  22. #24 Heinz Peter (05. Aug 2013 19:04)

    Wenn die Mehrkosten das Problem sind, sollte man vielleicht eher darüber nachdenken, die Problemfälle nicht mehr gesamtgesellschaftlich aufzufangen.

    Das ist Deutschland rechtlich und politisch unmöglich.

  23. @ #23 Rosinenbomber (05. Aug 2013 19:02)

    „Durch Legalität würden das mehr wollen – inklusive den damit einhergehenden Problemen. Davon abgesehen würde der Schwartmarkt durch eine Legalisierung nicht verschwinden, siehe Handel mit unversteuerten Zigaretten.“

    In den Niederlanden kann man seit mehr als 4 Jahrzehnten in Ladengeschäften Cannabisprodukte kaufen, dort kifft, genauso wie hier in Deutschland, etwa jeder zwanzigste Bürger. Quer durch Europa wird mit dem Thema rechtlich sehr unterschiedlich umgegangen, die Konsumentenrate scheint davon herzlich unbeeindruckt, ein Phänomen das man noch aus der amerikanischen Alkoholprohibition kennt. Übrigens sind Zigaretten erst wieder auf dem Schwarzmarkt aufgetauscht als sie völlig überzogen besteuert wurden, ein Fehler der einfach zu vermeiden ist. In Holland kiffen übrigens weniger Minderjährige als bei uns, der Dealer an der Straßenecke fragt eben nicht nacht dem Ausweis…

  24. Der Handel mit unversteuerten Zigaretten ist aber ein schlechter Vergleich. Besser den Schwarzmarkt mit Tomaten heranziehen, diese hohen Tabaksteuern haben wir ja nicht. Wenn es allerdings Extrasteuern auf Marihuana geben sollte, etwa in Höhe von 500 Prozent oder 700 Prozent der Herstellungskosten, dann wird es selbstverständlich einen Schwarzmarkt geben.
    Das ist dann aber ein anderes Problem.

  25. #25 Rosinenbomber (05. Aug 2013 19:07)

    Wieso? Tabak und Alkohol werden doch bereits massiv besteuert. Man müsste nur darauf achten, dass die entsprechenden Therapieeinrichtungen nur ein Budget bekommen, das die Höhe der Steuereinnahmen nicht übersteigt. Falls dies die verbotene Zweckbindung verletzen würde, könnte man aus der Steuer auch eine Abgabe machen (wie z.B. beim Lotto). Dürfte ja bekannt sein, dass unsere Bundesregierung in diesem Punkt kreativ ist 😉

  26. Gute Nachrichten!

    UNO-Sicherheitsratsmitglieder

    Rußland und China wollen UN-Feminismus-Propaganda beenden!

    Wie gerade bekannt wurde, wollen die beiden ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat der UN, China und Rußland, alle Unterstützung finanzieller und politischer Art für feministische Projekte beenden. Insider sind der Ansicht, der sino-russische Vorstoß sei dem Ärger über westliche Menschenrechtsinterventionen in beiden Länder geschuldet.

    Am ständigen Sitz der UN braut sich etwas zusammen. China und Rußland wollen einen gemeinsamen Entschließungsantrag in den Sicherheitsrat der UN einbringen, der ein Ende der Unterstützung und Finanzierung aller Projekte, Institutionen und Organisationen vorsieht, die sich dem Feminismus verpflichtet sehen.

    Der Feminismus, so heißt es in dem Entschließungsantrag, verstoße nicht nur gegen rudimentäre Menschenrechte, Feminismus, so heißt es aus berufenem Munde weiter, sei eine totalitäre Ideologie, die sogar den Stalinismus in den Schatten stelle.

    hier der Rest der Hammernmeldung:

    http://sciencefiles.org/2013/08/05/china-und-rusland-wollen-finanzierung-und-verbreitung-von-feminismus-beenden/

  27. #14 AtticusFinch (05. Aug 2013 18:38)

    Chu En Lai und Dimitri Schostakowitsch sind ziemlich bekannte Namen. Nur leben die Herren nicht mehr. Ich halte den Arikel für einen gut gemachten Scherz.

  28. Als Geschichtsinteressierter würde mich neben dem Für und Wider einer heutigen Legalisierung von Haschisch interessieren, wie vor 60 Jahren die allgemeine Diskussion um das Pro und Contra des Verbotes ablief. Anscheinend hatten die Menschen ja viele Jahrhunderte Zeit, um sich eine Meinung zu dem frei verfügbaren „Stoff“ zu bilden.

  29. Es ist wissenschaftlich in einem umfangreichen Maße bewiesen, dass es eine direkte Relation zwischen dem Auftreten von Abhängigkeitserkrankungen und der Verfügbarkeit von Drogen gibt. Je leichter eine Droge zur Verfügung steht, umso mehr Menschen erkranken an einer Abhängigkeitserkrankung von dieser Droge!

    Legalisierungsbefürworter führen immer wieder das Argument einer angeblich gescheiterten Prohibition in den 1920ger Jahren in den USA an. Dieses Argument ist nachweislich falsch!

    In der BRD haben >10 Mio. Menschen einen als kritisch einzustufenden Alkoholkonsum. Bei ca. 2 Mio. Menschen muss davon ausgegangen werden, dass sie an einer chronischen Alkoholabhängigkeitserkrankung leiden.

    Über 1,5- 2 Mio. Menschen sind in der BRD von Benzodiazepinen (Valium)abhängig.

    Jedes 6. Kind in der BRD lebt in einer Familie in der mindestens ein Elternteil an einer Abhängigkeitserkrankung leidet.

    In Langzeitbeobachtungen von THC-abhängigen Konsumenten (THC=Tetrahydrocanabinol / kurz Canabis, Wirkstoff in Haschisch, Marihuana etc.) konnte nachgewiesen werden, dass THC ein sehr hohes Potential bezüglich der Auslösung von sogenannten Spätpsychosen besitzt.

    Welche Ausmaße eine Liberalisierung der Drogengesetze haben kann, erleben wird derzeit in den an Tschechien angrenzenden Bundesländern. Aktuell entwickelt sich Cristal Meth aus Tschechien zu einer Pest auf dem bundesrepublikanischen Drogenschwarzmarkt.

    Die mantramäßig aufgesagte Forderung einer Entkriminalisierung der Drogengebraucher und einer damit einhergehenden Unterwanderung des Schwarzmarktes ist eine reine Hypothese bzw. unwissenschaftliche Behauptung, die bisweilen in keiner einzigen Studie weltweit nachgewiesen werden konnte.

    Im Gegenteil, lässt diese Forderung doch klar erkennen, dass bisherige gewonnen wissenschaftliche Erkenntnis (je leichter und einfacher die Verfügbarkeit einer Droge, umso mehr Menschen erkranken an einer Abhängigkeitserkrankung) vollkommen ignoriert wird!

  30. Ein gutes Beispiel dafür, wie Politiker den Willen des eigenen Volkes übergehen, findet sich aktuell in Uruguay.
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Diese Politiker haben bestimmt in Deutschland studiert!
    Wahrscheinlich überwiegend Soziologie und Politologie!

  31. @
    #32 Progress Bar (05. Aug 2013 19:26)

    „Als Geschichtsinteressierter würde mich neben dem Für und Wider einer heutigen Legalisierung von Haschisch interessieren, wie vor 60 Jahren die allgemeine Diskussion um das Pro und Contra des Verbotes ablief. Anscheinend hatten die Menschen ja viele Jahrhunderte Zeit, um sich eine Meinung zu dem frei verfügbaren “Stoff” zu bilden.“

    Es gab keine Diskussion, dafür aber die Opiumkonferenz 1925 in Genf. Die Ägypter wurden ihre Baumwolle an uns nicht los, weil wir schon Hanf hatten, was sie (die Ägypter) dazu veranlasste einen Antrag für ein Hanfverbot einzureichen. Die deutsche Regierung hat nicht eingesehn warum sie das unterschreiben solle, bis Ägypten gedrohnt hat unsere Pharmaprodukte zu boykottieren. Die beiden Medikamente welche unter das Einfuhrverbot gefallen wären waren zum einen „Heroin“ der Firma Bayer und zum anderen „Kokain“ der Firma Merk (kein Witz!). Die deutsche Regierung hat die Pharmaindustrie wichtiger eingeschätzt als unsere Hanfbauern und darum tragen wir heute Baumwollkleidung und Kriminaliseren Hanfraucher.

  32. Legalisierung von Cannabis ist doch in Ordnung.Wer Cannabis verteufelt der ignoriert vollkommen die gesundheitlichen und sozialen Folgen des Alkohols.
    Ich kiffe sehr gerne und bin trotzdem kein linker Sozialromantiker.
    Jetzt konzentriert euch mal auf die wirklichen Probleme.Das ist doch wirklich keine Meldung wert.
    Die Dämonisierung der Hanfpflanze begann in den 1930er Jahren in den USA und war ein Mittel der Baumwoll- und Nylonindustrie einen Konkurrenten aus dem Feld zu räumen.
    Offenbar sind selbst die Betreiber dieser Seite nicht gefeit gegen Blödsinnspropaganda.

    Nachzulesen hier:
    http://martinm.twoday.net/STORIES/4149073/

  33. #22 Voldemort (05. Aug 2013 18:57)

    Nach ihrer Aussage sollte auch Alkohol verboten werden. Das macht auch die Bevölkerung abwesend und benebelt sie.

    Eins ist aber klar die jetzige Drogenpolitik ist gescheitert und fördert sogar einige Terroristen und andere illegale Vereinigungen. Wir müssen uns etwas neues denken.

  34. @ #33 MABuse2013 (05. Aug 2013 19:27)

    Wenn Sie recht hätten, wären die USA spätestens in den 90ern kifferfrei gewesen (vor der Einführung von Medical Marijuana und der Komplettlegalisierung in zwei Staaten) und Holland eine Drogenhölle. In den USA werden jährlich zwischen 800.000 und einer Million Hanfverbrecher angeklagt aber der Prokopfverbrauch ist dort doppelt so hoch wie in den Niederlanden, wo Cannabis seit gut 40 Jahren an Volljährige in Ladengeschäften verkauft wird.
    Und die Sache mit den Psychosen ist auch nen Reinfall. Von 1960 bis 1990 gab es in der westlichen Welt eine Vervielfachung der Hanfraucher aber keinen Anstieg an Psychosen in der Gesellschaft, das hätte aber der Fall sein müssen bei mehreren millionen Kiffern und Jahrzehnten der statistischen Aufzeichnung.

  35. @Voldemort

    Verbieten kann man Alkohol nicht,man bedenke die Folgen der Prohibition in den USA.
    Jeder freie Mensch hat das Recht auf einen selbstbestimmten Rausch und die Gefährlichkeit von Hanf ist bewiesenermaßen geringer als die des Alkohols,auch wenn es viele nich wahr haben wollen.Ich habe trotz Haschischkonsums Abitur gemacht,einen Beruf ergriffen und führe ein selbstbestimmtes Leben.Natürlich gehört Cannabis sowie Alkohol nicht in die Hände von Minderjährigen.LSD,Crack,Heroin und ähnliche Drogen gehören natürlich weiterhin verboten.

  36. #35 Christian F.

    Legalisierung von Cannabis ist doch in Ordnung.Wer Cannabis verteufelt der ignoriert vollkommen die gesundheitlichen und sozialen Folgen des Alkohols.

    Wieso verharmlost derjenige, der gegen eine Legalisierung von Cannabis ist, die Folgen des Alkoholkonsums? Die Logik, weil mit Nikotin und Alkohol mehr oder minder gefährliche Substanzen frei erhältlich sind, müsse nun mit Cannabis eine weitere freigeben, erschließt sich mir nicht.

    Die Dämonisierung der Hanfpflanze begann in den 1930er Jahren in den USA und war ein Mittel der Baumwoll- und Nylonindustrie einen Konkurrenten aus dem Feld zu räumen.

    Es geht nicht um die Hanfpflanze, sondern die Drogen Haschisch und Marihuana. Das Cannabis, das noch vor einigen Jahrzehnten erhältlich war, ist nicht zu vergleichen mit dem, das heute angeboten wird. Der THC-Gehalt ist viel höher, weshalb die Droge heute deutlich gefährlicher ist als früher.

