Demokratie 2.0 schlägt linke Mainstreammedien

Am Dienstag wurde in Köln – entgegen der Warnungen aus dem Zeitungshaus DuMont – erstmals eine Ratssitzung live im Internet übertragen. In weiser Voraussicht hatte der Kölner Stadt-Anzeiger wohlweislich vor soviel Transparenz gewarnt, wie sich anhand der bewegten Bilder zeigte: Denn entgegen der bisherigen Medienberichterstattung wurde schnell deutlich, dass die totgeschwiegene PRO KÖLN-Fraktion in Wirklichkeit eine umtriebige Oppositionsarbeit leistet und den etablierten Parteien und dem roten Oberbürgermeister Jürgen Roters (r.) schwer zusetzt.

Allein der Gesichtsausdruck des SPD-Mannes Roters sprach jedes Mal Bände, wenn er PRO KÖLN-Ratsmitglieder zu einer Rede aufrufen musste oder diese gerade gesprochen hatten. Es wechselten sich ab: Missmut, Unsicherheit, Verärgerung und Arroganz der Macht als Sitzungsleiter, der doch eigentlich objektiv und überparteiisch den Debattenlauf organisieren sollte. Besonders peinlich und entlarvend für Roters wurde es gleich zu Beginn der Sitzung, als er dem PRO KÖLN-Ratsherrn Jörg Uckermann in Gutsherrnart sogar vorschreiben wollte, wann er aufstehen darf. Ebenso beließ Roters trotz wütenden Protests des PRO KÖLN-Mannes Markus Wiener weiter einen städtischen Wachmann direkt hinter den PRO KÖLN-Ratsleuten zur Einschüchterung postiert. In anderen Zeiten waren es noch Uniformierte einzelner Parteien, die sowas in Parlamenten machten – in Köln ist man da offenbar schon einen Schritt weiter…

Immer wieder witzig und schlagfertig las dagegen PRO KÖLN-Ratsmann Uckermann den etablierten Parteien und dem Oberbürgermeister zu verschiedensten Themen die Leviten. Engagiert und bissig trug Fraktionsgeschäftsführer Wiener harte Kritik an der Asylbewerberunterbringungspolitik der Stadt vor. Die PRO KÖLN-Fraktionsvorsitzende und Juristin Judith Wolter argumentierte sachlich fundiert für die Einführung kommunaler Seniorensicherheitsberater. Etliche eigene Anträge der Fraktion PRO KÖLN standen auf der Tagesordnung, ebenso wie zahlreiche Stellungnahmen zu den Initiativen der anderen Parteien und der Altparteien.

Von alledem konnten sich am Dienstag ab 14 Uhr viele Bürger übers Internet aus erster Hand ein Bild machen. Die bisherige Zeitungsberichterstattung des Kölner Stadt-Anzeigers und anderer Blätter wurde damit praktisch über Nacht auf den Kopf gestellt. Schließlich gibt es laut dem linken Dumont-Blatt seit fast zehn Jahren die Fraktion PRO KÖLN faktisch gar nicht. Inhaltliche Initiativen der Fraktion wurden bisher konsequent totgeschwiegen, Interviews mit PRO KÖLN-Mandatsträgern waren Tabu und sogar das Abstimmverhalten der ungeliebten Oppositionellen wurde im Regelfall unterschlagen. Angesichts einer derartigen medialen Scheinwelt werden sich am Dienstag wohl einige im Rheinland verwundert die Augen gerieben haben, wenn sie sich für Kölner Kommunalpolitik oder islamkritische Parteien allgemein interessieren.

Ein klarer Sieg der Demokratie 2.0 über die linken Mainstreammedien!

Weiterführende Links:

» Liveübertragung der Ratssitzung sorgt für mehr Transparenz
» Kölnische Rundschau: Kamera zensiert den Tumult