Die Anderen halten es einstweilen noch für angezeigt, das eigene Land und das eigene Volk im Zweifelsfall eher zu verteidigen als anzuschwärzen. Nur hierzulande gilt absonderlicherweise das Gegenteil. Ein gewisser akademischer oder intellektueller Typus will sich die deutsche Universalschuld an allen Übeln ab ca. 1871 und also auch am Ersten Weltkrieg nicht nehmen lassen, ob nun aus einem perversen Vergnügen, aus schierer Denkfaulheit oder zum prosaischen Zwecke der Diskursherrschaft. Wie es auf einen ausländischen Beobachter wirkt, wenn diese Allzudeutschen ständig ihre Vorfahren bezichtigen, mag sich jeder selbst zusammenreimen. Die psychologisch interessante Frage lautet, ob die Bereitschaft vieler bundesrepublikanischer Meinungsmacher, ihrem Land eine historische Sonderschuld weit über das Dritte Reich hinaus aufzuladen, mit der Bereitwilligkeit der momentanen politischen Eliten dieses Landes korreliert, für die Schulden anderer europäischer Staaten nahezu bedingungslos zu haften. (Aus einem Tagebuch-Eintrag von Michael Klonovsky. Natürlich wurde und wird die deutsche Lust am Alleinschuldigsein vom Ausland auch weidlich ausgenützt.)

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48 KOMMENTARE

  1. Natürlich wurde und wird die deutsche Lust am Alleinschuldigsein vom Ausland auch weidlich ausgenützt.
    —————-
    Wenn sie es nicht täten, wären sie noch blöder als die Deutschen!

  2. ich bin nach 45 geboren.
    ich schulde der welt einen sche.ß.
    aber dieses einreden von schuld nutzt natürlich dem system und deren nutzniesern prima um ihre vorhaben durchzusetzen.
    wenn jemand was kritisiert= nazi
    und psychologisch gesehen gehen manche halt voll auf in dieser rolle.
    frei nach sklave und meister.
    manche sind halt gerne sklave und ordnen sich anderen unter.
    und manche haben eben diesen drang anderen zu helfen…aber nur welchen aus anderen kulturkreisen.
    früher waren es die gastarbeiter wo einige sich total toll vorkamen diese zu unterstützen.
    da diese heute keine unterstützung mehr brauchen wird halt unkontrollierte zuwanderung gefordert.
    da können sich dann solche voll auslassen und asylanten und anderen die füsse lecken.

  3. Deutschland mußte nach dem 1. und nach dem 2. WK un-
    terschreiben, daß es der Alleinschuldige war. Und,
    da das nie revidiert wurde, ist.

  4. Sorry OT

    Die politischen Koordinaten scheinen sich endlich zu verschieben, auch bei den Qualitäts-Dschurnalisten.
    Kewils Medienschelte nun auch vom Cicero aufgegriffen:

    Online unter: http://www.cicero.de//berliner-republik/medienmeinung-weckruf-fuer-die-gruene-journaille/55934

    Die grüne Journaille hat versagt
    Von Wolfgang Bok 25. September 2013

    Für viele Journalisten war der 22. September eine herbe Enttäuschung

    Die Bundestagswahl ist ein Weckruf für den Journalismus. Die Bürger sind viel konservativer als die Medien Glauben machen wollen. Zeit zum Aufwachen

    Für nicht wenige Journalisten ist dieser 22. September eine herbe Enttäuschung: Wieder wird es nichts mit der grün-roten Republik! Zusammen versammeln sich gerade mal ein Drittel der Wähler hinter der vermeintlichen politischen Avantgarde. Die Grünen sind auf kümmerliche 8,6 Prozent abgesackt. Selbst in Baden-Württemberg, wo sie den Ministerpräsidenten stellen, kommen die Alternativen von ehedem auf gerade einmal elf Prozent. Würden sie dem eigenen Anspruch nach direkter Demokratie entsprechen, müssten die Grünen nun ganz kleine Brötchen backen: Nur in einem einzigen Wahlkreis (Berlin-Kreuzberg) hat der Altlinke Hans-Christian Ströbele mit 39,9 Prozent der Erststimmen das Direktmandat gewonnen.

