Hamburg: Schützt Polizeiführung „Autonome“?

Über Kungeleien zwischen Linksextremisten und Staat hat PI bereits mehrfach berichtet (siehe etwa hier, hier und dort). In Hamburg deutet nun einiges auf einen besonders krassen Fall hin. Nachdem am Samstag rund 50 Linksradikale in einem Kaufhaus randaliert und einen Sachschaden von 6000 Euro angerichtet hatten, soll die Polizei 35 Verdächtige gestellt, danach jedoch wieder freigelassen haben. Im Raum steht der Vorwurf der Strafvereitelung im Amt.

Die „Bild“-Zeitung schreibt:

Wer soll das noch verstehen?

Die Polizei hatte nach BILD-Informationen die Alsterhaus-Randalierer in der City dingfest gemacht – musste sie aber auf Befehl von oben wieder laufen lassen!

Vermummte zogen am Sonnabend durch den Einkaufstempel am Jungfernstieg, warfen mit Parfüm-Flaschen, beschädigten Handtaschen. Angst bei Personal und Passanten!

Jetzt kommt heraus: Beamte der 5. Hundertschaft setzten unmittelbar nach der Tat eine Gruppe von 35 teils vermummten Männern in der Poststraße hinter dem Alsterhaus fest.

Der Befehl der Freilassung ohne Feststellung der Personalien sorgte vor Ort dann für extremes Unverständnis.

Mehrfach sollen die Beamtem über Funk nachgefragt haben. „Wir mussten davon ausgehen, dass die Gruppe im Alsterhaus Straftaten begangen hat, es gingen Notrufe ein“, schildert es ein beteiligter Beamter.

„Kollegen sprachen sogar von Strafvereitelung im Dienst, wenn wir die laufen lassen.“

War dem Polizeiführer vom Dienst im Präsidium der Fall zu heiß?

35 Linksaktivisten in Gewahrsam zu nehmen, könnte noch mehr Krawalle provozieren. Dazu passt: Bis zu einer Entscheidung per Funk dauerte es 40 Minuten. Der Beamte: „Das hat uns gewundert! Vielleicht hat sich der Leiter rückversichert und wurde zurückgepfiffen?“

Zuletzt wurde intern Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch (64) für seine zu weiche Linie kritisiert.

Polizeisprecher Holger Vehren bestätigt gegenüber BILD den Vorgang, nennt aber einen anderen Grund für die Freilassung. „Nach Rücksprache mit dem Alsterhaus kam man zu dem Schluss, dass die Gruppe nicht an der Tat beteiligt gewesen sein kann. Es gab strafprozessual keine Grundlage für Maßnahmen.“

Der Beamte, der dabei war: „Wir wissen, was wir gesehen haben. Mit solchen Entscheidungen demotiviert man seine Leute.“

Linke können sich im Deutschland des Jahre 2013 offenbar alles erlauben…

(Foto oben: Der Hamburger SPD-Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch)