PsychoSeit einigen Jahren ist die Tendenz zu beobachten, dass für alle möglichen Ereignisse des Lebens, die aus dem täglich Gewohnten negativ herausfallen, irgendwelche Psychotherapeuten, Psychoberater, Traumabewältigungshelfer und ähnliche Seelentröster parat stehen. Was früher der Pastor zu seinen Aufgaben zählte, wird heute von aufwändig ausgebildeten Psychoklempnern bewerkstelligt. Ob die Maßnahmen Erfolg haben, können vermutlich die Betroffenen und deren Angehörigen am besten selbst beurteilen.

(Von Pythagoreer)

Da geht es z. B. um Unfallopfer, Opfer mehr oder minder schwerer Straftaten, bis hin zu jahrelanger Arbeitsunfähigkeit durch alle möglichen traumatischen Ereignisse. Es mag Extremsituationen geben, in denen solche Hilfe angeraten ist, aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als wäre hier von der Psychoindustrie ein großer Markt geschaffen worden. Märkte werden halt gemacht. Wir mutieren langsam aber sicher zu Weicheiern, die für alles ein Netz und doppelten Boden brauchen. Sicherheit ist aber das Gegenteil von Freiheit. Das weiß der Staat, und das hat System, denn es macht abhängig, und Abhängige braucht der Staat als brave, duldsame Bürger, Steuersklaven, Wählerstimmen.

Als ich vor 25 Jahren mein Abitur machte, wurde in der Nacht vor meiner entscheidensten Klausur in mein elterliches Haus eingebrochen, die Eltern waren auswärts, ich lag im Bett und schlief. Dank meines gesegneten Schlafs wurde ich erst wach, nachdem die Täter das Haus wieder verlassen hatten. Sie hatten ein Chaos angerichtet, dann nachts um 2.30 Uhr Polizei im Haus mit dem üblichen Brimborium. Am nächsten Tag habe ich meine Abiklausur geschrieben, und gut war’s. Auf die Idee, einen Psychologen heranzuziehen, der uns eingeredet hätte, dass ich und meine arg bestohlenen Eltern mit durchwühlten Kleiderschränken usw. (zerstörte Privatsphäre blabla) uns fortan in den eigenen vier Wänden bitteschön nicht mehr wohl zu fühlen hätten und am besten umziehen sollten, ist damals kein Mensch gekommen. Heute hört man von so etwas mehrmals täglich im Fernsehen. Auch musste ich nicht auf die Couch, als ich zum ersten Mal einen Unfalltoten gesehen habe, Zeuge eines Autounfalls mit Personenschaden wurde usw. Ich bilde mir ein, trotzdem halbwegs normal zu ticken.

Übrigens kannte meine Generation (68er Jahrgang) beim Fahrrad- oder Rollschuhfahren weder Helm noch Knieschoner, man flog halt mal hin und schlug sich das Knie blutig, stand aber sogleich wieder auf und machte weiter. Man musste am Misserfolg lernen, eigene Erfahrungen sammeln und bekam nicht alles auf einem goldenen Tablett serviert. Wir durften auch im Wald in der Matsche spielen, Regenwürmer essen und im Auto unangeschnallt mitfahren, den Weg zur Grundschule selbstverständlich zu Fuß und zum Gymnasium mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne das Mama- oder Papataxi zurücklegen. Und wir leben tatsächlich zum größten Teil immer noch…

Wenn wir Grundschüler vom Lehrer eine geklatscht bekamen, weil wir Unfug angestellt hatten, sind die Eltern mit dem Lehrer nicht zum Gericht gerannt wegen Kindesmisshandlung, sondern langten zu Hause zumindest verbal noch mal zu, damit die Lektion auch ein Leben lang saß. Sie saß. Man war auch nicht gegen alles und jeden versichert. Das ganze Leben war und ist ein Risiko und endet garantiert tödlich, ob mit oder ohne Versicherungen, das wusste man, und das war normal. Man kann allerdings manchmal den Eindruck gewinnen, als blendeten viele Zeitgenossen heute diesen Faktor völlig aus, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Wenn ein schlimmes Unglück passiert, eine Naturkatastrophe viele Menschen tötet, eine Loveparade aus den Fugen gerät, wird immer nach irgendwelchen Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken, die die Verantwortung für alles auf die Augen gedrückt bekommen, damit der Pöbel Frieden gibt. Warum erträgt der Mensch es nicht einfach mal, dass es nicht für alles irgendeinen Verantwortlichen gibt? Generation Weichei braucht Seelenklempner und Sündenböcke, weil das so schön einfach ist, weil es ein Sicherheitsgefühl erzeugt. Alles scheint händelbar zu sein, alles machbar und steuerbar. Das ist der moderne Gott.

Und was, wenn er versagt? Dann gibt es Gewaltexzesse, die mit einer schlimmen Kindheit entschuldigt werden, und man kommt auf die Couch anstatt in den Knast.

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169 KOMMENTARE

  1. Schnell erklärt: Ich bin im Kopf krank, hab keine Werte, deshlab bin erst was beim Psycho.

  2. Wahre Worte, gelassen hingeschrieben. Wenn man überlegt, daß meine Generation noch Samstag zur Schule mußte ( 1956er )…..

  3. Sehr schön, das deckt sich mit meinen Beobachtungen: wer sich einmal zu wenig gegen solche „Hilfe“ wehrt, wird zum Therapieopfer (so habe ich das mal genannt).
    Inzwischen kenne ich mehrere Menschen, die seit Jahren, teilweise schon mehr als 10 Jahre, in „Therapie“ sind. Die können schon gar nicht mehr ohne Therapeuten leben, sind vollkommen von diesem abhängig.
    Durch meine Ehrenamtstätigkeit im Gefängnis kenne ich auch die Alkohol-Selbsthilfegruppen. Als sich eine Kreuzbund-Gruppe nach 25 (!!) Jahren auflöste, fingen 80% der ehemaligen Mitglieder innerhalb von Monatsfrist wieder mit dem Saufen an, so daß die Gruppe schnell wiedergegründet wurde. Die Eigenständigkeit und eigene Entscheidung geht verloren, wer nach 25 Jahren ohne Alkohol nicht in der Lage ist, dem ohne „Gruppe“ zu widerstehen, ist eben zusätzlich auch noch von „der Gruppe“ abhängig.
    Einer Freundin von uns wurde bei einer Mutter/Kind-Kur in den 90ern von einem Therapeuten erläutert, daß sie als Kind „mißbraucht“ (ich hasse dieses Wort, es gehört zum schlimmsten Neusprech überhaupt!) worden sei. Nachdem die Ehe kaputt, die Kinder entfremdet, das Haus verloren ist und beide Ehepartner in lebenslangen Schulden stecken, ist sie immer noch in Therapie. Mittlerweile geht es nur noch darum, wie sie überhaupt noch mit dem Leben/Alltag fertig wird, und die Zahl der Therapiesitzungen hat sich deutlich erhöht.

    Es wird mich nicht wundern, wenn in wenigen Jahren die Menschen auf Vorschläge erstmal mit „da muß ich meinen Therapeuten fragen, ob mir das gut tut“ antworten.

  4. Heute gibt es die „Komfortzone“, eine Rundumversorgung im Normalfall.
    Füe den Erstfall, bei dem die „Komfortzone“ wegbricht, haben Björn-Thorben Stuhlkreis-Dummgrün und Lea Sophie Weichei-Langstrupf noch keinerlei Vorbereitungen getroffen.

    Hoffen wir, dass er nie kommen wird!

  5. Als die Wehrpflicht abgeschafft wurde, hoffte man, dass es genug Freiwillige geben würde, man lag falsch!

  6. Die Jungs von heute könnten noch genau so robust sein, wie die vorherigen Generationen.

    Es sind kinderlose Pädagogen, die Psychologen und Anlaytiker Schwemme von den Unis, und spätestens gebärende Doppelname-Dummkopf Mamis, die mit 40 ihr Wunschkind verhätscheln.

    Die hemmen deren Entwicklung!

    Das es auch anderst geht zeigen uns die selbstverständlich partizipierenden und Teilhabenden – Türken und Araberbuben johlen Fußballspielend und mit geschrotteten Rädern vor Dreck und Selbstbewusstsein strotzend durch unsere Straßen, das einem das Herz aufgehen kann.

    Ich für meinen Teil empfinde Mitleid für die zwangsverzärtelten, in ihrer Entwicklung gehemmten.

    Das diese „Supermamis“ ihre Kinder zu Duckmäusern erziehen um ihre Schuldgefühle, entstanden aus der Doppelrolle von Karriere und Kindern zu kompensieren ist meines Erachtens ein Folgefehler aus Überemanzipation und fehlender Rollensicherheit beiderlei Geschlechts.

    Wenn ein deutsches Kind lebhaft ist hat es ADS und wird mit Pillen ruhiggestellt. Wenn die nicht wirken kommt es in die Kinderpsychatrie zur Beobachtung.

    Ich würde wetten, das jeder der solch eine Umerziehungsanstalt einmal von innen sehen „durfte“, die Beobachtung teilt, das dort überproportional zum Bevölkerungsanteil der jeweiligen Generation viele deutsch/deutsche Kinder ge“clockworkoranged“ werden…..

    semper PI!

  7. … man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als wäre hier von der Psychoindustrie ein großer Markt geschaffen worden. Märkte werden halt gemacht.

    Das sowieso. Das gehört alles zum riesigen und sich immer noch vergrößernden, von Steuern und Krankenkassenbeiträgen gemästeten unproduktiven psycho-sozialen Komplex.

  8. Damals hatten wir Jungs alle ein Messer zum Schnitzen und so.. sind mit blauen Auge nach Hause gekommen weil wir unsere Schwester verteidigt haben, haben Baumhäuser gebaut und zu unseren Quartier erklärt.

    Haben an der Bille und im Hafengebiet auf Aal geangelt und die Fische ausgenommen.
    Wollten später mal Polizist oder Soldat werden- wollten Männer und Helden sein.

    Heute würden Pädagogen_Innen – die selbst in der Mehrzahl keine Kinder haben- an die Decke springen und das Jugendamt einschalten. Weil Jungs die so drauf sind- da kann in der Familie was nicht stimmen.

  9. … und dazu noch Generation: „Ich habe nie Schuld“.
    Was mich am meisten heutzutage anwidert, keiner steht mehr zu seinen Fehlern. Keinen Arsch mehr in der Hose. Nur schauen, das man nach dem Mistbauen irgend etwas relativieren kann oder den verzapften Blödsinn jemanden Anderen in die Schuhe schiebt.
    Wenn ich Mist gebaut habe, dann stehe ich mit erhobenen Kopf dazu, entschuldige mich und erwarte meine „harte, aber gerechte Strafe“ (Ironie aus) und lerne aus meinem Fehler.

  10. nach irgendwelchen Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken, die die Verantwortung für alles auf die Augen gedrückt bekommen

    Hab ich mir nie Gedanken drüber gemacht, stimmt aber.Irgendwer muss es ja immer Schuld sein.
    Wenn die Sonne mal ausgeht, dann ist der Klimawandel schuld daran 🙂

  11. wie sagt man so schön…wenn man früher ADHS hatte bekam man eine gescheuert und war wieder gesund.

  12. noch geiler sind die im sportstudio, ohh entsch.im fitness-center. schweißbändchen, stirnband,ellenbogensch., kniesch.,an jedem arm ein player, auf dem laufband fernseh gucken,dann in der launch 2 stunden dummes zeig labern.und dann gehen sie wie helden heim,klasse….

  13. …irgendwelche Psychotherapeuten, Psychoberater, Traumabewältigungshelfer und ähnliche Seelentröster parat stehen.
    ++++

    Mein Vater (war in Stalingrad) und mein Opa (war bei der Légion étrangère) hätten solche Typen vielleicht gebraucht.
    Damals gab es aber solche Leute nicht.

    Psychotherapeuten, Psychoberater, Traumabewältigungshelfer und ähnliche Seelentröster sollten sich verstärkt den Sozen und Grünen widmen!
    Da wartet Arbeit ohne Ende auf sie! 😉

  14. Kurze Zustandsbeschreibung: In Deutschland wächst aktuell eine selbstverliebte, narzisstische Generation heran (Ausnahmen gibt es immer, deren Selbstbild und Selbstwertgefühl diametral zu ihren objektiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihrer Leidensfähigkeit sowie ihrer Leistungsfähigkeit steht.

  15. #9 Heisenberg73 (02. Dez 2013 14:19)

    Der ist gut 😆 😆

    Wart’s nur ab, bald kommen Verordnungen aus der EUDSSR, dass man das Haus ohne Helm nicht mehr verlassen darf.

    Der nächste Schritt wäre dann, den Helm auch im Haus zu tragen, man könnte ja ausrutschen oder die Treppe runterfallen…

    Und last but not least: auch im Bett braucht man einen Helm, man könnte ja aus demselbigen fallen.

  16. Dazu der unsterbliche Text:

    Wenn du als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass du so lange überleben konntest!

    Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit dem Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

    Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

    Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei! Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“. Kannst du dich noch an „Unfälle“ erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.

    Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen. Wir tranken Milch. Schlauchmilch! Und Fanta.

    Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms, Smartphones, Facebook. Wir hatten Freunde!!! Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht
    klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns…

    Wie war das nur möglich?

    Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.

    Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden, Sozialarbeitern, Streetworkern, Konfliktschlichtern oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

    Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im
    Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!

    Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen!

    Und DU gehörst auch dazu?!?
    Herzlichen Glückwunsch !!!
    geb. nach 1980 = So, jetzt wisst ihr Warmduscher das auch 😉
    geb. vor 1980 = WIR WAREN HELDEN!

  17. Ich bin in den 50ern geboren und lebte in einem kleinen Dorf am Tegernsee auf einem Bauernhof direkt unter dem Dach. In der Küche war ja zum Dach hin noch abgedichtet, im Schlafzimmer waren aber nur die Schindeln. Im Winter kam dann regelmäßig der Schnee samt Schindeln herunter in die Betten. Schon als 3jährige schlief ich deswegen im Kuhstall zwischen den Kühen, da beim Kopf und nie ist etwas passiert. Bevor ich eingeschult wurde, zogen wir ein paar Dörfer weiter. Glücklicherweise gab es auch eine Schule im Dorf, ca. drei bis 4km quer durchs Dorf. Im Winter mußte man da schon um 6 Uhr morgens losgehen, nur auf Skiern möglich, quer über die Felder, um um 8 Uhr in der Schule zu sein. Andere Kinder aus den Nachbarsdörfern hatten es nicht so einfach. Die mußten schon um 4 Uhr morgens, quer durch den Wald, im Dunkeln, auch auf Skiern, um pünktlich in der Schule zu sein. Das war ganz normal. Wenn solche Leute heute vor Probleme gestellt werden, dann werden sie behoben, ohne zu murren.
    Nur eines geht wirklich nicht: dass Lehrer Kinder schlagen. Wenn einem nichts Besseres einfällt, ist das eine Bankrotterklärung und der Lehrer hat seinen Beruf verfehlt. Aber ansonsten ist der Artikel sehr gut und zutreffend.

