Während hierzulande die mediale und universitäre Debatte im Gefolge des Holocaust immer mehr in eine Richtung driftete, Deutschland die historische Schuld an allem und jedem zu geben, auch am Ersten Weltkrieg, hat der renommierte Historiker Christopher Clark (hier im Jahre 2010 mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff, der dem Australier als erstem Wissenschaftler aus dem fremdsprachigen Ausland den deutschen Historikerpreis überreicht) die Schuld am Ersten Weltkrieg allen Beteiligten der ersten Stunde gleichermaßen aufgebürdet. PI hat bereits kurz berichtet. Nach Lektüre des Buches (Die Schlafwandler) überwiegt aber der Eindruck, Clark hat inzwischen vergessen, was er geschrieben hat. Schuld am Ersten Weltkrieg sind zumindest nach dem, was er veröffentlicht hat, an erster Stelle Russland, Serbien und Frankreich. Auch Großbritannien hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Am besten weg kommen Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich. Beide waren höchst geduldig und friedfertig.

Nun werde ich den Teufel tun und hier in einem Blog-Beitrag den untauglichen Versuch unternehmen, Christopher Clarks seriöses Buch zu wiederholen. Es enthält 700 Seiten historische Forschung, dazu über 100 Seiten Anmerkungen, Quellen- und Literaturverzeichnis plus Register. Wer widersprechen will, soll es erstmal lesen. Die dem Schuldkult huldigende linksversiffte ZEIT hat das getan und kommt zum selben Schluß wie ich, deshalb widerspricht sie Clark und bleibt beweislos, aber störrisch bei ihrer Meinung, die Deutschen seien die Bösen, der Rest Unschuldsengel gewesen.

Das Thema ist für PI sehr wichtig. Wer seine eigene Geschichte nicht kennt, Historie aus der öffentlich-rechtlichen Guido-Knopp-Glotze bezieht oder gar aus Spielfilmen (aktuell Vatikan im ZDF), ist ein armer Wicht, wird ewig verdummt bleiben und sich auch in Zukunft die Steuergelder zum Nutzen des Auslands – zum Beispiel in der Eurokrise – aus der Tasche ziehen lassen.

Zweitens ist das Thema höchst aktuell. Wer bis hundert zählen kann, hat vielleicht bemerkt, daß bald viele Jahrestage anstehen. In Frankreich werden bereits Feiern geplant. Da ist es außerordentlich wichtig, Gegenpositionen zu den politkorrekten Märchen zu beziehen, die über Deutschland z.B. in Blättern wie der ZEIT im Schwange sind.

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82 KOMMENTARE

  1. Jedem, der sich einmal ernsthaft mit der Thematik auseinandergesetzt hat, sind diese Umstände bekannt.

    Deshalb war Versailles auch doppelt ungerecht!
    Profitiert davon hat nur Herr Schicklgruber!

    Winston Churchill hat dies damals schon gewusst!

  2. Kann es sein, das nur weil zur Zeit dem Bundestag, die Kontrolle über die Bundeswehr entzogen werden soll, alle Welt uns unsere Schuld abzunehmen versucht? wenn das wirklich so sein sollte wie es jetzt auf einmal publik wird, was der informierte Mensch schon ewig weis, dann mögen bitte einmal Wiedergutmachungen für alle möglichen „Schuld Kult Reparationen an Deutschland zurück fließen“.

  3. Wir sollten auch stets die Schuld der Sozialdemokratie am 1. Weltkrieg thematisieren.

    Die deutschen Sozialdemokraten haben das Land verraten und damit die Lunte gelegt, die von Bebel zum Holocaust führte, verehrter Erzengel Gabriel:

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M54bf7143ea1.0.html

    „Vaterlandslose Gesellen“ zu sein, das mußten sich die deutschen Sozialdemokraten zu Kaisers Zeiten von den politischen Gegnern immer wieder einmal vorwerfen lassen. Sie hörten das natürlich nicht gerne, obwohl es eigentlich nur eine polemische Zuspitzung der offiziell internationalistischen Ausrichtung sozialdemokratischer Ideologie war und als solches schlicht zutreffend.

    Aber man verstand in der Sozialdemokratie vor 1914 schon noch, daß der öffentliche Verzicht auf die nationale Selbstbehauptung den politischen Selbstmord bedeuten würde. Ihre größte Niederlage traf die Partei denn auch in den Reichstagswahlen von 1907, als das Patriotismusthema von der bürgerlichen Konkurrenz erfolgreich mobilisiert werden konnte.

    Hinter den Kulissen stand es zu dieser Zeit mit dem sozialdemokratischen Patriotismus in der Tat nicht gerade zum besten. Der langjährige Parteichef August Bebel etwa begann nach diesen Wahlen ein Unternehmen besonderer Art: Er nutzte seine Stellung als Parlamentarier, um die britische Regierung mit Hilfe von Geheiminformationen zu einer antideutschen Politik aufzustacheln.

    Motiv Preußenhaß

    Dafür ließ er Premierminister Asquith, Außenminister Grey und auch Winston Churchill – damals Erster Lord der Admiralität – unter anderem Details der deutschen Marinerüstung zukommen. Es war seine eigene Idee, niemand hatte ihn dazu aufgefordert. Als Motiv dafür gab er seinen englischen Kontaktleuten einen allgemeinen Preußenhaß an. Preußen sei ein schreckliches Land, das nicht zu reformieren sei.

    So ließ er denn die Herren in London wissen, sie sollten Deutschland in Grund und Boden rüsten, immer neue Schiffe bauen. Der deutsche Staatsschatz war, so setzte der gut informierte Sozialdemokrat dazu, für einen Rüstungswettlauf viel zu klein. Das mußte man den Briten wirklich nicht zweimal sagen. Bebels nette Berichte wurden in London jahrelang gern gelesen und sehr vermißt, nachdem er im August 1913 verstorben war.

    Im Jahr 1911 hatte er noch die – falsche – Information geliefert, es sei ein deutscher Überraschungsangriff auf die britische Flotte geplant. Dies mußte in London besonders wirken, da der britische Flottenchef längst seinerseits einen britischen Überfall auf die deutsche Flotte vorgeschlagen hatte. Das lag sicher außerhalb von Bebels Wissen, eigentlich hätte es für ihn aber eine wünschenswerte Aktion sein müssen, die er mit seinen Informationen schließlich eifrig förderte.

    Solidarität von „Demokraten“

    Bebel glaubte, in London an die Solidarität von „Demokraten“ zu appellieren. Faktisch bediente er Imperialisten wie Grey und Churchill, die längst kriegsentschlossen waren. Nun konnten sie Bebels Hintergrundberichten auch noch entnehmen, daß es in Deutschland genug politische Einfalt gab, um selbst bei einem englischen Angriffskrieg die Kriegsschuld in eigenen deutschen Landen zu suchen.

    Einen innenpolitischen Sinn ergab dieser Landesverrat nur, wenn ein Krieg und eine Niederlage Preußen-Deutschland in sozialdemokratischer Manier reform- oder revolutionsreif machen würden. So kam es dann ja schließlich auch, nachdem die kaiserliche Außenpolitik aus allen Wolken gefallen war, als ihr die Briten im August 1914 den Krieg erklärt hatten. Die sozialdemokratischen Schwierigkeiten, das Stichwort „Vaterlandslos“ loszuwerden, wurden dadurch nicht geringer.

  4. @#1 5to12

    Deshalb war Versailles auch doppelt ungerecht!
    Profitiert davon hat nur Herr Schicklgruber!

    Genau darum geht es. Es war der Versailler Vertrag, der den Deutschen nicht nur ungeheure Lasten, sondern auch die Schuld am Ausbruch des Krieges aufbürdete. Das trug maßgeblich zur Radikalisierung des politischen Klimas in der Weimarer Republik bei. Ohne den Versailler Vertrag wäre der Aufstieg Hitlers und seiner NSDAP kaum vorstellbar gewesen. So gesehen tragen die Alliierten und hier vor allem Frankreich eine historische Mitverantwortung für die nationalsozialistische Schreckensherrschaft mit ihren Millionen von Opfern.

