„Fortschrittspartei“ regiert in Norwegen mit

In vielen Ländern Europas sind Parteien, die die Interessen der indigenen europäischen Völker vertreten, im Aufwind. Auch in Norwegen verhandelt derzeit die bei der Parlamentswahl am 9. September erfolgreiche einwanderungskritische Fortschrittspartei mit den Konservativen über eine Regierungsbildung.

Die WELT berichtet:

Konservative und Rechtspopulisten wollen in Norwegen über eine Regierungsbildung verhandeln. Mit den anderen beiden bürgerlichen Parteien – Christenpartei und liberaler Venstre – habe man sich auf eine enge Zusammenarbeit geeinigt, erklärte die Chefin der konservativen Partei Høyre, Erna Solberg, am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Oslo. „Die neue Regierung soll auf der Zusammenarbeit der vier Parteien basieren.“ Die beinhaltet nach einem Abkommen des bürgerlichen Bündnisses auch eine strengere Asylpolitik.

Am liebsten wäre Solberg eine Regierung mit allen drei anderen bürgerlichen Parteien gewesen. Vor allem die Positionen von Christen und Fortschrittspartei lagen dafür jedoch zu weit auseinander. „Wir glauben, dass es aufgrund der politischen Entfernung richtig ist, eine Zweiparteien-Regierung zu bilden“, sagte der Vorsitzende der Christlichen Partei, Knut Arild Hareide.

Christen und Venstre wollen die künftige Regierung aber aus der Opposition heraus stützen. Ihre gemeinsamen Ziele haben die vier Parteien in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten. „Das ist sowohl für die norwegische Politik als auch für die Fortschrittspartei historisch“, sagte die Chefin der Rechtspopulisten, Siv Jensen. In dem Papier stimmt das Bündnis unter anderem einer strengeren Abschiebepolitik zu, die die Fortschrittspartei gefordert hatte.

Dass viele Norweger inzwischen der einwanderungskritischen Fortschrittspartei ihr Vertrauen schenken, dürfte mit dem auch in Norwegen völlig aus dem Ruder gelaufenen Multikulti-Experiment zusammenhängen, in dem sich viele indigene Norwerger als Minorität im eigenen Land wiederfinden. PI verwies in diesem Artikel über die missliche Lage von jungen einheimischen Norwegern, die in den kulturell stark angereicherten Gebieten vor Oslo, dem “Groruddalen-Tal”, leben (müssen). Einheimische, die es sich leisten können, ziehen weg in sichere, weiße Enklaven, wo ihre Kinder mit ihresgleichen zur Schule gehen. Ärmere Norweger hingegen sind gezwungen, Degradierung und Demütigung im multikulturellen Alltag hinzunehmen, der ihnen von der politischen Elite aufgezwungen wurde.

(Foto oben: Können gut meiteinander – Erna Solberg, l. und Fortschrittspartei-Chefin Siv Jensen)