  18. Ja ganz genau, und wenn wir früher beim Rad-
    fahren mit dem Kopf auf einer Windschutz-
    scheibe aufschlugen, sind wir selbstständig
    nach Hause geradelt und haben unterwegs dem
    Schutzmann noch den Vogel gezeigt. Knochen-
    brüche und Gipsverbände waren unbekannt.
    Und ’ne banale Gerhirnquetschung warf uns in
    der Schule auch nicht zurück, damit kamen
    selbst die Lehrer um Unterricht.

    Schädel-Hirn-Trauma, seit wann gibt’s das über-
    haupt?

    Einen Helm trage ich nicht mal in der Straßen-
    bahn, obwohl ich dort immer sehr schreckhaft bin. Vielleicht weil ich zu viel PI lese.

  19. #29 Babieca (02. Dez 2013 14:48)

    Volle Zustimmung! Ich bin auch ein Kind der 60iger und kann all das nur schmunzelnd bestätigen.
    Wenn ich heute Freizeitsportler oder Radfahrer sehe, die von Kopf bis Fuß in Hightech- Funktionsklamotten im Gegenwert mehrerer tausend Euro stecken, fasse ich mir an den Kopf.
    Radfahren scheint eine schwerwiegende Wissenschaft geworden zu sein, ohne das passende „Bike“ und die erwähnten Ganzkörperkondome traut man sich wahrscheinlich gar nicht mehr raus, auch wenn man aussieht wie eine Presswurst im eigenen Darm. Dasselbe beim Wandern, neudeutsch „Walking“. Da kamen mir mal ein paar Senioren im zünftigen Outdooroutfit entgegen, die auf einer Almwiese gegenseitig angeseilt(!) „Nordic Walking“ betrieben. Auch an solchen Bildern manifestiert sich der Verblödungsgrad einer Gesellschaft. 🙂

  20. Wer mit so einem lackierten Dickdarm auf dem Kopf unterwegs ist, hat sie nicht mehr alle.

    Und die Politik, die das befehlen will, erst recht nicht. Ein freiheitlicher Staat bedeutet u.a., daß sich die Politik aus dem Leben der Bürger gefälligst und tunlichst heraushält und sich um grundlegende hoheitliche Dinge wie Sicherheit nach innen und außen (Polizei, Militär), ausgeglichenen Staatshaushalt und weitestgehende Rechtssicherheit und innere maximale Freiheit zu kümmern hat. Also vornehmlich um so was wie Totalitarismen wie Islam – nicht Fahrradhelme.

    Aber typisch: fanatische, amoklaufende Regelungs- und Gängelungswut, wo es nicht weh tut und im Zweifel nur Deutsche trifft. Alle Augen und Hühneraugen fest zugekniffen, wo es auch nur den Hauch von „Stress“ gibt.

  21. #29 Babieca (02. Dez 2013 14:48)

    Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.

    Ein Wunder das ich das überlebt habe.

  22. Ganz spontan würde ich einfach mal behaupten, dass wir ein Volk sind, dass seinen Zenit längst überschritten hat: Wir haben alles gesehen, alles erreicht, alles erlebt, sind völlig sitt und satt! Wohlstand ist etwas ganz Selbstverständliches geworden und nichts mehr, was man sich erkämpfen und erarbeiten muss. Diese Generation Weichei ins geradewegs ins gemachte Nest gefallen: Jeder ist sich selbst der Nächste, jeder noch so kleine Luftzug haut einen um, jeder (seelische) Schnupfen einen komplett aus den Latschen. Die Evolution hat längst den Rückwärtsgang eingelegt. Findige Politiker und Kulturbereicherer haben genau das erkannt und bereiten nun die feindliche Machtübernahme vor…

  23. #28 Simbo (02. Dez 2013 14:47)

    #9 Heisenberg73 (02. Dez 2013 14:19)

    Und last but not least: auch im Bett braucht man einen Helm, man könnte ja aus demselbigen fallen.
    ——–
    Spannend wird’s erst wenn man im Bett angeschnallt wird!

  24. #2 Altenburg (02. Dez 2013 13:56)

    durchbruch-in-koalitionsverhandlungen-deutlich-mehr-fahrradfaher-mussen-helm-tragen,

    ——————————————
    Ich beobachte das schon länger mit großer Sorge. Ich mag keine Kopfbedeckungen. Das steht mir nicht. Außer im Winter bei éxtremen Minusgraden auf dem Rad, weigere ich mich un dann ist die Bommelmütze vor 25 Jahren am Schliersee erstanden eine gute Lösung. Ein Helm würde mir das arg verleiden. Ich hab mich zwar schon ein paarmal auf die Schnauze gelegt, aber aus jedem Sturz gelernt und dass mich kein Auto über den Haufen fährt, darauf achte ich besonders. Dazu muß mich niemand beraten. Das Risiko ist kalkulierbar. Genauj wie in der Formal Eins.

  25. Stichwort Helm: dasselbe Szenario beim Skifahren, seit Pistenrowdy und Ex- MP Althaus(SED-CDU) eine Skifahrerin totfuhr. Seither sieht man auf der Piste nur noch äußerst selten Mützen, dafür inflationär Helme.
    Ich frage mich, wie wir jahrzehntelang Fahrrad oder Ski ohne Helm überlebt haben…

  26. #29 Babieca (02. Dez 2013 14:48)

    Genau so war’s. Ich hatte mal einem Freund einen Pfeil in den Hintern geschossen (die mit der Metallspitze). Das gab mächtig Ärger zu Hause und Pfeil und Bogen wurden von meinen Eltern eingezogen. Dann baute ich mir selber einen, der außerhalb des Hauses versteckt wurde.
    Da gibt’s Geschichten, damit könnte ich Bände füllen.(Bin Bj.58)

  27. Ich glaube es ändert sich wieder. Kurze Geschichte dazu:
    Zu besuch im Ferienahus eines Freundes. Sein Sohn, 1.5 Jahre, geht die steile Treppe doch und runter. Ich: „Der kann aber gut der Treppen ab und auf.“ – Er: „Er ist ja zweimal runtergefallen, dann geht’s mit dem Lernen besser“

  28. Absolut richtig: Generation doof & Weichei, so gelangt man zu gehorsamen, widerstandsunfähigen Zeitgenossen! Hampelmänner en masse, dafür, sozusagen, als Ersatz, werden Filme und Horror auf die Spitze getrieben, Gewalt, wohin man sieht! Die Deutschen sind ein Volk der Trödelmärkte, der Helmpflicht und Greenpeace-Versteher. Alles grün, aber impotent und verweichlicht. Sie sind ohnmächtig, verständnisgierig und denkfaul gegenüber dem resolutauftretendem Islam, wo der andere Pol bedient wird. Und so entsteht ein unaufhörliches Ungleichgewicht der Kräfte, bis zuletzt der Sklave die Stiefel seines Herrn leckt.

  29. Ich bin prinzipiell Fahrradhelmverweigerer.

    Ausserdem ist eine Fahrradhelmpflicht RÜCKSICHTSLOS gegenüber Patienten auf den Transplantationswartelisten. Denn neben der spontanen Subarachnoidalblutung ist der zu Tode gekommene Fahrradfahrer (ohne Fahrradhelm) ebenfalls recht oft Multiorganspender. Auch vom Auto erfasste Fußgänger sind oft gut geeignet. Das Gerücht, dass Motorradfahrer häufig Organspender sind, ist nicht mehr als ein Gerüpcht und absolut falsch. Sie sind als Spender eher selten. Wem’s interessiert, dem erkläre ich das gerne genauer, bzw. warum das so ist.

  30. #33 Burning in Flames (02. Dez 2013 15:00)

    Ganz spontan würde ich einfach mal behaupten, dass wir ein Volk sind, dass seinen Zenit längst überschritten hat: Wir haben alles gesehen, alles erreicht, alles erlebt, sind völlig sitt und satt! Wohlstand ist etwas ganz Selbstverständliches geworden und nichts mehr, was man sich erkämpfen und erarbeiten muss. Diese Generation Weichei ins geradewegs ins gemachte Nest gefallen: Jeder ist sich selbst der Nächste, jeder noch so kleine Luftzug haut einen um, jeder (seelische) Schnupfen einen komplett aus den Latschen. Die Evolution hat längst den Rückwärtsgang eingelegt. Findige Politiker und Kulturbereicherer haben genau das erkannt und bereiten nun die feindliche Machtübernahme vor…

    Bingo, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Sehr treffend kurz und knapp analysiert!

  31. #40 Pazifaust (02. Dez 2013 15:09)

    Ich bin prinzipiell Fahrradhelmverweigerer.

    Ausserdem ist eine Fahrradhelmpflicht RÜCKSICHTSLOS gegenüber Patienten auf den Transplantationswartelisten.

    LACH !

    Wie inhuman und egoistisch aber auch;)

  32. Leute die ein Fahrradhelm tragen oder sich anschnallen sind doch keine Weicheier. Was ist denn das für ein merkwürdiges Denken. Diese Leute hänge halt an ihrem Wohlbefinden und Leben und insbesondere in bestimmten Situationen lohnt es sich solche Protektoren zu haben, da sie unterscheiden können, ob man im Grab liegt, im Rollstuhl sitzt oder nach 2 Wochen aus dem Krankenhaus ohne größere Beeinträchtigungen wieder rauskommt.

    Einige Psychotherapien sind zwar wirklich ünnützt, aber manch einer braucht halt doch Hilfe wenn er etwas Schlimmes erlebt. Nicht jeder geht mit den Sachen die er gesehen hat gleich um. Auch wenn ich es nicht brauche, aber manche Leute brauchen denn halt eine therapeutische Behandlung, wenn sie etwas Schlimmes gesehen haben, wie wenn zum Beispiel ein Mensch tot daliegt usw.
    Solche Leute sollte man nicht noch als Weicheier beledigen.

  33. #31 Urviech (02. Dez 2013 14:59)

    Radfahren scheint eine schwerwiegende Wissenschaft geworden zu sein, ohne das passende “Bike” und die erwähnten Ganzkörperkondome traut man sich wahrscheinlich gar nicht mehr raus, auch wenn man aussieht wie eine Presswurst im eigenen Darm.

    ————————————–

    Ich kann das nur bestätigen. Ich fahr in alten Alltagsklamotten (nur Regenkleidung hab ich dazu genommen und Trainigshose bot sich auch irgendwann an) und mit Trekking-Rad weil es kommt ja nicht auf die Spitzenzeit an, sondern auf den Energieverbrauch und die relative Spitzenzeit und die Freude an der Leistung als solcher. Mir kommen allerdings nur Rennräder entgegen und schon mal Mountain-Bikes. Aber ich meine eher: Wer Rad fährt ist schon Ok, genau wie einer der Lieder singt.

  34. Das geht so:

    Man hat ein mittelmäßiges Seelenproblem oder was Psychsomatisches(z.B. Magen- oder Hautprobleme) und geht zum PsychologenIn.

    Der macht einen so runter, daß man auf dem Zahnfleisch aus der Praxis kriecht.
    Wer noch ein bißchen Stolz hat, kommt nie mehr wieder und macht den PsychoheiniIn in der ganzen Stadt schlecht, so wie ich es tat.

    Wer dem arroganten PsychodoktorIn glaubt kommt jahrelang wieder und wird immer elender. Zuerst reichte noch ein Psychologe, dann der Psychiater, danach die Tagesklinik, darauf die Einweisung, schließlich der Selbstmord.

    Gerade habe ich die Geschichte einer Bekannten erzählt, die wirklich eine schlechte Kindheit, vergewaltigte Jugend und danach eine elende Ehe mit einem reichen Pinkel hatte. Hätte sie sich nicht in die Arme von Seelenklempnern geworfen, sondern mit ihren Eltern gebrochen, ihrem Exmann die Autoreifen zerstochen, ihrer besten Freundin die Schnauze poliert, als sie sie im Bett mit ihrem Mann fand…, diesem die dreckigen Windeln in die Aktentasche gestopft, hätte sie gewiß überlebt. Stattdessen fing sie auch noch zu Saufen an… und jetzt ist sie schon 12 Jahre tot.

  35. #31 Urviech (02. Dez 2013 14:59)

    Hihi, dazu gibt es wahrscheinlich hunderte Beispiele. Neulich mal wieder im Ahrtal gewesen. Die wenigen, die da noch eine Angellizenz hatten, standen in der Ahr (früher stand da Willi barfuß mit ’ner Angel und ’ner Fliege dran auf der Kiesbank), als ob sie irgendwo in Kanada im Wettbewerb „Bester Outdoor-Angelkleidung-Selbstdarsteller“- punkten müssten: Hightech-Rute, Flecktarn-Wathosen, Microfaser-Weste, Top-Outdoor-Angelkoffer, Schwimmweste. SUV am nächsten Parkplatz abgestellt. Ey, total wild und gefährlich und professionell, ey!

  36. immer wieder beobachte ich kinder die beim spielen mal hinfallen und dann vor schreck natürlich kurz aufschreien. früher sagte man indianer kennt kein schmerz und die sache war vergessen .. auf zur rutsche!! heute machen übermamis die kinder verrückt (ist dir was passiert mein engel?) und nennen sie dabei auch noch schatzi, oft als ersatz für den abtrünnigen erzeuger. arme kinder ://

  37. # Babieca
    Zurückblickend ist es nicht nur für die 60er und 70er Generation erstaunlich, dass sie überlebt hat, sondern generell die ganze Menscheit von Anbeginn. Im Grunde genommen geht es aber niemandem um Beschützen oder Helfen, sondern alles ist nur eine Frage von Geldmacherei. Die Psychoindustrie wird gefördert, Helme werden verkauft, Sicherheitsgurte in Autos, u.s.w. Es ist alles nur eine Geldsache.

