Vor exakt 200 Jahren fand die Völkerschlacht bei Leipzig statt. Vom 16. bis 19. Oktober 1813 kämpften die Truppen der Verbündeten Russland, Preußen, Österreich und Schweden gegen die Armee Napoleon Bonapartes, der verlor. Insgesamt waren um die 600.000 Soldaten beteiligt. Der Kampf gegen Napoleon war eine Ruhmestat. Jeder kann sich in Büchern oder im Internet dazu weiter informieren. Aber Vorsicht! Wir möchten hier speziell auf den Umstand hinweisen, daß unsere veröffentlichte Meinung in Universitäten, Büchern und Medien die Napoleonischen Kriege, die jahrelange blutige Eroberung, die Raubzüge der Franzosen bis zu den Pyramiden und die Besetzung Europas von Spanien über Rom bis vor Moskau durch den französischen Massenmörder seit Jahren in einem seltsam milden Lichte sieht. In Frankreich steht Napoleon sowieso als unsterblicher Held auf allen Podesten!

Noch einmal: er war ein außergewöhnlicher, größenwahnsinniger Massenmörder, auch wenn er uns Deutschen ebenfalls als Held untergejubelt werden soll und unsere Altvorderen als böse Nationalisten gelten.

Dichter, die damals zum Kampf gegen die Franzosen aufriefen, werden von linken Antifanten heute verteufelt. So wollten die Roten schon immer den patriotischen Dichter und Freiheitskämpfer Ernst Moritz Arndt als Namensgeber der Uni Greifswald auslöschen, wie die kommunistenfreundliche ZEIT bereits vor Jahren anmahnte. Derartige Versuche der verblödeten Presse und Studentenschaft gehen bis heute weiter!

Wenn man das Mittel zwischen der größten und kleinsten Schätzung nimmt, was Leichen angeht, dann hat Napoleon ungefähr vier Millionen Tote auf dem Gewissen! Nur weil er wie Hitler die ganze Welt erobern wollte! Soll das gut sein?

Dabei ist zu berücksichtigen, daß es zu Napoleons Zeiten keine Maschinengewehre und Stalinorgeln, keine „Fliegenden Festungen“ und Panzer gab. Außerdem war die Bevölkerungsdichte damals viel geringer als während des Zweiten Weltkriegs. Nur ein gnädiges Geschick hat Napoleon und Frankreich davor bewahrt, aus Größenwahn und Eroberungslust statt „nur“ vier Millionen vielleicht vierzig Millionen Tote auf dem Gewissen zu haben!

Zurück zu Ernst Moritz Arndt, auch wenn Bolsche-Wikipedia noch so lange in seinem Werk herumschnüffelt, alles, was er geschrieben hat, war zu seiner Zeit voll gerechtfertigt, auch Der Gott, der Eisen wachsen liess, und andere Gedichte und Schriften:

Der Gott, der Eisen wachsen ließ,
der wollte keine Knechte,
drum gab er Säbel, Schwert und Spieß
dem Mann in seine Rechte;
drum gab er ihm den kühnen Mut,
den Zorn der freien Rede,
dass er bestände bis aufs Blut,
bis in den Tod die Fehde…

Wie kann man nur so blöd sein und den französischen Besatzern und Unterdrückern, für die wir auch noch in den Krieg ziehen mußten, das Wort reden! Oder man denke an den Dichter Carl Theodor Körner, der im Kampf gegen Napoleon fiel:

Frisch auf, mein Volk! die Flammenzeichen rauchen,
Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht,
Du sollst den Stahl in Feindesherzen tauchen,
Frisch auf, mein Volk, die Flammenzeichen rauchen,
Die Saat ist reif, ihr Schnitter, zaudert nicht!
Das höchste Heil, das letzte liegt im Schwerdte;
Drück dir den Speer ins treue Herz hinein.
Der Freiheit eine Gasse! Wasch die Erde
Das deutsche Land mit deinem Blute rein…

Heute dürfen wir politkorrekt EU-Capo Schulz zur Völkerschlacht vernehmen! Leipzig tut etwas! EU-Schulz schrieb ein Grußwort! Und im MDR kommt die Völkerschlacht im Film! Männer wie Arndt und Körner sind da echter!

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60 KOMMENTARE

  1. Wir möchten hier speziell auf den Umstand hinweisen, daß unsere veröffentlichte Meinung in Universitäten, Büchern und Medien die Napoleonischen Kriege, die jahrelange blutige Eroberung, die Raubzüge der Franzosen bis zu den Pyramiden und die Besetzung Europas von Spanien über Rom bis vor Moskau durch den französischen Massenmörder seit Jahren in einem seltsam milden Lichte sieht.
    ++++
    Faktisch standen uns die Franzosen immerhin kulturell viel näher, als die durch Zuwanderung ermöglichten islamischen und afrikanischen Eroberer heutzutage!

  2. Napoleon war eigentlich nichts anderes als der Hitler seiner Zeit nur dass das industrielle Potential für die Kriegsführung noch nicht vergleichbar war. Aus der auch im 20. Jahrhundert schon milden Rezension Napoleons haben letztendlich die Nazis problemlos die letzte Legitimation für ihre Kriege ableiten können.

    Wenn ein Deutscher als Zwangssoldat für Napoleon in Russland mit hunderttausenden anderen sterben musste, war das genauso schändlich, wie das Zwangsarbeiterwesen im Zweiten Weltkrieg.

    Singulär ist bei dem Vergleich allerdings der Holocaust, den man aber zu recht einer großen, pathologischen Clique von Verbrechermentalitäten zuordnen und isolieren kann, da er so keinen Rückhalt bei der Truppe und Bevölkerung hatte und deshalb so heimlich wie möglich und unter Vortäuschung falscher Tatsachen („Umsiedlung“) betrieben wurde.

  3. Und beide, Hitler und Napoleon, waren keine echten Deutschen bzw Franzosen. Das ist noch eine Analogie.

    Übrigens hat auch Napoleon Menschen vergasen lassen. Nach dem Sklavenaufstand in Haiti wurde Hunderte wenn nicht Tausende Neger eingesperrt in Schiffsrümpfen mit Schwefeldioxid vergast.