    Deshalb versuchen linke Historiker schon seit geraumer Zeit, dem deutschen Kaiser die alleinige Verantwortung für den Krieg und dem daraus resultierenden Versailler Vertrag in die Schuhe zu schieben.

  5. 350 Jahre französische Schmarotzerpolitik auf Kosten des westlichen Nachbarn:

    Nachdem die Lutheraner in der Schlacht ebi Nördlingen geschlagen wurden zogen sie sich nach westlich des Rheins zurück und suchten die Unterstützung Frankreichs.

    Mit diesem Argument begann 1639 der erste Überfall Frankreichs auf Deutsche Gebiete. Napoeon verleibte dann das gesamte Gebiet westlich des Rheins nach Frankreich ein

    http://de.wikipedia.org/wiki/Linkes_Rheinufer

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d6/Rheinbund_1806%2C_political_map.png/870px-Rheinbund_1806%2C_political_map.png

    Nach dem WKI war es Ziel Clemencears diesen Zustand zu restituieren, schaffte dies auf legalem wege aber nicht, weswegen Frankreich dann unter dem Vorwand der fehlenden Reparationserfüllung das Rheinland besetzen ließ.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alliierte_Rheinlandbesetzung

    Seit 1639 schmarotzt Frankreich beiseinem wwestlichen nachbarn, um sich seinen GRößenwahn zu finanzieren. Heute geschieht dies über die EU, indem die Franzosen, die mit 60 in die Rente wollen, sich von den bis 67 arbeitenden Deutschen die Arbeitslosen aus ihrer Looserindustrie durchfüttern lassen:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/17/pleite-gefahr-frankreich-fordert-europaeische-arbeitslosen-versicherung/

    Das ist die EU, nichts anderes, als eine seit 350 Jahren andauernden Fortsetzung der französischen Schmarotzerpolitik mit anderen Mitteln…

    Frankreich ist nach seinem Arbeitsminister längst pleite http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/01/29/arbeitsminister-sapin-frankreich-ist-vollkommen-pleite/ und was tun sie um dies zu ändern? Richtig: gar nichts. Warum? ganz einfach, weil sie jetzt schon wissen, daß sie die Rechnung Merkel präsentieren werden. das wird dann kein Scherz mehr sein, wetten:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1338483/Arbeitsminister_Frankreich-ist-voellig-pleite

  6. Ich weiß nicht, hatte das nicht mal irgend so ein Gallier treffend zusammengefasst?

    Vae victis

  7. Niemand hat die Deutschen gezwungen Hitler zu wählen, OBWOHL MAN WISSEN KONNTE WAS ER VOR HAT!!!!

    Bitte die Geschichte nicht eintönig schönreden, wenn sie auch nicht so ist, wie man sie heutzutage im Fernsehen mundgerecht versucht zu erzählen.
    Und das ist ja die einzige Quelle aus denen viele „Geschichtsexperten“ ihre Schlüsse ziehen.

  8. #7 Jackson (08. Okt 2013 11:01)

    Deshalb versuchen linke Historiker schon seit geraumer Zeit, dem deutschen Kaiser die alleinige Verantwortung für den Krieg und dem daraus resultierenden Versailler Vertrag in die Schuhe zu schieben.

    Ich fürchte, das ist gelungen. Die Generation nach uns (bin Mitte 40) ist derart indoktriniert, daß die diesen Sch… glauben.
    Sobald man auf historische Fakten hinweist, ist man Nahtzi, will den Hohlen Klaus leugnen, ist Revisionist usw.
    Das geht so weit, daß selbst die Abiturienten dieses Jahres im Rheinland mit der Vorstellung „Europa sorgt für Frieden, von deutschem Boden ist genug Unheil ausgegangen, deswegen muß Deutschland seine Eigenständigkeit zu Gunsten der EU aufgeben“ von der Schule abgehen und diesen Mist verbreiten. Und genügend hirnlose Deppen plappern das unreflektiert nach.
    Diese Diskussion haben wir an den Wahlkampfständen oft gehabt.
    „Wir wollen keine ewig Gestrigen, die Zukunft ist Europa“
    und all dieser Quatsch. Begründet immer mit „Von Deutschland sind 2 Weltkriege ausgegangen.“

    Deswegen ist es ganz wichtig, daß PI & Co. diese Wahrheiten hochhalten und verbreiten. Und daß wir uns gegen die totale Digitalisierung wehren, weil dann der Manipulation Tor & Tür geöffnet sind.

  9. #14 ridgleylisp

    Sehr richtig! Putin wird mir immer sympathischer…

    Es gibt auch Historiker, die vom „2. 30jährigen Krieg“ sprechen (1914-1945)… Es ist zumindest was dran, an der Sichtweise. Mein Gerechtigkeitssinn hätte mich nach 1918 auch gegen Frankreich aufgebracht…

  10. Hab ich von politaia.org
    ( Bericht von German Foreign Policy) –

    Ein hochrangiger Beamter aus dem Auswärtigen Amt spricht sich für eine Einschränkung parlamentarischer Zustimmungspflichten bei Auslandseinsätzen deutscher Soldaten aus. Wie der ehemalige stellvertretende Leiter der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der NATO, Ekkehard Brose, verlangt, soll das Parlamentsbeteiligungsgesetz geändert werden. Es regelt die Kompetenzen des Bundestags bei Interventionen der Bundeswehr. Wie Brose in einer gestern publizierten Studie schreibt, sollten sich deutsche Soldaten an Einsätzen von AWACS-Flugzeugen und von im Aufbau befindlichen NATO-Drohnenverbänden künftig auch ohne eine formelle Entsendung durch den Bundestag beteiligen dürfen. Auch müssten letzte Beschränkungen für die Kriegsbeteiligung deutscher Soldaten innerhalb von NATO-Kommandostrukturen entfallen. Der Vorstoß zielt auf eine Stärkung autonomer Kompetenzen des westlichen Kriegsbündnisses, das sich damit ein weiteres Stück von demokratischer Kontrolle entfernen würde. Dem Autor zufolge soll die Änderung des Parlamentsbeteiligungsgesetzes in der jetzt beginnenden Legislaturperiode vollzogen werden.

  11. Was, Deutschland nicht Schuld an allem? Das können wir nicht glauben. Das können wir uns genauso wenig eingestehen, wie die moslemische Mutter der ehrengemeuchelten Tochter es sich eingestehen könnte, daß Ehrenmord was schlechtes sei. Denn so wie letztere dann ein Gewissensproblem damit bekäme, ihre eigene Tochter einer Nichtigkeit wegen mitgetötet zu haben, hätten wir Deutschen plötzlich ein richtig schlechtes Gefühl damit, daß vielleicht manches Zugeständnis und manche Preisgabe auf Staatsebene doch ungerecht gewesen wäre.

    Im Moment akzeptieren wir alles. Wir haben ein Drittel unseres Landes verloren, weil wir es ja nicht anders verdient haben, wo wir doch so böse waren.
    Wir zahlten und zahlen Kohle ohne Ende, um unser Gewissen zu beruhigen. Wir sind schuld am Holocaust. WIR, und nicht die menschgemachten Umstände, die Menschen zu Tätern und Opfern machen. WIR akzeptieren deswegen auch widerstandslos die Umvolkung, wir haben es nicht anders verdient, schließlich wollten einst WIR die anderen Völker … usw.

    Unser Weltbild ist damit recht einfach.

    Was, wenn plötzlich nicht WIR diese fatale Kettenreaktion des 20. Jahrhunderts ausgelöst haben? Ja sind wir dann nicht plötzlich nicht mehr nur Täter, sondern sogar Opfer der Zeitumstände?