  38. Es gibt auch die Möglichkeit sich neue „Märkte“ zu erschließen in dem man sich einfach auch neue Krankheiten erschafft!
    Unser System ist doch selbst sehr krank.

    Man braucht eine „DOPPELTE STAATSBÜRGERSCHAFT“, eine doppelte Parteizugehörigkeit geht aber auf keinen Fall für die Parteien! ???

    Man redet vom mündigen Bürger, hört sich jedoch diesen nicht an! ???

    Die Politik redet von Demokratie, hat aber Angst vor der Entscheidung der Bürger, in dem man eine Volksbefragung auf Bundesebene nicht zulässt! ???

    Ein Abgeordneter ist von „VOLK“ gewählt und handelt im Interesse der „PARTEI“ nicht im Interesse der Wähler! ???

    Es werden Verträge von Wichtigkeit geschlossen, an die sich keiner zu halten braucht! ???

    Das Parlament wählt „6“ Vizepräsidenten für den Bundestag, obwohl wir nur 2 brauchen! ???

    Wir haben die größte Volkswirtschaft innerhalb der EU, aber in der EZB ein Stimmrecht wie Malta! ???

    So könnte man munter weiter machen – DAS ALLES IST KRANK !!!

  39. #34 PSI (02. Dez 2013 15:01)

    😆 😆 😆

    Das ist dann die nächste Stufe, wart’s nur ab.

    Und Zipfelmütze, Handschuhe und Wollsocken im Bett wird auch vorgeschrieben. Da kann dann Energie gespart werden…. weil Heizverbot im Schlafzimmer…..

    Man kann das ganze wirklich nur noch mit Galgenhumor ertragen 🙂

  40. Weichei Politik durch Weichei Bürger

    Aussicht 2017

    MDU / MSU e.V. 47.5 %
    SPD 47.5 %
    AFD oder Pro oder Freiheit 5 %

    Und die neue Regierung stellt nach 6 monatigen leichten Verhandlungen wieder eine Grosse Koalition

  41. Übrigens auch beim Reiten. Erst kam der Helm beim Springreiten, dann bei der Military, inzwischen auch beim Dressurreiten auf Olympia-Niveau. Da gehört der Zylinder dazu. Aber nein, auch da sind die Deckel üblich.

    Übrigens kann ich grob (und fein noch viel mehr) was dazu sagen: Die Ausweitung des Geschäftsmodells „Helm“ geschah intensiv auf Betreiben von „Fachzeitschriften“ (Rad, Reiten, Ski) und Helmherstellern (Uvex). Einer der „größten Fachverlage“ für „Outdoor“ hat da einen sehr guten Draht in die Politik.

  42. #43 ingres (02. Dez 2013 15:15)

    Ich fahre tagtäglich mit dem Rad zur Arbeit, außer bei geschlossener Schneedecke. Auch mir reichen seit vielen Jahren alte Alltagsklamotten plus Regenjacke und Mütze. Helm boykottiere ich. Und grellbunte Radsportoutfits erst recht. Man muss sich nicht permanent zum Hanswurst machen. 🙂

  43. @ #42 K.Huntelaar (02. Dez 2013 15:14)

    Diese Glosse* von Pythagoreer lebt von der Übertreibung, um den Irrsinn radikal und mit einer gewissen Komik zu verdeutlichen.

    *Glosse
    „“ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag in einer Zeitung oder Zeitschrift.““ (Wikipedia)

  44. @ #52 Sanddorn (02. Dez 2013 15:24)

    Diese sinnliche herzliche Kultur aus dem lebensbejahenden Orient…

  45. Zu diesem Thema passenden auch wunderbar Nietzsches „letzte Menschen“ gekürzt):

    „Wir haben das Glück erfunden“ – sagen die letzten Menschen und blinzeln. Krank-werden und Misstrauen-haben gilt ihnen sündhaft: man geht achtsam einher. Ein Thor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!

    Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume.
    [Deshalb ja auch der neue Coffee-Shop in Kreuzberg]
    Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.

    Man wird nicht mehr arm und reich: Beides ist zu beschwerlich.
    [Sagen die Linken ja auch immer: Wozu braucht der Reiche drei Segelyachten?]

    Jeder will das Gleiche, Jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig in’s Irrenhaus.
    „Ehemals war alle Welt irre“ – sagen die Feinsten und blinzeln.

    Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit. [Und seinen Fahrradhelm!]

    „Wir haben das Glück erfunden“ – sagen die letzten Menschen und blinzeln.

    http://www.sterneck.net/literatur/nietzsche-stern/index.php

  46. Was ich am Artikel gut finde:
    Eine Tragödie ist eine Tragödie, ist eine Tragödie – und die erträgt der Mensch nicht notwendigerweise besser, weil ihm ein „Seelenklempner“ zur Seite steht.
    Soweit korrekt.

    Aber was meint dieser Satz, ich zitiere aus dem Artikel:
    „Warum erträgt der Mensch es nicht einfach mal, dass es nicht für alles irgendeinen Verantwortlichen gibt?“
    Naturkatastrophen – okay, kann man nicht ändern.
    Die tragische Love-Parade aber war keine Naturkatastrophe.
    Die Suche nach den Verantwortlichen ist unglaublich wichtig und richtig.
    Fehler nicht aufzuarbeiten meint, sie im ungünstigsten Fall wiederholen zu müssen.
    Alter deutscher Spruch:
    Es sind die Weisen, die vom Irrtum zur Wahrheit reisen; die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.
    Und genauso ist es!
    Unsere gesamte administrative Führung im Land rekrutiert sich aus Parteikadern.
    Das bedeutet, wir haben nur die Creme de la Creme des charakterlichen und moralischen Abschaums an der Spitze von Verwaltungsebenen – vom Behördenleiter über den Bürgermeister, den Regierungspräsidenten, den Landräten bis hin in die Bundespolitik.
    Und die Schildbürgerstreiche dieser Gesinnungs-Idioten sollen wir ohne Hinterfragen hinnehmen.
    Nein!
    Es gibt einen Verantwortlichen, der dafür gesorgt hat, dass grundgesetztreue Parteien ihre Meinung nicht mehr sagen dürfen; nur noch so mit maximal zwei Fahnen, nur noch ohne Mikrofon und überhaupt nur bis 17 Uhr.
    Und es gibt Schuldige des letzten Love-Parade-Massakers.
    In diesem System von Arschkri… darf niemand aus der Verantwortung entlassen werden – da sollte jedesmal nachgefragt werden; und zwar mit noch mehr Nachdruck als bisher!
    Meine Meinung.

  47. Das Opfergeschäft ist ein heiß umkämpfter Markt. Deswegen müssen auch immer weiter Opfer und Minderheiten produziert werden .

  48. #47 Babieca (02. Dez 2013 15:16)

    Nichts gegen Flecktarn- meine Feldparker aus der Wehrdienstzeit leistet mir beim Angeln noch heute treue Dienste. Vorallem beim Hochseeangeln sehr warm.

    Wehrdienst, dass ist auch schon wieder so was phöses.

    Zum Glück abgeschafft 😉

  49. #45 Babieca (02. Dez 2013 15:16)

    Die Outdoorindustrie gehört zu den Wirtschaftszweigen mit den größten Zuwächsen. Selbst Rentner im Supermarkt sieht man kaum noch ohne atmungsaktive Hochgebirgs- Outdoor- Funktionsjacke mit Markenaufdruck und 1000 Millimetern Wassersäule Dichtigkeit nachher ächzend in ihren SUV klettern. Am Wochenende gehts dann zum Nordic Walking, ins Fitnesstudio oder aufs E- Bike in entsprechender Ganzkörperfunktionsbekleidung. Immerhin hat es die Industrie geschafft, künstliche Bedürfnisse zu erzeugen, die früher völlig unbekannt waren. So funktioniert Kapitalismus. 😉

  50. Die meisten Seelenklempner glauben noch nicht mal an den Gegenstand ihrer „Wissenschaft“.
    Vor 100 Jahren erfunden, Therapieerfolge mangelhaft, Diagnose ausufernd und alles und jedes erklärend, dagegen ist die vielgescholtene Alchemie des MA noch wirkliche „Hardcore Science“.
    Die Kindheitserinnerungen hier kann ich nur teilen, später kamen dann die fünfzehnmonatige Veranstaltung in Grün und Grau, wo Brüllaffen mit dem U auf den Schultern einen den ganzen Tag traktierten….
    welcher Selbsthilfegruppe darf ich mich anschließen?

  51. #29 Babieca (02. Dez 2013 14:48)

    Hihi, Babieca in Höchstform 😉

    Ich bin wahrscheinlich ca. in derselben Zeit aufgewachsen.

    Gendererismus, Feminismus kannte man damals nicht. Wir als Mädchen spielten mit den Jungen Fussball, „Versteckis“, Schnitzeljagd etc.

    Wir Mädchen, (ab ca. 11 Jahren) gingen gerne Babys hüten oder mit ihnen spazieren. Zur Freude der Mütter, die sich damals noch erlauben durften, ihr Kinder zu Hause zu erziehen und nicht in eine KITA gebracht werden mussten, damit sie gerhirngewaschen vom Staat erzogen werden. Wir mussten auch keine Ausbildung zum Babys hüten haben und haben diese immer gesund und munter zurückgebracht.

    Es waren schöne Zeiten …..

  52. #34 PSI (02. Dez 2013 15:01)
    Spannend wird’s erst wenn man im Bett angeschnallt wird!
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Soetwas geht aber nur mit einem Beschluss vom Amtsgericht!

  53. Dann sollten die Vor 1980 geborenen (die ja „HELDEN“ sind) ihre Kinder halt nicht im Auto anschnallen und ihnen keine Fahrradhelme kaufen.
    Mir (mit Jahrgang ’82 leider ein Weichei) hat mit 10 Jahren ein Fahrradhelm wahrscheinlich das Leben gerettet.
    Aber „früher“ war ja alles besser. Da waren vermutlich auch die Köpfe der Kinder noch härter.
    Ganz gefährlicher Unfug der hier propagiert wird.

  54. #47 Reiner07 (02. Dez 2013 15:18)

    Es gibt auch die Möglichkeit sich neue “Märkte” zu erschließen in dem man sich einfach auch neue Krankheiten erschafft!

    Genau darum geht es bei der Helmpflicht für Fahrradfahrer.

    – Helmhersteller
    – Versicherungen
    – „Fach“zeitschriften
    – Helmtests
    – Modeagenturen
    – Diverse Zeitgeist-Labels bis hin zu Getränken
    – Bußgelder

    Die dann wiederum sehr selektiv kontrolliert und eingetrieben werden…

    Immer wieder: Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis. Prinzipiell finde ich das interessant. Inzwischen aber nur noch nervtötend, überflüssig und albern, weil nur noch folgenlose Zeitgeistphänomene, nicht aber existenzielle Bedrohungen Bestandteil der Politik sind.

    Meine neue Version des alten Ideals „Schlaraffenland“: Stell dir vor, alle lebten endlich im Schlaraffenland. Das wird den Bewohnern ganz schnell ausgetrieben: Dann gibt es als ersten einen „süßen-Brei-Beauftragten“ („verklebt den Magen“, „ungesund“), dann einen Tierschutzbeauftragten („fliegende gebratene Tauben gehen gar nicht“), dazu einen Fitnesstrainer („Schluß mit Rumliegen“) und einen linken Politruk („Das Schlaraffenland ist asozial. Es gibt noch viele, die nicht im Schlaraffenland sind. Grenzen auf! Der Brei reicht für alle!“).

  55. Literaturempfehlung zum Thema:

    Manfred Lütz: Irre – Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen, Gütersloher Verlagshaus: 20. Auflage 2009, ISBN-13: 978-3579068794.

    Dazu auch ein einführendes Video.

  56. Ich habe den Eindruck, daß insbesondere Männer mehr und mehr zu weinerlichen Weicheiern mutieren.

    Extremes Öko – und Umweltbewusstsein, keinen Pedaltritt ohne Helm auf dem Kopf, Windelwechseln beim Nachwuchs, Mutti die Bügelwäsche abnehmen und Streit mit derselben ? Oh Gott , nein, das diskutieren wir ganz in Ruhe aus und jeder bringt seine Argumente sachlich vor.
    Alles nur noch weichgespülte Softies !

    Wo sind die stürmischen Helden von früher geblieben ?

  57. @#17 Maja (02. Dez 2013 14:25)
    War bei mir auch ein GEdanke…
    Aber dann müßte man konsequent den Leuten Freeclimbing, Paragliding, Bungeejumping, Motorradfahren, Rauchen, Motorsägen usw. verbieten, weil ja was passieren könnte.

  58. #63 Cyclonos (02. Dez 2013 15:36)

    Zu Ihrem Beitrag passt der von

    #66 Bastet (02. Dez 2013 15:46)

    wie die Faust aufs Auge:
    „Ich habe den Eindruck, daß insbesondere Männer mehr und mehr zu weinerlichen Weicheiern mutieren.“
    🙂

  59. Vom ‚Wohlstandsrechner‘ (Heino Bosselmann – Sezession im Netz) zum Seelenklempner.
    Für alle Weicheier ‚Hauptmann Pax‘ (Verlag Antaios).

  60. Hier ein Pro-Boris-Artikel, nämlich von ihm selbst (darauf bezog sich obiger Anti-Artikel, wobei dieser hier – schlimm, schlimm – dazu auch noch in der bösen „Weltwoche“ stand):

    Meist wird das Argument der «Sicherheit» genannt. Es gehe darum, das Verletzungsrisiko zu verringern. Ach ja? … Nein, das Ganze hat mit dem Zeitgeist zu tun. Es scheint sich um mehr zu drehen als um Mode oder Verletzungsrisiko. Es geht um den psychologischen Zustand der westlichen Welt …. Das Bedürfnis, seinen Kopf auf der Skipiste unter einem Helm zu verstecken, scheint mir nun Ausdruck einer «Sicherheit zuerst»-Mentalität zu sein, die uns alle ergriffen hat.

    Ich sage ja nicht, dass es grundsätzlich falsch ist, einen Helm zu tragen. Und ich ahne ja jetzt schon, wie viele böse Briefe ich von Menschen bekommen werde …

    Beim Skifahren geht es um Wind im Haar und Sonne im Gesicht, während man mit atemberaubender Geschwindigkeit die Konturen der schneebedeckten Berge nachzeichnet. Das ist für viele fast so schön wie fliegen! Ich bin überzeugt davon, dass man dort draussen so weit wie möglich mit der Natur verschmelzen sollte. Und für mich bedeutet das: keinen Helm! Ehrlicherweise sollte ich hinzufügen, dass ich neulich bei der Abfahrt tatsächlich in einen Baum gerauscht bin. Allerdings mit der Nase zuerst. Ein Sturzhelm hätte da ja auch nichts geholfen . . .

