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Regierungen lieben Gesetze, Verordnungen und andere Erlasse. Sie sind das Instrument ihrer Herrschaft. Sie nutzen es weidlich. In der Schweiz gibt es exakt 4755 Erlasse, wovon nur 42% Landesrecht sind und der ganze Rest von 58% aus Staatsvertragsrecht besteht. In Deutschland gibt es sogar 1660 Bundesgesetze und 2661 Rechtsverordnungen, zu denen sich noch 3756 europäische Verordnungen und 901 Richtlinien hinzugesellen. Alle diese staatlichen Normen steuern die Menschen im Alltag.

Das mit der Herrschaft des Gesetzes ist in der politischen Philosophie allerdings völlig anders gemeint. Um legislative Massenproduktion geht es mitnichten. Der Begriff bezieht sich in klassischer Lesart vielmehr schlicht auf eine Begrenzung der Staatsgewalt, im Interesse einer Sicherung der Freiheit und der Privatsphäre des einzelnen Bürgers.

«Was eine freie von einer unfreien Gesellschaft unterscheidet, ist, dass in ihr jedes Individuum einen anerkannten, sich deutlich von dem öffentlichen Bereich abzeichnenden privaten Bereich hat und der private Einzelne nicht Befehlen untersteht, sondern nur den Regeln zu gehorchen braucht, die für alle gleichermassen anwendbar sind», schreibt der österreichische Ökonom und Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek in seinem Buch «Die Verfassung der Freiheit» von 1960. Die Überlegungen des Nobelpreisträgers verhelfen bis heute zu einem erfrischend kritischen Blick auf den Umgang mit Recht und Gesetz durch die Politik. (Fortsetzung dieses guten Essays von Karen Horn in der NZZ hier!)

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67 KOMMENTARE

  1. #2 Rechtskonservativer Denker

    Den Sozialismus auf seiner theoretischen Basis komplett widerlegt zu haben, ist eine der wichtigsten Leistungen der Österreichischen Schule, zu deren wichtigsten Vertretern, Carl Menger, Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek gehören. Die Zusammenfassung der österreichischen Argumente und theoretische Generalabrechnung mit dem Sozialismus findet sich in dem Werk „Die Gemeinwirtschaft“ von Ludwig von Mises. Bisher wurde nichtmal der Versuch unternommen, diese Argumente zu widerlegen.

  2. Mal auf heute runtergebrochen: Ein Normalo dürfte am Morgen gar nicht mehr aufstehen, da er, um seinen Alltag zu bewältigen, mindestens gefühlt gegen 2000 einander lebhaft und pausenlos widersprechende (= also diametral entgegengesetzte Gesetze, die gleiche Rechtskraft haben) verstoßen MUSS. Nationale, supranationale, durchgesetzte, existierende, etc., laxe, nicht ganz so laxe, die aber beim pochen auf dieselben alle gelten.

    Ich wollte schon vor etwa zehn Jahren mal anfangen, das für 24 Stunden aufzuzählen und mit Gesetz und Link zu belegen. Bisher bin ich an dieser Sisyphos-Arbeit gescheitert. Ganz banal: Vom Weckerklingeln um 6:30 (Lärmschutzverordnung für Funkwecker – leck mich, mein Wecker ist wohl illegal) über das Duschen (Wassersparverordnung), Klogehen (Wassersparverordnung), Kaffeekochen, etc. bin ich schon mehrfach Gesetzesbrecher.

    Alles, was ich tun muß, um zu funktionieren, verstößt gleichzeitig gegen diverse Verordnungen – denen bisher schlicht die Masse an Beamten fehlt, sie durchzusetzen. Wer aber weiß, wen er fertigmachen will, kann ihm jederzeit 100fachen Rechtsbruch nachweisen.

  3. Der Freiheitsbegriff von Hayeks ist genauso wie der Milton Friedmans nicht mit einer demokratischen Gesellschaft vereinbar, weil er außschlieslich auf die Freiheit des Stärksten abzielt. Die Experimentierfelder der Hayek- und Friedman- Schüler, der Chicago-Boys, z.B. das Chile Pinochets, legen Zeugnis davon ab.
    Da wäre es wohl besser, wir würden zur Herrschaft eines wirklichen Adels zurückkehren, statt dieses sog. Geldadels; oder besser Geldpöbels. P

  4. Wer die Argumentation von Hayek nachvollziehen kann, muß i.a. aufgrund einer Fähigkeiten ohne Protegierung im Leben stehen können. Je weniger das gegeben ist, ´dsto geringer wird die Zustimmung zu Hayek sein. Das wird man nicht ändern können. Die Zustimmung zu Hayek muß man also von oben durchsetzen.

  5. Wer sich nicht berauben, vergewaltigen oder ermorden lassen will ist ein Rassist. Das meinen jedenfalls Kritiker einer „Ghettoapp“ in den USA. Die App sollte vor gefährlichen Stadtteilen warnen.
    Aber auch eine Umbennenung in „Guter Teil der Stadt“ konnte die politisch korrekten Zetterer nicht besänftigen:

    http://moonbattery.com/?p=36150

  6. @10 nalanda

    Das sind die Auswüchse einer Gesellschaft, in der nur der etwas gilt, der Geld hat und es auch zeigen kann. Eine App., die uns vor denen beschützen soll, die sich mit Gewalt holen, was sie auf anderem Wege nicht bekommen. Get rich, or die trying.

  7. OT

    „Das ist doch eine Provokation. Das muss nicht sein“, echauffiert sich der GAL-Stadtrat aus Bad Waldsee.

    Kurzerhand hängt er das Plakat mit dem Konterfei von Andreas Schockenhoff ab und befestigt an dessen Stelle ein Plakat der Grünen, das Agnieszka Brugger zeigt.

    „Wenn ich auf meinem Sofa liege, dann will ich nicht auf das CDU-Logo schauen“, erklärt Daiber seine Motivation….

    http://www.schwaebische.de/region/oberschwaben/bad-waldsee/stadtnachrichten-bad-waldsee_artikel,-Ein-Plakat-erhitzt-die-Gemueter-_arid,5494866.html

  8. Die Flut von Regelungen ist sicherlich ärgerlich.

    Viel schlimmer ist jedoch, wenn es keine Regeln gibt und jeder macht, was er will, wie z.B. in Ost-Europa.