    Müßten und würden wir dann unter Umständen nicht ganz neue Konsequenzen daraus ziehen?

    Die Europäische Landkarte würde sich dadurch nicht mehr verändern, dazu lauern viel zu große Gefahren für ganz Europa aus anderer Richtung. Aber unser Selbstbewußtsein würde sich in einer Weise verändern, wie es ausgerechnet der vom Appeasement abhängigen globalisierten Deutschen Wirtschaft gar nicht recht wäre. Die Politik könnte ja plötzlich Forderungen stellen und Szenarien heraufbeschwören, die den Handel behindern könnten.

    Ich glaube, das ist der Grund, warum alle, wirklich ALLE nationalen Tendenzen im Keim erstickt werden, wie das Merkelsche Flaggewegschmeißen gezeigt hat. Einziges erlaubtes nationales Ventil: Fußball-EM und -WM.

  12. @ #13 5to12 (08. Okt 2013 11:25)

    ,Völlig richtig. Die EU ist nichts anderes als Versailles 2.0. und der Euro ist ihr Rammbock,

    Die natürliche Westgrenzen Europas liegen am Rhein und den Alpen.

    Kerneuropaa liegt im großen und ganzen westlich und nördlich des Rheins und endet an der Ostgrenze Polens, der Slowakei. Lettlands, Finnlands und Österreichs.

    Mit Polen, Tschechien, Skandinavien etc. kann man problemlos ein funktionierendes Europa unter Gleichen aufbauen.

    Die romanische Gauner-und Schmarotzermentalität sollen sie unter sich ausleben und uns in Ruhe lassen.

    Die Briten sollen ihre autistische Ellenbogenmentalität mit den Amis ausleben und uns auch in Ruhe lassen.

    ,Mentalitätsgrenze = Landesgrenze = Währungsgrenze, so einfach sähe ein funktionierendes Europa aus.

  13. Obgleich die Frage zur Schuld am Ausbruch des ersten Weltkrieges unter Historikern offenbar von dem uns Deutschen auferlegten Narrativ längst abweichend beantwortet wird, ist sie doch als verfälschtes „Gedächtnis“ der Völker verankert und für uns Deutsche eine Grundlage zu unserem Selbsthass.

    Die ans Absurde grenzende Kriegspropaganda der Briten und Amerikaner, die dazu diente die keineswegs kriegswilligen Völker zum rasenden Hass auf Deutschland aufzustacheln war später die Vorbedingung für den totalen Krieg gegen Hitler der im Bündnis mit dem Massenmörder Stalin geführt und wenn man die Ergebnisse – die enormen territorialen Zugewinne des Sowjetregimes betrachtet, von Stalin gewonnen wurde.

    Erst vor Kurzem stolperte ich im Netz über ein Video – eine Buchvorstellung der Tagebücher Herbert Hoovers ( „Freedom Betrayed“), in dem sehr deutlich wird, dass es auch bezüglich des zweiten Weltkrieges politisch wie moralisch begründete Alternativen zu den westlichen Kriegserklärungen gegen Deutschland gab, die den mörderischen Charakter der kommunistischen Diktatur in die Überlegungen einbezogen.

    Wenn Schulze Rhonhof heute als Geächteter gilt, so liegt das auch daran, dass die politisch militärische Einschätzung des ehemaligen US Präsidenten Hoover bei uns gänzlich unbekannt blieb und man dessen umsichtige Klugheit, wäre sie nach dem Krieg breit diskutiert worden, als Appeasement verächtlich gemacht hätte.

    Folgt man aber Hoovers Gedanken indem man sich die Optionen der damaligen Zeit vor Augen führt, muss man zu dem Schluss kommen, die Geschichte hätte einen für die Welt wesentlich besseren Verlauf nehmen können. Hoovers Bemühungen sich nach Ausbruch des Krieges für die Zivilbevölkerungen der von Hitler besetzten Länder einzusetzen und sein besonderes Engagement für die verfolgten Juden, wie auch sein Einsatz für die Gründung des jüdischen Israel wurden von den alliierten Regierungen offenbar rundweg abgelehnt.

    Hier das Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=oHVhJuJVehU

    Im Zusammenhang mit diesem Video empfehle ich noch mal Diana Wests Darstellung zur kommunistischen Infiltration der Roosevelt Regierung,die dazu führte, dass die Westalliierten faktisch für Stalins Kriegsziele kämpften und dem Massenmörder Millionen Menschen auslieferten und die Ausgangsposition für die weltweite kommunistische Bedrohung lieferten,die in der Folge des zweiten Weltkrieges weitere Millionen Opfer kostete.

    http://www.youtube.com/watch?v=1l5nq2ujLL0

  14. In der Encyclopaedia Brittannica von 1980 wird die Schuld am 1. Weltkrieg unter allen gleichmäßig verteilt.
    Was den Antipatriotismus der roten Sozialsten betrifft:

    “ Aber es ist unter Menschen
    keiner von blöderer Art,
    als wer sich des Heimischen schämt
    und nur Ausschau hält nach Fremdem.
    Ist ein Greifen ins Leere,
    und das Hoffen eitel Wahn“.

    Pindar, Pyth. 3, 21.

    Wer so entartete Behauptungen von sich gibt muß unbedingt im Kampf gegen Rechts eine Sonderstellung einnehmen. Wir brauchen Prospekte Genosse Ude; die Nazis sind überall und zu jeder Zeit. Auch damals trieben sie schon ihr xenophobes Unwesen. Bestimmt ist Mussolini von diesem Schreiberling verdorben worden.

  15. Es ist möglich, dass der Deutsche einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben – aber keine einzige, sich auf der Erde zu behaupten, und alle Nationen hassen ihn wie die Bösen das Gute.
    Wenn es ihnen aber gelingen sollte, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand eintreten, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen möchten.“
    Friedrich Hebbel

    dazu wäre noch der ESAU-Segen zu erwähnen und schon bekommt man ein völlig anderes Weltbild!

  16. Leute noch mal, es geht nur darum das unsere Bundeswehr unter NATO Kontrolle gestellt wird um mehr nicht. Dafür wird uns jetzt halt ein wenig Schuld genommen und Basta.

    Komisch meine Uroma wusste damals noch wer Schuld war.

  17. Schuld hatte immer der, der besiegt wurde, denn die offizielle Geschichte wird vom Sieger geschrieben.

    Würde man sich nur auf Fakten stützen, so müsste man auch die alleinige Kriegsschuld Deutschlands am 2. WK in Zweifel ziehen. Aber wie gesagt, die Wahrheit interessiert nicht wirklich, hätte Deutschland den Krieg gewonnen, wären eben die anderen hinterher zu 100% schuld am Krieg gewesen.

  18. @ #12 Aktivposten (08. Okt 2013 11:23)

    @ #7 Jackson (08. Okt 2013 11:01)

    ,Deshalb versuchen linke Historiker schon seit geraumer Zeit, dem deutschen Kaiser die alleinige Verantwortung für den Krieg und dem daraus resultierenden Versailler Vertrag in die Schuhe zu schieben.

    Die Wahrheit warum die Linke den WKI umdeuten will liegt noch tiefer.

    Lenin hat mit seiner Interpretatoin des Sozialismus nach dem WKI im Westen Leichenfledderei betreiben wollen und auf den TRümmern Deutschlands / Europas seinen Rätesozialismus ausbreiten wollen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_R%C3%A4terepublik

    http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4terepublik

    Seine Gegner waren die an die Macht gekommenen Sozialdemokraten (SPD)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Scheidemann

    http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Hoffmann_%28SPD%29

    Gustav Noske (SPD) http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Noske ließ die kommunistischen Putschisten Lenins in Deutschland über den Haufen schießen, mit tausenden toten Kommunisten in D darunter auch Rosa Luxemburg / Karl Liebknecht .

