Diana West: Der amerikanische Verrat

diana westIm November 1933, vor 80 Jahren, nahmen die USA diplomatische Beziehungen zum verbrecherischen Sowjetstaat auf. Es störte die Amerikaner nicht, daß Stalin zu dieser Zeit im Gegensatz zu Hitler bereits Millionen eigener Bürger umgebracht hatte, im Gegenteil. Stalin blieb der Freund Roosevelts, der dem sowjetischen Diktator im Laufe der Jahre alle Wünsche erfüllte, immer begleitet von sowjetischen Spionen und einflußreichen Agenten im Umfeld des Präsidenten. Nach Roosevelts Tod 1945 ging die amerikanische Appeasement-Politik weiter, und ein Land nach dem anderen wurde der Sowjetunion in den Rachen geworfen, von Estland über Polen bis zur DDR. Diana West nennt das in ihrem Buch American Betrayal (Der amerikanische Verrat) einen Angriff auf den Charakter der Nation.

Diana West startet mit einer Rede Alexander Solschenizyns vor den amerikanischen Gewerkschaften, der AFL/CIO, 1975 in den USA. Solschenizyn sagte damals:

Es war das System, das den Genozid der Bauernschaft einführte: Fünfzehn Millionen Bauern wurden in den Tod geschleppt. Es war das System, das die Leibeigenschaft, das sogenannte »Paßregime« einführte. Es war das System, das in der Ukraine in der Friedenszeit künstlich eine Hungersnot erzeugte. Sechs Millionen Menschen verhungerten im Jahre 1932/33 in der Ukraine, am Rande Europas! In Europa starben sie, und Europa merkte es nicht und die Welt hat es nicht bemerkt. Sechs Millionen Menschen!

Ich könnte diese Aufzählung fortsetzen, aber ich muß hier aufhören. Ich muß hier aufhören, weil ich jetzt beim Jahr 1933 angelangt bin. Genau das Jahr war es, mit all diesen Ereignissen, die ich aufgezählt habe, in dem Ihr Präsident ROOSEVELT und Ihr Kongreß dieses System der diplomatischen Anerkennung, der Freundschaft und der Hilfe für würdig befanden. (Alexander Solschenizyn, Drei Reden an die Amerikaner, Luchterhand 1975)

Und ein paar Sätze später fuhr er fort:

Nach Zählung von Fachleuten, nach der exaktesten, objektiven Statistik wurden im vorrevolutionären Rußland, in einem Zeitraum von achtzig Jahren vor der Revolution bis zu der Revolution — es waren die Jahre der revolutionären Bewegung, der Attentate auf den Zaren, der Ermordung des Zaren, der Revolution, — siebzehn Menschen im Jahr hingerichtet. Siebzehn Menschen im Jahr. Die berüchtigte Inquisition hatte in den Jahrzehnten, in denen ihr die meisten Menschen zum Opfer fielen, zehn Menschen im Monat hingerichtet. Ich zitiere im Archipel ein Buch, das die Tscheka 1920 selbst herausgab. Voller Stolz geben sie Rechenschaft über ihre revolutionäre Arbeit für 1918 und 1919. Sie entschuldigen sich dafür, daß ihre Angaben nicht ganz vollständig seien. Hier sind sie: In den Jahren 1918 und 1919 hat die Tscheka ohne Gerichtsverhandlung mehr als tausend Menschen im Monat erschossen! Das schrieb die Tscheka selbst, als sie noch nicht begriff, wie das eines Tages in der Geschichte aussehen würde. Auf dem Höhepunkt des Stalinschen Terrors, in den Jahren 1937/38, erhält man bei Aufteilung der Zahl der Erschossenen auf die Zahl der Monate einen Durchschnitt von mehr als vierzigtausend Erschossenen im Monat! Das sind die Zahlen: zehn Menschen im Monat, mehr als tausend im Monat und mehr als vierzigtausend im Monat…

Und mit diesem Land, mit dieser Sowjetunion, ging im Jahre 1941 die gesamte vereinigte demokratische Welt ein Kriegsbündnis ein: England, Frankreich, die Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und andere kleinere Länder.

Das ist wie gesagt, der Startpunkt für Diana West (Foto l.), die Roosevelt hart angreift und deshalb heute von Linken in den USA angegriffen wird. Das Buch ist bei uns nicht übersetzt, aber Europe News hat hier eine ausführliche Rezension auf Deutsch. West zieht übrigens eine direkte Linie vom Verrat der amerikanischen Politik in Sachen Stalin bis zum Verrat der Obama-Administration in Sachen Islam!