  4. Hier die Ausdehnung Frankreichs im Jahre 1812

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c0/Rheinbund_1812.png/870px-Rheinbund_1812.png

    NAch dem WKI wollten dei französischen Militärs diese Grenze zumindest in Süden restituieren. DAs war dann der wirkliche Grund für deren Einmarsch in das Rheinland 1923.

    Von den durch Frankreich seit 1639 eroberten Gebieten mit deutscher Bevölkerung hat Frankreich noch heute min. Elsass, Lothringen etc. und hat diese Länder zumindest wirtschaftlich auf französisches Niveau hinabgedrückt

  5. “In Frankreich steht Napoleon sowieso als unsterblicher Held auf allen Podesten!”

    Nein, kewil, das stimmt nicht ganz! Die linksgrüne Gutmenschenfraktion, die es natürlich auch in Frankreich gibt, sieht Napoléon als Despoten und kriegslüsternen Feldherrn, den es abzulehnen gilt und für den man sich bei den unterdrückten Völkern zu “entschuldigen” hat.

  6. Der französische Militarismus und Imperialismus hat den Deutschen sehr geschadet.

    Wie sieht es denn nun mit der „Aufarbeitung“ und „Vergangensheitsbewältigung“ aus, die von den Nachkommen des ostrheinischen „Tätervolkes“ in einem ähnlichen Fall wie selbstverständlich eingefordert werden.

    Mit welchen angedachten Reparationszahlungen sollen die mutwillig verursachten Schäden denn ausgeglichen werden ?

    Wie oft haben Vertreter des französischen Staates um Vergebung bei den Nachfahren der Toten und Verkrüppelten ersucht ?

  7. Hallo,

    das wird eine sehr interessante Runde werden. Die Stadt Leipzig will offiziell nichts mit der Völkerschlacht zu tun haben. Die Veranstaltung findet in der Weinteichsenke statt, und die gehört zu Markkleeberg.

    Und man ist „friedensbesoffen“.

    Im ehemaligen Zentralorgan der SED Bezirksleitung, der LVZ, die heute dem SPD-Medienkonzern gehört, finden wir viele solche Aussagen:

    Landrat Gey (CDU): „Die Völkerschlacht war eine Tragödie für die Soldaten und die Bevölkerung, aber es war das Auftaktsignal für den Sieg über Napoleon, die Beendigung der deutschen Kleinstaaterei und letzendlich die europäische Einheit.“ LVZ 30.09.2013, S 17.

    Noch mehr solcher Unsinn gefällig?

  8. Napoleon war doch der erste Europäer! Er wollte schon damals ein geeintes Europa vom Atlantik bis an den Ural.

    „Was dem großen Napoleon damals nicht gelang, wird uns nun dank unserer modernen Abhörtechnik, unseren gleichchgeschalteten Medien und unseren Eurogendfortruppen gelingen.“
    Kapo Schulz. 😈

  9. Daß der Hitlervergleich im Kommentarstrang auftauchen mußte, war klar. Das muß eine Art Reflex sein. Wuff, Hitler, wuff. Damit ist das Wesen Napoleons abgetan.

    Richtig hingegen ist, daß Napoleon der richtige Mann für Frankreich, zur rechten Zeit und am rechten Ort war und deshalb wird er in Frankreich auch richtigerweise bejubelt. Und Schlachten gehen nun mal nicht ohne Tote ab, falls die eine Seite nicht gleich davonläuft.

    Wir wollen uns aber bitte auch daran erinnern, daß Preussen und Österreich der französischen Republik den Krieg erklärten, weil sie den Verwandtenmord am französischen König nicht durchgehen lassen wollten. Daß das Eine dann das Andere ergab und Frankreich nahm, was es erobern konnte, ohne sich politisch korrekt auf seine Grenzen zurückzuziehen, wie wir das heute zu Recht erwarten, weil es gängige Praxis ist, im Irak oder Afghanistan oder in den Balkanstaaten, ist unbestritten.

    Damals jedenfalls begriffen die Deutschen noch, was Besetzung bedeutet, wohl, weil ihnen nicht ihre Volksvertreter erzählten, wie segensreich und was für eine kulturelle Bereicherung das ist. Obwohl jeder sicher auch einen netten französischen Soldaten oder Beamten gekannt haben mag. Die waren ja nicht alle so. Wie immer als entschuldigung angeführt wird. 🙂

    Aber die Demokraten kamen ja erst später ans Ruder. Die hätten eine nationale Erhebung gegen die französische Fremdherrschaft zu zu ersticken gewußt. Und der Arndt, Körner oder der Fichte, das waren einfach nur schlimme Fremdenfeinde und Rassisten.

  10. Mein positives Napoleonbild hing mit den Romanen zusammen, die über ihn in den Fünfziger-, Sechzigerjahren en vogue waren. Da wurde er als richtig netter und tüchtiger Kerl dargestellt. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, dass er ein machtbesessener Massenmörder war.

  11. Mannn Kewil………….

    Die These die du hier von naüpoleon vertrittst ist so unkorrekt wie die von der Alleinschuld Deutschlands am ersten Weltkrieg.

    Napoleon war ein Machtpolitiker, und er wurde cin den anderen machtpolitikern immer weider auch unötiogerweise herausgefordert.

    Dabei ging es keinem von all diesen Fürsten Königen und Kaisern je um die Menschen.

    Allerdings muss man die Dinge aus der Sicht der damaligen Zeit betrachten und vor 200 Jahren war Napoleon kein Unding, ja er passte ganz gut in die Zeit in der er lebte.

    Natürlich wurde er verteufelt, die Propaganda funktionierte damals schon und natürlich war er nach den Masstäben von heute auch ein Verbrecher der viele Angriffskriege geführt hat.
    Aber vor 200 Jahren betrachteten es eben alle Könige als ihr ureigenstes Recht, ihre Völker in zumeist sinnlose Kriege zu führen.

    Für die Schweiz war napolon ein Glücksfall, nicht weil er unsere Staatschätze stahl oder uns überfallen hat, nein, weil er uns dazu führte 1948 den ersten modernen Bundestaaat der Welt zu gründen.