  37. #27 keks33 (05. Aug 2013 19:16)

    @ #23 Rosinenbomber (05. Aug 2013 19:02)

    In den Niederlanden kann man seit mehr als 4 Jahrzehnten in Ladengeschäften Cannabisprodukte kaufen, dort kifft, genauso wie hier in Deutschland, etwa jeder zwanzigste Bürger.

    Cannabis ist auch in den Niederlanden verboten. Lediglich der reine Besitz von bis zu fünf Gramm wird dort nicht geahndet. Das ist in Deutschland ganz ähnlich, wobei Verfahren sogar beim Besitz von sechs bis zehn Gramm eingestellt werden. In Berlin teilweise sogar bis 15 Gramm.

    Der Hauptunterschied ist, dass es in den wenigen großen niederländischen Städten ein paar Läden gibt, in denen man halb-legal Cannabis kaufen kann. Das macht den Kohl aber auch nicht fett. Insofern ist es kein Wunder, dass die Konsumentenzahlen ähnlich sind.

    #29 Heinz Peter (05. Aug 2013 19:23)

    #25 Rosinenbomber (05. Aug 2013 19:07)

    Wieso? Tabak und Alkohol werden doch bereits massiv besteuert. Man müsste nur darauf achten, dass die entsprechenden Therapieeinrichtungen nur ein Budget bekommen, das die Höhe der Steuereinnahmen nicht übersteigt.

    Das wäre mit dem Sozialstaatsprinzip nicht vereinbar. Jedenfalls so, wie es derzeit interpretiert wird. Und ein Umdenken ist weit und breit nicht in Sicht.

    #35 Christian F. (05. Aug 2013 19:46)

    Legalisierung von Cannabis ist doch in Ordnung.Wer Cannabis verteufelt der ignoriert vollkommen die gesundheitlichen und sozialen Folgen des Alkohols.

    Da hat jemand im Kiffer-Argumentationskurs aufgepasst: Gesundheitliche Schäden durch Cannabis immer mit denen durch Alkoholmissbrauch relativieren. Ganz großes Kino!

  38. Wenn man die Drogen legalisiert dann trifft es nur die illegalen Drogenhändler.
    Eine enorme Kostnersparniss da man weniger Polizeiarbeit mahr braucht um gegen die nun kaum mehr vorhandene Drogenkriminalität vorzugehen.
    Steuereinnahmen durch den Verkauf von Drogen.
    Ruhig 100% Stuer drauf, man ist damit immer noch um ein vielfaches billiger als das geschmuggelte Zeug.
    Weniger Ausgrenzung der abhängigen und kein abdriften in die Illegalität.
    Keine Gesundheitsschäden durch verunreinigte Drogen.
    siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Heroin#Gesundheitliche_Risiken

    Ich für meinen teil bin übrigens konsequent liberal. Sowohl beim Thema Drogen als auch bei anderen Themen wie Waffen.
    Jeder soll alles machen dürfen so lange er damit niemandem schadet.

    Totalitäre Ideologien die den Menschen Vorschriften machen lehne ich deswegen grundsätzlich ab. Egal ob es sich dabei um eine Unterart des Sozialismus (nazi oder internazi) handelt oder um eine der Religionen die alles und jeden kontrollieren will.

  39. @ #40 Jackson (05. Aug 2013 20:06)

    Es wäre lobenswert wenn der THC-Gehalt höher liegen würde, weil dann weniger geraucht werden müsste um den gewünschenten Effekt zu erzielen, aber leider ist dem nicht so. Der Grund für den Ansprung im gemessenen THC-Gehalt ist die Erkenntnis der Ermittlungsbehörden, dass man nicht die ganze Pflanze durch den Mixer jagt und dann die THC-Konzentration misst, sondern nur die Blüten, der Rest der Pflanze ist nämlich nur Cellulose und Wasser. Als die Polizei zu dieser Erkenntnis kam, wurde der Wert von ca. 4% auf etwa 10% hochkorrigiert, und dort hält er sich seit Jahrzehnten.

  40. #36 K.Huntelaar

    Eins ist aber klar die jetzige Drogenpolitik ist gescheitert und fördert sogar einige Terroristen und andere illegale Vereinigungen. Wir müssen uns etwas neues denken.

    Von wegen: In Deutschland sterben jedes Jahr 40.000 Menschen an den Folgen des Alkohol- und 120.000 an denen des Nikotinkonsums. Dagegen gibt es weniger als 1.000 Rauschgifttote. Alkohol und Nikotin sind legal, Rauschgifte verboten. Es kann also keine Rede davon sein, daß die repressive Drogenpolitik gescheitert sei.

    #39 Christian F.

    Verbieten kann man Alkohol nicht,man bedenke die Folgen der Prohibition in den USA.

    Stimmt, Kulturdrogen wie Alkohol und Nikotin kann man nicht einfach verbieten, aber schrittweise zurückdrängen, was ja auch von der Politik getan wird, durchaus mit Erfolg. Da wäre es absolut kontraproduktiv, Cannabis freizugeben.

    Es gibt kein in Deutschland „Recht auf Rausch“, das hat das Bundesverfassungsgericht schon 1994 festgestellt.

  41. @Jackson

    Dann darf man heute auch keinen Schnaps mehr verkaufen,weil er hochprozentiger ist.
    Sicher beinhalten die heutigen Strains mehr THC doch ist es dann beim Konsum ähnlich wie beim Alkohol,man raucht einfach weniger um die gleiche Wirkung zu erzielen.THC bleibt THC und selbst eine höhere Anreicherung in den Pflanzen bewirkt keine Änderung der Psychoaktivität.Denn sonst würde auch Schnaps anders besoffen machen als Bier,doch ist dem nicht so,es geht einfach schneller.

  42. #43 keks33 (05. Aug 2013 20:16)

    Das ist absoluter Unsinn. Der höhere THC-Gehalt kommt durch die heutzutage übliche Aufzucht durch Indoor-Plantagen mit Hochleistungslicht, Dünger, automatischer Luft- und Wasserzufuhr etc. zustande.