    Da kann man im Dorf in der Sommernacht das Fenster nicht öffnen, weil die Hunde die ganze Nacht durch bellen.
    Und im Winter sowieso nicht – es wird mit irgendwelchen giftigen Teilen geheizt (Kunststoff?), so dass die ganze Ortschaft mit gelb-grünem Rauch umhüllt ist.

    In Deutschland gibt es zwar an Vorschriften keinen Mangel (und sie sind bei weitem nicht alle blöd), sie werden aber häufig ignoriert. Das krasseste Beispiel ist zurzeit das Zigeuner-Haus in Duisburg.

    Fazit: die Regeln sind manchmal ärgerlich, aber das Leben ohne Regeln ist eine Katastrophe.

  9. @#5 noblesse oblige

    Der Freiheitsbegriff von Hayeks ist genauso wie der Milton Friedmans nicht mit einer demokratischen Gesellschaft vereinbar, weil er außschlieslich auf die Freiheit des Stärksten abzielt.

    Könnte es sein, dass Sie nicht den leisesten Hauch eines Dunstes haben, was Hayek oder Friedman überhaupt geschrieben und gesagt haben?

  10. @15 pantau

    Könnte es sein, dass Sie nicht den Hauch eines Dunstes von dem, was Sie gelesen, auch verstanden haben ?

  11. #14 Schüfeli

    Die Flut von Regelungen ist sicherlich ärgerlich.

    Viel schlimmer ist jedoch, wenn es keine Regeln gibt und jeder macht, was er will, wie z.B. in Ost-Europa.

    Es ist eine völlig unsinnige Vorstellung, ohne Regeln würden würde „jeder machen, was er will“ – wobei die Formulierung ja schon entlarvend ist: „Menschen machen, was sie wollen, das wäre ja noch schöner!“

    Den Staazi erkennt man daran, dass er 1. der Meinung ist, der Staat sei für alles und jedes zuständig, und wenn es die Vorschrift ist, was und ob man morgens zu Frühstücken hat. 2. erkennt man den Staazi daran, dass er Menschen für komplette Vollidioten hält (außer natürlich sich selber!), die sich selbst vergiften, ertränken oder über die Nachbarin herfallen würden, gäbe es nicht Papa Schnullerstaat, der den kleinen Vollidiötchen genau vorschreibt, was diese zu tun und zu lassen haben.

    Wo es Regeln gibt, wird der Mechanismus der spontanen Ordnung verhindert. Dieser ist in vielen Belangen den von Gesellschaftsklempnern ersonnenen Gesetzen überlegen. Innerhalb einer Gesellschaft sind jene ungeschriebenen Regeln Bestandteil der jeweiligen Kultur. Wo der Staat künstlich eingreift, werden nicht nur jene Regeln vernichtet, sondern auch der dynamische Prozess verhindert, welcher solche Regeln ausbildet. In der Frühzeit des Internets bildeten sich z.B. völlig ohne staatliche Regeln Verhaltensnormen im Netz. Heute hat diese spontane Ordnung ein Verhaltenssystem entwickelt, welches mehr oder weniger auf jeder Seite, wo Kommunikation stattfindet, ähnlich ist. Ist es nicht toll, dass nicht irgendwelche Staazis sich hierfür Regeln ausdachten? Diesen Prozess des Miteinander, welcher neben vielen anderen Bestandteilen der Kultur einer Gesellschaft ist, hätte es mit starren Regeln der Obrigkeit nie geben können.

  12. #16 noblesse oblige

    Könnte es sein, dass Sie nicht den Hauch eines Dunstes von dem, was Sie gelesen, auch verstanden haben ?

    Nein, denn im Gegensatz zu Ihnen kann ich einen Minarchisten von einem Anarchisten und einen Demokraten von einem interventionistischen Staazi unterscheiden.

  13. @16 pantau

    Was ist denn ein Minarchist ?
    Da haben Sie sich aber ein schönes Schlagwort- und Halbwissen auf Wikipedia zusammengeklaubt.

  14. #19 noblesse oblige

    Was ist denn ein Minarchist ?
    Da haben Sie sich aber ein schönes Schlagwort- und Halbwissen auf Wikipedia zusammengeklaubt.

    Die Witziblödia mag für Menschen Ihres Horizontes die angemessene Wissensquelle sein, jedoch haben Sie mit Ihrer Frage soeben unter Beweis gestellt, dass Sie sich mit der Materie noch nie beschäftigten. Als Einführung empfehle ich „Liberalismus“ von Ludwig von Mises, so dieses Werk für einen Witziblödianer nicht etwas zu anspruchsvolle Kost sein sollte.

  15. @20 pantau

    Sie können schon unterscheiden, was „ich“ oder „Sie“ bedeutet ? Sie können auch erkennen, was eine Frage ist ?
    Ihr Beitrag macht nicht den Eindruck, dass Sie das können. Wenn Sie sich bei zwei einfachen Sätzen schon so schwer tun…. tja was soll man da sagen. Lesen allein reicht eben nicht, man muss das Gelesene auch verstehen können.

  16. #21 noblesse oblige

    1. Ihrer infantilen Unterstellung bez. Witziblödia nach konnte jeder hier erkennen, woran SIE ganz offensichtlich zuerst in Bezug des Wissenserwerbes denken.

    2. Ich bin gerne bereit, jemandem, der auf dem Schlauch steht und bereit ist, dies in der in Mitteleuropa üblichen Form zu artikulieren, weiterzuhelfen, falls dies jedoch in der Ihnen offensichtlich eigenen Art geschieht, dann suchen Sie sich doch bitte einen für Sie bezahlbaren Nachhilfelehrer, ich helfe normalerweise im Internet trollenden Pöblern nicht kostenlos auf die Sprünge.

    3. Da ich heute jedoch meinen sozialen Tag habe: Ein Minarchist ist ein Mensch, welcher der Überzeugung ist, dass der Staat zwar einige wichtige Funktionen hat, jedoch für die aller meisten Dinge im gesellschaftlichen Zusammenleben nicht zuständig ist. Er ist für einen sog. „Minimalstaat“, welcher im Wesentlichen die innere und äußere Sicherheit herstellt und dafür sorgt, dass privat und frei geschlossene Verträge auch eingehalten werden. Er sorgt für die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz – nicht für die Gleichheit aller Menschen nach der Rechtsanwendung. Der Staat hat sich hiernach also weder um Lohn- oder Vermögensunterschiede zu kümmern noch um Proportionen von gesellschaftlichen Gruppen innerhalb bestimmter Berufe. Er ist weder für Kultur oder Kunst noch für guten Geschmack zuständig. Er sorgt dafür, dass die Menschen sich nicht bestehlen, verletzen oder betrügen.

