In den Nachrufen und Betrachtungen zu Nelson Mandela wird weithin ausgeblendet, dass das südafrikanische Apartheid-­Regime vor allem deshalb so lange überlebte, weil Mandelas marxistischer African National Congress (ANC) mit der Sowjetunion im Bunde stand. Die weissen Südafrikaner und der Westen konnten sich nicht sicher sein, was passieren würde, wenn die Schwarzen an die Macht gelangten. Würde ein sowjetischer Satellitenstaat wie in Angola, Äthiopien oder Moçambique installiert? In Angola zum Beispiel standen die Kubaner mit russischen Waffen. Wäre mit einer Liquidation oder Enteignung der weissen Schichten zu rechnen gewesen? Es ist kein Zufall, dass die Apartheid zeitgleich mit dem Kalten Krieg zu Ende ging.

Die Sowjetunion und Mandelas Pakt mit den Marxisten hielten die Apartheid länger als nötig am Leben. Die Rassentrennung war das geringere Übel, das der Westen in Kauf nehmen musste, wollte er nicht riskieren, dass die strategisch wichtig gelegene, rohstoffreiche Atommacht im Süden Afrikas an den kommunistischen Block fallen würde. Einen Block, der sowohl in Russland und in China wie auch in Kambodscha Massenmorde am Rande des Genozids begangen hatte… (Fortsetzung in der aktuellen WELTWOCHE!)

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35 KOMMENTARE

  1. Ich weiß direkt von südafrikanischen Bekannten (vertrauenswürdige), dass der ANC nach dem Zusammenruch des Ostblocks mehr Geld hatte denn je.
    Dies kam von der US-Amerikanischen Rohstoff-Industrie (wohl der gleichen, die Katar, Saudiarabien usw. am leben halten).
    Die Einnahme des südafrikanischen Staates durch Rohstoffexporte nach dem Machtwechsel nahm bei etwas gleicher Exportmenge finanziell stark ab …

  2. War natürlich auch oft praktiziert und sinnvoll: Wenn man die Verhältnisse ändern wollte, sich vom passenden Block unterstützen zu lassen.
    War sicher auch der eine oder andere Nationalist, der gegen eine proamerikanische Regierung die Unterstützung der Russen suchte und sich Hammer und Sichel auf den Schild heftete.

  3. … die strategisch wichtig gelegene, rohstoffreiche Atommacht im Süden Afrikas

    Ach, die hatten und haben auch die Bombe? Man lernt doch nie aus. Gegen wen sollte sie im Kalkül der weißen Machthaber eingesetzt werden, wen sollte sie abschrecken? Afrikanische Nachbarstaaten? „Die Russen“?

    … der seine Soli allerdings fast beiläufig aufs Griffbrett fingerte, katzenhaft, faul, eine Ikone der Coolness

    Genau, „Slowhand“, wurde er ja auch gern genannt. Roger Köppel wird mir immer sympathischer. Als begnadeter Durchblicker und Ausbund an gesundem Menschenverstand war er ja schon bekannt. Jetzt erweist er sich auch noch als exzellenter Musikkenner, der außerordentlich kundig und liebevoll über Eric Clapton schreibt.

  4. Mandela war ein Kombattant für seine Rasse und sein Volk. Beide sind offensichtlich nicht in der Lage moderne Industrienationen aufzubauen und zu verwalten. Schwarze wurden in der Apartheid (neben einer möglichen Verachtung durch Weiße) diskriminiert, weil nur so die Industriegesellschaft aufrechtzuerhalten war. Mir dämmerte das seit ich 13 war. Heute herrscht in Südafrika schlimmerer und echter Rassismus gegen Weiße. Insofern war das Wirken Mandelas vergeblich und theoretisch falsch. Wenn auch praktisch verständlich.

  5. #1 Seeyou (14. Dez 2013 09:27)

    #4 HenriFox (14. Dez 2013 10:16)

    Frankreich schafft sich ab!

    Hoffentlich sichern die USA vorher den Zugriff auf die Force de Frappe!

    Wir sollten einen Thread zu diesem Thema eröffnen!

    In der Schule Schleier tragen soll künftig kein Problem mehr sein. Frankreich soll sich zu seinem „orientalisch-arabischen Erbe“ bekennen. Und zum Zwecke der Integrationsförderung sollen prominente Straßen und Plätze nach Prominenten mit Migrationshintergrund benannt werden. Integration soll künftig nicht mehr Integration heißen, da der Begriff kaum integrationsfördernd wirke. Stattdessen soll ein „einbeziehendes und solidarisches Wir“ entstehen.

    Dieses hoffnungsfrohe Szenario haben sich nicht zwei Multikulti-Paradies-Propheten im Geblubber einer sehr kräftigen Wasserpfeife ausgedacht, es stammt aus einem offiziellen Bericht zum Thema Einwanderung und Integration für den französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault. Auf Grundlage dieses Berichtes will Ayrault Anfang Januar über eine umfassende Neuausrichtung der französischen Integrationspolitik beraten lassen.

  6. Viele Jahrzehnte hatte die westliche Welt den Informationen der Weißen in Südafrika nicht geglaubt: Nelson Mandela war eigentlich ein Alt-Kommunist. Dies passte offensichtlich nicht in das Bild des „Freiheitshelden“ Mandela, umgekehrt wollte oder konnte der Westen nicht zugeben, dass das vielgeschmähte Apartheid-Regime“ in Pretoria eine wesentliche Säule im Widerstand gegen Moskau und Peking war.