    😉
    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2010-08/artikel-2010-08-wintersport-ich-bleibe-bei-der-wollmuetze.html

    Das hat mir diesen Menschen außerordentlich sympathisch gemacht.

  61. Am tollsten finde ich die laufenden Berichte über im Afghanistan-Einsatz wohl schon durch den laufenden Genuss der Truppenverpflegung „traumatisierten“ Soldaten.

    Da fragt man sich, wie zigMillionen Soldaten und Zivilisten aller beteiligten Staaten die Weltkriege überstanden haben, um nur diese Kriege zu nennen.

    Anschliessend waren sie sogar in der Lage, ihre zerstörten Länder und deren Wirtschaft wieder aufzubauen. Sie kamen nie in den „Genuss“ der Laberwissenschaften.

    Und heute ist schon jeder Neger „traumatisiert“, der vor Lampedusa im Mittelmeer gebadet hat.

    Wer keine Einnahmequellen durch ehrliche Leistung und Arbeit hat,“schafft“ sich eben welche…

  62. #63 Cyclonos (02. Dez 2013 15:36)

    Sie sind Fahrradfahrer? Gehe jetzt nur nach Ihrem Nick. Sie lesen möglicherweise die vielen Fahrrad-Zeitschriften eines Stuttgarter Monopolmedienhauses. Road-Bike etc.. Samt Helmkram. Lesen Sie, was ich über die Generierung von „Helm“ bei deutschen Sportzeitschriften schrieb. Bedenken Sie, daß es Planungs- und Steuerungsgruppen in Verlagen gibt, die Themen/Hefte planen, verfolgen und durchsetzen. Diese Leute sind keine Idioten. Sie sind gegenüber den oft fachlich versierten, ehrlichen Redakteuren, die mit Ketten und Ritzeln zu tun haben, weisungsbefugt. Und schlauer.

    Sie lancieren ihnen wichtige Themen in der Politik. Das dient als Ausweis für „Wir haben Einfluß. Was man wiederum „dem Leser“ kommunizieren kann. Je höher der interne Rang in einem Medienkonzern, desto dichter die Nähe zur Politik. Soweit zur „Propaganda der Fachpublikationen.

    ——

    Jetzt Propaganda der Politik: Das staatliche Begründen und ERZWINGEN mit „Notwendigkeit“, und neuerdings ist das „Gesundheit“, führt immer in totalitären Zwang. Niemand hindert irgendwen, aus Einsicht einen Fahrradhelm zu tragen. Aber wenn der Bevormundungsstaat jedes auch nur denkbare Lebensrisiko verbietet, verbietet, verbietet, wird es lächerlich. Zumal dieser Staat immer grenzenlos ist. Was hier als Witz genannt wurde (anschnallen im Bett) kommt auch noch. Warte ab. Muß nur eine Lobby trommeln, daß das alten alleinstehenden Leuten öfters passiert. Zuhause im Bett.

    Ich stricke dir eine astreine Kampagne mit Zahlen, Daten, Verletzungen. Flechte nebenbei ein, daß das mit einem Futon nicht passiert sei, daß Raumfahrer sich schließlich auch im Bett in der Schwerelosigkeit anschnallen müssen und verkaufe das ganze als Kampagne für „länger gesund und selbstständig im Alter – Dank vermiedener Bettstürze“.

    Gibt mir ein großes Budget, finanziellen und ideologischen Rückhalt und eine Zeitschrift als Plattform – und die Lizenz zum treuherzigen Lügen. Ich mach das. Fünf Jahre brauche ich allerdings. Dann habe ich das dermaßen als gesamtdeutsches Problem in den Köpfen verankert, da kannst du nur noch mit den Ohren schlackern. Kein Witz.

    Wie gesagt – an diesem Fahrradhelm-Debakel habe ich energisch mitgewerkelt und war anfangs machtbesoffen dabei. Es ging nie um Sicherheit – es ging um Macht. Geheuchelte Sicherheit. Und den internen Versuch: Wie weit kann ich mit einem künstlich generierten Thema kommen? Es fing vor Jahren an.

  63. Ob früher alles besser war, will ich als Jahrgang 68 nicht behaupten.

    Meiner Meinung ist aber Fakt, dass die Kinder früher gesunder aufwuchsen als die heutigen Pänz, die Allergien gegen Allesmögliche haben und wie Masthähnchen rum“laufen“ – wenn sie vor lauter Bewegungsarmut noch laufen können.

    Zur Allergiegeschichte: Das kommt mM durch die fehlenden Möglichkeiten des Körpers, das Imunsystem zu stärken, in dem bspw bei Schürfwunden an Knie und Ellenbogen winzige Verunreinigungen zur Produktion körpereigener Antikörper führen.

    Gibt es eigentlich heute noch Kleinkinder die Hosen mit Knieflicken tragen?

  64. Fast alles richtig.
    Allerdings, unser Kind haben irgendwelche Pädagogen absolut nicht zu schlagen!
    Da stimme ich nicht zu!

  65. In det heutigen Hedonismus-Wohlstands-Feiglingsgeneration geht schon die Welt unter, wenn das mobile Internet mal 10 minuten nicht funktiooniert oder mal kein Netz da ist. Um als Experte zu gelten, muss man heute auch keine Qualifikation mehr haben. Das Fernsehen ist da das perfekte Vorbild.

  66. Ich hatte als Jugendlicher eine 50er mit großem Nummernschild( nannte sich Kleinkraftrad glaube ich. War über 100km/h schnell). Wurde auch ohne Helm gefahren. 1976 kam die Helmpflicht.Fast jeder von uns Bikern hatte dann den Sticker „Fuck helmet law“ auf seiner Motorradjacke.

  67. Das kann schon sein, dass die Leute zu schnell zum Psychologen rennen.

    In meinem Fall war das eher umgekehrt.
    Ich hatte gar nicht erkannt, dass ich in eine Psychose geraten war, weil die Stimmen, die ich hörte immer echt klangen. So als würden Nachbarn nebenan über einen reden.
    Die redeten dann über meine Telefongespräche. Deshalb glaubte ich dann irgendwann, dass die mich abhörten.
    Später glaubte ich dann, dass die mich per Video überwachen.
    Die nächste Steigerung war, dass ich glaubte, dass die vorhätten mich umzubringen.
    Da ich alles für echt hielt, hatte ich an einen Arzt sowieso nicht gedacht, sondern bin zur Polizei gegangen.
    Mit der nächsten Stufe kam ich dann in den schizophrenen Bereich an, wo ich glaubte, dass die Nachbarin heimlich in meine Wohnung geht und immer etwas Gift an meine Lebensmittel tut.
    Begleitet wurde das ganze noch durch körperliche Symptome wie Herzschmerzen und Schwindelanfälle, die ich damals natürlich auf das vermeintliche Gift zurückführte.
    Ich habe mich dann irgendwie doch zum Psychologen schicken lassen.
    Mit den richtigen Tabletten habe ich das alles wieder in den Griff gekriegt.

    Meinen IT-Beruf habe ich aufgegeben.
    Erstens habe ich da keine Stelle mehr bekommen und zweitens wird man da schnell überfordert.

    Jetzt arbeite ich in der Elektro-Industrie.

  68. #39 Viper (02. Dez 2013 15:07)

    Haha, Pfeile! Ich habe mal intensiv Bogen geschossen. Die Fita-Jünger im Sportverein fanden mich schrecklich, obwohl ich mit deren wundervollen, leichten, totalstabilisierten Gerödel-Bogen mit Visier und den grandiosen Karbonpfeilen häufig Gelb schoß.

    Also schoß ich lieber und öfter bei den Jagdschützen auf der „Wildbahn“ Langbogen – obwohl mein Liebling und Eigentum die Black Mamba mit 45 Pfund Zuggewicht war/ist. Oder der nachgebaute kurze Recurve-Reiterbogen der Mongolen, den ich von diversen Hottehühs schoß. Und baute meine Pfeile selbst. Zedernholz und Truthahn-Feder.

    Langer Rede kurzer Sinn: Wir haben uns auch mal zum Ärgern die Pfeile (und manchmal sogar die mit den Jagdspitzen) auf die Palisaden- und Holzdeckungen unserer Stände gejagt…

  69. Als 9-Jähriger habe ich mir für 12 Mark (dafür hatte ich wochenlang mein Taschengeld gespart) ein Fahrtenmesser gekauft. Es hatte eine feststehende Klinge von ca. 20 cm Länge. Allein für den Besitz dieser menschenverachtenden Kriegswaffe käme ich heute vermutlich in den Bau. Weshalb ich mir damals diese Monstermordwaffe zugelegt habe? Um im Wald Baumfrevel zu begehen, Äste zu amputieren, aus Zweigen Hütten zu bauen (ohne Baugenehmigung!) und schließlich – da war ich dann aber schon fast 15 – ein Herz mit den Initialen X und Y in eine Parkbank zu schnitzen.
    Und wenn ich damsls mal gänzlich ohne Helm vom Fahrrad gefallen bin – das geschah öfter und zweimal fuhr mich ein Auto an –, dann habe ich die blutigen Knie und die schmerzende Schulter ignoriert und im Einvernehmen mit dem Verursacher meines Schadens (einmal war ich das selber) es mit einer Entschuldigung gut sein lassen.
    Wäre mir damals in den späten 50ern und frühen 60ern ein(e) Psychofuzzi_ne in die Quere gekommen, dann hätte ich wohl mein Fahrtenmesser gezückt…
    Und – oh Gott! Ich sehe das erst jetzt!!! Das Messer hieß auch noch „Fahrtenmesser_1933“! – Ich kindlicher Messernazi!…
    Doch! So hell, klar und unschuldig war damals meine Welt.

    Don Andres

  70. Bei Schädelhirnquetschungen sollte man sich auf die Erfahrungen der Polizisten und Ärzte verlassen,nicht auf Urviech und Babieca.
    Einerseits das Gejammer man könne nur noch mit Pfefferspray aus dem Haus,andererseits ist Fahrradhelm und Sicherheitsgurt bei der heutigen Verkehrsdichte angeblich Weichei-Mentalität.
    Das nimmt echt so Stammtisch Gelaber alter Leute an, nach dem Motto“ ja bei uns war das Abi noch ein Abi, die Kinder robuster etc.
    Alles subjektiver Unsinn. Nicht ?
    Ok,dann lasst das Pfefferspray zuhause

  71. Vergessen wurde bislang der neue Zivilisations-
    supergau!!-Das Burnoutsyndrom!!!!
    Hier kann man 80% aller Psycho-Störungen mit
    abdecken. Früher gab es : Magengeschwür,
    hohen Blutdruck,allgemeine Unlust oder Bocklosigkeit,schwache Nerven etc…!
    Auch ist es heute nicht mehr möglich ohne
    mindestens ABS-ESP-Untergrenze 6 Airbags und
    anderer Assistenzsysteme im Auto zu überleben!
    Wenn ich nur die Führerscheinkosten aus den
    80′ zigern mit heute vergleiche, weiß ich, das
    eine bestimmte Klientel als Lobbyisten
    dem Verkehrsministerium Unsummen zukommen
    läßt, um Ihre Daseinsberechtigung zu rechtfertigen.In England und USA langen
    50€ und ein paar Runden um den Block und
    die Leute leben noch, und dürfen mit Ihren
    unterdurchschnittlichen Fähigkeiten auch
    bei uns fahren!Ich gehe auch davon aus,
    das man sich in vielen EU-Ländern und auch
    in
    Kemal Attatürk’s Reich eine Fahrlizens gegen
    Backschisch kaufen kann!

  72. #45 Viper (02. Dez 2013 15:13)

    Ich hatte nicht mal auf der Baustelle (bin Maurer) einen Helm auf.

    Fällt mir jetzt spontan „Werner“ ein: Megapolier mit Minikopf vergattert alle zum Helmaufsetzen. Betonträger fällt vom Kran auf Polier. Polier platt im Boden. Werner lakonisch: „Echt nützlich, so ein Helm.“

    Jajaja… 😉

  73. Die Nepalesen in Doha sind auch Weicheier.
    Sie wollen Sicherheitsstandards,die es in ihrer Jak Fladen/
    Jetifi#+&+er Heimat nicht gibt. Und Wasser trinken die ganze Zeit,wo sie doch eigentlich arbeiten sollen.
    Harrharrr….linke Gewerkschafts Himalajatürken….

  74. #94 STS Lobo (02. Dez 2013 16:42)

    Auch Dir ein grosses Dankeschön… 🙂

    Wie schon gesagt, man kann das alles nur noch mit Galgenhumor ertragen.

  75. #90 Nee klar (02. Dez 2013 16:30)

    „Bei Schädelhirnquetschungen sollte man sich auf die Erfahrungen der Polizisten und Ärzte verlassen,nicht auf Urviech und Babieca.
    Einerseits das Gejammer man könne nur noch mit Pfefferspray aus dem Haus,andererseits ist Fahrradhelm und Sicherheitsgurt bei der heutigen Verkehrsdichte angeblich Weichei-Mentalität.“

    Pfefferspray- Gejammer suchen Sie bei mir vergeblich. Ebenso Fahrradhelmbashing. Wer gerne so eine Schale aufsetzt, soll das tun, ich will nur nicht dazu verpflichtet werden. Ich fahre seit 40 Jahren intensiv Fahrrad und weiß, wovon ich schreibe. Ich hatte auch schon einen Unfall, bei dem mich ein Autofahrer übersah, das Ganze endete mit einem gebrochenen Arm und einer ausgekugelten Schulter. Im Regelfall endet ein Sturz mit dem Rad mit blauen Flecken, Schürfwunden und Knochenbrüchen, in verschwindend geringen Fällen nur mit Schädelverletzungen, gegen die ein Helm geholfen hätte.

  76. Dann schlag deine Kinder, falls vorhanden, doch nach guter alter Tradition weiter wenn das für dich Erziehung ist…

    Und fahr‘ ohne Helm und hau dir den Kopf auf, während der Rest der Gesellschaft dann deine Operationskosten trägt.

    (dem Rest stimme ich jedoch zu)

  77. #94 Babieca (02. Dez 2013 16:42)

    Mir hatte mal eine Baggerschaufel eine verpasst, das ich 3 Meter weiter flach lag. Aufgestanden und weiter gearbeitet (mit Riesenbeule).

  78. #11 Peter Blum (02. Dez 2013 14:19)

    Danke! Ein sehr treffender Kommentar.

    _________________________________

    Natürlich ist der „Lebenshilfe“-Markt eine durchaus große Sparte in unserer Sozialindustrie. Denkt nur mal an die vielen traumatisierten Flüchtlinge.

    Ansonsten kann ich den Beobachtungen völlig zustimmen. Vor Jahren hatte ich auch eine Bekannte die plötzlich erkannt hat, dass sie als Kind von ihren Eltern „misshandelt“ wurde. Habe ihre Erfahrungen mit den meinigen abgeglichen und konnte keinen Unterschied feststellen. Natürlich ärgert es einen als Kind wenn man den Hintern voll bekommt, oder eine Ohrfeige von der Mutter bekommt; aber man wird erwachsen und ich sehe das mittlerweile mit Humor.
    Wenn man hier eine Umfrage machen würde, wie viele Pi-ler von ihren Eltern „misshandelt“ wurden, oder durch „traumatische“ Ereignisse belastet sind würde das Forum hier wohl vor Beiträgen überquellen.

    Das Ende vom Lied war bei mir auf jeden Fall, dass mein Zureden dass sie nicht traumatisiert sei darin endete, dass sie es eben schon sei und ich hätte auch traumatisiert zu sein.
    Sie macht seit zehn Jahren Therapie um Therapie. Psychisch wurde es immer schlimmer bei ihr. Sie hat weder Beruf noch Studium fertig bekommen. „Die Kindheit“ ist daran schuld.

    Gerade unter den 20-30- jährigen, zu denen ich auch zähle findet man einen Haufen „traumatisierte“. Seltsam. Die Spanne der 60-80-jährigen scheint ganz normal zu sein.

  79. #90 Nee klar (02. Dez 2013 16:30)

    Bei Schädelhirnquetschungen sollte man sich auf die Erfahrungen der Polizisten und Ärzte verlassen,nicht auf Urviech und Babieca.

    Stimmt. Hätte dieser Araberjunge Helm getragen, hätte ihm der von einem Zigeuner aus dem Fenster geschmissene Sessel ganz sicher nix anhaben können. Wir schätzen: Wie hoch sind die Behandlungskosten und wer bezahlt sie warum?

    Der Fall (sechsköpfige arabische Harz4-Familie):

    http://www.derwesten.de/staedte/bochum/vier-menschen-nach-folgenschwerem-sesselwurf-auf-bochumer-jungen-angeklagt-id8637107.html

    Das sehr erhellende Video:

    http://www.rtl.de/cms/news/punkt-12/mann-wirft-sessel-aus-dem-fenster-und-trifft-ein-kind-2f0e4-9851-36-1521509.html

    Glaub mir: Über Helme, ihre Testnormen, Euro- und Din-Normen für Helme samt dem, was sie NICHT leisten (Motorradhelme leisten was ganz anderes als Fahhrradhelme, Fahrradhelme leisten was ganz anderes als Reithelme); allein der Zoff um die Durchdringungs- und Kantstein-Prüfungen, ihrer Normen und diverserer Verhinderungen, ehe da eine „EN-Norm“ steht, bin ich passabel informiert. Auch über das, was die Kollegen aus der Medizin und von den Versicherungen über Schädel-Hirn-Traumen und ihre Ursachen wissen.

  80. Eine wahre Begebenheit

    Mir wurde vor einer Weile die nicht besonders erbauende Ehre zuteil, in einem Krankenhaus am Sterbebett meiner konfessionslosen Tante sie in den letzten Stunden ihres irdischen Lebens zu begleiten. Obwohl ich mich, durch die vorangegangene schwere Krankheit im hohen Alter, auf ihre Erlösung mental bestens gewappnet sah, übermannte mich dennoch tiefe Trauer.
    Die Schwestern des staatlichen Krankenhauses waren wohl ob dieser menschlichen Geste („Sterbebegleitung gibt es nur ganz selten“), so verwirrt, dass sie nach einer Stunde, trotz vorheriger Ablehnung, mir eine Doppelnamen-Psychologin vorbeischickten. Diese stieg sofort in einen Singsang von überwältigendem Mitgefühl ein, dass ich meinte, es wäre auch ihre Tante, die da verstorben ist. Nach einem Moment meiner gestörten Trauerphase bat ich sie höflich, mich doch bitte wieder allein zu lassen. Da wandelte sich ihre Stimmung in eine betretene Empörung, denn schließlich hatten wir uns ja noch nicht über meine „psychische Verfassung“ ausgetauscht. Ich versicherte ihr freundlich, dass es um diese hervorragend bestellt sei, nur meine seelische Verfassung vielleicht etwas Balsam benötigt, was bei mir als Katholik aber ein Pfarrer und die Familie besorgen würde. Das kam für sie in der östlichen Diaspora wohl so überraschend, dass sie unter stammeln von „Unverschämtheit“ fluchtartig den Raum verließ. Einige Zeit später, es war bereits tief in der Nacht, beschloss auch ich zu gehen und traf nochmals auf dem Flur auf eben diese Doppelnamen-Psychologin mit der Schwester im Gespräch versunken. Als sie mir gewahr wurde, verstummte sie und warf mir, wohl ob ihres Publikums, schnippisch entgegen, dass ich sehr unhöflich gewesen sei, denn schließlich habe sie nur „ihre Pflicht machen wollen, für die sie ja schließlich auch von der Kasse bezahlt würde.“ Ich versuchte ihr erneut schonend zu erklären, dass ich diese Art von „Pflichterfüllung“ im vorliegenden Fall nicht wünsche und auch nicht bestellt hatte, und was überhaupt das „von der Kasse bezahlt“ zu bedeuten habe? Als Privatversicherter verbitte ich mir die Zusendung einer Rechnung und die gesetzliche Kasse der Verstorbenen wird nach dem eingetretenen Tod ja wohl auch nicht dafür aufkommen. Sie floh wieder … und ich ging nach Hause.

    Ich kenne in meiner Gemeinde nicht eine Person, die schon jemals einen Psychologen gebraucht hätte, und tragische Umstände gab es schon genug. In meinem privaten, atheistischem Umfeld gibt es derlei viele – vom Vorschulkind über Schwangerschaftsdepressionen, midlife crisis, burn out bis hin zu Wehwehchen im hohen Alter. Alles von der Kasse bezahlt!

  81. Ich bin in den 60ern und (goldenen) 70er Jahren in Nordfriesland auf dem Lande aufgewachsen. Die Winter waren hart, Wärmedämmung gab es nicht, die Sommer dagegen waren super.

    Nach der Schule ( der Zug fuhr nur nach der 4. und 6.Stunde und dann musste man noch vom Bahnhof zur Schule laufen bzw. besaß ein „Bahnhofsfahrrad“!) ging es zum Spielen bis die Lichter angingen oder man machte Sport im Verein und abends wurden Schularbeiten gemacht.
    So einen Blödsinn wie Nachmittagsunterricht gab es nicht.
    Ausländer gab es auch nicht. Dänen waren keine Ausländer. Ach ja, eine heisse Südamerikanerin hatte es dorthin verschlagen. Die konnte sich vor Unterstützern beim Deutsch lernen kaum retten.
    Bei Dorffesten wurde sich mit dem Nachbardorf gekloppt aber wenn einer am Boden lag war Schluss und am nächsten Tag wurde sich vertragen.
    Es gab 3 s/w-TV-Programme, Samstag „Kuhlenkampff“ mit der Familie gucken war Pflicht.

    Ich habe nichts vermisst.

    Am schlimmsten finde ich heute die deutschen ( deutschen ? ) Bundeswehrweicheier. 130 € / Tag extra abgreifen, dazu steuerfreie Zigaretten, nur 2 Bier / Tag trinken dürfen und mit Mädels dürfte in Afghanistan auch eher wenig laufen. Man spart also das ganze Geld und kann sich in Deutschland eine Existenz aufbauen. Statt dessen sind die „Herren“ traumatisiert.

    Die sollen gefälligst kämpfen und sich nicht ständig von den Amis raushauen lassen. Dazu sind Soldaten da. Welcher ungelernte 22jährige verdient denn schon knapp 5000 € / Monat ?

    Und was ich über die Studenten ( außer in den MINT – Fächern ) denke möchte ich lieber nicht schreiben. Ab und zu Günther Jauch gucken, das sagt schon alles…

  82. Unfassbar wie sich Leute hier über sicherheitstechnische Errungenschaften lustig machen, die Millionen von Menschen auf der Welt das Leben retten.
    Außerdem ist es ja schön für die Leute die als Kind einen Sturz oder einen Unfall überlebt haben, leider gibt es genug Kinder die dieses nicht überlebt haben, weil deren Eltern so ignorant waren und meinten das Kind wird das schon überleben.

    #99 Babieca (02. Dez 2013 17:01)

    Bei Fahrradhelmen sollte man am besten welche aus der USA kaufen, die haben bessere Tests für Fahrradhelme als wir.

  83. #86 Viper (02. Dez 2013 16:23)

    „Kleinkraftrad“, genau. So hieß das. Hatte ich auch mal, 1974 gekauft, eine 50er Yamaha. Hat Spaß gemacht, im Sommer so frei durch die Gegend zu brettern. Als die Helmpflicht kam, hatte ich keinen Bock mehr darauf. Heute fahre ich immer noch grundsätzlich ohne Anschnallen Auto. Wenn ein Polizeiauto auftaucht, wird natürlich schnell angelegt.

    Dumm ist es nur, wenn ein Ziviler hinter einem herfährt (vor drei Jahren etwa passiert), oder wenn man den Polizeiwagen hinter einem nicht wahrgenommen hat (diesen Sommer passiert). Dann zahle ich eben das Bußgeld. Das ist es mir alle paar Jahre wert. Dieses Angeschnallt-Autofahren macht einfach keinen Spaß. Glücklicherweise habe ich ein älteres Auto. Bei den neuen nervt einen ja so lange dieser Piepton, bis man sich angeschnallt hat.

    Ja, das ist unvernünftig. Aber soll ich nur wegen der ganz, ganz geringen Wahrscheinlichkeit, daß ein ernster Unfall passiert, für den Rest meines Lebens auf den Spaß beim Autofahren verzichten?

  84. #98 Nordischemeinung (02. Dez 2013 16:51)

    Ich beziehe hier nochmal ANTI-Stellung zu dem Satz „Während der Rest der Gemeinschaft deine OP-Kosten trägt“.

    Mit diesem Argument („Die Gemeinschaft“) wird zur Zeit unter dem Deckmantel „Gesundheit“ ein totalitäres Gängeln und Zugriffsrecht des Staates auf ganz private Bereiche durchgesetzt. So wie bei „Die Insel“, wo die Klone per Finanzier dazu verdonnert sind, ein totalitäres, „gesundes“ Leben zu leben, um irgendwann mal ihre Organe dem Finanzier zu spenden.

    Das Gesundheitssystem, so wie es in Deutschland seit Bismarck entstand, federt im Groben und ganzen alles recht gut ab, was der einzelne nicht zahlen kann. Ein Schädel-Hirn-Trauma aus welchen Gründen auch immer – ohne Helm – genauso wie die langfristige Krebserkrankung eines genetisch vorbelasteten.

    Hier jetzt plötzlich Gesundheits- und Verhaltensterror bei Deutschen anzufangen (meine KK-Beiträge bisher finanzieren locker mehrere Schädel-Hirn-Traumata plus diverser Herz-Kreislaufkrankheiten), während die wahren Probleme ganz woanders liegen, ist wohlfeil.

    Probleme = Eingewanderte „Kranke“, die sofort mit außerordentlich komplexen Krankheiten umfangreiche medizinische Versorgung in Deutschland in Anspruch nehmen können, ohne jemals in den Pott gezahlt zu haben.

  85. Also ich bin ein Kind der 80er, kann das gesagte aber trotzdem bestätigen. Als Kind, Sohn, einer echten Proletarierfamilie oder einfach einer normalen Arbeiter familie, hatte ich noch eine glückliche, unbehütete Kindheit.

    Wir haben eben alles gemacht, was Kinder so machen und haben uns alle schäden zugezogen, die sich Kinder so zuziehen.

    Ich möchte mit den jüngeren, vor allen Dingen denen mit studierten Eltern, noch schlimmer, der Geisteswissenschaften, wirklich nicht tauschen.

    Ich denke aber, diese ganze Überbehütung, hat den Sinn, genau diese verweichlichte Bevölkerung heranzuziehen, die wir jetzt bekommen.

    Die jenigen, die noch eine helmlose Kindheit hatten, haben beim balgen die Erfahrung gemacht, dass Schläge oder Stürze auf den Kopf, nicht zwangsläufig dramatische Folgen haben, man also durchaus ein Risiko, etwa bei einem Kampf, eingehen kann ohne den Tod zu befürchten,

    Das Resultat, einer überheüteten, modernen, Wohlstandskindheit, sehe ich seit einigen Jahren immer mehr, wenn ich zum Selbstverteidigungstraining gehe.

    Die Jungs, besonders die aus den besseren Gesellschaftsschichten, darfst du nicht mehr anfassen. Völlig feminisert, weichen jedem Blick aus, nervlich am Ende.

    Als ich angefangen habe, habe ich so lange Deckungstraining gemacht, bis meine unterarme völlig blau waren und ich den Gedanken hatte „Morgen bitte kein Training“ und natürlich ist man doch hingegangen, auch wenns weh tat.

    Das wirklich schlimme daran ist, dass die Trainer das Training den Luschen angleichen und nicht umgekehrt. Also nicht die Jungs müssen sich grade machen, die Ansprüche werden runtergeschraubt.

    So züchtet man sich ein völlig beherrschbare Bevölkerung ran.

  86. Naja, der Sicherheitsgurt ist schon was anderes als der Fahrradhelm. Ersterer hat nachweislich viele Leben gerettet, letzterer wohl eher den Gewinn der Hersteller.