    Wir waren nämlich in Standesdenken gefangen und hatten über die 2-3 Jahrhunderte in denen wir unds nicht mehr gegen Feinde wehren mussten, sehr viele schlechte Gewohnheiten angenommen. Es gab bei uns Untertanengebiete, Patrizier und allerhand anderes.

    Auch hätten wir uns sehr gut gegen Napoleon zu verteidigen vermocht, waren wird doch ein Land mit zehntausenden Kriegerfahrenen die in aller Herren Länder Kriege ausgefochten hatten.

    Aber wir waren uneins und so eben auch schwach.

    Napoleon hat das geändert, nicht mit sanfter Politik, sicher, aber im Endeffekt eben für uns positiv. So ist es, aus etwas negativem wurde etwas positives weil sich die Ideen in den Köpfen der Menschen veränderten und die alten Hierarchien weggespült wurden, jene leute die das schlechte in unserem Land für alle Zeiten zementieren wollten.

    Wirscthalftlich war es gerade wegen Napolen ertmals möglich das Zunftwesen abzuschaffen, ein grosser Vorteil für die freie wirtschaftliche Entwicklung.

    Napoleons „Code Zivil“ Gesetzbuch strahlte über ganz Europa aus.

    Vielleicht musste es in der damaligen Zeit einen Napoleon mit all seinen fürchterlichen Schlachten geben, damit sich was änderte.

    Es ist nicht so einfach.

    XY

    Kewil………….

    Die These die Du hier von Napoleon vertrittst ist so nicht korrekt, es ist wie die von der Alleinschuld Deutschlands am ersten Weltkrieg………..

    Napoleon war ein Machtpolitiker, und er wurde von den anderen Machtpolitikern immer wieder, auch unnötigerweise, herausgefordert.

    Der alte Fritz tat genau das ebenso, nur war er nicht gross genug um es ihm gleichzutun, aber auch dessen Kriege kosteten Menschenleben. Damals, vor 200 Jahren, bewunderte man jene die solche Kriege führten und gewannen. Und gerade der alte Fritz zog seinen Ruhm aus den sinnlosen Kriegen und eben seinem Durchhaltevermögen dabei.

    Dabei ging es keinem von all diesen Fürsten Königen und Kaisern je um die Menschen so wie wir es heute begreifen.

    Man muss die Dinge aus der Sicht der damaligen Zeit betrachten und vor 200 Jahren war Napoleon kein Unding, ja er passte ganz gut in die Zeit in der er lebte.

    Natürlich wurde er verteufelt, die Propaganda funktionierte damals schon und natürlich war er nach den Masstäben von heute auch ein Verbrecher weil er viele Angriffskriege geführt hat.
    Aber vor 200 Jahren betrachteten es eben alle Könige als ihr ureigenstes Recht, ihre Völker in zumeist sinnlose Kriege zu führen.

    Für die Schweiz war Napoleon ein Glücksfall, nicht weil er unsere Staatschätze stahl oder uns überfallen hat, nein, weil er uns dazu führte im Nachgang dann 1948 den ersten modernen Bundesstaat der Welt zu gründen.

    Wir waren nämlich in Standesdenken gefangen und hatten über die 2-3 Jahrhunderte in denen wir uns nicht mehr gegen Feinde wehren mussten, sehr viele schlechte Gewohnheiten angenommen. Es gab bei uns Untertanengebiete, Patrizier und allerhand anderes. Kritischer geist war nicht mehr gefragt und wir schickten unsere jungen Männer in alle Herren Länder um dort als Soldaten für fremde Herren zu sterben um den Wohlstand unserer Patrizier zu mehren.

    Auch hätten wir uns sehr gut gegen Napoleon zu verteidigen vermocht, waren wird doch ein Land mit zehntausenden Kriegserfahrenen die in aller Herren Länder schon Kriege ausgefochten hatten.

    Aber wir waren uneins und so eben auch schwach.

    Napoleon hat das geändert, nicht mit sanfter Politik, sicher, aber im Endeffekt eben für uns positiv. So ist es, aus etwas negativem wurde etwas positives, weil sich die Ideen in den Köpfen der Menschen veränderten und die alten Hierarchien weggespült wurden, eben jene Kreise die das schlechte in unserem Land für alle Zeiten zementieren wollten.

    Wirtschaftlich war es gerade wegen Napoleon erstmals möglich das Zunftwesen abzuschaffen, ein grosser Vorteil für die alsdann folgende freie Entwicklung.

    Napoleons „Code Zivil“ Gesetzbuch strahlte über ganz Europa aus, auch in die Schweiz.

    Vielleicht musste es in der damaligen Zeit einen Napoleon mit all seinen fürchterlichen Schlachten geben, damit sich was änderte.

    Es ist nicht so einfach……………

    XY

  12. http://www.voelkerschlacht-jubilaeum.de/jubilaeum-17/items/grusswort-des-schirmherrn-martin-schulz-praesident-des-europaeischen-parlaments.html

    Also ich bin in der DDR geboren und Erich Honecker hätte an diesem „Grußwort“ seine helle Freude gehabt … es ist dieses tagtägliche Dejavü was mich erschrecken läßt … Presse & Fernsehen erinnern mich schon lange stark an das „Neue Deutschland“ und die „Aktuelle Kamera“ .. „Totgesagte leben länger“ … und wir sitzen wie die Frösche im Kochtof und merken nicht daß man das Wasser langsam erhitzt … „Denk ich an Deutschland in der Nacht …“

  13. Wie Arndt und Körner dachten nahezu alle Deutschen. Heinrich von Kleist zum Beispiel schrieb im Oktober 1806: „Nur ein sehr kleiner Teil der Menschen begreift, was für ein Verderben es ist, unter Napoleons Herrschaft zu kommen. Wir sind die unterjochten Völker der Römer.“ Will die tumbe ZEIT diesen Klassiker jetzt auch abschaffen?

  14. Es gibt im bayrischen Kelheim ein wunderbares Denkmal zu den Siegen über Napoleon: die Befreiungshalle.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Befreiungshalle

    Errichtet wurde die Befreiungshalle im Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815.
    Die feierliche Eröffnung fand am 18. Oktober 1863 statt, dem 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig.

