Zur Wahl I: CDU, SPD, FDP, Grüne, Rote

Die CDU hat die Bundestagswahl überraschend hoch gewonnen. Warum? Der Untergang der FDP ist kein Wunder – in Hessen ist sie allerdings hauchdünn noch in den Landtag reingerutscht. Die FDP stand vier Jahre lang für buchstäblich nichts – schon gar nicht für Liberalismus. Eine Wende und ein Umkippen nach dem anderen, dazu Personalwechsel von einer Niete zur nächsten, alles substanzlos – schlimm, grauenvoll.

Auch kein Wunder ist das Abschneiden der Grünen. Irgendwie fing es mit dem Veggie-Day an. Die Leute ahnten langsam, daß die Grünen keineswegs libertär sind, wie Özdemir gestern noch frech daherlog, sondern eine Verbotspartei reinsten Wassers, speziell natürlich im Umweltschutz. Auch die grüne Päderasten-Diskussion, die mit Voßkuhles Weigerung, für den roten Dany Cohn-Bendit eine Preisrede zu halten, anfing, hat ihnen definitiv geschadet, obwohl unsere grünversifften Qualitätsmedien gestern das Thema nicht anschnitten, schon gar nicht gebührend. Dazu kamen die steigenden Strompreise. Wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, sind die Leute weniger grün. Und dies betrifft auch die Steuererhöhungspläne, welche der für viele unsympathische Trittin und sein roter Flügel lauthals herumtrompeteten.

Die Fehler der SPD (25,7%) fingen gleich mit dem Kandidaten an. Er tappte in x Fettnäpfchen und wollte sich mit seinen Millioneneinnahmen aus Vorträgen zum linken Klassenkämpfer wenden und sich mit Steuererhöhungen profilieren. Kontraproduktiv war auch das kavalleristische Auftreten Steinbrücks. Das schnelle, schnarrende Hochdeutsch, mit dem der Sechsundsechzigjährige zeigen wollte, wie er alles im Griff habe, mag vielleicht in Klixbüll oder Kiel gut ankommen, in Süddeutschland jedenfalls nicht. Wir haben es südlich der Mainlinie gerne etwas ruhiger und gemütlicher.

Die Linke hat zwar auch Stimmen verloren, sogar erstaunlicherweise nicht wenige an die AfD, trotzdem ist sie mit 8,6% keine Verliererin. Es ist eher eine Schande, daß die SED-Mauermörderpartei soviele Stimmen und im roten Berlin vier Direktmandate holte.

Die CDU und ihre Wähler sollen sich noch ein paar Tage freuen. Bei den Koalitionsverhandlungen werden sie bald viele Kröten schlucken müssen, wobei dies der Wetterfahne Merkel vielleicht wieder einmal egal ist. Wir freuen uns jedenfalls nicht, daß jetzt die ganze Euro-Retterei, das Verschenken von deutschem Steuergeld ans Ausland, die gigantische Staatsverschuldung und der Ausverkauf Deutschlands, die Verschleuderung unserer Souveränität nach Brüssel weitergehen. Nicht zu vergessen die schlimmen Kosten der rundum verkorksten Energiewende der DDR-Physikerin. Schon in wenigen Tagen werden wir wieder von Strompreiserhöhungen lesen. Da alle anderen Bundestagsparteien in dieser Hinsicht gleicher Meinung sind und gleich abstimmen, kann uns aber eigentlich die CDU und in welcher Koalition sie regiert egal sein. Wie auch immer – eine Krise ohne Ende steht uns bevor! (Kommentar zur AfD folgt extra!)