  87. @ #98 Nordischemeinung (02. Dez 2013 16:51)

    Dann schlag deine Kinder, falls vorhanden, doch nach guter alter Tradition weiter wenn das für dich Erziehung ist…

    Und fahr’ ohne Helm und hau dir den Kopf auf, während der Rest der Gesellschaft dann deine Operationskosten trägt.

    zu 1.: Ich würde meine Kinder nie schlagen, aber ein freundschaftlicher Klaps erhöht das Denkvermögen.

    zu 2.: Ich gebe Dir in der Schlussfolgerung Recht, aber wieso tut die Gesellschaft das eigentlich? Warum wird jemandem, der nicht angeschnallt war oder abseits der markierten Pisten Ski gefahren ist im Falle eines Unfalls von der Gesellschaft alle Folgekosten erstattet? Wo bleibt die Eigenverantwortung? Statt die Symptome zu bekämpfen, und das funktioniert in der Regel nicht, sollte man lieber die Ursachen an der Wurzel packen.
    Ich verstehe unter einer einer Solidargemeinschaft jedenfalls nicht den Vollkaskoschutz für jeden und alles!

  88. #97 Urviech (02. Dez 2013 16:47)

    Wer gerne so eine Schale aufsetzt, soll das tun, ich will nur nicht dazu verpflichtet werden.

    Kern des Ganzen.

  89. Psychotherapien sind unnütz.
    Es ist ein Geldgeschäft, ein Therapiemarkt.
    Angeblich werden immer mehr Menschen depressiv. Das mag stimmen, hat aber keine Ursachen in zunehmender Krankheit, sondern in abnehmender Vitalität.
    Jede Depression ist bedingt durch Enttäuschung. Der Mensch hat Hoffnungen oder Erwartungen, die nicht erfüllt wurden.
    Eine nicht erfüllte Hoffnung kann zum Beispiel sein, keinen Ruhm erlangt zu haben oder keine glückliche Ehe zustandegebracht zu haben.
    Das erste entspringt einer Form von überzogener Eitelkeit und Ichbezogenheit, das zweite oft einer Form von zu hohem Anspruchsdenken, Ansprüche, die man sich nicht selber erfüllen kann, aber die an sich gestellt werden.
    Beides führt zu einem Gefühl der Ohnmacht.
    Ob nun die unrealistische Werbung, die Ellenbogenleistungsgesellschaft oder die Vereinzelung dem Individuum den Rest geben, liegt am Gefühl, wie er sich in seiner Umgebung aufgehoben fühlt.

    Ein Therapeut kann niemals das Gefühl des Aufgehobenseins ersetzen. Es ist eine Illusion, ein Irrglaube, zu meinen, mittels einer Psychotherapie könnten seelische Leiden gemindert werden.
    Der einzelne muss die Sicherheit haben, etwas bewegen zu können und etwas zu leisten. Und das fehlt zu vielen.

  90. #71 Cyclonos (02. Dez 2013 15:36)

    Es geht nicht darum das WIR die Helden sind,
    sondern die ZEIT eine andere war in der wir aufgewachsen sind und das wir damit eine andere Selbsverständlichkeit für gewisse Gegebenheiten an den Tag legen.
    Kleines Beispiel:
    Klein upright ist so 10 Jahre alt und bastelt sich eine Steinschleuder, die erste hat mein Vater mir gebaut als ich 8 war. Allein dieser Umstand würde heute jeden Guti in den Wahnsinn treiben. Gummistreifen aus einem Autoreifenschlauch geschnitten, als
    Aufnahme für das Geschoß wurde die Zunge aus einem alten Schuh genommen, eine Astgabel und fertig. Die Zunge benötigt für die Gummis 2 Löcher die ich mit einem Gemüsemesser durchstechen wollte. Leider hatte mein Zeigefinger nach dieser Prozedur auch ein durchgängiges Loch. Ich also mit meinem stark blutenden Finger zu Mutti. Die fragte mich nur ob ich den Finger noch bewegen könne, nicht das ich noch eine Sehne durchtrennt hätte, denn dann müsste ich zum Arzt. War aber nicht und so gab es nur einen Verband und die Warnung ich sollte jetzt nicht unbedingt zum Frösche fangen an den Graben gehen von wegen Entzündung und so.
    Ein komplett anderes Leben eben und keiner hat über solche Gegebenheiten auch nur ein Wort verloren!
    Wundert es dich das wir euch Weicheier nennen?

  91. “Während der Rest der Gemeinschaft deine OP-Kosten trägt”.

    Solche „Argumente“ liebe ich. Der „Rest der Gemeinschaft“ trägt auch die Behandlungskosten von Rauchern, Säufern, Fehlernährung und Bewegungsmangel, und zwar in ganz anderen Dimensionen.
    Von den Kosten für Gesundheits- Rundumversorgung inklusive Zahnersatz für Asylbetrüger aller Herren Länder ganz zu schweigen.

  92. #99 Babieca (02. Dez 2013 17:01)

    Bei Fahrradhelmen sollte man am besten welche aus der USA kaufen, die haben bessere Tests für Fahrradhelme als wir.

    Yep. Aber deutsche Versicherungen und damit Kassen erkennen diese Tests nicht an. Kann zu bösem Gekniffensein führen. Übrigens ist es ein Affenzirkus, wenn man sich anguckt, warum deutsche Hersteller und deutsche Prüfinstitute die amerikanischen Tests bei Radhelmen nicht wollen. Tip: Es geht nicht um Sicherheit.

  93. #112 Babieca (02. Dez 2013 17:23)

    Oh. Das ging natürlich nicht an mich, sondern an #102 K.Huntelaar (02. Dez 2013 17:08)

  94. #107 MPig (02. Dez 2013 17:17)

    Mit dem 2. haben sie gar nicht mal so Unrecht. Jemand der wissentlich sein Leben in Gefahr bringt, sollte von der Gesellschaft keine Rückerstattung bekommen für die entstandenen Schäden.

  95. #82 Babieca

    Nein, ich bin kein Fahrradfahrer und kenne auch deren Magazine nicht. Sollte ich mal Fahrrad fahren, dann würde ich mir mit 31 auch keinen Helm aufsetzen.
    Aber für Kinder die 1. mal neu sind im Verkehr und 2. Situationen nicht immer richtig einschätzen können, halte ich es für sinnvoll. Man muss es nicht zur Pflicht machen aber ein überhebliches Mackertum a la „Ich bin so hart weil ich in meiner Kindheit in den Sechzigern in meinem Kuhkaff wo im Schaltjahr 3 Traktoren durchgefahren sind ohne Helm ins nasse Gras gefallen bin“ halte ich für fehl am Platze.

  96. #112 Babieca (02. Dez 2013 17:23)

    Lassen sie mich raten,
    Um Geschäftemacherei oder? Ich bin mir nicht sicher aber es gibt auch Helme die wurden sowohl in Amerika als auch in Deutschland getestet und für sicher befunden in beiden Ländern. Auch ein guter Fahrradladen wird ihnen bei Helmen immer einen Amerikanischen empfehlen.

  97. Ob man sich diesem Trend anschließt darf zum Glück jeder für sich allein entscheiden. Dieser ganzen Verweichlichung, Heuchelei und Rückgradlosigkeit kann man sich zum größten Teil dadurch entziehen, indem man den Propagandastaatsfunk aus lässt.

  98. 102# K.Huntelar

    Bei Fahradfahrern ist es leider meistens so,
    das sie meinen, eine StVO ist für Sie nicht
    existent,bzw ein unverbindliches Angebot.
    Mit Kopfhörern und Handy am Ohr ,hilft dann
    auch kein Fahradhelm uns ein High-Tech-Rad.

    Auch bei vielen Autofahrern gibt es die Meinung durch ABS-ESP-und vielen Airbags
    läßt sich die Physik überlisten.
    Eine sehr trügerische Sicherhet,vor allem mit
    Handy am Ohr und Laptop auf dem Schoß!

  99. Wenn ich das so lese, habe ich nun endlich ein Erkennungszeichen, wie ich PI´ler auf der Strasse erkenne: Es sind die ohne Helm 🙂

    Horrido!

  100. Heutzutage jeder weiß,
    auf PI da steht viel Scheiß.

    .
    ***PI! Bitte um konstruktive Kritik bemühen, vielen Dank! Mod.***

  101. #118 Cyclonos (02. Dez 2013 17:25)

    Das haben sie schön gesagt. Dieses ganze Mackertum und Erinnerungsschwelgen an alte Zeiten ist völlig deplatziert. Die subjektiven Erfahrungen sollte man einfach nicht auf die Allgemeinheit übertragen.

    Und das Gelbaer über unsere Opa, sind mit dem was sie erlebt haben klargekommen, stimmt auch nicht so. Viele sind nach dem krieg in Alkohol abgerutscht, andere haben ihre Frauen und/oder Kinder verprügelt, viele hatten Albträume und Schwierigkeiten sich in ihrem Leben wiederzufinden. Viele haben es auch jahrelang verschwiegen, doch es brodelte immer irgendwas unter der Oberfläche.
    Man sollte mit diesem Hart wie Krupp Stahl Getue aufhören und die Realität sehen.

  102. #69 Simbo (02. Dez 2013 15:35)

    😀

    Man kann es wirklich nur noch mit Humor ertragen. Und darauf verweisen, daß jeder innerhalb der einst freien, sehr weit und den Staat auf ein Minimum reduzierten westlichen Gesellschaften individuell tun und wählen und essen kann, was er will, ohne daß ihm der neuerdings wieder krakenhafte Staat alles vorschreibt.

    Das schließt ausdrücklich immer systemverändernde Ideologien wie den Islam aus.

    Aber vielleicht liegt da die Krux: Der ideale islamische Staat ist ein bevormundener, strikt verbietender, allmächtiger Staat. Und der von vielen Westlern herbeigesehnte Gouvernanten-Staat ist ein strikt reglementierender, verbietender, allmächtiger Staat. Alles und immer „zum Wohle des Ganzen“.

    Statt den Gegenentwurf zu stärken: Das „Wohl des Ganzen“ wurde bisher immer nur über über weniger Staat und mehr individuelle Freiheit gestärkt und gefördert. Die seit Jahrzehnten immer stärker werdende staatliche Gängelei per Parteien, die sich den Staat gekrallt haben, unter dem Deckmantel des „Gemeinwohls“, ist da eher unbekömmlich.

  103. #125 Urviech

    Ja, gut gekontert. Kann man wenigstens mal
    lachen. Aber wer den Schmonzartikel ernst
    nimmt, hat wenig Substanz die versagen könnte.

  104. #126 K.Huntelaar (02. Dez 2013 17:40)

    Und das Gelbaer über unsere Opa, sind mit dem was sie erlebt haben klargekommen, stimmt auch nicht so. Viele sind nach dem krieg in Alkohol abgerutscht, andere haben ihre Frauen und/oder Kinder verprügelt

    „Unsere Opas“ sind, falls Sie es vergessen, inzwischen diejenigen, die als 15, 16-Jährige Anfang der 60er per Fahrradtour in den Ferien bis Paris fuhren. Mit Packrolle, Fahhradflickzeug und ohne Helm. Es waren freiheitlichere Menschen als die heute als Abenteurer verkleideten Stadtradler.

    Ist übrigens genauso ein Irrtum (daß „Opa immer mindestens 3. Reich, wenn nicht Kaisereich oder gleich Steinzeit ist) wie der Werbeschwachfug „Kuchen, wie Oma ihn noch backte“ und dann kommt irgendwas mit Spitzenschürze.

    „Oma“ sind heute Frauen aus den 60ern, teils auch 70ern, die Kuchen nur noch aus dem Laden kennen.

    Wenn sich Leute heute an ihre Jugend – und auch Studentenzeit zwischen 60-70-80 erinnern, dann liegt die in einer Zeit, in der Deutschland so frei und tolerant und „offen“ war, wie nie wieder vorher und nachher. Vorher durch Konventionen eingeengt, nachher durch ätzendes Moralin.

    Und zwischen 80 und 90 durch das riesige Thema „Deutsche Wiedervereinigung“ und „Zusammenbruch des Ostblocks“ dominiert. So wie seit 01, verstärkt seit 05, durch Islam. Und PC. Und Verbote, Verbote, Verbote. Die Verbote wurden übrigens in der freien Zeit der 70-80er ausgeheckt. Und der Islam etablierte sich hier in der Wiedervereinigungzeit der 90er.

    Alle stillen, modernen Entwicklungen Deutschlands schlagen mit 20 bis 30jähriger Verzögerung zu.

  105. #122 ike (02. Dez 2013 17:33)

    Das gleiche gilt für Berggeher: Die Bergwacht kann ein Lied davon singen, was da in den letzten Jahren zunehmend vom simplen Wanderweg bis Steig fällt, weil es sich von Kopf bis Fuß in Funktionsklamotten wandet und automatisch glaubt, es sei damit vor Unbill geschützt.

  106. Da ich mich, um der Helmpflicht zu genügen, beim Biken, zumindest im Sommer, auf ein Braincap beschränke, das vermutlich höchstens die Schutzwirkung einer Kippa hat, glaube ich hier beim Seniorenstammtisch der Helden auch meine Meinung kundtun zu dürfen.
    Vielleicht sollte sich der Autor „Pythagoreer“ erinnern, dass Pythagoras nicht nur Wissenschaftler und Mathematiker war, sondern auch der erste Musiktherapeut. 🙂
    Aber jetzt singen wir erstmal alle zusammen:

    „Hier kommt Kurt hier kommt Kurt ohne Helm und ohne Gurt
    einfach Kurt der nicht quängelt und nicht murrt
    ich bin Kurt der Coole das Generve macht mich krank
    während andre unten wursteln geh ich locker oben lang
    ich bin Kurt der Brüller absoluter Megaknall“

    http://www.youtube.com/watch?v=BrPcg8y2-5E

  107. #120 K.Huntelaar (02. Dez 2013 17:28)

    Lesen Sie meine Posts nochmal. Dann dürften Ihnen die Gründe klar sein. Stichwort Normen, Ausschuß, Testverfahren, EN, EU, Versicherungen.

  108. #131 Abu Sheitan (02. Dez 2013 18:08)

    Braincap

    Wie geil ist das denn? Hat das was mit Häkelcäp zu tun?