  43. @Huntelaar
    Das gleiche Bundesverfassungsgericht garantiert auch die Religionsfreiheit für Salafisten,also kann man diese Seite auch dicht machen.

  44. @ #42 Rosinenbomber (05. Aug 2013 20:14)

    In den Niederlanden gibt es etwa 600 Coffeeshops, der Anbau von bis zu 5 Pflanzen pro Person wird ebenfalls gedulded. Legalisiert werden kann es nicht ohne weiteres, auf Grund von internationalen Verträgen. Die Entkriminalisierung der Hanfraucher in Deutschland ist Augenwischerei ( http://youtu.be/p5BZWmuYGbE ), in Holland nicht. Auch muss man fragen dürfen ob es nicht anstrebenswert wäre, wenn Hanfraucher ihre Pflanzen zum Eigenbedarf anbauen dürften, anstatt auf den Schwarzmarkt zurückzugreifen, die „geringe-Mengen-Regelung“ ermutigt eher zu zweiterem.

  45. @keks33
    Bei mir wächst das Zeug durch die Kraft des Sonnenlichtes auf dem Balkon 😀
    Natürlich nur für den Eigenkonsum,niemals würde ich dafür Kilowattweise Strom verbrennen.

  46. OT: Unsere tägliche Kulturbereicherung gib uns heute! Wieder mal ein typischer bunter „Einzelfall“ wo ein Moslem meint seine Gewaltfolklore in Deutschland frei ausleben zu dürfen!

    Frau mit Messerstichen gefunden: Ex unter Verdacht

    Karlsruhe. Mit lebensgefährlichen Stich- und Schnittverletzungen musste vergangenen Freitagabend eine 30-jährige Frau in Karlsruhe in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Unter dringendem Tatverdacht steht ihr 23-jähriger Freund, gegen den bereits ein Annäherungsverbot besteht.

    Seit der Tat ist der aus Algerien stammende Tatverdächtige flüchtig.

    http://www.pz-news.de/baden-wuerttemberg_artikel,-Frau-mit-Messerstichen-gefunden-Ex-unter-Verdacht-_arid,432914.html

  47. #27 keks33 (05. Aug 2013 19:16)

    @ #23 Rosinenbomber (05. Aug 2013 19:02)

    In Holland kiffen übrigens weniger Minderjährige als bei uns, der Dealer an der Straßenecke fragt eben nicht nacht dem Ausweis.

    Und der Dealer wird nach der Legalisierung sicher einfach so verschwinden, weil er plötzlich skrupel bekommen hat, an Minderjährige zu verkaufen. Nicht wahr? 😉

    #50 keks33 (05. Aug 2013 20:29)

    @ #42 Rosinenbomber (05. Aug 2013 20:14)

    In den Niederlanden gibt es etwa 600 Coffeeshops, der Anbau von bis zu 5 Pflanzen pro Person wird ebenfalls gedulded.

    Stimmt, diese „Cafés“ sind aber teilweise sehr klein. Für die Sache mit den Pflanzen hätte ich gerne eine Quelle.

  48. @keks 33

    Ein einzelner Mensch kann in einer Minute mehr unsinnige Behauptungen in die Welt setzen als Generationen von Wissenschaftlern jemals widerlegen können.

    Bitte nehmen Sie jährlich publizierten Berichte der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), des Drogen- und Suchtberichtes der Bundesregierung sowie Publikationen der Bundesärztekammer, des Zentrums für interdisziplinäre Suchtforschung in Hamburg, dem ZI Mannheim und der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen- und Drogensucht zur Kenntnis.

    Ihre persönlichen Wunschvorstellungen interessieren mich diesbezüglich weniger.

  49. #48 Rosinenbomber (05. Aug 2013 20:22)

    Das vom deutschen Zoll und von der deutschen Polizei beschlagnahmte Cannabis hat einen THC-Gehalt von durchschnittlich 10 bis 12%. Dass professionelle, holländische und kalifornische Züchter mehr rauskitzeln können, und besonders bei Indica-Sorten die 20% Grenze knacken, hat herzlich wenig mit deutschem Schwarzmarktcannabis zu tun. Die eingangs von mir getätigte Aussage stimmt übrigens, der mysteriöse Sprung von 4 auf 10%, Anfang der 90er Jahre, ging auf eine Veränderung der Messmethode zurück, nicht auf die Eigenschaften der Pflanze.

  50. #54 Christian F. (05. Aug 2013 20:41)

    Der Cannabis-Cheflobbyist Georg Wurth (Grüne) wird da doch nicht etwa Fakten unter den Tisch fallen lassen haben? Nein, das kann ich mir beim besten Willen ganz und gar nicht vorstellen… 😉

    Davon abgesehen widerspricht er sich. Erst sagt er, dass kein Drogenhandel nachgewiesen wurde. Dann sagt er, dass der Typ wegen Drogenhandel mit Waffe verurteilt worden sei. Nicht gerade seriös…

  51. @Rosinenbomber

    Seit wann ist denn der Besitz einer legal erhältlichen Waffe ein Nachweis für den Handel?
    Ausserdem ist die Verurteilung nicht auf einen zweiten Fall in der Vorgeschichte zurückführbar.

  52. @Keks33

    Bei Marihuana gibt es heute Pflanzen, die einen THC-Gehalt von bis zu 20% aufweisen, weil sie unter besonderen Bedingungen gezüchtet worden sind. Bei Haschisch liegt der THC-Gehalt zwischen 10-20%, bei Haschischöl sogar bei bis zu 80%. Das ist deutlich mehr als noch im den siebziger Jahren. Damals lag der durchschnittliche THC-Gehalt des auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Marihuanas bei 1-2,5%. In den sechziger Jahren waren es nur 0,5%.

    Cannabis ist deshalb heute gefährlicher als noch zu Hippie-Zeiten. Das zeigt auch die wachsende Zahl von Konsumenten, die in Suchtkliniken behandelt werden müssen.

