Mit einem skurrilen Gutachten versuchen die Islamverbände Prof. Mouhanad Khorchide aus seinem Amt zu hebeln. Unter einem Gutachten versteht man eine Expertise von Experten, die alle Aspekte eines Themas abklopfen. Dieses Gutachten hier erinnert an eine Seminararbeit.

(Von Norbert G. Pressburg)

Verfasst ist es von einer Theologin, einem an der Bunderswehrhochschule München angestellten Islamtheologen und zwei Studenten, „angehenden Theologen“, wie es heisst. Das Gutachten besteht aus jeder Menge unerheblicher Theorie und Wortklauberei, dabei geht um ein ganz simples Ziel: Prof. Khorchide soll abgesägt werden, weil er nicht den Mehrheitsislam vertritt. Dies soll wohl in dem Gutachten nachgewiesen werden. Welchen Islam die Gutachter vertreten, ist eigentlich auch nicht klar, aber den Namen nach zu schließen vertreten drei der vier den dem DIYANET, dem türkischen Religionsministerium genehmen Islam, der durch die DITIB im islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen etabliert werden soll.

Hauptangriffspunkt ist Khorchides Buch „Islam ist Barmherzigkeit“. Khorchide macht es seinen Kritikern recht leicht, muß man sagen. In dem Buch sucht er eklektizistisch, man kann auch sagen krampfhaft, Koranstellen heraus, die in dieses Schema passen. Das mögen Wissenschaftler nicht und eifrige Muslime offensichtlich auch nicht, obwohl Khorchide doch nichts anderes tut, als die Rosinen aus dem Koran herauszupicken. Was er macht, kann man als unwissenschaftlich bezeichnen, aber es ist politisch korrekt. Dass Khorchides extrem positive Darstellungen angesichts des allgemeinen Islamophobielamentos den Gutachtern nicht gefällt, erstaunt ein wenig. Überraschen muß aber, dass die Islamvorstände den Punkt nicht erfasst haben und das Gutachten auf die Öffentlichkeit loslassen. Denn das sagt nämlich ungemein verzopft und verschwurbelt folgendes: Der Islam ist gar nicht so wie Herr Khorchide das behauptet, man muß eben den ganzen Koran berücksichtigen (Anmerkung: Und das ist eben auch der Koran des Dschihad und der Scharia, des Steinigens, Handabhackens und Töten von Ungläubigen), Khorchide aber vernachlässige Teile des Korans und sei deshalb in seiner Position unhaltbar:

„Seine Ausführungen über die Glaubensgrundsätze lassen keinen Zweifel, dass er an Gott glaubt und den Propheten ehrt. Wesentliche, als theologisch deklarierte Positionen von ihm sind jedoch von der Meinung der mehrheitlichen sunnitischen Gelehrten abweichend.“

Und was ist mit der Meinung der nicht-sunnitischen Muslime, die in Deutschland sehr wohl die Hälfte ausmachen könnten? Muß nach dem Vorbild der Türkei – Alevitenkinder und andere müssen in den sunnitischen Religionsunterricht gehen – auch bei uns der Mohammedanismus als alleinige islamische Richtung durchgesetzt werden?

Dabei war alles so schön eingefädelt. Politik, Medien und Teile der Wissenschaft unternahmen schon jahrelang das Äußerste, um den Islam bei uns salonfähig zu machen. Hartmut Bobzin lügt in seiner neuen Koranübersetzung sozial unverträgliche Stellen schön, Vielschreiber Heinz Halm unterschlägt Unpassendes, um der islamischen Tradition nicht zu widersprechen, Gudrun Krämer darf mit einem Professorengehalt ausgestattet Geschichten aus „Tausend und einer Nacht“ als Geschichte zum Besten geben und Angelika Neuwirth vom Corpus Coranicum lässt den Koran gar zu einem Stück europäischer Literatur werden und sagt in dankenswerter Offenheit, was das Ziel der Koranforschung sein muss: nämlich eine „Zukunftsphilologie des Koran zu schaffen“. Das heisst im Klartext, den Koran so zu manipulieren, dass er auch für europäische Ohren sozialverträglich klingt. Auch Khorchide hat brav seinen Beitrag geleistet – und nun das.

