„NS-Experte“ Hardy Krüger schwingt Nazikeule

Köln. Der frühere Schauspieler Hardy Krüger hat den Fußballfans des 1. FC Köln eine Nazi-Unterwanderung unterstellt und die Bürgerbewegung PRO KÖLN in direktem Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus gebracht. Bei einer Veranstaltung im Kölner Rathaus mit Oberbürgermeister Volker Roters (SPD) bezeichnete Krüger laut BILD-Zeitung PRO KÖLN als Nazi-Bewegung, die im nächsten Jahr abgewählt werden müsste.

Man möchte meinen, dass Krüger wenigstens wissen sollte, wovon er spricht – angesichts seiner eigenen braunen Vita: ehemals Adolf-Hitler-Schüler an der NS-Ordensburg Sonthofen, NS-Propagandaschauspieler („Junge Adler“) und last but not least Angehöriger der Waffen-SS („Division Nibelungen“). Danach – wie bei so vielen ehemaligen „100-Prozentigen“ – die Wandlung vom Saulus zum Paulus. Stichwort: Aufarbeitung der eigenen braunen Vergangenheit (persönlich oder familiär) auf Kosten anderer, völlig Unbeteiligter. Die Hatz auf Minderheiten und kritische Bürger war halt schon immer die Spezialität derjenigen, die oben sein und dazu gehören wollten und wollen!

Judith WolterDie passende Antwort schrieb dem offenbar grenzsenilen Schauspieler die 35-jährige Anwältin und Mutter Judith Wolter (Foto l.) ins Stammbuch. “Es stellt eine Unverschämtheit sondergleichen dar, von so einer vorbelasteten Person in einen Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus gebracht zu werden”, empört sich die 1978 geborene PRO-KÖLN-Fraktionsvorsitzende. “Herr Krüger sollte sich angesichts seiner braunen Vergangenheit lieber im Stillen schämen und unbescholtene Bürger, die überhaupt gar nichts mit der NS-Zeit und NS-Ideologie zu tun haben, in Ruhe lassen”, so die Fachanwältin für Familienrecht weiter. “Ich verbitte es mir jedenfalls, derart beleidigt zu werden und betone im Namen unserer von 20.000 Kölnerinnen und Kölner gewählten Mandatsträger und Mitglieder, dass PRO KÖLN nur in einem Punkt radikal ist: In der Abwehr des Extremismus, komme er nun von rechts, links oder islamistischer Seite!”