    Parallel wurde durch die SPD dem internationalen Sozialismus Lenins das Konzept des natoinalen Sozilaismus entwickelt und entgegengesetzt. In diesem Zsuammenhang wurde der Gefreite Adolf Hitler 1919 durch die Bayerische SPD Regierung http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Hoffmann_%28SPD%29 zum Propagandisten ausgebildet und mit Inhalten versorgt.

    Den Rest der Geschichte kennen wir. Das ist der Grund, warum die Linke krampfhaft versucht den WKI umzuschreiben, weil aus dem sozialistischen Bruderkampf aus dem national-völkischen Flügel der SPD http://de.wikipedia.org/wiki/Lensch-Cunow-Haenisch-Gruppe das Hitlersche Monstrum erwuchs,

    In Italien geschah es übrigens analog. Der ehemalige Chefredakteur des sozialistischen Parteiorgans „Avanti“ Mussolini schwingt sich zum Diktator auf (vgl. Wirken als sozialistischer Funktionär in) http://de.wikipedia.org/wiki/Benito_Mussolini

    Wir haben also den gesamten Irrsinn des 20ten Jahrhiunderts den Sozialisten zu verdsanken und das ist der Grund für deren Geschishtsfälschungen und Hysterien wenn es um dieses Thema geht.

  19. Und der 1. WK(und seine Folgen) war der Auslöser für WK 2.
    In den Jahren des „Friedens“ zwischen WK 1 und WK 2 wurde auf eine andere Weise Krieg gegen Deutschland geführt.

    “Das große Karthago führte drei Kriege.
    Nach dem ersten war es noch mächtig.
    Nach dem zweiten war es noch bewohnbar.
    Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden.”
    (B. Brecht)

    Das große Deutschland führte drei Kriege.
    Nach dem ersten war es noch mächtig.
    Nach dem zweiten war es noch bewohnbar.
    Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden, durch bunt,EU, ESM und Vielfalt.

  20. Frau: Schatz, gehen wir heute Abend ins Kino?
    Mann: Nein, tut mir leid, heute ist Fussballabend. Es spielt Österreich-Ungarn.
    Frau: Aha. Gegen wen ?

  21. @ #26 kewil (08. Okt 2013 12:09)

    siehste Kewil, dieser Reflex der Linken funktioniert garantiert, vgl. meine #24 Bernhard von Clairveaux

  22. Warum wird mir bei diesem Tintenpi..r immer wieder so schlecht. Kann er nicht einen eigenen Blog aufmachen und seine Fans mitnehmen?

  23. Also mich stört dieser Artikel nicht.Aber es wäre auch mal schön einen Artikel darüber zu lesen wie unser Volk (das serbische) gegen die schlimmsten Mörderbanden entgegengestellt haben.Gegen die pfählenden Osmanen,die Kz Betreibenden Nazis die halsabschneidenenden Mujahedeens aus der ganzen Welt und zu letzt auch gegen die nationalistischen Albos.Wo war da der Rest von Europa eigentlich,bis auf wenige Ausnahmen?

    Gruss
    CCCC Serbien Forum
    https://www.facebook.com/SerbienForum

  24. Was soll der Bloedsinn! D hat 1. Un 2. WK verschuldet! Haben wir keine wichtigeren Probleme als ueber sowas zu streiten???

  25. Dass Deutschland am 1 WK nicht die Alleinschuld trägt, sollte klar sein.

    Man muss das Reich aber auch nicht reiner waschen, als es war.

    Auch Deutschland hatte Interesse an einem Krieg und Österreich drängte Serbien erst dann zu dem Ultimatum, als es klar war, dass es den Schutz des Reiches hatte. Deutschland jetzt als ganz unschuldig darzustellen, wird der Geschichte auhc nicht gerecht.

    Den ersten Weltkrieg wollte zum Anfang alle Großmächte in Europa und hinterher wollte es keiner gewesen sein.

    Richtig ist auch, dass das Diktat von Versailles (maßgeblich auf Bestreben Frankreichs) zur Radikaliserung in der Weinmarer Republik beigetragen hat.

    Aber es war Hitler der Hochrüstung betrieben hat, bis zur völligen Staatsverschuldung.

    Und das es immer noch Leute gibt, die Gerd Schultze Rhonhof vorschlagen.

    Der Mann verkürzt Dokumente so, dass seine These passt, lässt wichtige Dokument gleich ganz weg und scheut sich auch nicht davor die Literatur von Holocaustleugner als Quellenangabe zu benutzen. Tut mir leid, dass ist kein ernstzunehmnder Historiker.

  26. So ist es, kewil. Das alles passt aber nicht in die Richtung, in die die Deutschen denken sollen und zu denken haben.

    Wenn an der Schuld am Ersten Weltkrieg gekratzt wird und Versailles eine himmelschreiende Ungerechtigkeit war, waren dann die folgenden Ereignisse nicht auf die Urheber des Ersten Weltkrieges zurückzuführen und müßten wir dann nicht vielleicht aufhören, uns andauernd Asche übers Haupt zu werfen und um Vergebung zu bitten?

    Und dazu darf es natürlich nicht kommen. Weil unsere Buße, die wir bis in alle Ewigkeit zu zelebrieren haben, an dieser Schuldfrage hängt.

    Wenn WIR nicht an der Entfesselung des Ersten Weltkrieges die Schuld tragen und damit nicht an der nachfolgenden Verelendung und Ausplünderung Deutschlands durch Frankreich, Belgien, England und die USA, tragen wir dann vielleicht auch keine Schuld an Hitler? Der ja auch nur gewissen historischen und gesellschaftlichen Umständen entsprang, wo er unter günstigeren Zeiten keinen Fuß auf den Boden bekommen hätte, wie auch nicht der Genosse Thälmann?

    Ne, so weit kann man es nicht kommen lassen. Und deshalb ist es klar, daß nur dieser räuberische Wilhelm und der senile kaiser Franz, die Urheber des Ersten Weltkrieges sein können. Das ist ein feststehender Grundsatz.

  27. #30 Dorian Gray (08. Okt 2013 12:30)

    Was soll der Bloedsinn! D hat 1. Un 2. WK verschuldet! Haben wir keine wichtigeren Probleme als ueber sowas zu streiten???

    Ja richtig, und die Erde ist ’ne Scheibe, wie alle Scheibenhirne wissen. Um auch diese ewige Wahrheit endlich wieder neu zu beleben.

  28. @#30 Dorian Gray

    Was soll der Bloedsinn! D hat 1. Un 2. WK verschuldet! Haben wir keine wichtigeren Probleme als ueber sowas zu streiten???

    Das hast Du gut gesagt. Du bekommst eine Eins. Im Übrigen gibt es darüber nichts zu streiten, denn historische Tatsachen können zwar umgelogen werden, dennoch bleiben sie Tatsachen. Und natürlich ist es erschütternd, wenn man zum ersten Mal hört, Schwarz wäre Weiß und umgekehrt.

    Es ist nämlich auch ein Fakt, daß Muslime friedliche Menschen sind, die in Deutschland nur in Ruhe ihren Glauben leben wollen und wer Gegenteiliges behauptet, kann nur ein ganz übler Rassist und Fremdenfeind sein.

    Es war auch ein Fakt, daß der Sozialismus die fortschrittlichste Gesellschaftsordnung auf der Welt ist und deshalb siegen wird. Jeder Nordkoreaner wird Dir das bestätigen. Und bis 1989 hätte Dir das auch jeder DDR – Bürger bestätigt.

  29. #21 Bernhard von Clairveaux   (08. Okt 2013 11:43)  äääh, sorry: Kerneuropaa liegt im großen und ganzen ÖSTLICH des Rheins…

    Nicht nur das, auch liegt Deutschland östlich von Frankreich, vgl. deine #10.