    In allen anderen 298 Stimmbezirken haben 236 Mal „die Schwarzen“ gesiegt. Meist sogar haushoch. Nur in 58 Stimmbezirken gaben die Wähler dem SPD-Kandidaten den Vorzug. Und die Linkspartei kann sich einzig auf die Hartz-IV-Hochburgen in Ostberlin verlassen. Selbst in den einstigen SED-PDS-Landen wenden sich die Wähler von den sozialistischen Umverteilern ab. Grün ist dort ohnehin eine Splitterpartei, die nicht selten von der jungen Alternative für Deutschland (AfD) überholt wird.
    Selbst in Baden-Württemberg lief es miserabel für die Grünen

    In Baden-Württemberg ist die Tristesse am deutlichsten zu besichtigen: Gegenüber der Landtagswahl vom März 2011 haben die Grünen die Hälfte ihrer Wähler verloren. In keinem der 38 Wahlkreise haben sie die Nase vorn. Nicht einmal in den universitären Hochburgen wie Freiburg, Tübingen oder Heidelberg. Auch in Landeshauptstadt Stuttgart, wo die Grünen im Gefolge der Auseinandersetzungen um das Bahnprojekt Stuttgart 21 die Mehrheit im Gemeinderat und den Oberbürgermeister stellen, sind sie klar gescheitert.

    Der Noch-Parteivorsitzende Cem Özdemir ist sogar einem blassen, bekennenden Homosexuellen von der CDU um 14,5 Prozentpunkte unterlegen. Das muss man sich vor Augen halten: Grüne und SPD, die für sich die politische Hegemonie in Baden-Württemberg in Anspruch nehmen, haben keinen einzigen Wahlkreis gewonnen. Sie, die der Basisdemokratie mehr Gewicht verleihen wollen, profitieren einzig vom Ausgleichsmodus der Zweitstimmen.

    Daran ist Winfried Kretschmann, der grüne Star der Medien, nicht schuldlos. Obwohl ihm das Amt des „einzigen grünen Ministerpräsidenten“ in der Partei Einfluss verleihen sollte, hat der bedächtige Schwabe gegen den steuerpolitischen Linkskurs nicht wirklich gekämpft, sondern allenfalls etwas gemurrt.

    Einzig Boris Palmer, Grüner Oberbürgermeister in Tübingen, hat gegen den „wirtschaftsfeindlichen Kurs“ seiner Partei aufbegehrt – und wurde auf dem Programmparteitag dafür ausgebuht. Auch Kretschmann ließ ihn im Regen stehen. Stattdessen darf Winfried Hermann, der grüne Verkehrs(verhinderungs)minister im Südwesten, Unternehmern aus dem ländlichen Raum unter die Nase halten: Sie sollten doch an die Autobahnen umziehen, wenn ihnen die Infrastruktur nicht behagt.

    Zweieinhalb Jahre nach der politischen Wende, die medial auch in Baden-Württemberg herbeigesehnt wurde nach 58 Jahren „schwarzer Vormacht“, herrscht nun allenthalben Ernüchterung: Trotz sprudelnder Steuereinnahmen werden weiter Milliarden-Schulden gemacht, SPD und Grüne fallen sich beim Sparen gegenseitig in den Rücken und in der wichtigen Bildungspolitik herrscht das reine Chaos. Davor können selbst die Journalisten vor Ort nicht mehr die Augen verschließen. Die Entzauberung der Grünen hat längst begonnen. Selbst Kretschmann, diese Verkörperung von „Slow Politik“, wird zunehmend aufgefordert, endlich kraftvoll zu regieren anstatt nur bräsig zu moderieren.
    Medienlandschaft und öffentliches Meinungsklima driften auseinander

    Über die Stimmungslagen in den Redaktionen liegen keine so klaren Daten vor. Doch die Erhebungen, die es gibt, lassen dort eine klare grüne Mehrheit vermuten. Zusammen mit den Sympathien für die SPD und eine insgesamt öko-soziale Politik liegen weite Teile der Medien also nicht auf der Höhe der Zeit. Rechnet man die Stimmen von CDU, CSU, FDP und AfD zusammen, so ergibt sich daraus eine klare Mehrheit. Doch diese findet sich in der medialen Berichterstattung kaum wieder.

