Ahmet Muhsin Tüzer (Foto) arbeitet als Imam in Pinarbasi, einem kleinen Ort an der türkischen Küste in der West-Türkei. Sein Hobby: Rockmusik! Ebenso wie sein Glaubensbruder Pierre Vogel in Deutschland will der ungewöhnliche Imam junge Zielgruppen erreichen – auch über Facebook, Twitter, Youtube. Doch sein Arbeitgeber, die staatliche, türkische Religionsbehörde, versteht keinen Spaß. Der 42-Jährige sieht sich harscher Kritik ausgesetzt und hat mit seiner Rockband „FiRock” das Mufti-Amt von Antalya auf den Plan gerufen. Ein solches Hobby zieme sich nicht für sein Amt, so dessen Argumentation. Jetzt soll der Fall vor die Religionsbehörde gezerrt werden.

(Von Verena B., Bonn)

Der progressive Imam sieht den Fall jedoch ganz anders. Er mache ja keine „Teufelsmusik“, keinen „Death Metal“, singe nicht über „Satan“, „Sex“ oder „Gewalt“, sondern rufe zu Frieden, Brüderlichkeit und Freundschaft auf. „Der Prophet Mohammed hätte meine Aktion unterstützt“, ist sich Tüzer sicher, auch wenn es für einen islamischen Geistlichen sicher ungewöhnlich sei, Rockmusik zu spielen. Genau damit wolle er die Klischees brechen: Er mischt religiöse Elemente unter die Musik, wollte so zeigen, wie tolerant und offen der Islam sein kann.

Tüzer, der glatt rasiert ist und sich gerne in wilden Outfits zeigt, ist nicht nur ein leidenschaftlicher Musiker, sondern auch ein leidenschaftlicher Islam-Vertreter. Schon sein Vater und sein Großvater arbeiteten als Imame. Sein Idol ist ausgerechnet Queen-Sänger Freddie Mercury, ein bekennender Homosexueller, der an Aids starb. Sein Traum ist es, einmal mit der Pop-Ikone Madonna zusammen zu musizieren, und die beiden wären in der Tat ein schönes Paar!

Für den unbequemen Imam ist es nicht der erste Konflikt mit der Religionsbehörde. Bis zum Jahr 2000 war er Muezzin in der berühmten Sultanahmed-Moschee in Istanbul, rief die Gläubigen zum Gebet. Doch dann heiratete er – eine Christin! Die Behörde lehnte die Hochzeit ab, er musste zurücktreten. Erst als seine Frau Jahre später zum Islam konvertierte – freiwillig, wie Tüzer natürlich betont – konnte er wieder für die staatliche Religionsbehörde arbeiten.
Die harsche Kritik der türkischen Konservativen konnte den Imam-Rocker jedoch nicht verschrecken. Jetzt nimmt er sogar ein Album auf. Nur noch wenige Tracks und das Debüt des Geistlichen ist endlich fertig.

Der Islam braucht ganz dringend solche Vorbilder, die die Glaubensrichtung aus dem Mittelalter führen. Es ist sicher für den Durchschnittsmoslem nicht unbedingt angenehm, wenn Nicht-Muslime sie nur mit Bombenattentaten in Verbindung bringen. Doch ein friedlicher und fröhlicher Islam scheitert schon am Fundament dieser Religion, die nun mal keine Religion des Friedens und der Freude ist und es wohl nie sein wird – denn sonst wäre ja Islam nicht mehr Islam!

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35 KOMMENTARE

  1. Mir scheint, der Imam hat den Islam falsch verstanden. 😉

    Denn bei so etwas versteht der Islam keinen Spaß.

  2. 2050 werden auch Björn-Thorben und Lea Sophia-Charlotte vorher beim Imam anfragen müssen, ob man ein Rockkockzert an den Kölner Ringen veranstalten darf!

    Noch halten unsere linksgrünen Nichtsnutze die PI-Prognosen für „diffuse Überfremdungsängste“ mit einem Schuss „Islamophobie“, aber noch gibt es auch noch mehr Björn-Thorbens als Murats, noch, jedoch in 30 Jahren…

  3. @Urviech
    ‚Cause I’m
    (T.N.T.) I’m dynamite
    (T.N.T.) And I’ll win the fight
    (T.N.T.) I’m a power load
    (T.N.T.) Watch me explode

  4. Er mache ja keine „Teufelsmusik“, keinen „Death Metal“, singe nicht über „Satan“, „Sex“ oder „Gewalt“, sondern rufe zu Frieden, Brüderlichkeit und Freundschaft auf.