Dabei hat Khorchide als einer der wenigen Muslime begriffen, dass der Islam, ohne sich zu reformieren, niemals Anerkennung in Europa erfahren wird. Der Islam, wie er sich heute geriert, hat keine Chance in einer modernen Gesellschaft Akzeptanz zu erlangen und drängt so seine Anhänger automatisch in eine Randexistenz, Stichwort „Parallelgesellschaft“. Khorchide versucht sich als Reformer, aber woher der Wind weht, zeigen die von den Islamverbänden in Marsch gesetzten Gutachter: „Der Koran aber ist vom Erzengel Gabriel vollständig und ausschließlich dem letzten Propheten und Gesandten Mohammed vermittelt worden, dies zudem in extrem kurzer Zeitspanne.“ Das Hadithunwesen nennen sie „Hadithwissenschaften“.

Der Hinweis auf die „extrem kurze Zeitspanne“ der Verkündigungen bezieht sich auf einen Abschnitt Christentumkritik im Gutachten. Und zwar versucht namentlich der Bundeswehr-Islamologe die Überlegenheit der islamischen Tradierung gegenüber der christlichen (was hat das mit dem Thema zu tun?) dadurch herauszustellen, dass erstere „in extrem kurzer Zeitspanne“ geschehen sein soll. Erstens ist dies zum Beispiel im Falle der Hadithe völliger Unsinn, zweitens sind Teile des Korans nach neuesten Erkenntnissen vor-mohammedanisch und drittens übersehen die eifrigen Theologen, dass niemand hinsichtlich der Bibel göttlichen Anspruch erhebt, dies aber im Falle des Koran aber Selbstverständlichkeit ist: Der Koran, heisst es, sei das authentische Wort Gottes, das vom Erzengel Gabriel bis heute – Anmerkung: trotz bereits Hunderter nachgewiesener Tradierungsfehler – unverändert ohne Fehl und Irrtum überliefert wurde, in ihm sei alles Vergangene, Gegenwärtige und Zukünftige enthalten. Kein Wort dürfe daran geändert werden.

Und weiter im Gutachten:

„Islamwissenschaftler (Anm: gemeint sind wohl nichtmuslimische Islamwissenschaftler) scheuen sich bekanntlich nicht, auch zentrale Aussagen der Religion selbst in Zweifel zu ziehen… Einem bekenntnisorientierten Theologen, der den islamischen Glauben wissenschaftlich zu erläutern und argumentativ zu rechtfertigen sucht, ist dies vom eigenen Selbstverständnis her jedoch versagt.“

Wer solcherart Ansprüche stellt und wer derartige Barrieren errichtet, befindet sich wissenschaftlich nicht wirklich in einer beneidenswerten Position, aber von diesem Schlage sind die Gutachter. Wo da Reformen Platz finden könnten, weiss eben nur…

Und nun? Die Ministerialbürokratie steht wieder am Schlauch, die Islamverbände haben sich selber ins Bein geschossen, indem sie Khorchides Steilvorlagen nicht annahmen, eine politische Machtprobe steht nun ins Haus. Ein Bewerbungsschreiben für die umkämpfte Stelle, das sich „Gutachten“ nennt, ist auch schon eingegangen.
Es ist keine gute Bewerbung, Herr Minister.

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42 KOMMENTARE

  1. Auch ein „Korchiden-Islam“ ist mir in meinem Land nicht willkommen.

    Aber was die Korangetreuen da veranstalten… Taqiya geht anders, echt!

  2. habe da mal in wikipedia gestöbert, von Korchide aus zu Sven Kalisch, dessen Nachfolger der erstere ist, zu Kalischs Assistentin Lamya Kaddor.

    as ist ja alles vom Staat toleriertes und unterstütztes finsteres und hoch dogmatisches Mittelalter. Vom Staat toleriert und unterstützt – wohlgemerkt. Wo leben wir denn? Haben die den Steuerzahler ausbeutenden Staatsbüttel und Profs, Assistenten und Dozenten, die sich für einen an Primitivität nicht mehr zu überbietenden mörderischen udn reaktionären Aberglauben in der Verkleidung einer ‚Religion‘ einsetzen. noch alle Tassen im Schrank?

  3. Das es sich nicht um ein seriöses Gutachten handeln konnte war doch von vorneherein klar.
    Wer hätte dieses auch verfassen s(w)ollen? Das man Khorchide loswerden will ist ja nicht erst seit gestern bekannt.
    Das man auch 2 Studenten benutzt ist allerdings ein Skandal.
    Khorchide war doch von Anfang an dem KRM ein Dorn im Auge und wurde nur aus Hinterhältigkeit, wie es nun mal bei den meisten Moslems so ist, akzeptiert, vermutlich dacht man noch das man ihm schon noch in den Griff bekommt.
    Bei Prof. Kalisch konnte er sich schließlich anschauen in welcher Besenkammer er nun arbeitet und wie es ist unter ständigem Polizeischutz zu leben.