    Das Verhältnis eines Minarchisten zum Staat beschrieb von Mises so:

    Wenn ich der Ansicht bin, daß es nicht zweckmäßig sei, der Regierung die Aufgabe zuzuweisen, Eisenbahnen, Gastwirtschaften oder Bergwerke zu betreiben, dann bin ich kein ,,Feind des Staates“. Ich bin es ebensowenig, wie man mich etwa einen Feind der Schwefelsäure nennen darf, weil ich der Ansicht bin, daß Schwefelsäure, so nützlich sie auch für viele Zwecke sein mag, weder zum Trinken noch zum Waschen der Hände geeignet sei.

    Wenn Sie sich hingegen wie im Kommentar Nr.5 so weit aus dem Fenster hängen, sollten Sie doch wenigstens die elementaren Grundlagen vom Gegenstand ihrer Kritik auch kennen, meinen Sie nicht?

  17. #17 Pantau (08. Sep 2013 17:38)

    Wo es Regeln gibt, wird der Mechanismus der spontanen Ordnung verhindert. Dieser ist in vielen Belangen den von Gesellschaftsklempnern ersonnenen Gesetzen überlegen.

    Im Dschungel gibt es keine Regeln, sondern nur überlegene spontane Ordnung.
    Ich glaube, sie sollen sich dorthin begeben.

    Ob Sie jemanden fressen oder selbst gefressen werden, werden Sie bald sehen.

    In der Frühzeit des Internets bildeten sich z.B. völlig ohne staatliche Regeln Verhaltensnormen im Netz. Heute hat diese spontane Ordnung ein Verhaltenssystem entwickelt, welches mehr oder weniger auf jeder Seite, wo Kommunikation stattfindet, ähnlich ist.

    Auf dieser Seite, wo Sie jetzt schreiben (=kommunizieren), gibt aber Moderation, die Anhaltung der Regeln überwacht.

    Und ohne sie geht es gar nicht, sonst wird jeder Pantau spontan so pöbeln, dass das Blog spontan zugrunde geht.

  18. #19 noblesse oblige (08. Sep 2013 17:58)

    @16 pantau

    Was ist denn ein Minarchist ?
    Da haben Sie sich aber ein schönes Schlagwort- und Halbwissen auf Wikipedia zusammengeklaubt.

    Nehmen Sie „Pantau“ nicht ernst.

    Das ist ein bekannter Pöbler, der meistens Unsinn schreibt (glücklicherweise nicht besonderes oft).
    Einmal hat er z.B. in der Diskussion über Löhne geschrieben, dass alle Löhne gerecht sind (da vom Markt bestimmt) und „Wer mit seinem Lohn nicht zufrieden ist, soll den Strick nehmen.“

    Wenn Sie Zeit und Lust haben, können Sie mit ihm streiten, bringen wird es aber nichts.
    Ignorieren wäre jedoch richtiger.

  19. #23 Schüfeli

    Im Dschungel gibt es keine Regeln, sondern nur überlegene spontane Ordnung.
    Ich glaube, sie sollen sich dorthin begeben.

    Ob Sie jemanden fressen oder selbst gefressen werden, werden Sie bald sehen.

    Heißt das jetzt übersetzt: „Lieber Pantau, leider bin ich zu ungebildet, den allseits bekannten Begriff der „spontanen Ordnung“ zu kennen, würden Sie bitte die Freundlichkeit haben, mir diesen zu erklären?“?

    Auf dieser Seite, wo Sie jetzt schreiben (=kommunizieren), gibt aber Moderation, die Anhaltung der Regeln überwacht.

    Und ohne sie geht es gar nicht, sonst wird jeder Pantau spontan so pöbeln, dass das Blog spontan zugrunde geht.

    Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte: Diese Moderation ist PRIVAT! Es obliegt PI sowohl, diese aufzustellen, als auch diese auszulegen. Daher ist es gesellschaftlich möglich, dass sich solche Regeln im Netz entwickeln (wie bereits geschehen) und dass diese konvergieren und sich eine Art Etikette herausbildet, OHNE Staat. Spontane Ordnung ist logischerweise nicht „keine Ordnung“, sondern nur eben keine, welche durch den allwissenden und unfehlbaren Papa Schnullerstaat oktroyiert wurde.

  20. #24 Schüfeli

    Einmal hat er z.B. in der Diskussion über Löhne geschrieben, dass alle Löhne gerecht sind (da vom Markt bestimmt) und „Wer mit seinem Lohn nicht zufrieden ist, soll den Strick nehmen.“

    Und SIE wollen über Milton Friedmans und Haeyk allen Ernstes mitreden? Ihre Ahnungslosigkeit ist offensichtlich noch bedeutend ausgeprägter, als ich es ursprünglich annahm. Also wenn ich mit einem Sozialisten diskutiere, dann kenne ich zumindest die marxistische Arbeitswertlehre (welcher Sie ganz offensichtlich übrigens folgen, ohne dies zu wissen). Man sollte wie schon erwähnt den Gegenstand seiner Kritik zumindest kennen. Aber Sie können den Andersdenkenden auch ignorieren, oder verhaften, erschießen oder was man als Staazi sonst so als Argumentationsverstärkung benutzt. Sie müssen dann kein Buch in die Hand nehmen.

  21. @nobless oblige

    Pantau hat schon Recht Ihnen klar zu widersprechen.
    Diese Satz ist absoluter Unfug :
    „Der Freiheitsbegriff von Hayeks ist genauso wie der Milton Friedmans nicht mit einer demokratischen Gesellschaft vereinbar, weil er außschlieslich auf die Freiheit des Stärksten abzielt.“

    Wer ist der Stärkste?
    Der Staat – er hat das Gewaltmonopol, er kann Ihnen die Polizei nach Hause schicken, wenn Sie sich nicht an Regeln halten, die durch eine kleine Gruppe festgelegt wurde.