    Wertkonservative und marktwirtschaftliche Positionen werden als „rechts“ oder „neoliberal“ abgewertet. Noch immer wird die „Energiewende“, wie eine aktuelle Studie aus der Schweiz ergab, von deutschen Journalisten geradezu verherrlicht. Manche Blätter sind nicht einmal bereit, über die Kritik an Wind- und Solarparks zu berichten.

    Journalisten, die sich den Sinn für Zahlen und Stimmungen bewahrt haben, deuten diese Wahlergebnisse auch als das, was sie sind: Ein Weckruf für die deutsche Medienlandschaft, die Scheuklappen abzulegen und mit klarem Blick die Wirklichkeit aufzunehmen.

  5. Wir sollten auch unsere Schuld an der Zerstörung des römischen Weltreiches und an den Kreuzzügen bekennen, dementsprechende Buße tun und umfangreiche Wiedergutmachungszahlungen an die Länder des Nahen Ostens und Italien leisten. 😈

  6. Ich bin auch Nachkriegsgeneration, ich habe mit der Vergangenheit nix zu tun.
    Und ein dunkles Kapitel kann man nicht dauerhaft immer pauschal als Grund für irgendeine Schuld heranführen.

  7. Was vor 70 oder 100 Jahren im „Konstrukt“ Deutschland geschah, soll für immer unsere individuelle Schuld zementieren…
    Wenn man aber in einer Diskussion um Immigration davon redet, daß einem die menschenwürdige Zukunft dieses unseres „Konstruktes“ auch in 70 Jahren am Herzen läge, dann gilt plötzlich nur: „Hier und Jetzt“ und alles ist relativ.

  8. Natürlich rein hypothetisch gefragt:

    Was passiert eigentlich, wenn die deutsche Schuldkultur auf die mohammedanische Opfer-Kultur trifft? 🙂

  9. OT

    Die Mehrehe des Bernhard Falk

    Arm ist der Falk Bernhard, kamen ja seine Fotos irgendwie gar nicht gut an und das, obwohl er doch nur dem voglianischen Haupt-Hobby frönte, fühlt sich ja jeder Salafist zum Fotoreporter berufen und man stampft nun in brüderlicher Einigkeit schmollend auf. Wobei es ja nicht bei dem obigen Zwischenfall blieb, besuchte man den Muntasir ja auch im eigenen Heim und man löcherte – und nun halten Sie sich bitte fest – die Zweitfrau mit gar lästigen Fragen:

    http://boxvogel.blogspot.de/2013/09/die-mehrehe-des-bernhard-falk.html

  10. Es gibt halt eine ganze Menge Leute in diesem Land, die mit dem Mythos der andauernden „Deutschen Schuld“ prima Karriere gemacht haben. Dazu kommen noch diejenigen die noch Vorhaben damit Karriere zu machen. Aber es scheint ja zu funktionieren.

    Dazu fällt mir als aktuelles Beispiel nur die gestrige Sendung von „Anne Will“ mit Prof. Dr. Bernd Lucke. Über das was Lucke in dieser Sendung gesagt hat, wurde überhaupt nicht geredet. Lucke hatte das Wort „entartet“ gebraucht und dann wurde halt die Nazikeule geschwungen und sich nur über die Verwendung dieses Wortes empört. So das die Diskussion gegen Ende der Sendung tatsächlich in kindischen Beschimpfungen seitens der Linksgrünen entartete. Mit der Deutschen Schuld kann man halt auch prima interessante Diskussionen abwürgen.

  11. OT

    Mutter half bei der Tat
    Knacki missbraucht Kind (4) in Zelle

    Straßburg –

    Für die Gefängniswärter sah es nach einem üblichen Familienbesuch für einen Häftling aus. Doch was sich im Besucherraum des Gefängnisses im französischen Toul abspielte, sprengt jegliche Vorstellungskraft: Die 22-jährige Sabrina B. bringt zum Besuchstermin bei ihrem Lebensgefährten Lionel B., der wegen häuslicher Gewalt gegen eine Ex-Freundin einsitzt, ihren vierjährigen Sohn mit.