    Ich bin mal gespannt wer nun in den Beirat als Vertreter der Universität gelangt und natürlich auch wie sich Prof. Nelles weiter vom KRM vorführen lässt.
    Schließlich setzt bei der Frau das Hirn aus wenn es um den Islam geht.

  4. Religionswortklaubereien als Politikum im säkularen Deutschland des Jahres 2013 – ich glaub’s nicht!
    Im Falle der BRD GmbH glaub‘ ich’s schon eher.
    Und unverblümt – ob Korchide nun die gemäßigte Islamausprägung vertritt oder nicht, ist vollkommen irrelevant. Der Islam gehört nicht hierher. Punkt.
    Ich persönlich habe nicht das geringste Verständnis dafür, daß Kräfte für orientalische Rabulistik gebunden werden. Europa hat Zeiten eigener Religionsdebatten hinter sich und sollte sich nicht dasselbe Programm nochmals in Form mohammedanischer Einwanderer runter- bzw. an den Hals laden.
    Aber wie gesagt – nur im Kontext BRD GmbH ergibt es für mich einen Sinn, daß genau das nicht etwa passiert, sondern herbeigeführt wird.

  5. #7 Kara Ben Nemsi
    #9 Westgermane

    Mehr kann man dazu auch nicht mehr sagen. Außer dies, ich würde Herrn Wulf noch immer gerne in den Arsch treten, für sein dummes Gerede der Islam gehört zu Deutschland.

  6. Die Autoren dieses „Anti-Khorchide-Gutachtens“ sind ein Witz. Lauter angehende,einer wohl noch Student, die Islamwissenschaftlerin so bekannt, dass sie nicht einmal auf Wiki zu finden ist.

    Ob Khorchide einen Mehrheits-Islam vertritt vermag ich nicht zu beurteilen. Die Mehrheit der Muslime hierzulande tickt in jedem Fall anders als die Islamverbände. Dass er kieinen Islam vertritt, der den Verbänden passt war schon vorher klar. In jedem Fall ist dieses „gutachten“ ein Eigentor der Verbände und spielt uns Islamkritikern in die Hände.

  7. #6 Westgermane (19. Dez 2013 15:18)
    Ich bin mal gespannt wer nun in den Beirat als Vertreter der Universität gelangt und natürlich auch wie sich Prof. Nelles weiter vom KRM vorführen lässt.
    Schließlich setzt bei der Frau das Hirn aus wenn es um den Islam geht.
    – – –
    Die Nelles?
    Welches Hirn? 😉

  8. Die KRM-Gutachter haben doch völlig recht: Khorchide will den Deutschen einen Islam light als Islam verkaufen mit Allah, einem Gott der Liebe und Barmherzigkeit, an der Spitze, und das ist eine Mogelpackung.

    So wie Khorchide selbst, wie einige wohl zu recht vermuten. Khorchide hat in Wien Soziologie studiert und will nebenbei mittels Fernstudium in Beirut Islamische Theologie studiert haben – und das reicht für einen „Professor der Islamischen Religionspädagogik“? Die Universität, an der er studiert haben will, heißt übrigens „Al Imam Al Ouzai“ und nicht, wie Khorchide bei der Uni Münster angibt, „Al Ozaii-Imam“:

    http://www.ouzai.org/index-en.php

    Der Koran, heisst es, sei das authentische Wort Gottes, das vom Erzengel Gabriel bis heute … unverändert ohne Fehl und Irrtum überliefert wurde…

    Gott ist nur vor lauter biblischem Personal, mit dem er den Koran bevölkert hat, das eine oder andere durcheinandergeraten. Maria zum Beispiel AT und NT, Maria NT ist nicht „Schwester Aarons“ (19:28), das war AT, Aaron war der Bruder von Mose. Oder Esra, von dem die Juden angeblich sagen, der er „Allahs Sohn“ sei (9:30), stimmt nicht, sagt ein Jude, Micha Brumlik:

    „Wenn der Qur’an vom ersten bis zum letzten Buchstaben Gottes Wort ist, hat sich Gott in dieser Frage entweder geirrt, oder: Wenn diese Fehleinschätzung nur als historisch gilt, dann gerät das zentrale Dogma des Islam – dass der Qur’an vom ersten bis zum letzten Wort Gottes sei – ins Wanken.“

  9. Wir sollten alle Islamkritiker unterstützen und auch Herrn Khorchide

    schon alleine für seinen Heldenhaften Mut, sich gegen die Islamverbände zu stellen!