  30. @ #44 freeman233 (08. Okt 2013 12:47)

    eine Kulturgemeinschaft, die Dir das Sprechen beibrachte und ohne die Du jetzt nur grunzen würdest…

  31. Es sollte sich doch einfach jeder mal die Frage stellen, warum sich Frankreich, England und Rußland schon lange vor dem Krieg zu einem Bündnis zusammenschließen, welches das ziel hat, Deutschland einzukreisen und zu isolieren.

    Liegt es am bösen Deutschland, das ja „die Welt bedroht“ und am Liebsten permanent mit einem Mehrfrontenkrieg überziehen will? Nun, wer das glaubt, dem ist leider nicht mehr zu helfen.

    Und warum konstruierte deren Propaganda schon Jahre vor dem Krieg ein Zerrbild vor allem unseres Kaisers, der in seinen 25 Jahren Friedensregentschaft ca. drei mal aufs koloniale Parkett trat, und das machte, was Frankreich und England permanent machten, nämlich Kolonialpoker spielen. Da werden dann einzelne Sätze aus Ansprachen herausgegriffen, um ein Zerrbild zu konstruieren.

    Ach, und weiterhin: Elsaß-Lothringen wurde nur befreit, nachdem Frankreich mal wieder Preußen den Krieg erklärt hatte 1870. Hätte Frankreich damals gewonnen, hätte es sich sicherlich alles bis zum Rhein einverleibt.

    Und die deutsche Flotte war mickrig (was der Krieg später ja auch bewies) und sollte auch nur von Null (Stand um 1900) auf ein angemessenes Niveau aufgerüstet werden, vgl. etwa zu Frankreich oder den USA, niemals an Englands gigantische Seeräuberflotte auch nur im Entferntesten heranreichen oder gar die Raubritterinsel bedrohen.

    Nur mal so zum drüber nachdenken. Aber das wird der Knopp (resp. Neitzel) uns demnächst natürlich gaaanz anders präsentieren …

  32. #30 Dorian Grey
    Natürlich haben wir Wichtigeres zu tun als an der Deutschen Schuld an allem und jedem zu zweifeln oder gar darüber zu streiten. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln um all die, die uns wegen unserer vielfältigen Schuld seit Adam und Eva anklagen, angemessen zu alimentieren. Es wäre außerdem kleinlich, aufdröseln zu wollen, ob man uns nicht ein wenig ver…….
    Nur ein nachgeborener Pisaabsolvent glaubt das Märchen von Deutschlands alleiniger WK 1 Schuld. Und deswegen denkt er auch, Hitler sei aus dem Nichts erschienen, weil die Deutschen genetisch böse und er die logische Ausgeburt allein deutscher Niedertracht ist.
    Mein Vater, obwohl nie Parteigenosse und Nazi, war sehr wohl zutiefst empört über die ungerechtfertigte Schmach von Verdailles, litt wie alle Deutschen an den unendlichen finanziellen Lasten und war bei aller sonstigen Distanz Hitler gegenüber für die, wenn auch kurzfristige, Korrektur dieser so hirnlosen wie zutiefst bösartigen Demütigung Deutschlands dankbar. Natürlich ist WK 2 die Folge von Versailles! !

  33. #44 freeman
    „Wer oder was ist Deutschland?“
    Ein Land, das ohne schwachsinnige Gut- und Dummmenschen,, selbsthassende Deutschlandzerstörer und zu diesem Zweck hereingeschaufelte Schmarotzer ein sehr schönes Land wäre.

  34. @32 Karl Eduard ,

    sehr richtig. Deutschland und das deutsche Volk hat in der historischen Erzählung die wichtige Rolle das ultimative Böse zu verkörpern das Niederzuringen die Allianz mit dem Massenmörder Stalin ebenso wie die Kriegsverbrechen gegen die Deutschen rechtfertigte und gerade heute im antifaschistischen Kampf das Bündnis von CDU bis hin zum linken Schlägermob zur moralischen Pflicht der „Anständigen“ macht.

    Folglich ist eine rationale Geschichtsbetrachtung, wie das ND ganz richtig schreibt, „hochgefährlich“.

    Wenn die Deutschen nicht die psychopathischen Monster waren, zu denen sie in der Propaganda des ersten Weltkrieges erklärt wurden, kommt neben anderen ewigen Wahrheiten auch die Theorie des „Autoritären Charakters“ der kulturmarxistischen Frankfurter Schule ins Wanken, denn deren Erklärungsmodell benötigte den Modelldeutschen der Propaganda zur Dekonstruktion weißer, christlich grundierter Gesellschaften, deren traditionelle Eigenschaften zur Quelle von Intoleranz, Rassismus und Völkermord erklärt wurden und werden.

    Aus der antideutschen Propaganda und der kommunistischen / kulturmarxistischen Analyse ist längst die allgemeine Kriegserklärung gegen alle europäischen Völker und von Europäern gegründeten Nationen geworden, die die forcierte Masseneinwanderung kulturfremder Gruppen als eine Grundbedingung des Weltfriedens verkündet.

    Die geschichtslose Pathologisierung des Deutschen als ewige Mahnung, die im „Guten Krieg“ jedes Mittel recht machte,hat ihre Wirkung als Pawlovsches Glöckchen in der Begründung menschenrechtlich notwendiger Kriege über die Zeit hin eher ausgebaut.

    Wer sich mit der unsäglichen Geschichte der UNO befasst, wird schnell herausfinden, dass sie ihre moralische Begründung einer sich immer klarer offenbarenden „Weltregierung“ aus der Geschichte des zweiten Weltkrieges saugt, die durch Tabus und Denkverbote geschützt, eine Interpretation möglich macht, die die Abschaffung der westlichen Nationen und den weißen Selbsthass für uns als einzige moralische Position vorsieht.

    Selbstverständlich ist das Bild des ewig bösen Deutschen auch in der heutigen Euro Schuldenkrise ein unabdingbares Mittel zur Aneignung deutscher Arbeitskraft durch die europäischen Schuldenmacher und ein Argument zur Abschaffung verteidigungsfähiger nationaler Armeen und die Einbindung europäischer Reststreitkräfte in NATO und UN Strukturen.

    Gerade für uns Deutsche ist es wichtig die eingeübt emotionale und reflexhafte Sicht auf die Geschichte zu hinterfragen.Außerhalb Deutschlands ist der wissenschaftliche Spielraum wesentlich größer als im Land der ewigen Täter.

  35. Laßt uns doch mal herausfinden, woran Deutschland alles schuld ist. Das könnte lustig werden.

    Ich fange mal an. Deutschland, also das Land, nicht so sehr die Nation, die es da noch nicht gab, ist schuld am Untergang des Römischen Reiches. Denn hätten Goten, Vandalen, Langobarden, und wie die Bereicherer von einst so hießen, statt des durch seinen Wohlstand lockenden Italiens lieber in Deutschland Asyl begehrt, dann würde man südlich der Alpen vielleicht heute noch im Liegen essen.

    Und dann sind wir schuld am 30jährigen Krieg. Und zwar nicht, weil wir ihn angezettelt haben (das waren damals schon eher religiöse Eiferer und Separatisten), sondern weil WIR das Land dafür zur Verfügung gestellt haben. Kein Krieg ohne Schlachtfeld. Hätten wir damals schon eine gutbürgerliche Protestkultur gehabt, hätte man klipp und klar „NEIN“ gesagt zu Krieg und Fremdenhass!

    Wir haben uns übrigens auch ziemlich schuldig gemacht am Sonderbundskrieg 1848 in der Schweiz. Denn WENN die Schweiz zu dem Zeitpunkt noch Habsburgerisch-Deutsch gewesen wäre, dann hätte es dafür weder Anlaß noch Duldung gegeben.

    Und dann sind wir alle zwei Jahre schuld am Nervenkrieg. Und seit sogar die Frauen sehr gut Fußball spielen, eigentlich jährlich.

    Ich weiß nicht, wie Ihr mit Eurer Hypothek klar kommt, aber ich fühle mich schuldig!