    Zur Grundsteinlegung am 19. Oktober erklang ein Chorgesang für vierstimmigen Männerchor, komponiert vom Königlich Bayerischen Hofkapellmeister Joseph Hartmann Stuntz. Den Text hatte der König selbst gedichtet[1]:

    1. Heil Euch, wack’re Männer, muth’ge Krieger,
    Die errungen Ihr den Heldenkranz,
    Heil Euch, treue Teutsche, tapf’re Sieger!
    Ewig währet Eurer Thaten Glanz.

    2. Dumpf und finster hatt es uns umgeben,
    Und kein Teutschland gab es damals mehr;
    Ihr doch schwangt auf’s Neue es zum Leben,
    Siegreich ragt es wieder hoch und hehr!

    3. Dass die Zwietracht schmählich uns gekettet,
    Dies vergessen werde nie und nie,
    Dass die Eintracht uns allein gerettet,
    Die der Heimath Ruhm und Sieg verlieh.

    4. Durch der Zeiten weite Ferne schlinge
    Immer sich der Eintracht heilig Band,
    In des Teutschen Seele sie durchdringe,
    Unbesiegt bleibt dann das Vaterland.

    An den Anlass der Errichtung dieses Denkmals erinnert der in den Marmorfußboden eingelassene Sinnspruch König Ludwigs I.:

    MOECHTEN
    DIE TEUTSCHEN
    NIE VERGESSEN WAS
    DEN BEFREIUNGSKAMPF
    NOTHWENDIG MACHTE
    UND WODURCH SIE
    GESIEGT.

    Über der ornamentierten Türrahmung des Eingangsportals steht die Widmungsinschrift:

    DEN TEUTSCHEN
    BEFREIUNGSKAEMPFERN
    LUDWIG I
    KOENIG VON BAYERN

  15. Vielleicht habe ich ja etwas verpasst. Aber als ich zuletzt in Paris war, sah ich, dass die Champs-Elysees mit vielen deutschen und französischen Flaggen geschmückt war. Ach ja, wegen der 50-jährigen deutsch-französischen Freundschaft. Ich habe darauf gewartet, am Fernsehen etwas mehr darüber zu erfahren, aber es kam nichts außer dergroßen Berichterstattung über den Besuch von Gauck und Hollande in einem kleinen Unort aus dem 2. WK.
    Sollte die deutsch-französische Freundschaft nicht etwas anderes feiern als das?
    Es ist einfach alles alles verdreht heutzutage.

  16. Ich glaube, dass ist nicht ganz richtig. Die Aggression gegen Frankreich ging sicher von aussen aus. Die Monarcghen wollten den republikanischen Funken schnellstmöglichst wieder austreten. Frankreich war zu der Zeit sehr mit sich selbst beschäftigt und wurde erst durch den Druck von aussen zusammengeschweißt. Napoloen hat immer nach seinen Siegen auf Friedensverträge hingearbeitet (mit Pufferstatten und Nepotismus, o.k. das war halt so) die dann immer wieder von nicht französischen Kräften gebrochen wurden (was verständlich ist, wollten die doch ihr Gebiet zurück/Napoleons Verwandten loswerden/Besatzungstruppen loswerden etc.).
    Also haben die Habsburger, Briten, Preussen und Russen gehörie Mitschuld an den napoleonischen Kriegen.
    Wofür Frankreich die Schuld trägt ist der 500 Jahre andauernde Versuch die Einigung Deutschlands zu verhindern.

  17. „wie Hitler“ -und darum geht es kewil. Der Rest ist nur Dekor. Eigentliches Ziel dieses Beitrag ist es mal wieder das Dritte Reich und ihre Verbrechen zu beschönigen oder zu relativieren.
    Vor ein paar Tagen wurde der SS-Kriegsverbrecher Priebke hier auch auf dubiose Art und Weise besprochen, und ich überlege mir ernsthaft ob ich PI nicht den Rücken kehren soll.

  18. Also ich habe Napoleon immer so eingeordnet, dass er in einer Zeit gelebt hat, in der Kriegführung eben noch ein legitimes und angesehenes Mittel zur Durchsetzung von Machtansprüchen und territorialer Ausdehnung war( wie es das eben vom Anbeginn der Menschheit war). Eine Zeit, die eigentlich durch den 1. Weltkrieg zu Ende war. Deshalb ist ja der zweite auch bereits aus dem Rahmen gefallen und kann heute deswegen derart instrumentalisiert werden.
    Ich denke auch (ohne Einzelheiten zu kennen), dass das auch die legitimere Sichtweise ist; denn diese Sichtweise stand ja auch schon in den Schulbüchern, als die noch nicht von Political Correctness durchseucht waren.

  19. Was Hitler von allen anderen „Führern“ unterschied, war der irrsinnige Rassenwahn, der Glaube an die Überlegenheit über alle Völker, die Verachtung aller Volker außer dem eigenen, und als Folge dieser fanatischen Menschenverachtung die industriemäßige Vernichtung von Menschen. Hitler hatte zwar alle Macht im Staate, aber er war ein Prolet, der keine wahre Größe kannte und hatte, sondern sich von seinen Minderwertigkeitskomplexen treiben ließ. Eigentlich also eine kleine Wurst, die durch eine Laune des Schicksals ausgerechnet an die Spitze Deutschlands katapultiert worden war. An der Spitze irgendeines afrikanischen Zwergstaates hätte er weiß Gott nicht so viel Unheil anrichten können. Aber auch damals schon rührte sich der deutsche Michel nicht und stand viel zu lange hinter diesem Typen.

  20. Menschen wie Theodor Körner findet man heute kaum. Er fiel in einem Alter als großer deutscher Dichter und Offizier, wo andere heute noch bei Mama wohnen und Computerspiele zocken.