    Mit seinem Mut und zeit er einmal mehr, wie die großen Islamverbände ticken…

    Dafür müssen alle Islamkritiker ihm danken!

    Deshalb sollten wir ihn und alle Islamkritiker und ehrlichen Reformierer unterstützen…

    auch wenn es für viele nur symbolisch sein mag….

    Am besten kann man die Islamisierung bekämpfen, wenn man dafür sorgt, dass sich die Islamisten gegenseitig bekämpfen!!!

  10. In seinen Büchern und Aufsätzen hat Khorchide nicht weniger als einen (aus verfassungspatriotischer Sicht) durch und durch sympathischen Islam herausgearbeitet. Reihenweise entsorgte er all die Zumutungen der islamischen Tradition – und das nicht gewunden und unter Vorbehalt, sondern uneingeschränkt und klar.

    Ungewohnte Klarheit des Reformislams

    Dass Atheisten und sonstige Nichtmuslime nur Brennmaterial fürs ewige Höllenfeuer seien, dass Ex-Muslime, Ehebrecher oder Homosexuelle zu Tode gesteinigt gehörten, dass man Frauen züchtigen dürfe und dass Christen mit dem Glauben an die Menschwerdung Gottes eine verdammenswerte Todsünde begingen – all diese Kröten, um nur ein paar zu nennen, verscheuchte Khorchide aus seinem Haus des Reformislams. Für ihn ist das zeitgebunden oder nicht authentisch, jedenfalls für immer veraltet. Und damit eroberte er die Herzen hiesiger Nichtmuslime – vom Bundespräsidenten bis zu Ministern der zuständigen Landesregierung in NRW.

    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article123121108/Muslimen-schadet-der-Kampf-gegen-ihren-Reformer.html

  11. Khorchides Leistung wirkt umso befreiender, als man solche Klarheit von den Verbänden eben nicht gewohnt ist. Die üben sich bislang eher in der Kunst, Konflikte zwischen deutscher Werteordnung und verfassungsfeindlichen Teilen der islamischen Orthodoxie mit oberfaulen Kompromissen zu überbrücken. Ein Beispiel: Natürlich, so erklären sie mit scheinbar größter Selbstverständlichkeit, sei die Steinigung hierzulande kein Thema. Aber die Begründung dafür kann einen nur besorgen.

    Manche, wie Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, erklären, sie seien doch für ein „Moratorium“ in Sachen Steinigung. Damit gemeint ist gemäß dem Islamgelehrten Tariq Ramadan folgendes: Bis die islamischen Gelehrten weltweit eine Einigung über den Sinn oder Unsinn der Steinigung erzielen, soll diese Strafe nicht angewendet werden. Heißt im Umkehrschluss: Sollten sie sich darauf einigen, diese blutige Strafe sei Gottes Wille, wäre das Steinigen auch heute noch völlig o.k. Ist das eine beherzte Absage an eine derart abscheuliche Foltermethode?

    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article123121108/Muslimen-schadet-der-Kampf-gegen-ihren-Reformer.html

  12. Aber in den Verbänden gibt es noch viel faulere Kompromisse. So argumentieren manche, anknüpfend an das Internationale Institut für islamisches Denken in Washington oder an den Gelehrten Yussuf al-Qaradawi, in Deutschland sei das Ermorden Abtrünniger, Homosexueller oder Ehebrecher deshalb kein Thema, weil Muslime hier die Minderheit stellten. Ergo: Sollte sich das ändern, sähe die Sache anders aus.

    Wohltuend anders klingt da Khorchide. Ihm zufolge widerspricht die Steinigung eindeutig und ohne jede Einschränkung der Menschenfreundlichkeit des barmherzigen Gottes. Diese Klarheit konnten die Verbände offenbar nicht ertragen. Sie rüffelten Khorchide, mit solchen Ansichten könne er nur noch „auf Kirchentagen“ reüssieren (so der niedersächsische Schura-Vorsitzende Avni Altiner). Nur zur Erinnerung: Das war nicht als Kompliment gemeint.