    Als sich die Tür hinter ihnen schließt, verhängen Sabrina und Lionel das Türfenster mit einem Müllsack – in französischen Knästen gängige Praxis, um sich ungestört zu fühlen. Dann beginnt für den kleinen Jungen eine Tortur. Seine Mutter fesselt ihn mit den Knien auf dem Stuhl und verbindet ihm die Augen. Während sie seine Arme festhält, vergewaltigt ihn der Stiefvater – einmal am Vormittag, einmal am Nachmittag.

    Seit Dienstag stehen Lionel B. und Sabrina B. deshalb in Straßburg vor Gericht. Der 31-Jährige, den Gutachter als aggressiv mit schizophrenen Tendenzen beschreiben, hat die Vergewaltigungen gestanden. Auch die heute 25-Jährige gab zu, ihrem Liebhaber geholfen zu haben.

    Außerdem gestand sie: „Ich habe meinen Sohn mehrfach selbst sexuell missbraucht, die Taten gefilmt.“ Sabrina will auf Anweisungen ihres Freundes so gehandelt haben. Er sagt, sie habe ihn gezwungen. Der Prozess wird fortgesetzt, beiden Angeklagten drohen 20 Jahre Haft.

    http://www.berliner-kurier.de/panorama/mutter-half-bei-der-tat-knacki-missbraucht-kind–4–in-zelle,7169224,24427086.html

  12. Zitat Michel Friedman:

    Versöhnung ist ein absolut sinnloser Begriff. Den Erben des judenmordenden Staates kommt gar nichts anderes zu, als die schwere historische Verantwortung auf sich zu nehmen, generationenlang, für immer.

  13. OT

    >>Die Bürger von Linsengericht haben sich in einer Befragung klar gegen den Bau von Windkraftanlagen auf dem 481 Meter hohen Franzosenkopf ausgesprochen. 59 Prozent der Bürger, die sich an der Abstimmung beteiligten, lehnten die Windräder an der hessisch-bayerischen Grenze ab. Politiker von SPD und Grünen, die für das von der Gemeinde geplante Projekt gekämpft hatten, äußerten, dass damit die Nutzung der Windkraft in Linsengericht hinfällig sei – zumindest vorläufig, so die Meinung der Grünen.<< FAZ

  14. umso länger der 2. wk her ist umso stärker läuft die nazi- und schuldenmaschinerie.
    vielen von späteren jahrgängen und generationen interessiert die sache nicht und sie fühlen sich schon gar nicht schuldig.
    davor haben gewissen eliten halt angst.
    deswegen kann man bei den öffentlich rechtlichen auch den ganzen tag irgendwelche dokus über hitler und co. sehen und auch deswegen besteht geschichtsunterricht in der schule auch unter anderem in jedem neuen schuljahr aus 2.wk und nazis.
    und genau deswegen bombardieren medien uns auch jeden tag aufs neue mit schlimmen naziverbrechen.
    linke aufstände werden nicht erwähnt, weil es darf nichts böses neben den schlimmen rechten geben.

  15. #14 Olaf Wimmer (26. Sep 2013 13:12)

    hö, 2 mal wurde ein Posting von mir einfach geschluckt, bin ich auf einer schwarzen Liste, oder wie?
    ————-
    Nicht verzagen – das trifft jeden (paar)mal! 😉

  16. OT

    >>STANBUL (dpa-AFX) – Der größte türkische Konzern Koc Holding muss mit verschärften Steuerkontrollen rechnen, nachdem er das Vorgehen der islamisch-konservativen Regierung gegen politische Proteste kritisiert hatte. Das Finanzministerium habe eine 200 Mann starke Gruppe aus Inspektoren zusammengestellt, die den Konzern durchleuchten solle, berichtete die oftmals gut informierte türkische Tageszeitung „Taraf“ am Donnerstag. Die „Armee“ der Prüfer sei von beispielloser Größe und solle vor allem die Energieunternehmen Tüpras, Opet und Aygaz genauer untersuchen…<<

  17. Mir gefällt der Grundton hier bei den Kommentaren. Gerne können Historiker und historisch-interessierte Menschen über die Kriegsschuld im 1. Weltkrieg diskutieren. Nur soll es keinen Einfluss auf die heutige Politik haben, egal zu welchem Ergebnis man kommt. Sämtliche Verantwortliche für diesen Krieg sind auf beiden Seiten heute verstorben.