  53. @ #53 Rosinenbomber (05. Aug 2013 20:36)

    Die Texte sind leider in englisch…

    http://www.dutchnews.nl/news/archives/2011/04/five_marijuana_plants_are_okay.php

    http://stopthedrugwar.org/chronicle/2011/apr/27/dutch_can_grow_five_marijuana_pl

    Und das mit den Dealern, naja legale Märkte haben die Tendenz Schwarzmärkte auszutrocknen, wenn Preis und Zugang nicht den Verbraucher schikanieren. In den USA gab es mal ne Alkoholprohibition, heute ist er wieder legal aber ab 21 Jahren; trotzdem verkaufen die Drogendealer nicht Weißbier, Champagner und Jägermeister an Kinder, der Markt ist zu klein, die Kaufkraft zu gering.

  54. #56 keks33 (05. Aug 2013 20:46)

    Die eingangs von mir getätigte Aussage stimmt übrigens, der mysteriöse Sprung von 4 auf 10%, Anfang der 90er Jahre, ging auf eine Veränderung der Messmethode zurück, nicht auf die Eigenschaften der Pflanze.

    Quelle her! Du schuldest mir ja bereits für die Behauptung, dass man in Holland angeblich bis zu fünf Pflanzen anbauen darf, einen Beleg.

    #58 Christian F. (05. Aug 2013 20:51)
    Dieser Wurth sagt in dem Video selbst, dass der Typ wegen Handel verurteilt worden ist. Hör mal genau hin!

  55. #8 Viper (05. Aug 2013 18:26)

    Verdammt das wäre “mein” Land gewesen wenn hier alles den Bach runter geht.

    Dito!!!

  56. #60 Jackson (05. Aug 2013 20:51)

    Nein der THC-Gehalt lag nie bei unter 7 %, ich habe das Thema bereits in Posting 46 und 57 erklärt.

    Das mit den Suchtkliniken ist humbug, das sind größtenteils etweder Eltern die ihre Kinder einweisen oder „Hanfverbrecher“ die die Wahl zwischen Knast und „Entzug“ haben. Im Gegensatz zu Alkohol und Tabak macht Hanf nicht körperlich abhängig. Es gibt natürlich auch hier ein paar Leute die eine psychische Sucht entwickeln, aber das gibt es auch bei Cola und Computerspielen.

  57. #61 keks33 (05. Aug 2013 20:56)

    In den USA gab es mal ne Alkoholprohibition, heute ist er wieder legal aber ab 21 Jahren; trotzdem verkaufen die Drogendealer nicht Weißbier, Champagner und Jägermeister an Kinder, der Markt ist zu klein, die Kaufkraft zu gering.

    Müssen sie auch nicht. Sie bekommen das Zeug heute viel einfacher durch ältere Freunde, Geschwister usw. Das würde nach einer Legalisierung mit Cannabis genau so laufen…

  58. #64 Rosinenbomber (05. Aug 2013 21:05)

    Ich hab geschrieben „geduldet“, nicht „erlaubt“. Das Hanfsamengeschäft wächst seit Jahren exponential und zeigt wohin der Weg in Holland geht. Und wenn demjenigen im schlimmsten die Pflanzen weggenommen werden, wird der das gerade noch seelisch verkraften. In Deutschland würde man 5 Pflanzen + schweizer Taschenmesser zu bewaffnetem Drogendealen umdeklarieren und mit Gefängnis bestrafen.

  59. wie bei Stuttgart
    die linken wollten ’siegessicher’ein referendum, sie bekamen es und die mehrheit des volkes war ‚für das projekt‘.

    erinnert ihr euch anderen reaktionen?

    demokratieverständnis ist schwer zu finden bei sozialisten.

  60. Das Hanfsamengeschäft wächst seit Jahren exponential und zeigt wohin der Weg in Holland geht.

    Stimmt. Und zwar ganz tief in die Kloake. Durch die liberale Drogenpolitik hat sich Holland zu DEM Drogenumschlagplatz in Europa gemausert – auch für sogenannte harte Drogen. Wenn das mal keine Vorbildfunktion hat?

    In Deutschland würde man 5 Pflanzen + schweizer Taschenmesser zu bewaffnetem Drogendealen umdeklarieren und mit Gefängnis bestrafen.

    Schwachsinn.

  61. #66 Rosinenbomber (05. Aug 2013 21:08)

    Das würde wahrscheinlich immer wieder mal vorkommen, kein Frage, aber weder die Niederlande noch Colorado haben einen Anstieg bei Minderjährigen Konsumenten festgestellt nachdem sie den Cannabismarkt in den regulierten bzw. legalen Bereich verschoben haben.

    Gute Nacht

  62. #65 keks33 (05. Aug 2013 21:06)
    #60 Jackson (05. Aug 2013 20:51)

    Das mit den Suchtkliniken ist humbug, das sind größtenteils etweder Eltern die ihre Kinder einweisen oder “Hanfverbrecher” die die Wahl zwischen Knast und “Entzug” haben.

    Um als Straftäter in Therapie zu landen, muss man schon einen Gutachter täuschen. Und die machen das nicht erst seit gestern. 😉

    #65 keks33 (05. Aug 2013 21:06)

    #60 Jackson (05. Aug 2013 20:51)

    Im Gegensatz zu Alkohol und Tabak macht Hanf nicht körperlich abhängig.

    Das stimmt erstens nicht und zweitens ist psychische Abhängigkeit das eigentliche Problem. Die körperliche Abhängigkeit selbst von Heroin kann mittels Entgiftung innerhalb von wenigen Tagen überwunden werden – die psychische Abhängigkeit nicht. Deshalb werden auch so viele Junkies rückfällig.

  63. #71 keks33 (05. Aug 2013 21:27)

    Der ist nicht „umdeklariert“ worden sondern war erwiesenermaßen Drogendealer. Das sagt dieser Wurth doch selber. Guckst du dir deine eigenen Videos nicht an?

  64. #4 Rosinenbomber (05. Aug 2013 18:11)

    Die Niederlande eine moralisch verkommene Gesellschaft? Sind Sie etwa der deutsche Savanarola?

    Nur damit Sie noch weiter religionseifrig und als hochmoralischer Übermensch schaudern können: Sie haben sogar das niederländische Euthanasiegesetz vergessen.
    Schon Schaum auf dem Mund?