    Gott sei Dank kann er nicht sehen, wie man heute mit dem Andenken der Gefallenen umgeht. Der „Körner des Ersten Weltkrieges“, Walter Flex, („Der Wanderer zwischen beiden Welten“)verfasste das damals bekannte Gedicht für seine gefallenen Kameraden. Später fiel auch er als Offizier. Welten trennen uns heute von diesem Gedicht:

    Ich trat vor ein Soldatengrab
    Und sprach zur Erde tief hinab:
    „Mein stiller grauer Bruder du,
    Das Danken läßt uns keine Ruh‘.
    Ein Volk in toter Helden Schuld
    Brennt tief in Dankes Ungeduld.
    Daß ich die Hand noch rühren kann,
    Das dank‘ ich dir, du stiller Mann.
    Wie rühr‘ ich sie dir recht zum Preis?
    Gib Antwort, Bruder, daß ich’s weiß!
    Willst du ein Bild von Erz und Stein?
    Willst einen grünen Heldenhain?“

    Und alsobald aus Grabes Grund
    Ward mir des Bruders Antwort kund:
    „Wir sanken hin für Deutschlands Glanz.
    Blüh, Deutschland, uns als Totenkranz!
    Der Bruder, der den Acker pflügt,
    Ist mir ein Denkmal, wohlgefügt.
    Die Mutter, die ihr Kindlein hegt,
    Ein Blümlein überm Grab mir pflegt.
    Die Büblein schlank, die Dirnlein rank,
    Blühn mir als Totengärtlein Dank.
    Blüh, Deutschland, überm Grabe mein,
    Jung, stark und schön als Heldenhain!“

  21. nun stimmt zwar das
    er europa mit krieg überzog,
    aber europa führte damals sowieso dauerkrieg.

    sein code civil und die anderen 4 codize,
    die er in den eroberten gebieten einführte
    gaben aber erstmals, dem rechtlosen bürger,
    rechte, schuf leibeigenschaft ab und
    war ein vorläufer des
    rechtsstaates.

    selbstverständlich war er ein kriegstreiber,
    der großes leid über die
    kriegsgebiete
    brachte,
    nicht weniger als seine gegner, die allesamt
    mieinander und gegeneinander, troz engster
    verwandschaft im dauerkrieg lagen.

  22. #10 AtticusFinch (16. Okt 2013 09:48)

    Nun, mein Napoleonbild wurde in meiner Jugend von den weniger bekannten Karl-May-Büchern „Der Weg nach Waterloo – Das Geheimnis des Marabut – Der Spion von Ortry – Die Herren von Greifenklau“ geprägt. Sie beruhen auf seinen Kolportageroman „Die Liebe des Ulanen“ und kann als Familien-Saga bezeichnet werden, welcher vom Jahr 1815 bis zum deutsch-französischen Krieg 1870/71 spielte.

    Damals hatte ich von Geschichte wenig Ahnung, aber die vier Bände hatten mich fasziniert. Nun, es ist Geschichte, denn den „Erzfeind“ Frankreich gibt es nicht mehr. Man sollte gerade als Deutscher Napoleon nicht glorifizieren, denn er hat viel Leid über unseren Kontinent gebracht!

  23. Man kann die Verbrechen des Dritten Reiches weder relativieren noch beschönigen. Gleiches trifft übrigens auch auf die Verbrechen eines Herrn Stalins zu.

    Es geht sicher darum, daß ich nicht ständig die Taten meiner Vorfahren auf Brot geschmiert bekommen will. Ich kann sie eh nicht mehr rückgängig machen.
    Schon vergessen, daß die Ökofaschisten bei der Bekanntgabe der letzten Wahlergebnisse bei den Zahlen der AfD „Nazis raus“ gebrüllt haben.

    Und es geht darum, daß andere „schlimme Menschen“ unbeachtet bleiben.

    Bei beiden Despoten ging es um die Vorherrschaft in Europa.

    Und noch einen kleinen Hinweis: Wenn unsere Hamburger Pastorentochter ein wenig Ahnung von Deutscher Geschichte hätte, dann wüßte sie, was passiert, wenn zu lange mit den Franzosen rumhängt. Man verliert die Hälfte seines Landes – siehe Sachsen 1815.

  24. Und noch einen kleinen Hinweis: Wenn unsere Hamburger Pastorentochter ein wenig Ahnung von Deutscher Geschichte hätte, dann wüßte sie, was passiert, wenn zu lange mit den Franzosen rumhängt. Man verliert die Hälfte seines Landes – siehe Sachsen 1815.

  25. Was Hitler von allen anderen “Führern” unterschied, war der irrsinnige Rassenwahn, der Glaube an die Überlegenheit über alle Völker, die Verachtung aller Volker außer dem eigenen

    Erdogan ist doch nicht besser.

  26. @ hallo

    Sehr gut geschrieben.

    Es muss darum gehen das andere Staaten und Interessengruppen endlich damit ins Leere laufen, die Schrecken der NS Herrschaft dafür zu missbrauchen, dass sie gegenüber der BRD (und dem Steuerzahler) ständig die Hand aufhalten.
    Wenn wir da nicht gegenhalten, läuft das nämlich noch in 100 Jahren so.

    Schaut man sich einmal an wie viele deutsch-französische Kriege es gab und wie viele davon Frankreich vom Zaun gebrochen hat, dann erscheint es umso lächerlicher wenn die Franzosen uns dauernd aufs Brot schmieren, wie viel Angst sie vor einem starken Deutschland haben.

  27. Wir möchten hier eindringlich auf DREI Völkerschlachten hinweisen.

    Wobei die erste und dritte lautet:
    „Schlachten (schächten) der Völker“.

    Völkerschlacht #1:
    – Die BArabarische EXPANSION des Islam.
    – 14 Millionen Barabaren und Turkmenen haben 50 Millionen Menschen unterwandert, unterjocht sowie geistig und körperlich ausgerottet !

    Völkerschlacht #2:
    – Die hier erwähnte harmlose unter Napoleon.

    Völkerschlacht #3:
    – Die BArabarische EXPANSION des Islam in EUROPA. Findet bereits statt.

    Verantwortliche: EU und die rot-grüne Polit-Medien-Maffia.
    Die Vorbereitungen zum Abschlachten der Europäer sind nahezu abgeschlossen. Der Angriffsbefehl wird voraussichtlich kurz nach dem Ende Syriens von der Arabischen Liga erteilt werden.