  18. Unsere Eliten haben schon immer das eigene Volk gehasst.
    Wozu gab es im Mittelalter denn ‚Hände abhacken‘? ganz einfach, man brauchte nicht viele Gefängnisse keine Resozialisierung und hatte wenig Arbeit mit dem Problem.

  19. #19 Zebra (26. Sep 2013 13:47)

    Unsere Eliten haben schon immer das eigene Volk gehasst.
    ———-
    Bitte so: „Eliten“!

  20. Schuldenkrise

    Boston Consulting: Euro-Krise muss mit radikaler Enteignung gelöst werden

    Die Boston Consulting Group sagt, dass diejenigen, die sich im Laufe ihres Lebens ein Vermögen erarbeitet hätten, für die Party der Schulden-Staaten und Banken-Exzesse bezahlen müssten. Neben der allgemeinen Banken-Zwangsabgabe müssten massive Steuern auf Vermögen und Erbschaften erhoben werden.

    Daniel Stelter von der Boston Consulting Group hält einen Schuldenschnitt für die einzige Möglichkeit, das Schuldenproblem in Europa zu lösen. Und dieser Schuldenschnitt müsse über Steuern bezahlt werden, sagt er dem DLF. Man kann allerdings nur denjenigen etwas wegnehmen, die etwas haben. Ein wichtiger Teil der Lösung ist für Stelters die Zypern-Methode:

    „Es ist naheliegend, diejenigen, die Vermögenswerte besitzen, die letztlich auch faktisch der Illusion unterliegen, dass die noch völlig belegt und zurückgezahlt werden, durch eine Steuer zu belegen … und auf diese Art und Weise sozusagen die Party aufzuräumen, die Hinterlassenschaften der letzten 30 Jahre aufzuräumen.“

    Stelter sagt allerdings, dass es auf keinen Fall ausreichen werde, wie in Zypern lediglich die Bankguthaben zu besteuern. „Insofern ist sicherlich eine Kombination aus Vermögensabgabe, Vermögenssteuer oder erhöhter Erbschaftssteuer das Richtige“, sagt er.

    Eigentum ist eine Illusion

    Das heißt, nicht nur die europäischen Kontoinhaber unterliegen der „Illusion“, sie hätten ein Guthaben auf dem Konto. Offenkundig unterliegen auch Immobilienbesitzer der Illusion, sie hätten tatsächlich eine Immobilie.

    Wenn es nach Stelter geht, soll der ehrlich Bürger besteuert werden, der sein Leben lang gespart hat und sich ein Geld-Vermögen oder ein Haus aufgebaut hat. Er soll die „Party aufräumen“, die ganz andere gefeiert haben.

    Das sagt die Unternehmensberatung Boston Consulting. Sie berät Regierungen, Banken, Unternehmen.

    Zudem will Stelter den Bürgern im Anschluss an ihre Enteignung die Lohnsteuern senken: „Wir sollten dann einen Anreiz geben, gerade bei den Leuten, die Vermögen verloren haben, durch Arbeit es wiederherzustellen.“ Offenkundig erwartet der Berater von den Bürgern, dass sie nach ihrer Enteignung erneut hart arbeiten, um nach der nächsten Party erneut enteignet werden zu können…

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/22/boston-consulting-euro-krise-muss-mit-radikaler-enteignung-geloest-werden/?fb_action_ids=1415863068637386&fb_action_types=og.recommends&fb_source=other_multiline&action_object_map={%221415863068637386%22%3A569240286442872}&action_type_map={%221415863068637386%22%3A%22og.recommends%22}&action_ref_map=[]

  21. Nicht einmal direkt nach dem Krieg wurde den Deutschen eine Kollektivschuld dieses Ausmaßes oktroyiert, wie es in diesen Tagen des 21. Jahrhunderts in Deutschland grassiert. Auch ich habe mir den Kopf darüber zermartert, auf welcher Seite wohl ich damals gestanden hätte, wäre ich zu diesem Zeitpunkt (zw. 1933 und 1945) schon geboren worden – bis mir dann klar wurde, dass es auf hypothetische Fragen keine rationalen Antworten geben kann. Also: Ich wurde nach dem Krieg geboren und fühle mich für die Zustände davor weder zuständig noch verantwortlich. Oder fühlen sich etwa die Russen für ihre stalinistische Vergangenheit verantwortlich; oder die Chinesen für die Kulturrevolution unter Mao; oder die Amerikaner für die Ausrottung und Vertreibung der Ureinwohner Amerikas etc.?