    Dem „Stärkeren“, den Sie meinen – also das böse Unternehmen z.B. – muss in einer freien Gesellschaft im Wettbewerb mit anderen bestehen – es wird dann groß, wenn die Menschen ihm FREIWILLIG Geld für Produkte und Dienstleistungen bieten und sie das besser als alle anderen tun.

    Monopole entstehen fast ausschließlich mit Hilfe der Politik.

    In einer freien Gesellschaft, kooperieren die Menschen freiwillig – d.h. der Kaufmann oder das Unternehmen kann zwar um sie werben, Ihnen aber nicht Gewalt antun.
    Gulags, Kzs und ethnische Säuberungen passieren nicht durch Unternehmen auf dem freien Markt, sondern durch die Konzentration von Staatsgewalt – und Übergabe von Bereichen, die in den privaten Bereich gehören, an eine kleine Gruppe von Menschen.
    Die genauso an Selbstinteresse „kranken“, wie die Menschen, die sie vorgeblich „zum Besten des Volkes“ durch „gerechte Umverteilung“ davor schützen wollen.

    Demokratie ist Mehrheitsrecht – d.h. 49% müssen tun, was 51% wollen. Grundrechte wie Eigentum, sexuelle Selbstbestimmung oder Freizügigkeit sind NICHT demokratisch geregelt, weil es „unteilbare“ Rechte sind.
    Friedman und Hayek haben davor gewarnt, immer mehr Bereiche, die in diese privaten Entscheidungen fallen in ein – zur Not mit der Staatsgewalt – kontrollierte Bereiche zu führen.

    Ich hoffe, dass Sie wissen, was Sie da für linke Propaganda wiedergeben, wenn Sie versuchen den Mörder und Diktator Pinochet und Friedman zusammenzubringen – Friedman hatte ein Gespräch von einer halben Stunde mit ihm und hat es bewusst abgelehnt enger mit ihm zusammenarbeiten – allerdings hatte die Idee des freien Markt dafür gesorgt, dass der Wunsch nach Freiheit Pinochet gestürzt hat.

    Ich kann Ihnen nur raten, auf Youtube die Vorträge von Milton Friedman zu hören – ich bin sicher, Sie ändern Ihre Meinung.

  22. #7 noblesse oblige (08. Sep 2013 12:43)
    @6 ingres

    Mit Gewalt ?
    ———————-

    Ja durch die „politische Staatsgewalt“. Sonst ist halt Schicht. Sie wissen doch „Deutschland schafft sich ab.“

  23. Heißt das jetzt übersetzt: “Lieber Pantau, leider bin ich zu ungebildet, den allseits bekannten Begriff der “spontanen Ordnung” zu kennen, würden Sie bitte die Freundlichkeit haben, mir diesen zu erklären?”

    Nein, das heißt, Sie sollen weniger Bücher lesen (Bildung schütz nicht vor Dummheit), sondern eine praktische “spontane Ordnung” ohne Papa Schnullerstaat ausprobieren
    Wenn Ihnen Dschungel zu gefährlich ist, können Sie nach Somalia fahren.
    Da haben sich Banditen spontan geordnet.

    Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte: Diese Moderation ist PRIVAT!

    Privat schon, spontan aber nicht.
    Und welches private / spontane Verhaltenssystem / soll bitte Kinderporno-/ Terroristen-/ Islamistenseiten / regeln?
    Soll man hoffen, dass sich Pädophilie / Terroristen / Islamisten eine Etikette zulegen?
    Bei welchem Philosophen haben Sie es gefunden?

    Aber jetzt wird mir die Diskussion mir Ihnen zu dumm.
    Tschüß (hoffentlich für immer) und gute Nacht.

    PS @#26 Pantau
    Kommentare, die für andere Personen ausdrücklich bestimmt sind, brauchen Sie nicht beantworten.

  24. #24 Schüfeli

    Bitte zeigen Sie mir dieses Zitat von Milton Friedman von wegen „einen Strick nehmen“

    Es ist widerwärtig, dass Sie auf einer Seite, wie PI, die ja genau gegen Diffamierungen durch die politische Korrektheit, solche erlogenen Zitate posten.

  25. #28 ingres (08. Sep 2013 20:10)

    Aber mit hirn- und wertbefreiten, korrupten Kreeturen wie den aktuellen Politikern geht das nicht. Der Letzte mit den es gegangen wäre, wäre Franz Josef Strauß gewesen. Wobei natürlich wiederum die Kontrolle eines Strauß gegeben sein muß. Aber das ist schwer das auszutarieren.
    Ich habe Hayek et al nie gelesen, nur einige Zitate gehört. Diese Leute sind quasi die Aristokraten der Gesellschaftsanalyse. Wie früher Platon und Aristoteles. Sie haben aber nicht die Macht (und werden auch akademisch totgeschwiegen, weil sie halt die Welt so beschrieben haben wie sie ist und nicht so wie sie sein soll), sondern die Macht besitzt derzeit die Gosse wie Merkel et al.

  26. #30 Ralf W. (08. Sep 2013 20:11)

    #24 Schüfeli

    Bitte zeigen Sie mir dieses Zitat von Milton Friedman von wegen “einen Strick nehmen”

    O Mann, Mann, Mann.
    Können Sie nicht lesen?

    #24 Schüfeli (08. Sep 2013 19:39)

    Nehmen Sie „Pantau“ nicht ernst.

    Das ist ein bekannter Pöbler, der meistens Unsinn schreibt (glücklicherweise nicht besonderes oft).
    Einmal hat er z.B. in der Diskussion über Löhne geschrieben, dass alle Löhne gerecht sind (da vom Markt bestimmt) und „Wer mit seinem Lohn nicht zufrieden ist, soll den Strick nehmen.“

    Das mit dem Strick hat nicht Friedman sondern PANTAU geschrieben!

  27. #29 Schüfeli

    Nein, das heißt, Sie sollen weniger Bücher lesen (Bildung schütz nicht vor Dummheit), sondern eine praktische “spontane Ordnung” ohne Papa Schnullerstaat ausprobieren

    Sehen Sie, weil Sie so dermaßen ungebildet sind, weil Sie keine Bücher lesen, haben Sie nicht begriffen, was „Spontane Ordnung“ überhaupt ist. Sie greifen hier also eine Position an, welche Sie nicht verstanden haben.