    Bzg. Drogen in den Niederlanden:

    http://www.rijksoverheid.nl/onderwerpen/drugs/vraag-en-antwoord/ben-ik-strafbaar-als-ik-drugs-bezit-gebruik-produceer-of-verhandel.html

  65. #69 keks33 (05. Aug 2013 21:23)

    #66 Rosinenbomber (05. Aug 2013 21:08)

    Das würde wahrscheinlich immer wieder mal vorkommen, kein Frage, aber weder die Niederlande noch Colorado haben einen Anstieg bei Minderjährigen Konsumenten festgestellt nachdem sie den Cannabismarkt in den regulierten bzw. legalen Bereich verschoben haben.

    Quelle bitte! Über die polizeiliche Untersuchungsmethode bezüglich Cannabis schuldest du mir auch noch eine…

  66. #72 Rosinenbomber (05. Aug 2013 21:29)

    „Ein junger Mann hat 7 Plf. zu hause angebaut und hat’n Pfadfindermesser in seinem Zimmer liegen (…) der hat noch nie was mit Handel zu tun gehabt, konnte nicht nachgewiesen werden, aber wegen der Menge von 7 Pfl. plus Messer wurde er wegen Drogenhandel mit Waffe verurteilt zu 5 Jahren Knast“

  67. #75 keks33 (05. Aug 2013 21:35)

    #72 Rosinenbomber (05. Aug 2013 21:29)

    “Ein junger Mann hat 7 Plf. zu hause angebaut und hat’n Pfadfindermesser in seinem Zimmer liegen (…) der hat noch nie was mit Handel zu tun gehabt, konnte nicht nachgewiesen werden, aber wegen der Menge von 7 Pfl. plus Messer wurde er wegen Drogenhandel mit Waffe verurteilt zu 5 Jahren Knast”

    Fällt dir etwas auf? Genau. Der Wurth sagt erst, es hätte kein Drogenhandel nachgewiesen werden können. Und dann sagt er, dass der Mann wegen Drogenhandel verurteilt worden ist. Ziemlich schlechte Propaganda. 😉

  68. #76 Rosinenbomber (05. Aug 2013 21:39)

    Wie ich geschrieben hab, fund von 7 Pfl. + Messer OHNE BEWEISE FÜR HANDEL werden umdeklariert zu bewaffnetem Drogenhandel.

    Bei all den horrenden Gefahren die die Hanflegalisierung so mit sich bringt, bin ich mal gespannt ob Uruguay jetzt an der „Reefer Madness“ zu grunde geht 😉

  69. # 16 Karsten Rohde

    Die Legalisierung von Hanfprodukten halte ich auch für überfällig.
    Gäbe es sie legal an der Tankstelle ab 18 zB. wäre ein ganzer illegaler Markt wie weggewischt einschliesslich der Beschaffungskrminalität.

    Dieser Murcia in Uruguay ist ein bemerkenswerter alter Mann, sehr sozial, indem er bewusst bescheiden, fast ärmlich lebt.

    Andererseits ist Uruguay ein wunderbar stabiles Land, in das umzusiedeln auch für uns durchaus Sinn macht.

    Ein feiner Fluchtpunkt in Südamerika jenseits des Äquators – so schrecklich weit entfernt, dass kaum jemand das Ticket für einen 3 Wochen Besuch mal aus dem Ärmel schüttelt.

    Übrigens – Hasch hat für mich keine Bedeutung, eher ein guter Wein oder mal ein Schnaps.

    Aber Haschliebhaber sollten schon legalisiert ihr Zeug genießen dürfen.

    Wenn jetzt jemand die Straftaten unter Alkohol oder Hasch relationieren will – das klappt gewiss NICHT, weil man Drogen nicht miteinander vergleichen kann.

  70. #78 keks33 (05. Aug 2013 21:45)

    Wie ich geschrieben hab, fund von 7 Pfl. + Messer OHNE BEWEISE FÜR HANDEL werden umdeklariert zu bewaffnetem Drogenhandel.

    Gerichte in Deutschland verurteilen also ohne Beweise? Interessant. Vielleicht sollte man dann zukünftig besser Lobbyisten wie Georg Wuth entscheiden lassen, ob Beweise vorhanden sind – und nicht unabhängige Gerichte. Würde sicher lustig werden.

    Ich hätte gerne noch jeweils eine Quelle für die angeblich geänderte polizeiliche Untersuchungsmethode, auf die deiner Meinung nach der höhere THC-Gehalt zurückgeht und die angeblich nicht gesteigerte Anzahl von minderjährigen Kiffern nach der Cannabis-Legalisierung in den Niederlanden und Colorado!

  71. #14 AtticusFinch (05. Aug 2013 18:38)

    China und Russland wollen Finanzierung und Verbreitung von Feminismus beenden!

    Waren es nicht die Chinesen, die auf dem “4. Weltfrauenkongreß” 1995 in Peking erst dem Femischismus erst die Tür geöffnet haben?

  72. #38 K.Huntelaar (05. Aug 2013 19:52) #22 Voldemort (05. Aug 2013 18:57)

    Nach ihrer Aussage sollte auch Alkohol verboten werden. Das macht auch die Bevölkerung abwesend und benebelt sie.

    Ja, das sollte man eigentlich auch tun. Alkohol verursacht einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden, steigert kriminelles Verhalten, erhöht die Gesundheitskosten usw.

    Hierbei werden Menschen abhängig gemacht (das wird sogar gezielt herbeigeführt, siehe Alkoholwerbung, die speziell auf Jugendliche abzielt) und diese Abhängigkeit wird dann durch die Alkoholindustrie profitträchtig ausgebeutet.

    Da Alkohol nun seit Jahrhunderten Bestandteil unserer Gesellschaft ist, ist es nicht leicht, dieses Geschwür aus dem Volkskörper herauszuschneiden. Zu viele verdienen daran, zudem geht Alkoholkonsum nahtlos in unschädliche Erscheinungsformen über, wie etwa der gelegentliche Konsum eines Bieres oder eines Gläschen Weins. Es ist also mehr ein Problem der praktischen Durchsetzbarkeit als des moralischen Sollens.

    Dass man den Alkohol (als gesellschaftliches Übel) nun nicht so einfach verbannen kann, ist jedoch kein Grund, andere Drogen zu legalisieren. Dadurch wird kein Problem gelöst sondern nur weitere geschaffen – und es gibt kein Recht auf Gleichheit im Unrecht(bzw. Übel).

