Einem Moslem Frohe Weihnachten wünschen?

Das im Kölner Raum erscheinende TV-Magazin Prisma belehrt in seiner Ausgabe Nr. 51/2013 seine Leser zu dieser lebenswichtigen Frage wie folgt: Normalerweise wird ein Muslim diesen Ausruf als freundliche Geste oder konventionelle Formel wahrnehmen. Zumal er es sich in dieser Zeit ebenfalls gut gehen lässt: Ohne Weihnachtspredigt und Kerzenschein, aber mit den Annehmlichkeiten freier Tage.

(Von Verena B.)

Und weiter:

„Wer seinen muslimischen Glauben sehr ernst nimmt und mit hiesigem Brauchtum nicht vertraut ist, könnte sich jedoch durch die christliche Grußformel vereinnahmt fühlen“, gibt Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin aus Duisburg, zu bedenken. Schließlich käme es einem bibeltreuen Deutschen möglicherweise auch seltsam vor, würde ihm zur Zeit des Fastenbrechens der religiöse Gruß „Id Mubarak (Arabisch) oder „Bayraminiz mübarek olsun“ (Türkisch) entgegengeschmettert. Beides bedeutet so viel wie „Frohes Fest.“

Wer alles richtig machen will, wünscht „schöne Feiertage“ – das verstehen alle Religionen.

Auch wir können nur noch brechen. Wer alles richtig machen will, wünscht einem rechtgläubigen Muslim am besten gar nichts – höchstens frohe Rückreise in sein Heimatland! Zu Silvester empfehlen wir ein Marzipanschwein als Geschenk, falls PRISMA uns nicht vorher belehrt: „Darf man das?“

Verena wünscht allen PI-Lesern frohe Weihnachten und ganz viel Schwein im neuen Jahr!

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