  22. in einem anderen Forum gefunden, Kommentar ist nicht von mir. Klingt aber irgendwie glaubhaft.

    Lesebefehl:

    [12:45] Leserkommentar:

    Ich habe ein größeres Projekt in Marokko laufen und Kontakte bis Ministerebene. Auch sind Geschäftspartner aus Tunesien und Algerien involviert. Beim Essen kommt man ins Plaudern. Die Länder des Maghreb entsenden bzw. entsorgen bewusst ihre „Un-Menschen“ (wörtlich übersetzt) nach Europa. Darunter sind auch Straftäter, einschließlich Mörder. Wundert sich niemand, dass kaum Frauen unter denen sind? Mitgeführte Kinder sind meist geraubt, Säuglinge passen unter die Jacke, und sollen die Einreise erleichtern. Wenn man dann die ernstgemeinte Bemerkung gesteckt bekommt, dass man sich damit sehr wohl eine schlafende „Rebellenarmee“ ins Land holt, wird einem Angst und Bange.

    http://www.hartgeld.com/multikulti.html

  23. #15 LupusLotarius (26. Sep 2013 13:17)

    >>… von Linsengericht haben … gegen den Bau von Windkraftanlagen auf dem 481 Meter hohen Franzosenkopf ausgesprochen.

    Franzosenkopf???
    Kreisch – das klingt ja wie „Mohrenkopf“.
    Nun aber flux den Berg umbenannt und bei der Grande Nation bücklings schuldkulten.

  24. #21 Toni H. (26. Sep 2013 14:08)

    Nicht einmal direkt nach dem Krieg wurde den Deutschen eine Kollektivschuld dieses Ausmaßes oktroyiert, wie es in diesen Tagen des 21. Jahrhunderts in Deutschland grassiert.

    In den 50/60er Jahren war die Erlebnisgeneration noch relativ jung, es gab noch keine „Krampf-gegen-Krätz“-Industrie und noch nicht soviele durch das TV denkfaul gemachte Couchpotatos.

    Auch ich habe mir den Kopf darüber zermartert, auf welcher Seite wohl ich damals gestanden hätte, wäre ich zu diesem Zeitpunkt (zw. 1933 und 1945) schon geboren worden

    Da braucht man sich nicht lang den Kopf zu zermartern, wenn man die zum großen Teil jämmerlichen Lebensumstände der 20er Jahre für die Kriegsverlierer kennt.
    Die „Goldenen 20er“ sind auch nur eine Mär.
    Ein bißchen Charlston, Bubikopf, rastloser PotsdamerPlatz ist nicht alles.
    Im Nachhinein ist man immer schlauer/klüger.

  25. Das liegt auch daran, dass es Deutsch als Nation eigentlich gar nicht gibt, so wie Belgien. Staatsbuergerschaft Deutsch wurde 1934 erfunden von Hitler. Das historische deutsche Reich war eine echte Foederation. Die Sozialdemokraten lagen ja im Krieg mit Bismarck, bis heute kaempfen sie gegen dessen deutschen Staat. Die Rheinlaender wollten eigentlich zu Frankreich. Auf dem Wiener Kongress kamen sie dann zu Preussen. Deshalb ziehen sie sich zum Karneval ein veraechtlichmachendes Militaerkostuem an und waren gegen Berlin als Hauptstadt und waehlten die AfD deutlich geringer als der Osten. Preussen wollte damals eigentlich Sachsen haben, und Preussen und Russland zusammen wollten ein souveraenes geeintes Polen schaffen. Das alles verhinderten jedoch die Englaender auf dem Wiener Kongress, so dass damals ein groteskes Gebilde in Europa entstand.