  28. o t

    „Der geschichtlichen Wahrheit gewidmet“

    Danzig entfernt Skulptur von vergewaltigendem Rotarmisten

    „DANZIG. Mit einer Skulptur eines Rotarmisten, der eine schwangere Frau vergewaltigt, hat ein polnischer Kunststudent in Danzig einen nächtlichen Polizeieinsatz ausgelöst. Der 26 Jahre alte Künstler stellte die fast eine halbe Tonne schwere Figur gemeinsam mit Freunden am Abend des vergangenen Samstag neben einem sowjetischen Panzer im Danziger Zentrum auf.
    Die naturalistische Bildhauerarbeit mit dem deutschen Titel „Frau, komm“ zeigt einen sowjetischen Soldaten, der mit heruntergelassener Hose über einer hochschwangeren Frau kniet und ihr mit der rechten Hand eine Pistole in den Mund hält.
    Die Polizei reagierte noch in der Nacht und ließ die Figur am Sonntagmorgen abtransportieren. „Zwischen zwei und drei Uhr morgens rief eine aufgebrachte Frau an. Polizeibeamte erschienen am Ort und stellten fest, daß die Skulptur ohne Erlaubnis der Stadt dort aufgestellt worden war“, berichtete eine Polizeisprecherin. Nach Medienberichten ließen die Polizisten das Objekt bis zum Abtransport bewachen. Am Morgen konnte der Student Jerzy Bohdan Szumczyk als Verantwortlicher identifiziert werden. Beim Verhör auf der Polizeiwache bekannte er sich zu der Aktion….
    ….Bis Donnerstag entscheidet die Staatsanwaltschaft Danzig-Langfuhr, ob gegen Szumczyk Anklage erhoben wird. Medien berichteten, in Frage komme Paragraph 256 des polnischen Strafgesetzbuchs. Mit Haft bis zu zwei Jahren bedroht der Artikel denjenigen, der öffentlich eine „faschistische oder andere totalitäre Staatsordnung“ propagiert oder zu Haß zwischen den Nationen, Rassen oder Ethnien aufruft….“
    (Weiterlesen)

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M576cc09ae47.0.html

    Noch fragen Kienzle ?

    😯

  29. Und mit welcher Absicht ist denn dieser Napoleon von seinem so fortschrittlichen Frankreich ausgezogen? Den Völkern Europas seine Codices zu bringen?
    Vorzugeben, den Völkern Demokratie zu bringen wird bis heute zur Rechtfertigung der Kriege der Pazifisten missbraucht.

  30. Ich persönlich empfehle das Buch „Krieg und Frieden“ von L. Tolstoi. Es ist meiner Meinung sehr aufschlussreich.

  31. @29 7berjer. Ja, Hauser, ich habe noch Fragen bzw. eine Anmerkung: ich bitte jeden, sich vorzustellen was passiert wäre, hätte der Bildhauer seine ursprüngliche Absicht in die Tat umgesetzt: er wollte die Skulptur am Brandenburger Tor in Berlin aufstellen

  32. #17 JochenZ

    Kewil hat nur einen zutreffenden Vergleich zwischen Napoleon und Hitler gezogen. Der eine gilt allerdings als großer Franzose und wird nach wie vor mit Denkmalen geehrt, der andere als schlimmster Deutscher aller Zeiten.
    Anstatt hundertjährige Altnazis zu jagen und toter Juden zu gedenken, könnte man vielleicht ja sich dem erstarkenden faschistischen Islam mit seinen Helfershelfern und den heute lebenden und bedrohten Juden zuwenden.
    Vergesst Auschwitz! (H.R.Broder)

  33. #17 JochenZ (16. Okt 2013 10:28)

    Kein Grund für Aufregung!
    Auch wenn ich die übliche Kewil-Gangart nicht teile und ich auch hier die Wortwahl als unnötig aggressiv empfinde, so sollte man die Meinung zulassen, das entgegen dem, was die Kinder in der Schule lernen, Napoleon kein Held, sondern ein Massenmörder war.
    Trotz gelegentlichen Ärger über Kewil oder unterirdische Kommentare, bin ich allen Initiatoren und Autoren dafür dankbar, dass es PI gibt.
    Wo sollte man sonst diese wertvollen Informationen und weiterführenden Links erhalten?

    Das schlimmste bei Napoleon: Er mordete nicht zum Nutzen seines Landes und seiner Bevölkerung, sondern alleine um seines persönlichen „Ruhmes“ willen. Wäre er, der kleine Mann, unbedeutender Offizier geblieben, jede seiner Liebschaften hätte über ihn weg geschaut. Hätte Gott ihm 10cm mehr gegeben, wäre Europa viel erspart geblieben.

    Der Napoleon-Komplex ist heute, wie jeder groß Gewachsene gelegentlich erleben muss, immer noch bei vielen entsprechend Benachteiligten vorhanden.
    Kompensiert wird dieser mit der Macht aus hohen Positionen in Politik, Wirtschaft und Industrie.
    Die Kleinen sind ehrgeiziger – und gefährlicher!

  34. #13 XY (16. Okt 2013 09:50)

    Hoi XY,

    ganz so blumig würde ich die Helvetische Zeit nicht darstellen. „Nidwalder Aufstand“ schon vergessen? Das war eine Menschenschlächterei übelster Sorte. Männer, Frauen und Kinder – zu Tausenden dahingemordet. Code Civil war schöne Theorie – die Praxis sah anders aus: Blutig, brutal und alle angestammten Rechte mit Stiefeln tretend.

  35. NERO ist unschuldig !

    Der Große Brand von Roma.
    Wer hat Roma angezündet? Bild dir selbst eine Meinung. Hier die möglichen Brandstifter:

    a) Islam-Juden-Christen (Juden)
    b) Islam-Christen-Christen (Europäer)
    c) Islam-BArabaren-Christen (Barabaren)

    Die ganze ´angebliche´ Christenverfolgung im Römischen Reich ist NEU zu definieren!