    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article123121108/Muslimen-schadet-der-Kampf-gegen-ihren-Reformer.html

  13. OT

    Stuttgarter Gymnasium
    Schule sagt Multi-Kulti-Feier nach Protesten ab

    Die Einladung sei aber auf Internetseiten der „rechtslastigen Szene“ gelangt und dort mitsamt der Kontaktdaten der Schule veröffentlicht worden. Außerdem seien E-Mails mit Protesten bei der Schule eingegangen. „Das wurde vonseiten der Schule als eine Art Drohkulisse verstanden. Daraufhin hat man sich abgestimmt, die Feier abzusagen.“ Das Regierungspräsidium habe als zuständige Schulbehörde zudem die Polizei gebeten, die Sache im Auge zu behalten.

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarter-gottlieb-daimler-gymnasium-schule-sagt-multi-kulti-feier-nach-protesten-ab.33f75581-a209-40a0-a1f2-2d81cf06ca78.html

    Til Sichel, 15:05 Uhr
    „Nazis“
    … vorzuschieben, ist eine mit Verlaub peinlich billige Ausrede. In Wirklichkeit gab es mehr Gegenwind, als die Initiatoren dieser durch und durch schwachsinnigen Aktion es sich erhofft hatten. Und das nicht etwa von Nazis, sondern von Leuten, die mit Weihnachten aufgewachsen sind und es auch künftig noch feiern wollen, unabhängig davon, ob Zugewanderte gerne anderes feiern. Interesting side fact: das Weihnachtsgeld lehnen Menschen anderen Glaubens komischerweise nie ab.

  14. un wiederholen die Vertreter des traditionellen Islams unablässig, beim Streit mit Khorchide gehe es gerade nicht um einen Konflikt zwischen konservativen (oder reaktionären) und liberalen Muslimen. Das erkenne man schon daran, dass es in ihren Reihen auch Anhänger von Positionen gebe, die denen Khorchides ähnelten. Stimmt. Vor allem auf einen Prominenten muss man da verweisen: auf den in Frankfurt lehrenden türkischen Islamwissenschaftler Ömer Özsoy, dessen historisierendes Islamverständnis dem Khorchides in vielem nahesteht. Trotzdem führt das Argument in die Irre.

    Wer legt fest, was Islam ist?

    Erstens fährt Özsoy auf dem Ticket einer Stiftungsprofessur des türkischen Staates und kann vom türkischen Kabinett jederzeit gegen einen traditionalistischen Gelehrten ausgetauscht werden, zweitens kann der deutsche Staat seinen Bildungsauftrag, also die Ausbildung staatlicher Religionslehrer, nicht an einen anderen Staat verschenken. Und drittens genießt der sympathische Özsoy keineswegs die Sympathie der in Ankara herrschenden Erdogan-Regierung, von der er aber abhängig ist. Für die strammkonservative Erdogan-Clique besitzt Özsoy wohl nur eine Funktion: er kommt in Deutschland gut an und kann dadurch eher als ein Orthodoxer den Einfluss des türkischen Staates auf hiesige Bildungseinrichtungen erhöhen.

    Von diesem Einzelfall abgesehen: Ist es denn akzeptabel, wenn in einem Verband Reaktionäre, Reformer und (laut Verfassungsschutz) mutmaßliche Verfassungsfeinde munter durcheinander gemischt werden, um gemeinsam zu definieren, was hierzulande Islam ist? Wäre es denn tolerabel, wenn in der CDU Demokraten und NPD-Leute gemeinsam den Kurs bestimmten?

    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article123121108/Muslimen-schadet-der-Kampf-gegen-ihren-Reformer.html

  15. In der Türkei gibt es auch Streit zwischen Ministerpräsident Erdogan und dieser Gülen-Bewegung(wir breiten das Netz aus wie eine Spinne,und warten bis sich jemand verfängt).Gülen-Bewegung wo die Leibziger Spd auch unterwandert. Von der Türkei steht heute in der Zeitung.

  16. …es wird die Islamisierung meines Heimatlandes Deutschland nicht bremsen… aber wir sollten die historische Uneinigkeit der Moslems als CHANCE betrachten…

  17. OT

    Ich hatte im November versprochen, vor Weihnachten einige Lesetipps zusammenzustellen. Versprochen – gehalten! Hier nun der zweite Tipp: Saskia Lorentz.