    Allein mit dieser Aussage hat er sich vom Islam abgewandt! Er kann die Forderung nach Frieden (im westlichen Sinne) nicht mit dem Koran in Einklang bringen. Dass die ganze Welt islamisch wird (= Haus des Friedens) schon.
    Brüderlichkeit mit Ungläubigen lässt der Koran nicht zu!
    „Freunde dich nicht mit Juden und Christen an, sonst wirst du einer von ihnen“ steht sinngemäß im Koran. Entweder der Imam hat noch nie den Koran gelesen, oder will Allah provozieren!

  5. Nazifizierter Global-Terror-Faschismus hat nicht zu rocken. Da macht mach sich unglaubwürdig.

  6. Man sollte froh sein, daß das so kam. Ein Hintertürchen weniger, durch das sie ihr Gift in die Gesellschaft schmuggeln können. Rauskommen würde sowas wie die NPD-Schulhof-CD mit prinzipiell gleichem Ziel. Und die Toleranzmaske ist ein winziges Stück weiter verrutscht.

  7. Der scheint offenbar noch nicht mitbekommen zu haben, daß im Iran Metal-und Rock- Fans verfolgt und woanders dirket ermordet werden (z.B. Irak ). Der scheint seinen eigenen Steinzeitglauben nicht zu kennen… 🙁

  8. Er mache ja keine „Teufelsmusik“, keinen „Death Metal“, singe nicht über „Satan“, „Sex“ oder „Gewalt“, sondern rufe zu Frieden, Brüderlichkeit und Freundschaft auf

    Na eben, das ist alles „unislamisches Zeug“, was der Imam da singt.

    „Der Prophet Mohammed hätte meine Aktion unterstützt“, ist sich Tüzer sicher

    Äääähhh….schlicht und einfach:
    Nö, Mohammel hätte seiner Biographie nach erstmal vier Kamele anschirren und den Islambeleidiger vierteilen oder genügend Steine für eine zünftige und korangewaltschwangere Steinigung sammeln lassen.

    Es stimmt also doch, dass es viele Mohammedaner gibt, die den Islam falsch verstanden haben.
    😉

  9. Habe mit Bekannten in Istanbul gesprochen, im März sind da Wahlen.

    Die Leute (Beruflich erfolgreich, westliche Lebensweise, lieben Wein und Musik) sind großer Hoffnung den Führer Erdogahn abzuwählen.

    Wenn nicht sollten wir einfach unsere Türken gegen die gebildeten Ergogah Gegner austauschen.
    Die brauchen hier wenigstens keine H4 Leistungen, sondern würden wirklich unserer Leben bereichern – im positiven Sinne.

    Die Aussage war wortwörtlich “ wir hassen unsere Regierung“

    In diesem Sinne,

    Beste Grüße

  10. #4 Uschi Obermayer (12. Dez 2013 14:12)

    „@Urviech
    ‘Cause I’m
    (T.N.T.) I’m dynamite
    (T.N.T.) And I’ll win the fight
    (T.N.T.) I’m a power load
    (T.N.T.) Watch me explode“

    Genial, die richtigen Songs für die Sprenggläubigen!

  11. Zu Mohammeds Zeiten wäre dieser Typ jetzt schon längst mausetot.

    Meinen Respekt hat er jedenfalls dafür, dass er sich so unerschrocken mit der Religionsbehörde anlegt – falls das denn wirklich stimmt.

    Leider werden sie auch ihn fertigmachen.

  12. Brandstiftung bei Bushido

    http://www.focus.de/kultur/musik/bushido-spricht-exklusiv-mit-focus-online-schweinerei-rapper-bushido-rechnet-mit-kleinmachnow-ab_id_3475567.html

    Na ja, wer Hass säät wird Sturm ernten.. Nur ist auffällig, dass bei den meisten Brandstiftungen in muslimischen Behausungen die jeweiligen Bewohner selbst Hand anlegten. Es soll ja auch Ärger mit dem Baurechtsamt wegen der Villa gegeben hat. Hat man mit einem Brandbeschleuniger den amtlichen Vorgang beschleunigen wollen? Wer mit hochkriminellen Familien Clans gemeinsame Sache macht dem ist alles zuzutrauen

  13. Wen interessiert was die in der Türkei machen? Sollen die dort halt ihre Ideologie ausleben und sich die Köpfe einschlagen. Ich will den Islam in Deutschland und Europa nicht.