  36. Die Politik Bismarcks hätte nicht zum 1. Weltkrieg geführt!

    Da der deutsche Kaiser aber eine wesentlich größere Flotte sowie neue Kolonien haben wollte, steuerte er gravierend um und entließ Bismarck.

    Diese deutsche Strategie war zumindest ein Teil der Ursachen, die zum 1. WK führten.

  37. Noch mehr Links – ich habe die Leseproben nicht verglichen, daher beide:

    http://www.chbeck.de/fachbuch/zusatzinfos/Leseprobe_Bloodlands.pdf

    http://www.amazon.de/Bloodlands-Europa-zwischen-Hitler-Stalin/dp/3406621848

    Interessant übrigens, dass zwar die EU den Holodomor als Genozid anerkennt, Deutschland aber nicht:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

    Die Geschichtsschreibung ist einer der wichtigsten Tummelplätze der Politik auf dem sich dramatische Machtkämpfe abspielen. Die Ukraine bewegte sich bei der Festschreibung der Opferzahlen auf äußerst glattem internationalen Parkett und hatte die Wünsche weit einflussreicherer Nationen stets zu berücksichtigen.

  38. Karl Kraus beschreibt aus österreichischer Sicht den Weltkrieg und sein Vorspiel in „Die letzten Tage der Menschheit“ – das Beste über diese Zeit, alles dokumentarisch belegt. Das Drama selbst ist nicht aufführbar, es würde 10 Abende dauern. Nur der letzte Akt „Die letzte Nacht“ ist in den Zwanzigern mehrmals aufgeführt worden. Text auf
    http://www.welcker-online.de/ bereitgestellt.

  39. #37 Dorian Gray

    Leute wie Sie sind Teil des Problems und nicht der Lösung. Nur weil wir uns dämonisieren, alle Schuld für alles aufladen, lassen, werden wir von Multikulti und Euro erstickt…

  40. ich habe immer Kewil als einer der besten Kommentatoren betrachtet und ich schätze meistens den Inhalt seiner Posts.

    Jedoch dass Deutschland und Österreich keine Schuld am ersten Wektkrieg hätten, ist total lächerlich und absolutt unwahr.

    Die Begeisterung für den Krieg war immmens und alle sind fröhlich und singend in die Katastrophe gegangen.

    Einige Jahre vor dem Krieg waren die Vorboten des kommenden Gemetzels vernehmbar.

  41. @#58 Rogemi

    Bitte versuche in Erwägung zu ziehen, daß Kewil mehr gelesen und erfahren hat als Du und auch daß das, was man Dir über das Bereichernde am multikulturellen Deutschland bisher erzählt hat, von offizieller Regierungsseite und durch die Medien, ein ganz klein wenig übertrieben ist.

    Begeisterung ist übrigens kein Indiz für Schuld.

  42. @57 Rogemi,

    So habe ich auch mal gedacht. Bilder jubelnder Deutscher, Pickelhauben, schnarrende Stimmmen, gebrüllte Befehle – das allgemeine „Wissen“ ist meist Filmen entlehnt in denen die Deutschen als Oberdeppen oder Mordmaschinen auftreten.

    „Keine“ Schuld am ersten Weltkrieg hätte Deutschland wenn es sein Bündnisversprechen zu Österreich gebrochen hätte, wie wir aber wissen hat Deutschland das nicht getan.Daher behauptet das auch hier niemand.

    Ganz interessant

    http://en.wikipedia.org/wiki/Anti-German_sentiment

  43. #55 Rogemi

    Das ist ein vollkommen überflüssiger Kommentar.

    Lesen sie mal einige #xx von oben her durch. Da liegen sehr gute Erläuterungen vor. Besonders die Verbindung zur Frankfurter Schule (JeanJean). Vermutlich ist das auch die passende Verbindung zu den aktuellen Problemen Europas.

    http://www.thetruthseeker.co.uk/oldsite/article.asp?ID=13488

    Zum Wk1 empfehle ich ihnen:

    Hans Fenske: Der Anfang vom Ende des alten Europa.

    Hat nur 140 Seiten und das Wesentliche wird gesagt.

  44. Die SU überfiel Polen am 17.IX.1939.

    GB und F erklärten der SU aber nicht den Krieg.

    Die britisch-französische Garantieerklärung enthielt ein geheimes Zusatzprotokoll. Sie richtete sich nur gegen D.

    Es ging GB und F also nicht um die Souveränität Polens.

    +++++++

    Christopher Clark, übernehmen Sie bitte.

  45. Wie gesagt die Alleinschuld am 1 WK trägt Deutschland mit Sicherheit nicht.

    Aber man muss das Reich nicht reiner waschen, als es war.

    Deutschland hat sich um seinen Bündnispartner gekümmert sagen hier einige. Gut, dann kann man aber auch sagen, das hat Russland genauso getan.

    Und es war das Deutsche Reich das Frankreich den Krieg erklärt hat und in das neutrale Belgien einmarschiert ist.

    Das sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen.

    Völlig unschuldig war keine Großmacht 1914, auch Deutschland nicht.

  46. @63 Carpe Diem ,

    wohl wahr! Auf Drängen Stalins distanzierten sich die USA und GB nach dem Massaker von Katyn, von dem sie wussten, dass es von der SU verübt wurde, von der polnischen Exilregierung deren Chef kurz darauf bei einem merkwürdigen Flugzeugabsturz ums Leben kam.

    Wie sie es auch mit den anderen osteuropäischen Nationen taten, warfen Roosevelt und Churchill Polen Stalin in den Rachen und sorgten obendrein dafür, dass die nach westen geflüchteten Gegner Stalins, wie auch die russischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen ihrem Mörder ausgeliefert wurden.

    Der „gute Krieg“, der mit der endgültigen Vernichtung Deutschlands den Weltfrieden bringen sollte, führte nicht nur zum Untergang des britischen Reiches, er lieferte im Nachgang weite Teile der Welt an den Marxismus aus, der in seiner Blutlust die Verbrechen Hitlers in den Schatten stellen sollte – was aber nicht gesagt werden darf, denn auf diesem „guten Krieg“ ruht die „moralische Kraft“ der neuen Weltordnung.

    An dieser grauenhaften und für die Alliierten unehrenhaften Geschichte krankt der Westen bis heute.Aus ihr ergibt sich auch, dass es Opfer erster und zweiter Klasse gibt und die Verbrechen Stalins und seiner willigen Vollstrecker marginalisiert und verschwiegen werden.

    Um den moralisch unantastbaren Standpunkt einzunehmen, kämpfen die westlichen Eliten ununterbrochen weiter gegen Hitler, der auch mal Milosevich oder Assad oder noch hysterischer Wilders oder wenn’s sein muss Lucke heißen kann.

    Ein Perpetuum Mobile intellektueller Verlogenheit und moralischer Verkommenheit.

  47. Vielen Dank, Kevil, für Deinen lesenswerten Artikel.
    In diesem Zusammenhang empfehle ich das Buch: „Schuld oder Verhängnis?“, geschrieben von der Historikerin Hannah Vogt, die ein sachliches Geschichtsbild darlegt, obwohl sie als Kommunistin im KZ war.

  48. Beim lesen von einigen der kommentare oben fiel mir echt die pappe aus dem gesicht.
    Typisch gemeinschaftskundekenntnisse der nach68er verschlimmbesserten gesamtschuloberstufe

    Wie lobe ich mir das gymnasium in den 50er/60ern

    Mit doukmenten kann alles beweisen –

    sogar

    die

    wahrheit

    Wie immer als Hinweis zur deutschen geschichte 1813-2013 oder
    noch besser

    1517-2013

    Cui bono?

    oder für nichtlateiner:

    Wer hatte etwas davon?

    Etwa die deutschen?