    “Die Republik der Veganer – Eine neudeutsche Utopie”

    Essen Sie gerne Fleisch? Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann müssen Sie sich bewußtmachen, daß es ganz besonders gute Menschen gibt, die sich in Organisationen zusammenschließen, die Sie deswegen nicht mögen. Ich meine, schließlich sind Sie für diese besseren Menschen ein Leichenfresser,
    Tiermörder und – wie schrecklich sich schon der Begriff anhört! – ein Speziesist; das bedeutet, Sie unterscheiden Lebensformen nach ihrer Wertigkeit; Sie stellen menschliches Leben über das von Tieren; grauenvoll. Deswegen sind Sie auch ein Rassist; und wer ein Rassist ist, der hat doch auch ganz viel mit Nazis zu tun, oder? Dem können Sie doch gar nicht widersprechen, oder wollen Sie etwa Nazis verteidigen?

    Saskia Lorentz hat die Aktivitäten gewisser gutmenschelnder Kreise neudeutscher Wahnsinniger in die nahe und mittelfristige Zukunft extrapoliert; das Ergebnis ist ein dystopischer aber sehr origineller Roman über eine der vielen denkbaren Formen der Tyrannei: die antispezisiestische und menschenfeindliche Politik eines fiktiven Veganer-Regimes.

    http://www.hjb-shop.de/cgi-bin/track.pl?Pfad=/verbotene-zone/vz10.html&ID=23131349170845

  18. An all die Optimisten in diesem Thread: Die Islamverbände haben mitnichten ein „Eigentor geschossen“ oder sich selbst erledigt. Dafür gibt es gar keine Anzeichen. In Münster wird bald ein anderer auf dem Schleudersitz Platz nehmen, die Frage ist nur wer und wie lange er/sie sich halten kann. Sämtliche Probleme bleiben weiter ungelöst.
    Zur Person Khorchide – ich war lange Zeit skeptisch und hielt seinen Barmherzigkeits-Islam für das übliche Taqiyya-Gerede, wonach alle Errungenschaften der Moderne – wie Toleranz, Gleichberechtigung, Menschenrechte – von vornherein im „ewigen“ Koran angelegt seien. Inzwischen meine ich, dass es der Mann ernst meint mit dem, was er sagt und lehrt.

  19. In Münster geht es um einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht, dass da die Verbände ein Wörtchen mit zureden haben, ergibt sich aus der Verfassung.Der evangelische Theologe Gerd Lüdemann verlor auch seinen Lehrstuhl, weil er die Dogmen des christlichen Glaubens in Frage stellte.Mouhanad Khorchide steht in der Kritik, weil er einige Glaubensinhalte im Islam über Bord wirft, vor allen Dingen die Jenseitsvorstellung im orthodoxen Islam. Nach orthodoxer Leseart kommen nur Muslime ins Paradies, Mouhanad Khorchide hat dagegen eine gaz eigene Theologie entwickelt und zwar, dass alle Menschen in Paradies kommen, egal ob Muslime, Christen, Juden usw.Auch bestreitet er, dass es eine Hölle gibt, er versteht Hölle als etwas metaphorisches.

  20. @ #30 Aureliusy:

    An der Universität Potsdam wird jüdische Theologie bekenntnisorientiert unterrichtet. Die historisch-kritische Methode wird dabei audrücklich angewendet. Bisher hat sich dort noch keine selbsternannte jüdische Interessenvertretung eingeschaltet, um dagegen zu sein.

  21. Khorchide versucht – politisch korrekt und bewußt oder unbewußt – einen lieblichen Islam zu malen.

    Das häßliche mörderische Gesicht des Islams soll er verkünden und dazu sagen: „Dies ist der Islam und das ist gut so!“

    Nirgendwo im Koran und den Hadithen ist die Grausamkeit des Islams versteckt, sondern wird offen gezeigt.

    Das Problem entsteht dann, wenn jmd. sagt, dies oder jenes gehöre nicht dazu, sei häßlich, unschön, menschenfeindlich.

    Im „goldenen“ Al-Andalus war es Christen verboten irgendetwas aus dem Koran zu zitieren. Moslems betrachteten dies per se als Kritik.

  22. Hier auch noch ein Buchtip von mir:

    Good Bye Mohammed: Wie der Islam wirklich entstand

    Sehr geschätzter Herr „Pressburg“,

    auch Sie mussten Ihr Buch unter Pseudonym veröffentlichen, was Sie mit vielen (tatsächlich) wissenschaftlich arbeitenden Autoren gemeinsam haben, die sich mit nüchternem Verstand dem Islam widmeten und von denen einige doch recht einschneidende Forschungsergebnisse im Buch gut verständlich vorgestellt werden.