  14. Gestützt auf Beobachtungen in westlichen Kirchen überkommt die Religionsbehörde ein klammheimlicher Schauder: Wenn erst das Trallala einzieht, ist Seriosität und Authorität bald perdu!

  15. Was singt der rcokende Dschihadist bevor er am Schnürchen zieht?

    „Take me down to the paradise city
    Where the grass is green and the girls are pretty
    Take me home (oh won’t you please take me home)
    Take me down to the paradise city
    Where the grass is green and the girls are pretty
    Take me home (oh won’t you please take me home)“

  16. “ und heiratete eine Christin“

    So ein Quatsch!
    Er heiratete eine Geburts-Christin/ Namenschristin.

    In der Bibel heißt es :“ ziehet nicht am selben Joch wie die, die Christus nicht kennen.“

    Und dieser Imam ist ebenso wenig Moslem wie seine Frau Christin.
    Beide taugen allenfalls als Vorzeigepaar der NWO-Religion ( wir sind alle gleich und tolerant)

  17. #21 Uschi Obermayer

    Wenn ihre Possen bei der Reli-Behörde bekannt werden, hat sich`s ein für allemal ausgerockt.

  18. #15 unlustig
    Meinen Respekt hat er jedenfalls dafür, dass er sich so unerschrocken mit der Religionsbehörde anlegt – falls das denn wirklich stimmt.
    Leider werden sie auch ihn fertigmachen.

    Ganz meine Meinung. Der Herr sitzt zwischen zwei Stühlen (will eine Christin heiraten und schwärmt für Freddy – andererseits Imam). Seine „Vorgesetzten“ werden ihm keine Wahl lassen …

  19. Leute wie Ahmet Muhsin Tüzer (Imam in Pinarbasi mit Hobby: Rockmusik) kennen manche von uns (Arbeitskollegen, Gemüsehändler im Viertel), aber sie sind, besonders als Prominente, einsame Rufer in der Wüste oder, wenn es einfache Bürger sind, werden sie „mit Bauchschmerzen“ (aber dennoch) islamistische Parteien (statt SPD/Grün wählen), wenn diese die Chance auf Mehrheit haben werden. Das ändert nichts ausser, dass wir m.E. genau differenzieren sollten wer unsere wahren Freunde und Mitbürger sind unabhängig von der Ethnie.

  20. Hat der Herr Imam so ganz zufälligerweise mal den Koran gelesen? Was dabei aufgefallen?

    Wen eigentlich will er mit seinem Humbug verarschen?

    Ach sooo, er ist ein Moderater.
    Leute, was der Analphabet Mohammed da alles so aufschreiben ließ, war doch nur Spaß. Jetzt stellt euch doch nicht gleich so an!

  21. #24 ammonal (12. Dez 2013 15:18)

    #21 Uschi Obermayer

    Wenn ihre Possen bei der Reli-Behörde bekannt werden, hat sich`s ein für allemal ausgerockt.

    Wenn die Religionsbehörde sich den vornimmt, bekommt für ihn „Rock“ seine ursprüngliche Bedeutung. Dann ist auch nix mehr mit „Rolling Stones“, dann gibt es „flying Stones“

  22. Zitat: Der Islam braucht ganz dringend solche Vorbilder, die die Glaubensrichtung aus dem Mittelalter führen.

    Ich würde gerne von der Autorin Folgendes wissen: Die allgemeine Auffassung in diesem Blog ist ja, dass Muslime sich von Ihrer Ideologie befreien sollen. Wenn ich mir obiges Zitat anschaue, dann frage ich: Würden Sie es befürworten, wenn der Imam weiterhin 5 Mal zum Gebet aufruft, betet, den Koran liest, fastet etc., aber eben Rockmusik hört? Oder geht es schlicht darum, dass er die Religionsbehörde ärgert?

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