  36. @ #21 ingres

    Falsch!!! Eben das ist der Grundirrtum der meisten heute lebenden Deutschen!!! Der WK II fiel noch voll in die Zeit, wo Krieg Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln war!!! Polen erwägte lautstark in den 30er Jahren Deutschland anzugreifen, GB, Frankreich, Belgien, UdSSR – alle führten sie Kriege und unterjochten andere Völker…. Tschechien und Jugoslawien waren sogar Zwangsstaaten, in die Deutsche, Kroaten oder Slowenen von Versailles hineingezwungen und unterdrückt wurden.

    Die eigentliche Zäsur ist 1945 – um genau zu sein der 06. August. Erst seit dem Abwurf der ersten Atombombe ist der Mehrheit der Politiker in allen Ländern klar, dass Kriege keine Option sind.

  37. #9 Hallo,
    das stimmt einfach. soweit ich weiß, geht auch unser BGB auf den Code Napoleon zurück.
    Beschämend ist natürlich trotzdem das Verhalten der Politiker, kein Schwein lässt sich dort sehen, geschweigen denn ein Aufmarsch wie bei 50 Jahre Ende des 2. Weltkrieges in der Normandie mit Mitterand, Bush Kohl usw. Ich hätte mich gefreut Angele und Putin Händchen haltend mit Holland zu sehen. Letzterer mit gram- und schuldvollem Gesicht um Verzeihung bittend. Das kommt nächstes Jahr und in fünf Jahren mit dem dann reg. Kanzler. Auf diese Pose können wir uns alle schon jetzt gefasst machen.Die Vorbereitungen dazu laufen schon.

  38. #42 Reconquista2010

    Der WK II fiel noch voll in die Zeit, wo Krieg Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln war!!!

    Als Clausewitzfan von mir eine Anmerkung: Das, was Sie vermutlich sagen wollen, ist sicher richtig, jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass Clausewitz seinen Satz nicht wertend, sondern feststellend meinte. Krieg ist IMMER die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Es ist schlicht kein Krieg vorstellbar, ohne dass eine politische Absicht dahinter steckt, welche man seinem Gegner aufzwingen will. Krieg bedeutet lediglich, diese Absicht gegenüber einem anderen durchsetzen zu wollen. Daher ist es nach Clausewitz auch nicht der Angreifer, der den Krieg will, sondern er will seinen politischen Zweck durchsetzen. Er nimmt den Krieg lediglich billigend in Kauf. Der Verteidiger hingegen hat die negative Absicht, den Angreifer an seinem politischen Ziel, welches er durchsetzen will, zu hindern. Hierzu greift der Verteidiger zum Mittel des Krieges. Ohne einen verteidigenden Verteidiger entsteht also kein Krieg. Der Krieg ist jedoch SOWOHL aus Sicht des Angreifers als auch aus Sicht des Verteidigers das kleinere Übel. Der Moderne Krieg macht lediglich das Übel für beide so groß, dass fast kein politischer Nutzen mehr denkbar ist, dieses als das kleinere in Kauf zu nehmen.

  39. #39 Silvester42

    Sicherlich war Napoleon ein Kriegsherr, der sein Ego über alles stellte, aber der Vergleich mit Hitler ist völlig abwegig. Es gab durchaus Respekt für den Gegner. Zudem war Napoleon auch dadurch erfolgreich, da sich ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung darüber freute, von den eigenen Tyrannen befreit zu werden. Mit ihm kam zudem die Idee der Bürgerrechte über den Kontinent. Ich würde ihn keineswegs verherrlichen oder bewundern, aber mit den Nazis kann man ihn nicht im geringsten vergleichen.

  40. #13 XY

    Glücklicherweise orientiert sich die Schweizer Verfassung vor allem an der amerikanischen mit dem Zweikammersystem, dem Föderalismus, der liberalen Wirtschaftsordnung, usw. Man stelle sich nur vor, man hätte den Zentralismus der Franzosen kopiert.

  41. #38 Abu Sheitan

    Kewil hält sich eben gerade nicht an Broder. Statt endlich die Schuldgefühle wegen des 2. WK abzulegen, sucht man unentwegt einen Herrscher in einem anderen Land, der genauso schlimm wie Hitler war und solch krankes Gedankengut wie bei Hitler finden wir vielleicht bei den Talibans, aber nicht bei Napoleon.

  42. Interessant ist auch noch: Napoleon schwebte bezüglich des zeitlichen Abstands etwa so über den Gedanken der Deutschen am Vorabend des Ersten Weltkriegs, wie der Erste Weltkrieg uns heute noch präsent ist. D.h. es lebten noch viele Leute, die Zeitzeugen der französischen Unterdrückung und Besatzung bis 1813/15 kannten und dadurch von dieser Erfahrung mit geprägt wurden…

  43. @ #44 Pantau

    Es ist von mir auch so gemeint: Krieg lag damals ganz sachlich, wie diplomatische Protestnoten oder Boykotte „im Besteckkasten“ des europäischen Außenpolitikers. Er war nicht in diesem Sinne wie heute per se ein Verbrechen. Erst seit nach Moral Bombing und Hiroshima klar ist, dass sich Kriege nicht mehr auf Schlachtfeldern isolieren lassen, erfolgte hier – aber erst aus der Erfahrung des von allen Seiten praktizierten „Totalen Krieges“ ein Umdenken.

  44. #42 Reconquista2010 (16. Okt 2013 13:11)

    Die eigentliche Zäsur ist 1945 – um genau zu sein der 06. August. Erst seit dem Abwurf der ersten Atombombe ist der Mehrheit der Politiker in allen Ländern klar, dass Kriege keine Option sind.

    Die echte Zasur war nicht die Atombombe, die echte Zäsur war der Vietnamkrieg. Seit dem geht es mit der freien Welt nur noch bergab. Ab da kämpft der Westen nur noch Rückzugsgefechte.
    Wenn man so will, ist Vietnam das Stalingrad des Westens. Und in Berlin kann man schon wieder den Geschützdonner der Front hören.

  45. #45 RDX,
    Mit Verlaub, Sie haben leider keine Ahnung von dieser Zeit.
    Ich zitiere jetzt aus einem Buch, das über die Politische Bildung in Sachsen erhältlich ist: Hans-Ulrich Thamer, Die Völkerschlacht bei Leipzig.
    „Zu dem System der Brudermonarchie, d. h. der Einsetzung seiner Brüder und anderer Familienangehöriger auf den neugeschaffenen europäischen Thronen, von denen er sich eine zuverlässige und loyale Herrschaftsausübung im besetzten und neu zu ordnenden Europa versprach, gehörten auch strenge Kontrollen über diese sowie mitunter im Befehlston vorgebrachte Anweisungen. … Das Königreich Westfalen sollte vor allem Geld und Soldaten stellen; deren Aushebung ließ freilich die Unzufriedenheit im Lande wachsen, bis es zu einer Revolte in der westfälischen Armee und zu Bauernunruhen kam, die auch auf die Städte übergriffen. Noch rigoroser …. ging er … mit seinem Bruder Louis in Holland um, der entmachtet und dessen Territorium Holland annektiert wurde.“
    Dann schauen Sie sich bitte einmal die Geschichte Hamburgs an oder gehen Sie nach Spanien.
    Dann geht es weiter:“ Dieser Widerstand …. wurde befeuert durch die Erinnerung an eine Vergangenheit vor Napoleon und durch das Vertrauen auf die Unregierbarkeit großer Räume.“
    Und dann machen Sie sich bitte die Freude und schauen nach, wer so alles für Napoleon nach Rußland mußte. Sie werden staunen!

  46. #42 Reconquista2010 (16. Okt 2013 13:11)

    Zustimmung!
    Offensichtlich bist Du nicht beim öffentlich-rechtlichen Lesematerial hängen geblieben, sondern hast Dich gut informiert. Hast Du schon das in diesem Jahr erschienene Buch „Ribbentrop“ gelesen? Stefan Scheil hat hier nicht nur abgeschrieben, sondern war offensichtlich selber in den Archiven stöbern. Sehr empfehlenswert.

    An alle:
    der MDR überträgt in dieser Woch jeden tag ab 19.50 Uhr „live“ von der Völkerschlacht einschließlich „Reporter vor Ort“. Hier wird die Geschichte hervorragend mit modernen Mitteln erzählt. Ob inhaltlich alles stimmt, kann ich nicht einschätzen, aber die Idee ist aller Ehren wert.
    Wer es verpaßt hat, findet auch auf der MDR.DE-Seite in der Mediathek alles.

  47. #30 Eugen von Savoyen (16. Okt 2013 11:19),
    danke für die Blumen, habe ich leider erst jetzt gelesen.
    An diesem Kampf müssen wir uns alle beteiligen. Mir ist vor einiger Zeit folgendes passiert. Ein guter Freund wollte mich unbedingt in die CDU holen. Also bin ich mal zu so einer Ortsgruppenversammlung gegangen. Und es kam wie es kommen mußte, bei irgend einem Thema griff ein ehemaliger Bundeswehroffizier ein und meinte, daß man bei diesem Thema sehr vorsichtig sein sollte, weil wir hätten ja die Welt mit zwei schrecklichen Kriegen überzogen.
    Alle Anwesenden blickten nach unten. Als er fertig war sagte ich, daß einer meiner Onkel im Krieg gefallen sei, der zweite Onkel war zehn Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft und die Familie meiner Mutter hat die Heimat aufgeben müssen. Ich sei der Meinung, ich hätte ausreichend „bezahlt“ und, daß wenn er noch eine Rechnung zu begleichen hätte, dies sein Problem sei. Er solle aufhören seine Probleme zu Allgemeinproblemen zu machen. Als ich fertig war, viel ihm die Kinnlade runter und der Rest kam grinsend wieder hoch.
    Die Sippenhaft ist eine sozialistische Bestrafungsmethode. Und der müssen wir uns im Kleinen und im Großen entgegenstellen.

  48. Kewil trifft schon wieder ins Schwarze. Ich werde noch zum Jubelperser.

    Wir müssen uns also dringend „unsere Geschichte“ zurückerobern. Denn sie besteht nicht aus KZ und Stacheldraht – wie uns die Hassmedien eintrichtern wollen, in ihrer psychologischen Fortsetzung des Zweiten Krieges.

    Wir haben eine lange, umfangreiche und große Geschichte. Und wir sollten stolz sein auf unsere Vorfahren, die für Einigkeit und Recht und Freiheit kämpften. Denn sie kämpften für uns.

  49. #11 Karl Eduard

    Wir wollen uns aber bitte auch daran erinnern, daß Preussen und Österreich der französischen Republik den Krieg erklärten

    Nein, wir wollen uns im Gegenteil daran erinnern, dass Frankreich am 20. April 1792 an Österreich den Krieg erklärt hat, Preußen trat als defensiv Verbündeter Österreichs dann in den Krieg ein.

  50. #55 Schmied von Kochel (16. Okt 2013 19:30),
    Bingo, das war ein Volltreffer.

    und

    #56 Starost (16. Okt 2013 20:13),
    Eine hochinteressante Tatsache. Dadurch kommen viele, die vom Revolutionsgedanken schwärmen, regelmäßig ins Schleudern.

  51. Die französische Napoleon-Verehrung geht ja sogar soweit, dass in der französischen Übersetzung von George Orwells „Farm der Tiere“(„Animal Farm“) das verräterische „Oberschwein“, das bei Orwell eigentlich und nicht ohne Grund „Napoleon“ heißt, bei den Franzosen in „César“ umgetauft wurde:

    http://fr.wikipedia.org/wiki/La_Ferme_des_animaux

    Dabei hätten sich die Franzosen lieber mal Gedanken darüber machen sollen, warum Orwell jenes Schwein ausgerechnet Napoleon nannte.

  52. der Generalquartiermeister Chamlay, schrieb am 27. Oktober 1688, man solle Speyer, Neustadt, Alzey, Kreuznach, Oppenheim, Bingen, Bacharach, Rheinfels zerstören. „Zerstören Sie, demolieren Sie und setzen Sie sich dadurch instand, die unbedingten Herren des Rheins zu sein“ (etre absolument maitres du Rhin) = das politische Programm der damaligen französischen Ausdehnungspolitik) (Frey, Johannes; Die Zerstörung von Alzey 1689, Alzeyer Geschichtsblätter Heft 4 Seite 105)

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