    😉 😉 😉

  109. Mensch Babieca,auch wenn wir bis auf Überfremdung nie einer Meinung sind, du schreibst knackig und ziehst nie zurück.
    Das war jetzt ein Kompliment.
    Deshalb ist die Sache mit dem Zigeunerkind-schmeisst-Stuhl-aus-Haus-trifft-Araberkind-ohne-Helm eine etwas enttäuschende Retoure.
    Da bin ich besseres gewohnt 🙂

  110. Jau ich bin auch Jahrgang 54 und es stimmt es war früher anders.
    Aber ich will nicht in den „Senioren Slang“ einstimmen
    Nach dem Motto „früher war eh alles besser“.
    Ich hab 4 Kinder groß gezogen und das sind keine Weicheier.
    In den letzten 26 Jahren habe ich etwa 15 Lehrlinge ausgebildet.
    Und jeder von denen steht im Beruf und im Leben seinen Mann.
    Das denke ich ist die Aufgabe von uns „Älteren“ Werte vor zu leben
    und weiter zu geben und nicht über die heutige Jugend „ zu jammern!

  111. Bin ich doch gerade ermahnt worden, mich um
    ernsthafte Kritik zu bemühen, möchte ich
    anmerken, dass ich die Argumentation in
    diesem Artikel mehr als fragwürdig finde.
    Man setzt sich einen Fahrradhelm auf die
    Birne, gerade weil dieselbe weder hohl
    noch faul bzw. weich ist. Die bei Fahrrad-
    unfällen auftretenden Schädelverletzungen
    sind sehr oft von erheblicher Natur und
    können durch einen Fahrradhelm zumindest
    oft in Grenzen gehalten werden. Einen solchen
    Schutz zu tragen ist wohl kaum ein Beweis
    von Verweichlichung und kann nicht auf eine
    Ebene mit eventuell überflüssigen Psycho-
    therapien gestellt werden.

    Des weiteren wäre da noch zu sagen, dass
    jemand der zum Jahrgang 1968 zählt kaum
    Grund hat sich einzubilden, er käme aus
    einer härteren Generation. Bei Jahrgang
    1948 oder sogar davor würde ich das so
    stehen lassen, aber wer seine Jugend in
    den 70ern und danach verbrachte ist
    bereits im Sinne der 68er erzogen worden,
    wobei Gewaltlosigkeit und Pacifismus wie
    Götzen verehrt wurden und weiterhin werden.
    Deshalb bekommen die Kinder der Deutschen
    von den Ausländern auch regelmäßig auf die
    Mütze.

    Soviel ernsthafte Kriti, zum Thema
    „Genaration Weichei“.

  112. Helm hin, Helm her. Ich will einfach keinen aufsetzen. Es macht dann keinen Spaß mehr. Zu warm und kein freies unbeschwertes Fahren mehr. Ich fahr ja auf Rekord. Aber der Helm würde mich hindern. Passieren kann natürlich was, aber es kann ständig was passieren.
    Übrigens als wir mal als Schüler unter Tage waren, haben wir einen aufgesetzt. War Pflicht. Hab ich auch nicht angezweifelt. Ich denke auch, dass das für Formel1-Leute sinnvoll ist. Aber bei Fahrrad-Fahrern steht das in keinem Verhältnis zum Risiko. Wer da groß Angst hat, sollte einfach nicht Radfahren. Aber wie gesagt gut auf Autos achten. Nie auf die Vorfahrt verlassen. Nicht unsicher sein, aber genau aufpassen ob der anhält. Obwohl die Autofahrer sind schon sehr sorgfältig.

    Bei kleinen Kindern ist der Helm drollig, besondern bei Mädchen, wenn hinter der Pferdeschwanz rauskommt. Und die skzeptieren den Helm ja auch ganz artig und sehen echt professionell (drollig) aus.

  113. In der Verkehrspsychologie gibt es den Begriff der sogenannten Risikokompensation. Soll heißen, wenn man sich durch einen Fahrradhelm sicherer fühlt, dann neigt man dazu unsicherer zu fahren, man ist ja jetzt geschützt. Und selbst andere Verkehrsteilnehmer, wie z.B. Autofahrer, verhalten sich gegenüber einem Helmträger unvorsichtiger.

    Das deckt sich jedenfalls mit meiner Erfahrung, dass viele Helmträger, vor allem die Hobbyradrennfahrer, sich im Straßenverkehr wie Bratensäue verhalten.

  114. Man muss, wie so oft, differenzieren:

    Wenn ich mit dem Rad einfach nur von A nach B fahre, dann trage ich auch keinen Helm und werde nie einen tragen, auch wenn es EU-Vorschrift wird.
    Wenn ich aber mit meinem Mountainbike einen felsigen Downhill-Trail runterknalle, dann trage ich einen Helm. Da hab ich einfach schon zu oft Mitfahrer mit klaffenden Platzwunden gesehen, die die Felsen mal ertasten wollten.

  115. apropos „Weichei“:

    Zu Beginn der 70er-Jahre lag die Zahl der Verkehrtoten bei ca. 20.000 pro Jahr (bei erheblich weniger Bevölkerung, Verkehr und KFZ).
    Im Jahre 2012 waren es 3.606.
    Das alles Dank „Fahrradhelmen“ wie Sicherheitsgurten, Airbags, Knautschzonen, besseren Straßen usw.

    Ihr Weicheier, wollt Ihr denn ewig leben? 😉

  116. * damit wollte ich nicht die Gesamtendenz des Artikels in Frage stellen, aber man sollte schon differenzieren und maßhalten und nicht pauschal die „gute alte Zeit“ hochleben lassen.

  117. #36 PSI (02. Dez 2013 15:01)

    “ Und last but not least: auch im Bett braucht man einen Helm, man könnte ja aus demselbigen fallen.
    ——–
    Spannend wird’s erst wenn man im Bett angeschnallt wird!“
    ——————————————–

    😀 😀 😀

  118. Würde ich so nicht sagen und wenn schon dann
    Generation hinterhältiges Weichei, das wäre korrekter.

  119. Diese Generation WeicheiIn, Weichei_in, Weichei*in bzw. Weichei/in trifft auf skrupellose, testosterontriefende, durch Anabolika gestählte – sehr häufig liest man in Fahndungsaufrufen i. V. m. Südländern „athletische Figur, kräftig gebaut“ u. Ä. – (Nachwuchs-)Mohammedaner.

    Ein ungleicher (bevorstehender) Kampf!

  120. Das hab ich mich auch schon mal gefragt! Wiso müssen die Leute bei jeder kleinen Strecke mit dem Stürz Helm rum fahren? Ist natürlich bei einer Berg Tour sehr gut angebracht! Aber nicht bei jeder Strecke!!

  121. „Seit einigen Jahren ist die Tendenz zu beobachten, dass für alle möglichen Ereignisse des Lebens, die aus dem täglich Gewohnten negativ herausfallen, irgendwelche Psychotherapeuten, Psychoberater, Traumabewältigungshelfer und ähnliche Seelentröster parat stehen. Was früher der Pastor zu seinen Aufgaben zählte, wird heute von aufwändig ausgebildeten Psychoklempnern bewerkstelligt. Ob die Maßnahmen Erfolg haben, können vermutlich die Betroffenen und deren Angehörigen am besten selbst beurteilen…“
    ——————————————————–

    Dieser ganze Psycho- Quatsch ist auch eine überflüSSige Seuche die zu uns über den großen Teich geschwappt ist. Unsere Amerika- feindliche, „humanistische“ 68er Dressurelite hat so ziemlich alles was daher kommt abgelehnt, ausser natürlich diesen ganzen Psycho- Dreck mit dem man einzelne oder ganze Gruppen so gut lenken kann. Thank you Amerika !

    Twisted

    My analyst told me
    That I was right out of my head
    The way he described it
    He said I’d be better dead than live
    I didn’t listen to his jive
    I knew all along
    That he was all wrong
    And I knew that he thought
    I was crazy but I’m not
    Oh no
    My analyst told me
    That I was right out of my head
    He said I’d need treatment
    But I’m not that easily led
    He said I was the type
    That was most inclined
    When out of his sight
    To be out of my mind
    And he thought I was nuts
    No more ifs or ands or buts….

    Joni Mitchell
    Lyrics by Ross and Grey

    http://www.youtube.com/watch?v=IKIQSo7JbKQ

    http://jonimitchell.com/music/song.cfm?id=67

    😛

  122. ich bin jahrzehntelang im pflegeberuf und habe sicher mehr tote gesehen als der durchschnittsbürger.

    hilfe, ich habe sogar sterbebegleitung gemacht und das nicht nur einmal.

    ich muss abnormal sein, denn ich habe noch nie eine psychotherapie gebraucht.

  123. Am besten sind die Helm-Radler ohne Licht. Gerne mit Kindersitz samt Inhalt hinten drauf.
    Blöder geht´s wirklich nicht mehr…

    Helm gibt´s bei mir weder beim Radfahren noch beim Skifahren. Fast 40 Jahre Unfallfreiheit geben mir Recht. Man passt halt besser auf, wenn man was zu verlieren hat.

    Eine Bauernhofkindheit schult Körperbeherrschung und Eigenverantwortung.
    Balancieren auf Scheunen-Dachbalken in 5m Höhe, Sprünge ins Heu aus 3m, allerlei herumstehende Maschinen, die von innen u. außen beklettert wurden, Rollschuhfahren (mit verstellbaren Wackelmodellen) bergab auf der Hauptstraße, mit 3,5 Jahren den Hin- u. Rückweg zum Kindergarten allein bewältigt, 5jährig mit dem Kinderfahrrad Freunde im 2km entfernten Nachbarort besucht (kein Rad- oder Gehweg, nur Hauptstraße). Berge von Nutella-Toasts gefuttert, ausschließlich Limonade getrunken und keine Ermahnungen von Gendermuttis und Gesundheitsfanatikern.
    Keiner aus meinem Kinder-Freundeskreis war (oder ist) übergewichtig oder krank.

    Und heute? Alles Angsthasen. Demnächst Helm- und Gurtpflicht beim therapeutischen Stuhlkreis? Defibrillatorpflicht für alle Privathaushalte?

  124. Unfassbar !!!
    Dieser Artikel verhöhnt alle, die Opfer von
    körperlicher und psychischer Gewalt geworden sind.
    Ein ekelhafter Artikel.
    Natürlich gibt es Weicheier und Gutmenschen, die alles bequem haben wollen,
    aber Menschen, die in/mit ihrem Leben Probleme haben, brauchen sich nicht als Idioten darstellen zulassen.
    Danke und Gruß

  125. #124 Fledermaus (02. Dez 2013 17:34)
    Heutzutage jeder weiß,
    auf PI da steht viel Scheiß.
    —————

    noch gibt es keinen pi-lesezwang. vielleicht sagt dir ein anderes medium besser zu? spon vielleicht? oder, wie heisst das linkslinke kampfblatt? indymedia?

  126. #113 upright

    Ja, ich muss mich schon wundern, vor allem wenn das durch irgendwelche persönliche Anekdoten untermauert wird.
    Auf dem Land ist das heute noch so. Wir (also Jungs bei uns in der Gegend) hatten Nun-Chuks die uns unsere Väter im Hobbykeller aus 2 Holzstücken und ’ner Kette zusammengebaut haben. Damit haben wir uns dann i.d.R selber die Fresse poliert bis die Lippe blutete und das Auge blau war.
    Mann, was sind wir doch hart.
    Spielen wir doch alle dieses dämliche „Unsere Generation war ja noch toll aber alles nach uns…na ja“ Spiel. Ist ja ganz was neues und nicht erst seit Jahrtausenden abgedroschen.

    Und wie toll eure Generation ist, sehen wir dann immer wenn was am Computer kaputt ist. Dann sind wir immer schon froh wenn ihr das Ding nicht mit Hammer und Meißel aufbrecht um das Motoröl zu wechseln. 😀

  127. #24 Eule53 (02. Dez 2013 14:40)
    Psychotherapeuten, Psychoberater, Traumabewältigungshelfer und ähnliche Seelentröster sollten sich verstärkt den Sozen und Grünen widmen!
    Da wartet Arbeit ohne Ende auf sie! 😉
    ——————
    Das Problem ist doch: Dann müssen sich diese selbst therapieren, da sich Soziopäd und co doch aus diesen Gestalten rekrutieren..
    Dazu ein Spruch:
    Psychoanalyse ist die Geisteskrankheit,die von sich glaubt, Therapie zu sein

  128. Mich als Diplom-Psychologen und PI-Leser machen solche Artikel wie der obige traurig. Da wird so vieles durcheinander bzw. in einen Topf geworfen, dass es schon weh tut.
    Durch Sturzhelme werden nachweislich Tausende von Leben jährlich gerettet. Würde der Autor nur ein Elternteil kennen, das sein Kind verloren hat aufgrund des mangelnden Sicherheitsdenken in den Siebzigern, er hätte solche Zeilen nie von sich gegeben.
    Was die Begriffe betrifft, die mit Psych- beginnen, da wünsche ich mir schon lange, dass Leute, die mitreden wollen, sich mit den Bedeutungen von „Psychologe“, „Psychotherapeut“, „Psychiater“ und „Psychoanalyse“ vertraut machen. Die Unterschiede sind riesig!! Nur ein Beispiel: Während ich die Psychoanalyse für eine therapeutisch unsinnige Religion halte, unfassbar überfinanziert durch Gesetzgeber und Krankenkassen, denke ich, dass es heutzutage sehr effiziente und vernünftige Psychotherapieformen gibt, die eben nicht nach Problemen, sondern Lösungen suchen, z.B. die systemische Therapie. Selbstverständlich ist diese von den Krankenkassen noch nicht voll anerkannt.
    Das Bild, das der Artikel bedient, ist jenes von der doppeltbenamten, rot gefärbten Emanze, die jeder Frau gerne einreden möchte, sie sei als Kind missbraucht worden und können sich nur nicht daran erinnern. Diesen Typ „Therapeut“ gab und gibt es tatsächlich – aber er stirbt zum Glück aus und geht in Rente!! Diese ideologisch verklärte Männerhasserinnen haben sehr viel zum Negativbild von Psychotherapie beigetragen, ebenso natürlich wie der alles verstehende Softie-Typ oder der gnadenlos abkassierende Analytiker, dem sein Patient im Grunde scheißegal ist und der seine Zeit hinter der Couch absitzt. Aber es tut sich was in diesem Bereich, langsam aber sicher wird sich Qualität durchsetzen! Schade nur, dass viele Menschen, denen Psychotherapie helfen könnte, den Weg aufgrund des Negativbildes nie gehen werden.
    Eine Bemerkung noch zur Anti-Alkoholiker-Gruppe, die sich aufgelöst hat und deren Mitglieder wieder zu trinken begannen: Wer zynisch kommentiert, die Abhängigkeit von der Gruppe sei genauso miserabel wie jene vom Alkohol, weiß überhaupt nicht, wovon er spricht.