    Ich habe das o.g. Buch von Ihnen gelesen und es ist mir ein Rätsel, warum es nicht eine breite Diskussion um die darin sehr gut untermauerten und für mich überaus überzeugenden Thesen und Fakten gibt.
    Das Buch ist gut verständlich, lesbar geschrieben, liefert aber trotzdem eine Fülle von Argumenten, stichfesten Fakten und Belegen, wogegen die meisten Texte so genannter „Islamwissenschaftler“ tatsächlich wie intellektulös erkennbar aufgeschwollene, wissenschaftlich fehlerhafte und inhaltlich dünne Seminararbeiten wirken.

    Besonders die Arbeit von Christoph Luxenberg“ ist so einschneidend im Ergebnis, dass es mir schon etwas unheimlich ist, dass nicht entsprechend darüber gesprochen wird.
    Vielleicht gerade, weil die Thesen so einschneidend sind?
    Ich nehme an, dass die Diskussion von denen garnicht gewollt ist, die die Meinung machen – dass man den Stich ins Wespennest fürchtet.

    Auf diese Weise werden wir weltweit aber immer weiter unter den Angriffen wütender Wespen zu leiden haben, die so wütend geworden sind, weil das Wespennest nicht angetastet werden darf – und genau die Leute es vor der Antastung durch die Aufklärung verteidigen, die bei Bedarf selbst darauf schlagen möchten und mit der Aufstachelung ihrer Wespen Angst und Schrecken und damit sehr erfolgreich politische Macht ausüben.
    Dass Stimmen wie Ihre, sehr geehrter Herr „Pressburg“, zu wenig gehört werden, ist ein für unsere Zukunft sehr schädliches Symptom unseres gestörten Zeitgeistes.

    Meine Hochachtung vor Ihrer Arbeit!

  23. OT: Pierre Vogel kommt nach Pforzheim!

    Anhänger Pierre Vogels meldet für 18. Januar Kundgebung an

    Pforzheim. Polizei und Ordnungsamt stellen sich auf rund 500 Salafisten oder Sympathisanten der radikalen islamistischen Glaubensströmung ein, die am Samstag, 18. Januar, von 14 Uhr an auf dem Marktplatz ihrem Idol Pierre Vogel zujubeln könnten.

    http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Anhaenger-Pierre-Vogels-meldet-fuer-18-Januar-Kundgebung-an-_arid,459555.html

  24. #2 Geert akbar (19. Dez 2013 15:02)

    @ #1 quarksilber

    Jetzt gibt es wohl bald zusätzlich zu Sunniten, Shiiten, Alawiten, Dynamiten und Termiten auch noch die Khorchiten? 😉
    —–
    Nicht zu vergessen: die Grün-Nieten!

  25. #31 Maethor (19. Dez 2013 19:07)

    b) Die Wissenschaftsfreiheit von Hochschullehrern der Theologie findet ihre Grenzen am Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften. Das Grundgesetz erlaubt die Lehre der Theologie als Wissenschaft an staatlichen Hochschulen. Sind staatliche theologische Fakultäten eingerichtet, muss das Selbstbestimmungsrecht derjenigen Religionsgemeinschaft beachtet werden, deren Theologie Gegenstand der konfessionsgebundenen Lehre ist.

    http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs20081028_1bvr046206.html

  26. Es ist müßig, über Khorchide zu diskutieren.

    Weder er noch seine „Lehre“ werden von Moslems akzeptiert.
    Er soll abgesetzt werden.
    http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article123064720/Muslime-wollen-Islamprofessor-absetzen.html

    Und er wird abgesetzt, schließlich sollen seiner Studenten in von Moslemverbänden betriebenen Einrichtungen arbeiten.

    Die „Lehre“ Khorchides war ein vergeblicher Versuch der degenerierten politischen Klasse, einen „moderaten“ Islam zu schaffen, weil sie sich mit realem Islam nicht anlegen kann / will.

    Ein Versuch, der scheitern musste – das weiß jeder, der sich minimal mit der Materie beschäftigt hat.
    Aber die politische Klasse ist genauso ignorant wie feige.