  73. #81 Voldemort (05. Aug 2013 22:16)

    Dass man den Alkohol (als gesellschaftliches Übel) nun nicht so einfach verbannen kann, ist jedoch kein Grund, andere Drogen zu legalisieren. Dadurch wird kein Problem gelöst sondern nur weitere geschaffen – und es gibt kein Recht auf Gleichheit im Unrecht(bzw. Übel).

    Ich hätte es nicht besser formulieren können. Gute Nacht!

  74. Ich wußte gar nicht, daß sozialistische Politiker derart verünftige Entscheidungen treffen können ^^. Daß Verbote keine positive Wirkung entfalten können, müßte eigentlich durch die Prohibition in den USA hinlänglich bewiesen sein.

  75. #79 rasmus

    Gäbe es sie legal an der Tankstelle ab 18 zB. wäre ein ganzer illegaler Markt wie weggewischt einschliesslich der Beschaffungskrminalität.

    Das trifft nicht zu. Obwohl Coffeeshops in den Niederlanden toleriert werden, gibt es auch dort nach wie vor einen illegalen Handel auch mit weichen Drogen. Hinzu kommt, daß illegale Organisationen in den Niederlanden an der Herstellung von Cannabis beteiligt sind.

    Bei einer Legalisierung von Cannabis mag die Beschaffungskriminalität zurückgehen (was aber nicht zwingend ist, das kommt auf den Preis der dann legalen Drogen an, der nicht niedriger sein muß als der für das Schwarzmarktangebot). Dafür kommt es aber zu einem Anstieg der Drogenfolgekriminalität (z.B. Autofahren unter Cannabiseinfluß).

  76. ICH finde das ok!?
    warum finde ich das ok?

    Weil WIR beinen Großversuch in der Realität haben MÜSSEN um die TATSÄCHLICHEN Folgen beurteilen zu können. So weit ich weiß rauchen weniger Holländer Dope als Deutsche obwohl es dort in den Niederlanden frei gegeben ist.
    Und ja, ich bin schon in niederländischen Coffeeshops gewesen und ja ich habe in jungen Jahren mal mehr mal weniger (eher weniger) Hasch geraucht (aber „nur“ Joints) und und ich habe selbst jetzt noch etwas Gras liegen das ich aber rd. 4 Monate nicht angefasst habe.

    Wer kein Bock darauf hat sollte es gar nicht probieren, wer es probiert hat und es ihm / ihr nicht gefallen sollte gleich wieder aufhören.

    Berichtet nochmals in 2-3 Jahren drüber odb dann alle Uruguayer breit grinsend durch die Gegnend laufen und der Süßigkeizsverbrauch um das doppelte gestiegen ist, aber es nur noch eine 1000 Mann armee gibt.

    Nochmal ernsthaft: Ein Land muss es großflächigen Feldversuch machen.

    Ihr müsst nicht rauchen, ihr müsst es in eurer Wohung / im Haus / in der Firma nicht dulden, ihr könnt die Kontakte mit „Rauchern“ und ich abbbrechen und ich finde es sogar besser wenn man/frau gar nicht erst anfängt. Aber lasst das die Leute (in Uruguay) selbst entscheiden.

    MfG.

  77. #85 Alberta Anders

    Weil WIR beinen Großversuch in der Realität haben MÜSSEN um die TATSÄCHLICHEN Folgen beurteilen zu können.

    Wenn dieser „Großversuch“ nicht durch unabhängige Wissenschaftler evaluiert wird, bringt das wenig. Jeder würde dann nämlich die Auswirkungen der Legalisierung anders beurteilen, je nach Einstellung zum Thema. Das sehen wir ja auch in der heutigen Diskussion hier bei PI.

  78. #82 Voldemort (05. Aug 2013 22:16)

    Sind sie von der grünen Spaßverderberpartei oder wie soll man ihren Kommentar verstehen?

    Sie sollten unterscheiden ob eine Droge als Genussmittel oder als Suchtmittel konsumiert wird. Als Genussmittel ist kaum eine weiche Droge gefährlich, im Gegenteil sie kann einige positive Wirkungen haben, wenn man es aber übertreibt, d.h. man wird vom Zigarrenraucher zum Kettenraucher, vom Whiskeyconnaisseur zum Alkoholiker oder vom Marihuanagenießer zum Kiffer, dann kann dies unter Umständen sehr schwere Folgen haben. Generell heißt es aber alles nur in Maßen.

  79. Hallo,

    #90 Jackson (05. Aug 2013 23:01)

    @Jackson

    signifikante Änderungen erkennen auch Laien.
    Angenommen in den nächsten 3 Jahren springen JEDES Jahr 3 x so viel Menschen wie bisher aus dem Fenster weil sie glauben das sie fliegen können wird das als Nachteil erkannt werden.
    Angenommen die Gewaltkriminalität geht um 50% zurück wird auch das auffallen.

    Insgesamt GLAUBE ich das Hasch weniger schädlich ist als Alkohol (natürlich findet in der Realität oft ein Mischkonsum statt).
    Aber MEHR wissen werde ich vermtl. erst nach 2-3 Jahren des Feldgroßversuches in Uruguay.
    Eben weil wir zu wenig wissen muss sich ein Land „opfern“. Das wird ja evtl. auch wissenschaftlich (von ausserhalb?) begleitet.

    MfG.

  80. #91 K.Huntelaar (05. Aug 2013 23:11) #82 Voldemort (05. Aug 2013 22:16)

    Sind sie von der grünen Spaßverderberpartei oder wie soll man ihren Kommentar verstehen?

    Sie sollten unterscheiden ob eine Droge als Genussmittel oder als Suchtmittel konsumiert wird. Als Genussmittel ist kaum eine weiche Droge gefährlich, im Gegenteil sie kann einige positive Wirkungen haben, wenn man es aber übertreibt, d.h. man wird vom Zigarrenraucher zum Kettenraucher, vom Whiskeyconnaisseur zum Alkoholiker oder vom Marihuanagenießer zum Kiffer, dann kann dies unter Umständen sehr schwere Folgen haben. Generell heißt es aber alles nur in Maßen.