    Kommentare, die für andere Personen ausdrücklich bestimmt sind, brauchen Sie nicht beantworten.

    Ich nehme mir die Freiheit, selber zu entscheiden, ob ich auf extrem dämliche wie ungebildete Kommentare, welche meine Person betreffen, antworte oder es bleiben lasse. Ich führe übrigens meine Kinder von Anfang an zum Bücherlesen heran, damit aus ihnen keine ungebildeten Flachpfeifen werden, welche auch noch anderen Diskutanten allen Ernstes ihre Belesenheit vorwerfen! Ihre Eltern haben in dieser Beziehung ja leider kläglich versagt.

  28. #32 Schüfeli

    Das mit dem Strick hat nicht Friedman sondern PANTAU geschrieben!

    Und wenn Sie nicht nur lesen KÖNNTEN, sondern es auch WÜRDEN, dann hätten Sie diesen meinen Beitrag auch als Goethezitat identifizieren können. Ich hatte dieses Bildungsniveau aufgrund verschiedener positiver Erfahrungen hier allgemein vorausgesetzt, leider war das zumindest Ihnen gegenüber ein Vorurteil, da ich Ihre Bibliophobie nicht berücksichtigte.

  29. #34 Pantau

    Und wenn Sie nicht nur lesen KÖNNTEN, sondern es auch WÜRDEN, dann hätten Sie diesen meinen Beitrag auch als Goethezitat identifizieren können.

    LECK MICH AM ARSC…
    Goethezitat
    😀 😀 😀

    Jetzt ist es aber wirklich Schluss.
    Für lange und langweilige Pöbeleien habe ich weder Zeit noch Lust.

  30. #35 Schüfeli

    LECK MICH AM ARSC…

    Das ist übrigens ein Goethezitat aus dem Götz von Berlichingen.

    Jetzt ist es aber wirklich Schluss.
    Für lange und langweilige Pöbeleien habe ich weder Zeit noch Lust.

    Gut so! Nehmen Sie mal ein Buch in die Hand und legen Sie mal intellektuelle Grundlage. 🙂

  31. @ ralf w
    wir leben nicht mehr in den 70-80er Jahren!
    sprich kein Mensch nimmt ihre neoliberalen Heilsbringer noch ernst.

  32. Ich will es mal komprimiert provokant ausdrücken:

    Einige (oder viele) Kommentatoren haben (letztlich genau wie „die Linken“) mit Hayek ein Problem, weil er z. B. die Begriffs-Konstruktion „sozale Marktwirtschaft“ als Widerspruch in sich erkannt hat.
    Insofern war bereits Ludwig Erhard, also die gute alte CDU, ideologisch. Um zu erkennen, dass „soziale Merktwirtschaft“ ein Widerspruch in sich ist, muß ich nicht Hayek lesen, aber Hayek hat es halt in ideologiefreier Analyse veröffentlicht. Man kann zwar ein System so betreiben, wie man meint, es sei „soziale Marktwirtschaft“, aber es ist dann eben keine Marktwirtschaft mehr. Und wenn es Marktwirtschaft ist, so ist der Begriff sozial unsinnig. Denn Marktwirtschaft ist nun mal nicht sozial. Wenn jemand keine Fähigkeiten hat, die benötigt werden, dann fällt er eben in der Marktwirtschaft durch. Wenn man ihn stützt mag das sozial sein, aber hat mit der Marktwirtschaft nichts zu tun. Ich denke, dass viele sich (wie die Linken) mit solchen glasklaren, die Welt entzaubernden Analyen (emotional) schwer tun. Ich wüßte sonst nicht, was es an Hayeks Grundhaltung (ich habe da nie etwas gelesen und muß da auch nichts lesen, obwohl man es natürlich tun kann)zu kritisieren geben soll. Sie besagt eigentlich nujr: Wenn die Linksgrünen und Merkel weg sind, sind die Probleme nicht gelöst. Es wäre lediglich die Vorausetzung geschaffen, dass die Gesellschaft überhsupt in die Lage versetzt wird zu überleben. Was z. B. für das Schicksal des Einzelnen in dieser Gesellschaft, zunächst überhaupt nichts aussagt.

  33. #37 rechtsausleger

    ihr Geschreibsel ist wirklich lächerlich!
    habe gut gelacht

    Und am Lachen erkennt man bekanntlich den Narren. Vielleicht sollten Sie es exotischer Weise einmal mit „Denken“ probieren?

  34. Vielleicht mal ein Zitat von Hayek, dass ans Eingemachte geht:
    (Hervorhebungen von mir)

    Wir verdanken den Amerikanern eine große Bereicherung der Sprache durch den bezeichnenden Ausdruck weasel-word. So wie das kleine Raubtier, das auch wir Wiesel nennen, angeblich aus einem Ei allen Inhalt heraussaugen kann, ohne daß man dies nachher der leeren Schale anmerkt, so sind die Wiesel-Wörter jene, die, wenn man sie einem Wort hinzufügt, dieses Wort jedes Inhalts und jeder Bedeutung berauben. Ich glaube, das Wiesel-Wort par excellence ist das Wort sozial. Was es eigentlich heißt, weiß niemand. Wahr ist nur, daß eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit – und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.

    – Friedrich August von Hayek: Wissenschaft und Sozialismus. In: Gesammelte Schriften in deutscher Sprache: Abt. A, Aufsätze; Bd. 7. Mohr Siebeck, 2004, ISBN 3-16-148062-7, S.61f
    (vgl.http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_von_Hayek)

  35. @39 ingres
    Zitat :“Denn Marktwirtschaft ist nicht sozial“
    Stimmt so aber auch nicht (Arbeitsteilung einer modernen Industriegesellschaf)
    „Ihre“ Marktwirschaft funktioniert leider nur beim Neandertaler. Wir sind aber (teilweise)schon weiter…

  36. @40pantau
    ..spontane Ordnung muahhaha
    minarchist ….lol

    eh sorry solch grotesken Schwachsinn kann man nicht normal kommentieren

    lesen sie lieber mal Kant,Hegel,Rousseau…
    anstatt intellektuelle Dünnbrettbohrer wie ihre Säulenheilige
    aber schreiben sie ruhig weiter ihren Schmuss
    köstlich diese Teaparty-Fan-Boys

  37. #39 ingres

    Insofern war bereits Ludwig Erhard, also die gute alte CDU, ideologisch.

