Bildungskampagne hetzt Schüler gegen Eltern auf

wichmannDer gemeine westliche Mensch ist umweltfeindlich durch und durch. Er bewegt sich falsch fort, isst das Falsche, gestaltet seine Freizeit zum Schaden des gesamten Planten und gibt dieses überlebensfeindliche Verhalten aller Unwissenden auch noch an seine Kinder weiter. Diesem Treiben hat der Gutmenschenverein „Multivision“ den Kampf angesagt. Wieder einmal dürfen, unter den Augen der Schulbehörden, Kinder und Jugendliche im Sinne einer fortschrittsfeindlichen, links-grünen Naturfolklorelobby indoktriniert werden.

(Von L.S.Gabriel)

Nun ist es ja grundsätzlich nichts Schlechtes jungen Menschen ein gewisses Maß an Bewusstsein für die Umwelt mitzugeben. Jedoch mit gesundem Blick auf die Welt, in der wir leben und realitätsnaher Möglichkeiten. Davon sind aber die „Kinderumerziehungs-Veranstaltungen“ von Multivision weit entfernt. Sein Ziel formuliert der Verein auf der Internetseite für dieses Projekt so:

Der gemeinnützige Verein die Multivision e.V. mit Sitz in Hamburg hat die Förderung der politischen und gesellschaftlichen Bildung, Aufklärung und Erziehung von Jugendlichen zum Ziel.

Der Verein tingelt ja nun schon eine ganze Zeit durch Deutschlands Schulen. Den Kindern wird da unter anderem „beigebracht“, dass sie sich schuldig machen am Hunger dieser Welt, wenn sie ihr Schnitzel genießen. Denn, so ein Teil der „Lehre“ in einen Satz gefasst: Die Futterproduktion für unser Schlachtvieh nimmt den hungernden dieser Welt das letzte Essen weg.

Nun erklärte bei einer dieser unseligen Veranstaltungen im Gymnasium Penzberg der Vortragende des Ökounsinns, Kai Wichmann den Schülern:

„Eure Eltern sind die Schlimmsten und wenn sich nichts verändert, seid ihr in 20 Jahren genauso.“,

schreibt das Weilheimer Tagblatt vom 18.10.2013.

Was für ein dummdreister Sager. Aber aus Sicht der Indoktrinierer absolut korrekt – hört nicht auf Eure Eltern, wir haben die Wahrheit und die Lösung. Eigentlich müssten alle Eltern geschlossen aufstehen und sich gegen eine derartige Einflussnahme  auf die Erziehung ihrer Kinder, die beinahe schon dem Kindesentzug gleichkommt, verwehren.

Auf Youtube gibt es ein Werbevideo dieser Kampagne:

Ein offenbar damit zwangsbeglückter Schüler, dem weise Eltern wohl schon lange davor eigenständiges Denken nahegebracht hatten, schrieb dazu:

Grüner Wahlkampf, dafür mussten wir an der Schule 3 Euro bezahlen! Andere Meinungen im Bezug auf Wirtschaft und Umwelt werden kaum zugelassen. Die Situation wird einseitig dargestellt und es wird mit grünen Parolen geworben. Politische Meinungsmache hat an Schulen nichts zu suchen. Vorträge zu Umwelt schön und gut, aber auf ein beschauliches und neutralwertendes Maß zurückgestutzt!

Diese Aussage spricht wohl für sich. Leider zählen im Deutschland des staatsunterstützten Meinungsfaschismus gesunder Menschenverstand und ein objektiver Blick auf die realen Lebensumstände und praktikablen Möglichkeiten nicht. Wer anders denkt, hat den Mund zu halten oder ist eben einer von den zu bekämpfenden Feinden einer neuen „Nachhaltigkeitsdoktrin“.

In einem Filmbeitrag von „Jena-TV“ erklärt Marcus Kiesel von „Fair Future, der ökologische Fußabdruck“ schon 2010, zu Beginn dieser „Bildungskampagne“, es handele sich dabei um eine bundesweite Schülerveranstaltung, mit der man rund 800.000 Schüler erreichen wolle, die unter dem Motto „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ stehe. Er spricht darin die Gesellschaft pauschal des Wohnens, Mobilseins und Konsumierens per se schuldig. Denn nur wenn wir hier „nachhaltig“ lebten, könne dem Rest der Welt ein „gerechtes Leben“ ermöglicht werden, schwadroniert er.

Nachhaltigkeit sollte eigentlich zum Unwort des Jahrhunderts erklärt werden, denn es ist der Überbegriff eines weltweit vorangetriebenen Kontrollzwangs. Ein globales Systems, dem Bestehendes untergeordnet und Zukünftiges in „hellseherischer“ Art und Weise vorweggenommen werden soll.

Der Ökonom und Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek formulierte das in seiner Nobelpreisrede von 1974 so:

„Das verhängnisvolle Streben der Menschen, die Gesellschaft zu kontrollieren, macht sie nicht nur zu Tyrannen über ihre Mitmenschen, es könnte gut sein, dass es sie zum Zerstörer einer Zivilisation macht, die kein Verstand bewusst gestaltet hat, sondern die aus den freien Leistungen Millionen Einzelner erwachsen ist.“

Hayek nannte die Nachhaltigkeitsforderung  „Anmaßung von Wissen”, die zur Zerstörung unserer Zivilisation führen werde.

Aber was wiegen schon die Worte kluger Menschen, gegen die ökofaschistischen, gutmenschlichen Besserwisser und Gesinnungsterroristen unserer Zeit. Es bleibt uns nur zu hoffen, dass die von diesen Weltbeglückern vermeintlich vor ihren schlimmen Eltern zu rettende Generation, ihnen den Ball wortgewandt, selbstreflektiert und entschlossen zurückwirft und zwar direkt an die hohlen Köpfe.

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