    Ne, wenn ich von den Grünen wäre, würd ich mich ja für Legalisierung der Drogen aussprechen. Denn das schadet dem Volk und die Grünen mögen es, wenn etwas dem Volk schadet.

    Aber einen Unterschied zwischen dem Konsum ALS Suchtmittel bzw. Genussmittel herbeizureden und dann so zu tun, als ob sich jeder für das eine oder andere entscheiden kann, ist zu kurz gedacht. Es fängt idR als Konsummittel an und wegen der süchtigmachenden Wirkung endet es als Suchtmittel.
    Ich kenne jedenfalls keinen Drogenabhähngigen, der beim Erstkonsum den Vorsatz hatte, süchtig zu werden. Man schlittert da hinein, je nach härte der Droge und der Reaktion des Körpers hierauf (chemische Veränderung des Gehirns, Ausschüttung von Dopamin etc.). Der freie Wille wird geraubt, eine freie Entscheidung ist ab einer Bestimmten Dauer des „Konsums als Genussmittel“ nicht möglich. Das ist das tükische an Drogen und genau deshalb gehören sie verboten.

  81. # 79
    „Dieser Murcia in Uruguay ist ein bemerkenswerter alter Mann, sehr sozial, indem er bewusst bescheiden, fast ärmlich lebt.
    Andererseits ist Uruguay ein wunderbar stabiles Land, in das umzusiedeln auch für uns durchaus Sinn macht.
    Ein feiner Fluchtpunkt in Südamerika jenseits des Äquators“

    Das ist auch genau meine Ansicht!
    Mujica ist zigmal volksnäher als alle Rinks- und Lechtspolitiker von Europa.
    Bzgl. den Drogen kann man natürlich anderer Ansicht sein; aber ich denke, er handelt hier (ebenso wie in anderen Politikfeldern) pragmatisch.

    Hier eine bemerkenswerte Laudatio für diesen Sozialisten von freiheitlicher Seite:
    http://www.freiheit.org/files/62/N_9_Uruguay_Amtsantritt_Mujica.pdf

  82. Dieser Typ wirkt m.E. wie Cohn Bendit, ein wuester Fanatiker, der glaubt, seine „alles ist erlaubt was moeglich ist“ Idiologie auch gegen die Volksmeinung umsetzt, Kompromisse der Vernunft, kann man von derartigen verkommenen Typen nicht erwarten.

  83. Wer von uns sass denn nicht mal irgendwo mit Freunden im Gebüsch und rauchte Grashalme mit einem igitt Erlebnis ?

    Danach brachte jemand eine Zigarette mit, an der wir alle zogen und den meisten bereitete sie Übelkeit.

    Heutzutage scheint es ja fast toleriert zu sein, dass Dealer auf Schulhöfen herumwandern und dass sich für deren eingeschlagene Nase eher der Staatsanwalt im Nichtsinne des Täters interessiert.

    Nicht nur weiche Drogen sollten legalisiert werden, sondern auch alles, was danach kommt.

    Heroin, Kokain gehören in staatliche Hand.

    Zu sehr günstigen Preisen, denn das Zeug ist ja eigentlich spottbillig.

    Der Staat nimmts in die Hand und weg sind die Kartelle und Dealer.

    Traumdenken? Vielleicht, aber wenn die Regierung es wirklich wollen würde, dann könnte sie.

    Rauschgift auf legalem Weg und die Kartelle und Dealer wären arbeitslos.

    Warum handelt kein Land der EU derart rational ?

  84. Wahrescheinlich ist er Typ selber am Kiffen (wie alle Linken, von Trittin bis Wodka Zischer MdB). Oder er ist geschmiert von der Drogenmafia, die Korruption in Südamerika hat ja ungeahnte Ausmaße. Nur deshalb konnte sich dort die ganzen Altnazis verstecken.

  85. #98 rasmus

    Rauschgift auf legalem Weg und die Kartelle und Dealer wären arbeitslos.

    Nein, das wären sie nicht. Dann müßten Sie schon bereit sein, tatsächlich alle auf dem Schwarzmarkt erhältlichen Drogen freizugeben, und das für alle und in jeder beliebigen Dosierung. Nur dann, wenn die Legalisierung tatsächlich total wäre, könnte man den Dealern den Boden entziehen. Man dürfte also nicht bei Heroin und Kokain aufhören, sondern müßte auch gefährliche synthetische Drogen wie Crack, Crystal Meth oder Desomorphin („Krokodil“) einbeziehen. Das wäre die totale Drogenfreigabe mit katastrophalen Folgen für die Gesellschaft, wie das historische Beispiel China zeigt (Opiumkriege).

    Selbst wenn es gelänge, den Drogenschwarzmarkt auszutrocknen, würden die Kriminellen sicherlich nicht arbeitslos werden, sondern sich neue Betätigungsfelder suchen: Illegales Glücksspiel, Prostitution, Waffenhandel usw. Wollen Sie das auch alles legalisieren, um der Organisierten Kriminalität das Handwerk zu legen?

  86. Bei diesem Thema zeigt sich der Unterschied zwischen freiheitlich eingestellten Bürgern und obrigkeitshörigen Untertanen.
    Ich bin ein erwachsener Mensch und es ist meine Entscheidung, ob ich mir was reinpfeife oder nicht. Das nennt man Freiheit. Ich habe so ziemlich alles ausprobiert und null Probleme damit. Man muss aber lernen wie man Drogen verwendet und die Dosierung und Regelmäßigkeit sollte maßvoll sein.
    Ich schränke aber meine Freiheit nicht ein, nur weil andere Menschen mit Freiheit nicht umgehen können. Das wäre wie Selbstmord begehen aus Angst vor dem Leben.
    P.S.: Die Legalisierung würde vielen Kriminellen die Lebensgrundlage entziehen, auch unseren „arbeitsfaulen“ Taliban-Moslems.

  87. schon wieder.
    Eine Diskussion nicht über Hanf, sondern über

    Abhängigkeit,
    Suchtkrankheit,
    Folgekosten,
    Drogen allgemein.

    Schwachsinniger gehts nicht.

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