    Sie tun ihm unrecht. Da es auch schon damals mit der volkswirtschaftlichen Bildung unserer „Volksgenossen“ nicht weit her war, dürfen Sie nicht vergessen, dass er sein Konzept auch verkaufen musste. Er selber sagte jedoch, dass „Soziale Marktwirtschaft“ bedeute, dass die Marktwirtschaft bereits sozial sei, nicht, dass diese erst sozial gemacht werden müsse. Wegen der abgrundtiefen Dummheit unserer Bürger nannte man dann übrigens den logischerweise sich einstellenden Erfolg in Form eines nie dagewesenen Breitenwohlstands ein „Wunder“, ähnlich wie Wilde, denen man ein Flugzeug zeigt. Ein ähnliches Verhältnis haben die Deutschen als verkappte Sozialisten auch heute mehrheitlich noch zur Marktwirtschaft.

  38. #42 rechtsausleger (08. Sep 2013 21:51)

    Also Arbeitsteilung widerspricht doch nicht der Marktwirtschaft. Allerdings hat die Arbeitsteilung das Problem hervorgebracht, dass der Einzelne sich nicht mehr selbst ernähren kann, sondern die Fähigkeit haben muß, sich in die arbeitsteilige Gesellschaft einzubringen. Zusammen mit der Konkurrenz um die freien Plätze, entsteht das Problem der Arbeitslosigkeit. Das kann sich nun entweder in der Marktwirtschaft von selbst lösen, was dann aber nichts mit sozial zu tun hat. Oder durch irgendwas „Soiales“, aber das läuft dann entweder neben der Marktwirtschaft oder verfälscht sie. Soziale Marktwirtschaft gibt es nicht. Aber Marktwirtschaft könnte es durchaus geben.

  39. #43 rechtsausleger

    ..spontane Ordnung muahhaha
    minarchist ….lol

    eh sorry solch grotesken Schwachsinn kann man nicht normal kommentieren

    lesen sie lieber mal Kant,Hegel,Rousseau…
    anstatt intellektuelle Dünnbrettbohrer wie ihre Säulenheilige
    aber schreiben sie ruhig weiter ihren Schmuss
    köstlich diese Teaparty-Fan-Boys

    Das kannst du in der nächsten großen Pause gerne mit den anderen Hauptschullümmeln diskutieren, kleiner. Da kannst du dann auch mit den anderen Rackern dich über die Evolutionslehre und die Relativitätstheorie lustig machen und kräftig lachen.

  40. #44 WahrerSozialDemokrat (08. Sep 2013 22:05)

    Nein! Ich weiß jetzt nicht, wie MKH zu Hayek steht. Aber jeder der über den Selbstmord unseres Systems schreibt, kann sich zu Hayek nicht in Opposition stellen, sondern muß diesem Aristokraten der gesellschaftlichen, ökonomischen Analyse seine Referenz erweisen. Auch MKH steht, (genau wie Newton) höchstens auf den Schultern von Giganten und wendet deren Erkenntnisse , ergänzt um eigene Analysen auf die aktuelle Situation an.

  41. #46 ingres

    Zusammen mit der Konkurrenz um die freien Plätze, entsteht das Problem der Arbeitslosigkeit.

    Genau genommen ist Arbeitslosigkeit in einer reinen Marktwirtschaft nicht möglich, da es ja auch immer eine Konkurrenz der Unternehmer um Arbeitnehmer gibt. Wie bei allen anderen Gütern auch, bildet sich ein Gleichgewichtspreis (bzw. Lohn) zu dem der Markt geräumt wird. Arbeitslosigkeit ist somit ein reines Übergangsphänomen. Da wir in Deutschland (und anderen Ländern) jedoch die Möglichkeit kennen, jenen Marktlohn durch Streik oder Streikdrohung über den Marktlohn zu heben, ergibt sich natürlich ein Angebotsüberhang von Arbeit. Leider verwechseln viele jenen (niedrigeren) Marktlohn mit einer niedrigen Kaufkraft, was falsch ist, da sämtliche Preise auch Löhne enthalten. Der Unternehmer muss jedoch den Bruttolohn einpreisen, während der Arbeitnehmer als Kaufkraft nur den Nettolohn erhält – davon jedoch Preise mit eingepreistem Bruttolohn bezahlen muss. Daher schadet jener Markteingriff allen, auch jenen, welche sich darüber freuen, dass ihre Gewerkschaft durch das Streikmittel einen höheren Lohn erzwang, als er sich über Angebot und Nachfrage eingestellt hätte.

  42. @47 pantau
    was wollen sie hier eigentlich noch ?
    user schüfeli hat sie doch schon spielend abgefertigt. Sie sind ja noch lächerlicher als der senile Brüderle. In 2 Wochen können sie ja dann mit ihren Bimmelbirnen im Dehler Haus Tränen vergießen. FDP Gesochs brauch keiner!

  43. @ingres
    „…. sich in die arbeitsteilige Gesellschaft einzubringen.“ (ihre Worte!!!)

    sich in eine Gesellschaft einbringen, ist aber geradezu der Musterfall für ein soziales Verhalten(das meinte ich auch mit AT).

  44. #48 ingres (08. Sep 2013 22:19)

    Das „Nein“ heißt natürlich nicht,dass man MKH nicht lesen soll. Natürlich soll man ihn lesen.; denn er analysiert ja die aktuelle Situation, die ja viel schlimmer ist als zu Hayeks Zeiten. Aber man muß wissen, dass er entweder Hayek zitieren oder Hayeks Gedanken selbst erfinden muß, um eine vollständige Analyse zu leisten,

  45. #48 ingres (08. Sep 2013 22:19)

    M K-H erwähnt und baut z.T. auch auf ihn auf, aber M K-H lebt wie Sie und alle anderen im HEUTE!!!

    Wir müssen heute argumentieren, mit heutigen Argumenten!

    Der Blick auf Ursprung ist wichtig dabei, aber kein allgemeines Argument für sich, so wie kein zeitgeistliches Argument ein allgemeines ist! 😉

    Die Vergangenheit kennen, um in der Gegenwart die Zukunft zu bauen…

    Und sowohl morgen wie gestern ist nicht heute!