  49. Meine Herren, mir ist das echt zu blöd die geschichtlichen Umstände nochmals vorzubeten. Akzeptiert mal, dass D den ersten Weltkrieg auf dem Kerbholz hat. Dass Versailles ein ein-
    maliges Denkmal von Unverstand und politischer Dummheit war, ist klar. Danach haben die Siegermächte auch dem Satan Hitler gegeben, wass sie der Wimarer Republik verwei-
    gerten. Dennoch: das als Entschuldigung für Hitler??? Bitte sehr! Sehr schwach!

    Akzeptiert das und geht weiter. Wie auch schon gesagt, wir haben echt wichtigere Probleme!!

  50. Ich habe noch etwas vergessen:

    Mit dokumenten kann man alles beweisen, selbst die wahrheit.

    Deshalb

    Öffnung aller Archive!

    aller?

    Ja

    ALLER

  51. #69 Dorian Gray
    denke ich auch. Du hast Recht.

    .. es ist zu einfach, es irgendjemanden in die Schuhe zu schieben. Die Deutschen .. die Russen .. die Franzosen .. die Serben .. das Volk .. der Kaiser .. die Österreicher .. die Reichen .. die Banken.
    Alle haben sie irgendwie Schuld. Und jede dieser Parteien hätte mehr machen können, um diese Katastrophen zu verhindern. Jeder hat sich seine eingenen Eitelkeiten geleistet. Kriege sind immer für alle Menschen eine Niederlage.
    Als kleines Menschenwesen bin ich begrenzt und kann nur versuchen auf meiner kleinen Scholle mit den Menschen, mit denen ich lebe in Frieden zu leben. 🙂 .
    Wir, die Nachkommen müssen mit den Folgen so oder so leben. Die Mitschuld der Deutschen am Krieg sollten wir aber auch akzeptieren. Alles andere wäre Selbstbetrug.

    Zu gut kommen meiner Meinung nach diejenigen weg, die im Prinzip die Jahrhunderte im Hintergrund gearbeitet haben und die unterschiedlichen Parteien gegeneinander aufgeheizt haben.
    Die gleichen Leute, die Lenin finanziert haben, haben auch Hitler finanziert. Ist doch merkwürdig, oder? Aber in dieser Richtung wurde trotz jetzt fast 70 Jahre nach Kriegsende 2.WK nicht geforscht.
    Man kann mit Geld viele Dinge machen. Man kann gute Dinge machen oder sehr schlechte. Geld ist das Blut eines jeden Krieges. Ohne Geld, kein Krieg. Und nach einem Krieg kann man Geld zählen und Besitztümer neu aufteilen. So siehts aus.
    Ein paar Leute können mit Krieg sehr viel Geld verdienen.

    Aber die Deutschen .. sie sind verführt .. sie wurden verführt .. und .. offen?
    Aber wer sind die Deutschen? .. für mich sind die Deutschen z.B. meine Uroma, die mit 85 noch 20 km mit dem Fahrrad zum Einkaufen gefahren ist. Sie war eine wunderbare Frau, fleißig, sie war fromm und hatte den Herrn Jesus lieb ..

  52. #69 Dorian Gray,

    auch wenn sie vielleicht ein Fan von Wells sind, Recht haben sie mit ihrer Einlassung dennoch nicht.

    These.

    Wer die Geschichte negiert oder Geschichtenschreibung betreibt, der kann auch nicht die Zukunft gestalten.

    Objektivierung gleich geliefert.

    Da die europäische Geschichtsschreibung auf einem Siegerkonstrukt basiert ist das Konstrukt EU auch nur eine Fehlgeburt.

    Ist es nicht so?

  53. @rogemi
    Ja, so jung wie Du war ich auch einmal.

    Bis ich während einer denkwürdigen Petersburger Nacht noch zu Sowjetzeiten von einem jungen Offizier der Roten Armee (Russen sind die geborenen Anarchisten wenn´s draufankommt) grinsend danach gefragt wurde, warum die heiligen Allierten denn im September 39 nicht der Sowjetunion den Krieg erklärt haben oder spätestens im November desselben Jahres (Überfall der Sowjets auf Finnland), wenn es denen nur um Freiheit, Schutz niedlicher kleiner Völker und ähnliches Blabla geht.

    Damals wußte ich keine Antwort, aber die Selbstverständlichkeit der mir verabreichten Ideologeme war grundlegend erschüttert (zumal böse Russen über die Machenschaften der westlichen Edelstatten offenbar besser informiert waren und sind als wir geläutertes und umerzogenes Bundesgenösslein).

    Weißt Du, es gibt im Leben eines Nichthirntoten Momente, wo man einfach vom Glauben abfällt und hinterher ein anderer Mensch ist als zuvor. Man beginnt nämlich Fragen zu stellen, selbst nachzudenken und zu überprüfen, was einem bisher so eindeutig und zutreffend erschien (schwärmerische Gemüter nennen so etwas Aufklärung).

    Halte nach solchen Momenten Ausschau, wenn Du nicht den Ehrgeiz hast, als dummes Schlachtvieh zu sterben.

  54. #(62) Antidote
    ich habe nur die einseitigkeit der Schuldzuweisung für den 1 WK an Russland, Frankreich und Serbien moniert, sonst nichts

    1914 war der Beginn eines Krieges, der viele Väter hatte.

    Aber vielen Dank für den Hinweis auf das Buch von Hans Fenske.

    Jenseits der Diplomatie wäre dieser Krieg gar nicht möglich gewesen, wenn Europa keine rabiate Säkularisierung durchlebt hätte. Die Schwächung des Christentums hat der Nationalismus (Pangermanismus, Panslawismus, etc.) stark, zu stark gemacht.

  55. #69Dorian Grey
    Auch wenn ich nicht zu den angesprochenen Herren zähle, wage ich es nochmals, mich in das Gespräch einzuschalten. Bitte, auch wenn es Ihnen zu blöd ist, die „geschichtlichen Umstände“, die die Alleinschuld Deutschlands an WK1 belegen, „nochmals vorzubeten“, sollten sie der Vollständigkeit halber dennoch tun. Meines Wissens haben Sie Ihre These von der Alleinschuld Deutschlands überhaupt noch nicht mit Fakten belegt.

  56. Was Putin meinte ist, dass der Kern im Versailles Vertrag steckt und der auch dazu geführt hat, wer angefangen hat ist doch klar.
    Und vergesst nicht was die Nazis alles gemacht haben. Mir wird schon jetzt übel, wenn ich daran denke.

    Man will damit ausdrücken, wenn man ein Volk unterdrückt, so wie Deutschland früher, wird sich der Volk dagegen wehren, blöd wird es wenn ein Irre an die Macht kommt!

  57. Ausgangslage vom 1 Weltkrieg war doch als die Deutschen den Russen krieg erklärt haben. Und dann folgend den anderen mit der Selben Erklärung.

    Damals war man bis an die Zähne bewaffnet, keiner hat sich den Krieg ausmahlen können, so wie man heute es nach den Erfahrungen kann.

    Männer gingen an die Front im Glauben, man wäre spätestens zu Weihnachten daheim. Das erklärt schon den Übermut und Irrglauben, worin der 2te Kern im Ausbruch des Krieges sich versteckt.

  58. #39 Digitaaal (08. Okt 2013 12:35)

    Dass Deutschland am 1 WK nicht die Alleinschuld trägt, sollte klar sein.
    Man muss das Reich aber auch nicht reiner waschen, als es war.
    Auch Deutschland hatte Interesse an einem Krieg und Österreich drängte Serbien erst dann zu dem Ultimatum, als es klar war, dass es den Schutz des Reiches hatte. Deutschland jetzt als ganz unschuldig darzustellen, wird der Geschichte auhc nicht gerecht.
    Den ersten Weltkrieg wollte zum Anfang alle Großmächte in Europa und hinterher wollte es keiner gewesen sein.
    Richtig ist auch, dass das Diktat von Versailles (maßgeblich auf Bestreben Frankreichs) zur Radikaliserung in der Weinmarer Republik beigetragen hat.
    Aber es war Hitler der Hochrüstung betrieben hat, bis zur völligen Staatsverschuldung.
    Und das es immer noch Leute gibt, die Gerd Schultze Rhonhof vorschlagen.
    Der Mann verkürzt Dokumente so, dass seine These passt, lässt wichtige Dokument gleich ganz weg und scheut sich auch nicht davor die Literatur von Holocaustleugner als Quellenangabe zu benutzen. Tut mir leid, dass ist kein ernstzunehmnder Historiker.