  26. Wer war/ist Schuld?
    Am 2. Weltkrieg war der 1. Weltkrieg Schuld (Versailles), am 1. Weltkrieg die BAGADBAHN, also das Erdöl – wie heute!
    http://ecx.images-amazon.com/images/I/41S5A0QBB3L.jpg

    1871 war die Quittung für den 30-jährigen Krieg, an dessen Ende die Hälfte der schuldlosen deutschen Bevölkerung massakriert war, und „Das Heilge römische Reich deutscher Nation“ von den französischen und schwedischen „Siegern“ in über 300 souveräne Fürstentümer zerstückelt wurde und Lothringen, Elsass und halb Burgungund gestohlen (annektiert) wurden.
    1871 war die Quittung für wiederholte französische Überfälle auf das Rheinland in der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg und
    für 12 Jahre Napoleon!
    Wir Deutschen sollten Wiedergutmachung verlangen und damit unsere Schulden bezahlen!

  27. Es gibt irgendwo einen genialen Sketch von Monty Pythons Flying Circus, der aus den 1970ern oder so stammen muß, und in dem die „Krauts“ sich ständig entschuldigen und mit ihren Entschuldigungen, die „everlasting baddies“ zu sein, den anderen auf den Wecker fallen. Ich bin eigetlich kein Freund von MPFC, aber das ist so absurd witzig und trifft’s doch ins Mark. Geändert hat sich daran bis heute … nichts. Im Gegenteil: Es ist alles noch „schuldkultiviert“ worden.

  28. #34 Direkte Demokratie (26. Sep 2013 14:58)

    Hier ist immer von Elite/Eliten die Rede! Soll das ein Witz sein?

    Nicht nur hier.
    Jedoch sollte hier dieser vollig ins Gegenteil verbrämte Begriff ausschließlich in Gänsefüßchen gesetzt werden.

    Den Begriff „Eliten“ in Bezug auf die heutigen, nachkriegsgeborenen Politikdarsteller habe ich zum erstenmal von Verheugen in den 90ern gehört.
    Zum Glück saß ich nicht am Steuer eines PKWs – das hätte ich glatt verrissen.
    Eine solch arrogante und überhebliche Selbstbespiegelung sucht schon seinesgleichen.

  29. Dieses Land mit seiner masochistischen Schuldlust, seinem „Masopatriotismus“ (Peter Sloterdijk) ist krank. Lucke wurde bei Anne will in die rechtsextreme Ecke gerückt, weil er es für legitim hält, nationale Interessen zu vertreten und erinnerte an den Amtseid deutscher Politiker („ … Schaden vom deutschen Volk zu wenden“). Man hat den Eindruck, das gilt heute als geradezu obszön. Dabei ist das doch das Selbstverständlichste von der Welt, oder besser: sollte es eigentlich sein. Ist es aber eben nicht in diesem kranken Land.

    Zum Thema Sowjetunion und WK II noch dieser Klonovsky:

    „Wer die Reaktion eines Sklaven studieren möchte, frage einen festangestellten deutschen Historiker coram publico, zu welchem Zweck Stalin im Sommer 1941 die größte Armee aller Zeiten an der deutsch-sowjetischen Grenze hat aufmarschieren lassen.“

  30. An 33 Direkte Demokratie

    Der Krieg 1870/71 wurde ausschließlich
    von den Franzosen mit einer Kriegserklärung
    an das Deutsche Reich begonnen.
    Nach einem kurzen Feldzug gegen die angreifende Grande Nation wurde Napoleon der
    Dritte gefangengenommen.
    Wenige Monate später hat Paris kapituliert.
    Beim darauf stattfindenden Friedensvertrag
    wurde in Versailles! das Kaiserreich ausgerufen.
    Grund für die Kriegserklärung der Franzosen
    war die Tatsache,daß eine bestehende deutsche
    Erbfolge auf den spanischen Thron nicht
    wahrgenommen werden sollte.
    Natürlich zugunsten der „Grande Nation“.
    Die rechtmäßige Weigerung der Deutschen
    hat also die Franzmänner bewegt, einen Krieg
    zu beginnen.