  129. Aber alle diese Experten wollen natürlich die gutbezahlte Knete der Solidargemeinschaft der Steuer-und Krankenkassenbeitragszahler schmarotzen!!!

  130. WIR WAREN HELDEN!!!!!!!!!!!!!!

    Wenn du nach 1970 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun!
    Vergiss es! Kinder von heute werden in Watte gepackt…
    Alle anderen bitte weiter lesen!

    Wenn du als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!
    Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
    Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.
    Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
    Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.
    Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
    Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
    Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
    Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst.
    Keiner fragte nach „Aufsichtspflicht“. Kannst du dich noch an „Unfälle“ erinnern?
    Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.
    Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick.
    Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
    Wir hatten keine Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer und Internet-Chat- Rooms.
    Wir hatten Freunde!!!
    Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Strasse. Oder wir marschierten einfach zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht zu klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns…
    Wie war das nur möglich?
    Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstücken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unserem Magen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht
    besonders viele Augen aus.
    Beim Straßen Fußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
    Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
    Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.
    Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hatte, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!
    So etwas!
    Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
    Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen!
    Und du gehörst auch dazu?!?

  131. Tja, kein Wunder gibts das zutreffende Wort „Opfer“ für die dummen BRDlinge. Man muss ja nur mal in die Zeitung schauen: Die verlaufen sich ständig, tapern über Klippen, werden irgendwo in der Welt (wo sie unbedingt hinmüssen) von herabfallenden Kokosnüssen erschlagen oder von fiesen Haifischen gefressen, und manchmal sogar entführt. Das können sie dann heulenderweise überhaupt nicht verstehen, warum sie denn als wandelnder Geldsack gesehen werden, der sich mit 100%iger Sicherheit niemals wehrt…

  132. Ich muss schon immer lachen,wenn sonntagfrüh der dusslige deutsche Spiessbürger, angetan mit Radlerschuhen,Orangeradlerjacke,Beleuchtung an Armen und Beine,dazu passend Handschuhe,Helm und Brille 200 m zum Bäcker fährt und drei Zwölfkörnersemmel und Ökosemmel mit EC Karte kauft. Derweil liegt die Alte noch im Nest und schaut ins Internet,ob das Amt(also wir)schon Kohle überwiesen hat. Nachmittags sitzen dann die gleichen Typen am Spielplatz mit den anderen Loosern und beraten,wie man noch Geld vom Amt abzocken kann. Kotz,Kotz. Wann ist endlich Schluss mit diesem Gesindel?Wielange können wir uns das noch leisten!

  133. #117 K.Huntelaar (02. Dez 2013 17:25)

    #107 MPig (02. Dez 2013 17:17)

    Mit dem 2. haben sie gar nicht mal so Unrecht. Jemand der wissentlich sein Leben in Gefahr bringt, sollte von der Gesellschaft keine Rückerstattung bekommen für die entstandenen Schäden.

    Ihr seid mir die Richtigen, eben Weicheier. setzt immer schön einen Fahrradhelm auf und seid so naiv jetzt genau DIE SCHEISSE zu fordern, auf die diese ganzen Hochsicherheitsgesetze abzielen: Das NICHTBEZAHLEN von Leistungen. Es werden immer mehr Gründe geschaffen, dass Versicherungen nicht mehr zahlen müssen und die Rechnung an einem selbst hängen bleibt. Und ihr Pfeifen glaubt auch noch, ihr habt wertvolle, der Gesellschaft dienliche Gedanken.
    Wer als Fußgänger keine Warnweste trägt, bekomt im Falle eines Unfalles automatisch eine Teilschuld, womit die Krankenversicherung die Leistungen…. und? Jetzt auch mal weitergedacht?

    Was macht ihr hier eigentlich bei PI? Und wie sieht es mit dem Übergewicht aus? Muss ICH nun für EURE Fettleibigkeit und die daraus resultierenden Behandlungskosten mehr in die Krankenkasse einzahlen? Nun, vielleicht seid ihr schlank, aber ich würde ganz sicher noch etwas finden, was ihr der Gesellschaft aus reinem Egoismus aufbürdet und wo man Euch dann ans Portemonnaie kann.
    Manche denken eben nur von 12 bis mittags….

  134. ich fahre gerne mit dem Fahrrad und seit ich 12 bin hab ich nie mehr einen Helm getragen. wenn mir ein Polizist den mist aufdrängen will lache ich ihn aus. Weiß noch einer wo man diese Verfügung her bekommt die untersagt, dass man von so einem Seelen klemptner untersucht wird? ich glaub das wird nun wirklich zeit das ich mir das ding mal fertig mache und in die Brieftasche stecke. sonst wird man nachher ruck zuck eingesackt und landet in der Klapse.

  135. Ich kann dem Artikel nur zustimmen (ebenfalls 68er Jahrgang). Genauso wars.
    Nur sehe ich das Problem, das wir heute haben, woanders: es will niemand mehr VERANTWORTUNG übernehmen!
    – man fliegt beim Rollschuhlaufen hin: heute wird der Hersteller verklagt
    – man wird vom Auto angefahren während man radelt: Klage gegen Fahrer, Rücklichthersteller und Hersteller der Warnweste
    (hierzu haben die idiotischen Juristen in diesem Land mit ihrer „Teilschuld“zuweisung ja auch denn wunderbare Vorarbeit geleistet)
    – man säuft, frisst und raucht, wird krank – und verklagt McDonalds

    Woraus ich hinauswill: es gibt keine persönliche Schuld mehr, Immer soll IRGENDJEMAND verantwortlich sein, bloss nicht man selber. Früher haben wir immer gesagt: „Indianer kennt keinen Schmerz“ (wenn jemand einen Ball an den Kopp bekommen hatte, oder Knie aufgeschlagen hatte) – etwas mehr von dieser Geisteshaltung täte unserem Land und den jetzt präsenten Weichflöten mal wieder gut!

  136. #162 Pazifaust (03. Dez 2013 12:15)

    Ich trage selber auch kein Helm beim Fahrradfahren, weil ich als Student leider nicht das nötige Geld dafür habe. Würde ich das Geld haben, würde ich mir einen kaufen. Wenn ich Kinder hätte würde ich ihnen definitivein Helm kaufen, weil Kinder nachweislich die schwächsten Geschöpfe im Straßenverkehr sind.
    Außerdem habe ich nur das Helmtragen verteidigt, ich hab keine Pflicht gefordert. nach ihrem Denken sind auch sämtliche sicherheitstechnische Errungenschaften im Auto nutzlos. Wozu noch ein Airbag, Gurte oder Knautschzonen? Am besten Schrauben wir noch die Lichter ab, die Windschutzscheibe kann auch weg, stört ja nur beim Sehen. Immer wieder schön wie naiv Leute sind wie sie, die denken sie können alles Überleben weil sie so hart sind.

    @PI Es wäre auch schön, wenn dieser User uns nicht beleidigen würde. Wörter wie, ihr Pfeifen und Weicheier, gehören einfach nicht in eine sachliche Diskussion rein.

  137. Ein sehr einseitiger Artikel.
    gute Therapie kann Menschen das Leben sehr erleichtern oder überhaupt erst möglich machen.

    Was an potentiell lebensrettenden Erfindungen wie Anschnallgurten oder Helmen weichei sein soll, verstehe ich nicht.
    Aber wer lieber querschnittsgelähmt oder tot sein will, soll es machen.

    Ich habe als Kind gesehen wie ein anderes Kind auf einem Hoffest starb. Man konnte dort auf einem Pferd im Kreis longiert werden, das Kind trug keinen Helm, das Pferd machte einen Satz, das Kind stürzte und starb. Wer weiss wie es ohne Helm ausgegangen wäre.

    Und die Videoclips von durch die Luft fligenden Arabern habt ihr anscheindn auch vergessen. Um einen Köpper durch die Scheibe zu machen,muss man mit seinem Auto nicht driften, das klappt auch anders.

    @Peter Blum

    „Das es auch anderst geht zeigen uns die selbstverständlich partizipierenden und Teilhabenden – Türken und Araberbuben johlen Fußballspielend und mit geschrotteten Rädern vor Dreck und Selbstbewusstsein strotzend durch unsere Straßen, das einem das Herz aufgehen kann. “

    Und wieviel von diesem Selbstbewusstsein ist echt? Wieviel speist sich aus echter Teilhabe an der Umwelt?
    Eine große Klappe kann jeder haben. dass jemand laut und gewalttätig ist, heisst nicht, dass er ein gutes Selbstbild hat.

    Davon abgesehen halte ich das für eine unzutreffende Gegenüberstellung, dort wo ich wohne, spielen jedenfalls auch deutsche Jungen Fußball.

    ADHS ist übrigens Realität und hat nichts mit „Lebhaftigkeit“ zu tun. Ich wette, keiner der so denkt hatte jemals mit solchen Kindern zu tun.

    Dass sich die Kindheit heute im Vergleich zu damals verändert hat, stimmt allerdings.
    Kinder haben viel weniger Bewegungsfreiheit und Zeit für sich ohne Erwachsenen-Kontrolle als zu meiner Zeit.
    Und das obwohl die Übergriffe, Entführungen usw. auf Kinder drastisch abgenommen haben und es statistisch heute ungefährlicher ist, früher passierte das viel häufiger.

  138. Mich erinnert der Artikel ein wenig an einen Profiltext eines Users bei Gayromeo, den ich abgesprichert habe, weil er mir so gut gefiel.

    Ich habe mich natürlich nicht getraut, seine Wette anzunehmen.

    „ich werde dieses jahr für eine zeit lang aus deutschland auswandern, da dieses volk das GEISTESKRANKESTE DIESES PLANETEN IST! ALLE DEUTSCHEN MÄNNER UNTER 50 HABEN KRANKE ANGST MIT FREMDEN ZU SPRECHEN, ALLE DEUTSCHEN SIND UNSPORTLICH, SCHWACH, UNKONDITIONELL, WEICH, TOTAL VERWÖHNT, EINFACH TOTALE SCHLAPPSCHWÄNZE!!! ICH MEINE ECHT ALLE, ICH BIN DIE LETZTE LEBENDE AUSNAHME!!!

    KRAFT HEIßT: 500 KILOGRAMM MIT LEICHTIGKEIT ZU BEWEGEN!!!
    KONDITION HEIßT: 10000 LIEGESTÜTZEN AM STÜCK ZU KÖNNEN!!!
    ABHÄRTUNG HEIßT: 10 TONNEN AUF DEM BAUCH AUSZUHALTEN BEI ANGESPANNTER MUSKULATUR!!!

    ALLES ANDERE IST SCHLAPPSCHWANZSCHEIßE, TYPISCH DEUTSCHE VERWHRLOSUNG UND FAULHEIT MIT GEISTESKRANKHEIT DURCHSETZT!!!

    SO, DEUTSCHE SCHWULE SIND NOCH 100000000000000000000 MAL SCHLIMMER!!!

    IHRE UNFÄHIGKEIT UND GESTÖRTE ANGST IST MIT KEINER SPRACHE DIESER TERRA NOCH ZU UMSCHREIBEN!!!

    ICH CHATE NICHT! NUR FEIGLINGE SCHREIBEN TEXTE! ECHTE MÄNNER REDEN AM TELEFON UND TREFFEN SICH MIT MIR! UNTER 18000 ANGESCHRIEBENEN DEUTSCHEN HABEN SICH 3 GETRAUT MIT MIR ZU REDEN AM HANDY.

    KEIN EINZIGER TRAF SICH MIT MIR, ALLES SCHWUPPEN, JEDES UNGEBORENE BABY IST GEGEN EINEN DEUTSCHEN SCHWULEN EIN ECHTES KRAFTPAKET!!!

    WER SICH MIT MIR MESSEN WILL, ODER SICH NOCH GETZRAUT, KOMMT NACH DRESDEN!!!

    ICH WETTE UM 1 MILLIONEN DOLLAR, DAß ES IN DEUTSCHLAND KEINEN MANN MEHR GIBT, DER SICH GETRAUT, MEIN TRAINING DREI MONATE DURCHZUHALTEN!!!

    SOLLTE ICH DIESE WETTE JEMALS VERLIEREN, ZAHLE ICH DAS GELD, EGAL WIE LANGE ES DAUERT.
    DOCH ICH BIN SICHER, DAS WIRD NIEMEHR IN DEUTSCHLAND GESCHEHEN!!! „

  139. Ich möchte an dieser Stelle eine Lanze für einige Therapeuten brechen:

    Zweifellos gibt es überflüssige und auch sicherlich sogar schädliche Therapien und Therapeuten.

    Ich selbst habe mich bis vor einigen Jahren auch durchgängi über Psychologen, Therapeuten und deren hilfesuchende Klientel lustiggemacht.

    Bei dieser Gelegenheit schnell mein Standardscherz:
    Was ist der Unterschied zwischen den Insassen einer Irrenanstalt und den Psychiatern?
    Die Psychiater haben die Schlüssel.

    Bis ich dann allerdings selbst durch verschiedene Umstände in eine große Verzweiflung geriet – in meiner Not habe ich mir dann als Gesprächspartner einen Therapeuten gesucht.
    Und gerade unsere völlig offenen und unzensierten Gespräche, die völlig frei waren von jeglicher moralischer Bewertung und sonstiger Beurteilung, haben mir letztlich sehr geholfen, meine Gedanken und Gefühle wieder zu ordnen.

    Der Therapeut hat sich in unseren Gesprächen darauf beschränkt, gemeinsam mit mir meine Gedanken und Gefühle zu betrachten und zu beleuchten, und durch einige Fragen und Anmerkungen hat er mich dazu angeregt, manche Dinge auch einfach aus einer anderen Perspektive zu betrachten – diese ruhigen und sehr offenen Gespräche haben mir jedenfalls geholfen, meine Gedanken zu klären.

    Aufgrund dieser persönlichen Erfahrung sehe ich inzwischen das Therapiewesen erheblich differenzierter als zuvor.

    Wer Freunde und eine Familie hat, die ihn auffangen können, ist ein glücklicher Mensch, aber nicht jeder von uns hat das Glück, dass er in Zeiten persönlicher Not einen guten Gesprächspartner findet, der ihm hilft, die eigenen Gedanken zu sortieren.

    Insofern denke ich, dass manche Therapeuten durchaus gute Arbeit verrichten.

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