    Warum Deutschland Interesse am 1. WK gehabt haben soll, erschließt sich mir nicht. Alle seriösen Historiker pflichten bei, daß es Deutschland seit 1871 noch nie so gut ging und es auf dem Wege war, die europäische Zentralmacht zu werden. Ohne Krieg!
    Dies konnten jedoch die Herren in London keinesfalls zulassen, weshalb offenbar ein teuflischer Plan geschmiedet wurde.
    Ähnlich ging es vor dem 2. Weltkrieg zu. Deutschland war auf dem besten Wege, die Schmach von Versailles mit ihren territorialen Beschneidungen zu tilgen und war sogar bereit, den Status Quo der polnischen Grenzziehung vertraglich zuzusichern. Die Bedrohung der umliegenden Staaten war greifbar und kein Hirngespinnst eines kranken Österreichers. Allerdings hatte Deutschland militärisch aufgrund Versailles dem nicht entgegenzustellen, deshalb die Aufrüstung. Bei Verhandlungen mit England im Vorfelde wurde als Kompromiß vorgeschlagen, daß Deutschland nur auf 35% der englischen Flottenstärke aufrüstet, wenn England im Gegenzug seinen Einfluß auf Polen geltend machen würde und die Forderung betreffs Danzigs und der Durchfahrtswege des Korridors unterstützte.
    Wirklich sehr aufschlußreich hierüber ist die 2013 erschienen Biographie „Ribbentrop“ von Stefan Scheil, der natürlich auch sofort wie Schulze-Ronhoff von Links zum Revisionisten erklärt wurde. Doch er belegt jede seiner Aussagen mit Quellen, weshalb es wohl schwer sein wird, sein Buch in die gewünschte Ecke zu verschieben.
    Auf keinen Fall war Polen das arme grundlos überfallene Land und die Tschenchen, Rumänen, Ungarn und Ukrainer können ebenfalls ein Lied davon singen.
    Es ist jedenfalls nicht verkehrt, sich engehender mit unserer Geschichte zu befassen und zwar außerhalb von Knopp und Kumpanen. Die unverdächtigsten Einschätzung zur Rolle Deutschlands im Machtpoker der damaligen Zeit kommen natürlich aus ausländischen Quellen, die allerdings dann sofort, wenn sie pro Deutschland schreiben, ebenfalls mit der Totschlag-Keule „Holocaustleugner“ niedergeknüppelt werden.
    Menungsfreiheit gilt eben nicht für jede Meinung in diesem Staate.

  59. #77 NePeschka

    Ausgangslage vom 1 Weltkrieg war doch als die Deutschen den Russen krieg erklärt haben. Und dann folgend den anderen mit der Selben Erklärung.

    Lesen sie Fenske. #62

    Und warum ließ der Zar seine beiden obersten Krieger wohl später erschießen?

    Deutschland war im Bündnis der Achsenmächte eingebunden. Auslöser war sicherlich Sarajewo und Russland hatte schon längst ihre Armee gegen Österreich-Ungarn mobil gemacht.

    Und hier ein Link über die Ereignisse und Chronologie:
    http://www.breu-seite.de/pdf/ww_1.pdf

    Googlen sie einma nach Sir Robert Vansittart. Ist auch erhellend.

  60. #69 Dorian Gray (08. Okt 2013 20:42)

    Meine Herren, mir ist das echt zu blöd die geschichtlichen Umstände nochmals vorzubeten. Akzeptiert mal, dass D den ersten Weltkrieg auf dem Kerbholz hat. Dass Versailles ein ein-
    maliges Denkmal von Unverstand und politischer Dummheit war, ist klar. Danach haben die Siegermächte auch dem Satan Hitler gegeben, wass sie der Wimarer Republik verwei-
    gerten. Dennoch: das als Entschuldigung für Hitler??? Bitte sehr! Sehr schwach!

    Akzeptiert das und geht weiter. Wie auch schon gesagt, wir haben echt wichtigere Probleme!!

    Die heutigen Probleme resultieren aus der verfälschten Geschichtsschreibung.
    Was den 1. WK betrifft, ist ja sogar das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen schon weiter als Sie! Dort wurde bereits der 15-Punkte-Plan von Wilson, die Übernahme der Verhandlungen durch die Franzosen und ein völlig neuer „Vertrag“, den zu unterschreiben sich die deutsche Delgation aufgrund der Hungerblockade und der dadurch resultierenden täglich tausenden verhungerten Deutschen gezwungen sah, etc. thematisiert.
    Ein ganz guter Film lief mal auf arte http://www.youtube.com/watch?v=062rt11BMt0

  61. @Tolkewitzer.

    Hat London das Reich dazu gezwungen, im 1 WK Frankreich den Krieg zu erklären? Wurde das Reich gezwungen, in das neutrale Belgien einzumarschieren?

    Zum Thema 2 Weltkrieg.

    Warum wird eigentlich ständig unterschlagen, das Hitler gemäß seiner bereits 1925 verfassten Denkschrift vorhatte, den Osten für Lebensraum zu erobern.

    Auch hier die Frage. Hat London das Reich gezwungen, in die Beneluxstaaten einzumarschieren? Hat London das Reich gezwungen in Dänemark einzumarschieren?

    Hitler Reden 1932-1945
    23 November 1939

    Ich habe lange gezweifelt, ob ich erst im Osten und dann im Westen losschlagen sollte. Grundsätzlich habe ich die Wehrmacht nicht aufgestellt, um nicht zu schlagen. Der Entschluß zum Schlagen war immer in mir. Früher oder später wollte ich das Problem lösen. Zwangsläufig wurde entschieden, daß der Osten zunächst zum Ausfall gebracht wurde.

    Ja so klingt jemand der Frieden will und völlig unvorbereitet von anderen zum Krieg gezwungen wird.

  62. #79 Antidote

    Lesen sie Fenske. #62

    Und warum ließ der Zar seine beiden obersten Krieger wohl später erschießen?

    Deutschland war im Bündnis der Achsenmächte eingebunden. Auslöser war sicherlich Sarajewo und Russland hatte schon längst ihre Armee gegen Österreich-Ungarn mobil gemacht.

    Und hier ein Link über die Ereignisse und Chronologie:
    http://www.breu-seite.de/pdf/ww_1.pdf

    Googlen sie einma nach Sir Robert Vansittart. Ist auch erhellend.

    Vllt. ließ er die erschießen weil es Tschetschenen waren!^^

    Vor dem 1 Weltkrieg Stand Europa auf dem Pulverfass. Jedes Land hat sich bis an die Zähne bewaffnet, und jedes dachte es war zu mächtig, mächtiger als alle anderen.
    Da würde ja schon Spucke Richtung Kaiser genügen, damit ein Krieg entsteht.
    Vor dem 1 Weltkrieg ging Soldat euphorisch an die Font.
    Die Geschichte selbst zeigt, dass man die Geschichte in Ferner Zukunft so ausmalen wird wie es einem passt. Braucht nur genug Einfluss.
    Wenn ich heute schon höre, dass Amis Deutschland besiegt haben, wird mir schon so einiges bewusst…

    Und Mobilmachung ist das eine, Kriegserklärung was anderes.
    Mobilmachung in einem riesen Land, ist nichts anderes, als die Verteilung der Kräfte.
    Bei Jeder Kriese wird Mobil gemacht.
    Was Kriegserklärung ist, muss ich hoffentlich nicht erklären… 😉

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