    Den knebelnden Friedensvertrag nach dem
    1. Weltkrieg unbedingt in Versailles
    abzuschließen war der unbedingte Wunsch
    der Franzosen. Warum?
    Das Trauma von Versailles 1870/71 saß bei
    bei allen nationalistischen Franzosen sehr
    tief

  31. #40 Bloodhound (26. Sep 2013 16:36)

    An 33 Direkte Demokratie

    Der Krieg 1870/71 wurde ausschließlich
    von den Franzosen mit einer Kriegserklärung
    an das Deutsche Reich begonnen.
    Nach einem kurzen Feldzug gegen die angreifende Grande Nation wurde Napoleon der
    Dritte gefangengenommen.
    Wenige Monate später hat Paris kapituliert.
    Beim darauf stattfindenden Friedensvertrag
    wurde in Versailles! das Kaiserreich ausgerufen.
    Grund für die Kriegserklärung der Franzosen
    war die Tatsache,daß eine bestehende deutsche
    Erbfolge auf den spanischen Thron nicht
    wahrgenommen werden sollte.
    Natürlich zugunsten der “Grande Nation”.
    Die rechtmäßige Weigerung der Deutschen
    hat also die Franzmänner bewegt, einen Krieg
    zu beginnen.

    Den knebelnden Friedensvertrag nach dem
    1. Weltkrieg unbedingt in Versailles
    abzuschließen war der unbedingte Wunsch
    der Franzosen. Warum?
    Das Trauma von Versailles 1870/71 saß bei
    bei allen nationalistischen Franzosen sehr
    tief

    Absolut korrekt.

    Weder die Briten, vorallem nicht die Amerikaner wollten soweite gehen wie die Franzosen.

    Das Versailler Diktat ist ganz klar eine französische Racheschrift, nicht mehr.

  32. Dieses System der Schuldlust bei Multiplikatoren (Lehrern, Politikern, Journalisten) zum Zwecke der Selbsterhöhung gegenüber Vätern und Volk wurde von außen eingerichtet:

    Umerziehung fand insofern nicht allein gegenüber dem nationalsozialistischen Denken, sondern überhaupt gegen ein deutsches Selbstwertgefühl statt.
    Filme wie dieser für US-Besatzungssoldaten von 1945 wurden jahrelang auch unseren Kindern vorgeführt, mit Bekenntnisdruck und Betroffenheitserpressung.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus der fremdverursachten Unmündigkeit. Propaganda aus Kriegszeiten ist stets einseitig und verzerrend, sie kann keine Grundlage für ein Leben in Frieden sein.

  33. Dieses System der Schuldlust bei Multiplikatoren (Lehrern, Politikern, Journalisten) zum Zwecke der Selbsterhöhung gegenüber Vätern und Volk wurde von außen eingerichtet:

    Umerziehung fand insofern nicht allein gegenüber dem nationalsozialistischen Denken, sondern überhaupt gegen ein deutsches Selbstwertgefühl statt.
    Filme wie dieser für US-Besatzungssoldaten von 1945 wurden jahrelang auch unseren Kindern vorgeführt, mit Bekenntnisdruck und Betroffenheitserpressung.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus der fremdverursachten Unmündigkeit. Propaganda aus Kriegszeiten ist stets einseitig und verzerrend, sie kann keine Grundlage für ein Leben in Frieden sein.

  34. „…Ein gewisser akademischer oder intellektueller Typus will sich die deutsche Universalschuld an allen Übeln ab ca. 1871 und also auch am Ersten Weltkrieg nicht nehmen lassen, ob nun aus einem perversen Vergnügen, aus schierer Denkfaulheit oder zum prosaischen Zwecke der Diskursherrschaft…“

    Wer hat denn den Krieg 1871, 1914 und 1939 verursacht? Waren das linke oder rechte Politiker/Potentaten in Deutschland? Waren Kaiser Wilhelm oder war Hitler etwa links? Ahhhaaaaaa! Klingelt’s? Insofern ist das deutsche „perverse Vergnügen“ nach Selbstgeisselung nichts anderes als ein zusätzliches Mittel im „Kampf gegen Rechts“. Man kann diese Kriege und die vermeindliche „Selbstschuld“, bzw. „Selbstbeschuldigung“, die eigentlich eine ewige, immerwährende Beschuldigung der politischen Rechten!!! im eigenen Land ist, so also prima als Linker im Kampf gegen den politischen Gegner verwursten. Kapiert?!

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