  46. #49 Pantau (08. Sep 2013 22:21)
    #46 ingres

    Zusammen mit der Konkurrenz um die freien Plätze, entsteht das Problem der Arbeitslosigkeit.

    >>Genau genommen ist Arbeitslosigkeit in einer reinen Marktwirtschaft nicht möglich,..<<

    Ich habe ihren Beitrag zunächst nur bis dahin gelesen und sie haben recht. Ich weiß auch wies weiter geht. Es entsteht dann keine Arbeitslosigkeit, wenn die Löhne entsprechend sinken, die Arbeitgeber sich also beliebig aus der Reservearmee bedienen könne. Aber das ist unrealistisch. Denn Arbeit kann nicht beliebig aufgeteilt werden. Und es gibt auch nicht beliebig (erzeugbare) Qualifikation. So dass also der Übergang von der Selbstversorgung (also Beeren sammeln (*)) in die Arbeitsteilung eben doch das Problem der Arbeitslosigkeit schafft. Aber ich hatte ja auch (implizit) geschrieben, dass die Arbeitsteilung das Problem der Arbeitslosigkeit schafft.-Marktwirtschaft kann es theoretisch also sogar beseitigen, aber faktisch denn doch nicht. Das kann man aber der Marktwirtschaft nicht anlasten.
    (*) Übrigens ich bin seit 3 Wochen in die Brombeeren und man kann davon satt werden. Die Sträucher sind endlos ergiebig. Das geht noch 2 Wochen so weiter, weil der Sommer immer wieder Sonne bringt. Die Sträucher sind so ergiebig, dass man sich auch über die Saison hinaus ernähren kann. Allerdings bin ich wohl weitgehend allein und nur Brombeeren ist natürlich auch nicht das Wahre.

  47. @ingres
    Übrigens ist eine „Wirtschaft“ schon definitionsmäßig (als ein Teilbereich menschlicher Betätigung-hier Produktion und Verfügung über Güter & Dienstleistungen)von sozialen Aspekten weder trenn-noch vorstellbar! Ich nenne nur mal den Bereich des Arbeitsrechts-ihrer Ansicht nach ja überflüssig bzw. gar nicht existent,oder?

  48. #53 ingres (08. Sep 2013 22:56)

    Übrigens in Griechenland sind die Menschen bereits gezwungen wieder in die partielle Selbstversorgung über zu gehen. Sie wandern von den Städten auf die Inseln und bauen selbst an oder verschaffen sich lokal durch Beziehungen Arbeit. Das ist jetzt auch unvermeidlich, wenn der Euro demnächst auch offiziell crashen wird. Wahrscheinlich wirds aber in Deutschland schwieriger, weil wir hier wenig Rückzugsgebiet haben. Deshalb ist ja unsere Mithaftung so verhägnisvoll. Die Griechen hätten es (auf niedrigem Niveau) eher alleine geschafft als wir. Wir müssen unbedingt die Mithaftun für Griechenland beenden.
    Merkel ist also ein viel schlimmeres Verhängnis, als uns hier bewußt ist. Aber schon die Ägypter waren der Ansicht, das Frauen Unheil bringen. Ich bin ja ein Verehrer der Frauen, genau wie sicherlich auch die Ägypter (vor allem ihrer Schönheit). Aber die Ägypter hatten natürlich recht, denn sonst wären sie ja nicht darauf gekommen. Die öffentliche Macht von Frauen muß begrenzt bleiben. Ohne Quote wäre ja auch nie etwas passiert.

  49. #55 rechtsausleger (08. Sep 2013 23:02)

    Ob das Arbeitsrecht komplett überflüssig ist, wei0 ich nicht. Sofern es Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen behindert, behindert es aber natürlich die Arbeit von Unternehmen und hebelt den Marktprozeß aus.
    Wahrscheinlich aber ist Arbeitsrecht tatsächlich überflüssig. Denn warum soll ein Arbeitgeber nicht nach seinem Gusto kündigen, so lange er die Kündigung für seinen Betrieb für günstig hält. Arbeitsrecht behindert also grundsätzlich den Wirtschaftsprozeß. Und wieso sollte ein Arbeitgeber willkürlich Kündigungen ausprechen, die seinem Betrieb schaden. Arbeitsrecht hat also eine unsinnige Prämisse!!!. Und die Konklusionen müssen also dann auch unsinnig sein.!!

  50. #59 ingres (08. Sep 2013 23:22)

    Arbeitsrecht ist dann ein Wiesel-Begriff. Es täuscht etwa anders vor, als es ist. Arbeitsrecht ist einfach nur eine solzial Sicherung für den Arbeitnehmer. Es ist darüber hinaus aber nur eine vermeintliche Versicherung. Denn durch restriktives Arbeitsrecht werden natürlich Einstellungne behindert. Wen man nicht los werden kann, den stellt man nicht ein. Insgeamt ist Arbeitsrecht vermutlich unsozial. So wie streiken unsozial ist, so wie Löhne die über dem Marktpreis liegen unsozil sind. usw. Alle Bestimmungen die sozial sein sollen sind vermutlich unsozial. Sie dienen mur dem Wasserkopf der Funktionäre, die die Kohle absahnen!!! Tut mir leid, aber es einfach so.

  51. #57 WahrerSozialDemokrat (08. Sep 2013 23:09)

    Natürlich muß man Hayek nicht in Reinform verwirklichen. Man kann sich darüber unterhalten ob man partiell Protektionismus betreibt. Aber das iat ein ganz heikles Gebiet. Was man unterlassen könnte um die deutsche Industrie zu ruinieren wären EEG und AKW-Ausstieg gewesen. Es ist natürlich Wahnsinn, wenn man dadurch Selbstmord begeht. Aber wir haben halt vor allem Merkel und Andere, die ihrem Amt nicht gewachsen sind. Etwas anders ist es, wie man sich dem fairen Wettbewerb stellt. Also dass die Löhne in China niedriger sind.