  27. #34 Selberdenker:

    Besonders die Arbeit von “Christoph Luxenberg” ist so einschneidend im Ergebnis, dass es mir schon etwas unheimlich ist, dass nicht entsprechend darüber gesprochen wird.

    Über die Arbeit von Luxenburg wurde Anfang des Jahrhunderts jahrelang lang und breit gesprochen, bis seriöse Orientalisten wie Tilman Nagel daherkamen und „alles Quatsch“ sagten, und dann war wieder Ruhe im Karton.

  28. Man kann sich beim KRM für die Offenheit über die klaren Absichten und das Islambild nur bedanken. Denn der KRM hat damit die Islamkritiker bestätigt. Der Islam ist eine Ideologie die sich nicht europäiscehn Standards anpassen kann weil dies auch gar nicht gewollt ist. Leute wie Khorchide werden bekämpft. Und damit ist auch Hern Idriz Euro-Islam von vorneherein zum scheitern verurteilt.

    Kurz und prägnant:
    Der Islam gehört nicht zu Deutschland und wird auch niemals zu Deutschland gehören.
    Es ist ein destruktiver und unmenschlicher religiöser Faschismus der weltweit nur Leid verursacht.

    Schauen wir uns einmal an wie Afghanistan in den 60ern aussah: http://all-that-is-interesting.com/1960s-afghanistan?utm_source=disqus&utm_medium=cpc&utm_campaign=disqusus

    Oder der Iran vor dem Islam:
    http://michael-mannheimer.info/2011/10/09/bilder-aus-iran-vor-der-islamischen-revolution-1979/

    Und diese Bilder können geauso auch in Europa der Vergangenheit angehören, wenn wir zulassen dass der Islam sich hier ausbreitet.

    Schließt die Augen und stellt euch einmal vor….

    -Frauen in schwarzen Leichentüchern an der Isar
    -Muezzinrufe statt Glockengeläut
    -Auspeitschungen auf dem Marienplatz
    -Schwulenverfolgungen im Glockenbach
    -kein Oktoberfest mehr
    -Trachtenverbot
    -Alkoholverbot

    Das klingt alles weit weg und utopisch. Aber das war auch einmal unvorstellbar in ehemals nicht-islamsichen Ländern.

    Leute wacht auf und tut was.

  29. #40 Anthropos

    „Und damit ist auch Hern Idriz Euro-Islam von vorneherein zum scheitern verurteilt.“

    Im Gegensatz zu Khorchide vertritt Idriz weder einen Euroislam noch ist er Reformer. Er ist einfach Steigbügelhalter für den militanten Sunnismus, in seinem Fall die al-Thanis aus Katar. Sie haben Blut an den Händen. Idriz ist einfach ein vielfach belegter dreckiger Lügner und Theaterspieler und darf nicht einmal in die Nähe von Khorchide gerückt werden.

    „Leute wacht auf und tut was.“
    Sie sehen doch, was in München los ist. Ude belügt die Bürger, die SZ verdreht Fakten und geriert sich wie der Völkische Beobachter, sie ist ein unter Prantl verkommenes Primitivblatt. Offman bewegt sich für mich bereits in kriminellen Dimensionen.
    Das alles müsste dem Bürger erst einmal bewusst werden, aber es interessiert die Öffentlichkeit nicht wirklich, sie wird erst aufwachen wenn es zu spät ist.

    Was Ude und die SZ betreiben ist im Prinzip kontraproduktiv. Gäbe es heute ein Bürgerbegehren, es würde -bei minimaler Beteiligung- pro Islamzentrum ausfallen. Wenn die lügenhaften Medien und Betrüger wie Offmann die Fakten weiterhin so offensichtlich verdrehen, wäre ich mir nicht mehr so sicher wie die Sache ausgehen würde.
    Die Leute checken langsam, dass da keine Rechtsradikalen dahinter stecken, sondern einfach besorgte Bürger.

  30. #24 johann (19. Dez 2013 16:44)

    #7 Kara Ben Nemsi (19. Dez 2013 15:19)

    Exakt! Und “BRD-GmbH” ist auch zutreffende Wortschöpfung!

    Nö.
    Denn:
    GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung

    Die Realität sieht anders aus.

  31. @ zuhause #42
    Das mit der GmbH stimmt schon. In der Haftung beschränkt, von ihr ausgenommen, sind die Zuwanderer mit dem rechten Glauben.
    Bald könnte das Kürzel GmbH auch gelesen werden als
    Gaudium memoria beata habitus

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