  52. #57 WahrerSozialDemokrat (08. Sep 2013 23:09)

    Übrigens ich berufe mich nicht unbedingt auf Hayek, sondern auf meinen gesunden Menschenverstand. Aber wenn Hayek nun mal etwas originär formuliert hat, wie z. B. das mit dem „Wiesel-Begriff“ dann muß man ihn zitieren, auuh außerhalb von Doktorarbeiten. Und dann kommt man nicht immer von allein auf Alles was Hayek gedacht hat. Ich habe im Studium z. B. Hilfe durch Karl Popper und einem Lehramtsstudenten der Mathematik bekommen. Ganz alleine hätte ich den theoretischen Durchbruch nicht geschafft. Keine Ahnung wie mein Leben gelaufen wäre, wenn die Beschäftigung mit Popper mir 1977 nicht neues Leben eingehaucht hätte. Es gibt so entscheidende Glücksfälle im Leben. Die Klassiker lohnen immer und sei es nur zur Bestätigung.

  53. #61 ingres (08. Sep 2013 23:37)

    Merkel ist ihrem Amt (als solches) schon gewachsen, sogar besser als manch anderer! Aber Hayek dürfte nicht zur Pro-Literatur gehört haben, mit der sie als Kind/Jugendliche vereinahmt wurde (indoktriniert!)…

    #59 ingres (08. Sep 2013 23:22)

    Und wieso sollte ein Arbeitgeber willkürlich Kündigungen ausprechen, die seinem Betrieb schaden.

    Weil andere die geforderte Arbeit noch billiger leisten? Evtl. sogar mit staatlicher Transfair-Leistung… 🙄 Oder sogar bewusst „flüchtlingstechnisch-installiert“ werden, sogar von unterwanderten „Gewerkschaften“ befördernd?

    Oder einfach nur zur kurzfristigen Gewinnmaximierung, weil halt kein Arbeitsgeber, sondern nur ein Verwaltungs-Aktionär-Unternehmer… 🙄

    Viel wichtiger wäre doch die Frage: Warum kein grundsätzlicher Einwanderungsstopp und stattdessen dafür Arbeitsplatzexport?

    Wenn es doch soviel freie Arbeit in Deutschland gibt…

    Warum müssen denn in einer angeblich globalen vielfältigen Welt, alle Europäer oder sonstige Weltbürger unbedingt in Deutschland Arbeit finden und das ausgerechnet in einem der dichtbesiedelsten Großflächenstaat der Welt?

    Exportiert die Arbeit, anstatt Menschen zu importieren!

    Es ist doch Wahnsinn, alleine nur Europa betrachtet, wenn jugendliche kräftige arbeitswillige Menschen/ Zukunft von Spanien, Griechenland, Portugal etc. abgezogen werden um hier in Hartz IV zu verelenden… oder im Dumping unsere Jugend unterbieten! Und das hauptsächlich nur mit der Begründung der Rentensicherung…

    Das ist doch Irrsinn und gefährlich meiner Meinung sogar! Für uns alle!

  54. @ingres
    Überall wo es gar keinen effektiven Staat gibt (failed state) müsste sich ja die Wirtschaft freudig entfalten -nach ihrer These-tut sie aber nicht. Ganz im Gegenteil:ein funktionierender Staat ist zumindest hinsichtlich der Produktionsfaktoren (qualifizierte AN als Bsp.,notwendige Infrastruktur usw.)unerlässlich.Wie schüfeli schon treffend bemerkte ,müsste Somalia uns wirtschaftlich eigentlich abhängen. Dem ist irgendwie aber nicht so.
    bis dann erstmal…

  55. #65 rechtsausleger (08. Sep 2013 23:59)

    Gibt es ja nicht! Wenn sich z.B. im Syrien-Krieg alle raushalten würden, ja ganz besonders rotes Kreuz und roter Halbmond, würde das Elend unmittelbar groß, aber schnell gelöst sein…

    Somalia ist ein entsprechendes Langzeit-Versorgungs-Kriegsgebiet-System!

    Ich klage damit nicht persönliche Hilfsbereitschaft an, sondern organisierte Massenverpflegung in Kriegsgebieten! Nette Idee, aber genau das Gegenteil von Kriegsbeendigung!

    Zur heutigen Zeit, vor 100 Jahren hätte ich es anders beurteilt…

  56. #65 rechtsausleger (08. Sep 2013 23:59)

    Ich gehe jede Wette ein, dass Hayek die Rolle des Staates für eine funktionierende Wirtschaft ausführlich beschrieben hat. Diese Leute hatten nämlich eine umfassende Bildung. Und waren in dieser Hinsicht auch theoretisch fit. Und natürlich sind die Grundlagen dafür von Platon über Aristoteles, Machiavelli, Max Weber usw. entwickelt worden. Es gab da noch keine akademische Soziologie. sondern nur diese Giganten, die das in Eigenregie entwickelten. Heute sind sie alle als unsozial usw. verschrien. Aber sie haben die allzeit gültigen Analysen geliefert. Man lese diese Leute, z. B. von Max Weber „Werturteil und Onjektivität“ (oder so ähnlich). „Politik und Bweruf“. Das ist gigantisch. Im Seminar wurde Weber natürlich von den Linken als bürgerlicher Apologet des Kapitalismus diffamiert.

    Aber unabhängig von diesen Geistesgrößen gedacht: Natürlich muß eine funktionierenden Wirtschaft einen rechtlich zuverlässigen Rahmen haben, der für alle Teilnehmer verbindlich (einsehbar) ist. Ich weiß das Hayek dafür einen speziellen Ausdruck geprägt hat!! (ich meine Regelgerechtigkeit) Aber er ist als bürgerlicher Ideologe diffamiert. Deshalb ist uns das alles nicht geläufig! Und man meint deshalb hier ja , Soziologie sei keine Wissenschaft. Doch ist sie, aber nicht die heutige linksversiffte. Das Brot hat mir die Informaitk geliefert, aber interssiert hat mich Soziologie und Philosophie. Konnte ich aber beruflich nichts mit anfangen. Ich war ja beim Abschluß nicht mehr links. Ich konnte lediglich froh sein, dass es am marxistisch verseuchten Fachbereich 2 Leute gab, die nicht marxistisch verseucht waren, bzw. ebenfalls Renegaten waren.
    Aber wie gesagt, wenn Regelgerechtigkeit existiert, dann kann die Wirtschaft starten. Mehr braucht es nicht. Alles andere sind Hindernisse. Regeln und Regelgerechtigkeit ja, aber Arbeitsrecht ist völlig unnötig. Weil ja wie gesagt kein Arbeitgeber grundlos gute Leute entläßt. Er würde sich ja selbst schaden.

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