    Nun hat man es aber Schwarz auf Weiß: Die Südafrikanische Kommunistische Partei (SACP) hat in einem Kommunique nach dem Tod Mandelas bekannt gegeben, dass dieser bis zum Zeitpunkt seiner Verhaftung im Jahr 1962 Mitglied der SACP und deren Zentralkomitees gewesen war.

    http://www.unzensuriert.at/content/0014528-S-dafrikas-Kommunisten-verabschieden-sich-vom-Genossen-Mandela

  7. #4 HenriFox (14. Dez 2013 10:16)
    #1 Seeyou (14. Dez 2013 09:27)
    Dein verlinkter “Welt-Artikel” ist der Knaller !!
    ++++

    Abwarten!
    Aus Hollandes Schariah-Offensive wird nichts, weil maximal noch 20 % der Franzosen hinter ihm stehen.
    Bei der nächsten Wahl ist er weg vom Fenster.
    Durch seine Schariah-Offensive wird er wahrscheinlich nur noch von Mohammedanern gewählt werden.

  8. Bei aller Hochschätzung Köppels, eine Verbindung zwischen den beiden Kapiteln Mandela und Clapton will sich mir nicht erschließen. War auch nicht beabsichtigt? Ach so, konnte oder mußte man zunächst aber annehmen.

  9. @ kewil

    In der Post-Apartheid-Ära haben Mandela und der ANC aggressiv die Straffreiheit von Abtreibungen in Südafrika durchgeboxt.

  10. #11 ingres (14. Dez 2013 10:34)
    Mandela war ein Kombattant für seine Rasse und sein Volk. Beide sind offensichtlich nicht in der Lage moderne Industrienationen aufzubauen und zu verwalten.
    ++++

    So ist es!
    Ich habe selber in Südafrika ein paar Wochen gearbeitet und weiß deshalb, wie die Schwarzen dort ticken.
    Fakt ist, dass die Schwarzen hinderlich an der Umsetzung eines modernen Industriestaates SA sind!
    Und das ist schon sehr wohlwollend ausgedrückt!
    Ähnlich wie bei uns die Frauenquote die Gesellschaft behindert, wirkt sich in SA die „Schwarzenquote“ in der Politik und der Industrie hinderlich aus.

    Mir fällt dazu auch ein Zitat anläßlich eines Interviews von James Watson (Nobelpreisträger für Entdeckung der DNS) ein.

    Watson sagte im Oktober 2007:
    „Ich bin bedrückt wegen der Zukunft Afrikas, da unsere sozialpolitischen Strategien davon ausgingen, dass ihre Intelligenz die gleiche sei wie unsere, während alle Tests sagten, dass dies eigentlich nicht so sei.“

    Dass er mit dieser Äußerung genau richtig lag, zeigten schon die diversen empörten Reaktionen der linken Blase!

    http://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson

  11. „Massenmorde am Rande des Genozids“? In Kambodscha? – Das war ein echter Genozid, nur redet niemand gern darüber. Lektüreempfehlung:
    Vann Nath „A Cambodian Prison Portrait“ und R.J. Rummel „Death By Government“. (Nee, gibt’s nicht in Deutsch und Ersteres wohl nur noch antiquarisch!) Wenn’s um Genozid geht, gibt’s nur den einen, nämlich den der Deutschen an den Juden. Alle kommunistischen werden verschämt übergangen.

    Den Link auf den Martin Lichtmesz-Artitel über Mandela hat wohl schon jemand anderes gepostet.

  12. Hinweis der Redaktion: Aufgrund der Flut an unsachlichen und strafrechtlich relevanten Kommentaren im Zusammenhang mit diesem Thema ist die Kommentarfunktion bei diesem Beitrag deaktiviert. Wir bitten um Verständnis.

    In der Debatte über die umstrittene Protest-Aktion der Grünen-Politiker Katharina Schulze und Sepp Dürr am Trümmerfrauen-Denkmal am Marstallplatz hat sich jetzt CSU-Stadtrat und Vorsitzender der Senioren-Union Reinhold Babor zu Wort gemeldet.

    „“In München gab es Zehntausende von Frauen, die auf sich gestellt unter schwierigsten Bedingungen in den Trümmer das Leben ermöglichten und ihre Kinder versorgten und schwerste körperliche Arbeit verrichteten. Die Männer sind im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft geraten“, so Babor.“

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.kritik-von-csu-stadtrat-keine-truemmerfrauen-in-muenchen-ein-trugschluss.6b37a872-62d2-4cb4-8bc0-02d748e75dbf.html

  13. Südafrika ist heute eines der korruptesten Länder der Welt ink. extrem hoher Kriminalitätsrate!

    Mich bringen dort keine 10 Pferde hin.

  14. Die meisten kritisieren die gezielten Fördermaßnahmen: Bewerben sich ein Schwarzer und ein Weißer auf einen Job, erhält ihn der Schwarze – selbst bei schlechterer Qualifikation.

  15. Bei einflussreichen und mächtigen Menschen muss man sich unbedingt auch für ihre „dunklen Seiten“ interessieren!

    1933 hat man das zuwenig getan! Hätte man sich für die dunkle Seite des A. H**ler interessiert, wäre es kaum soweit gekommen wie die Zerstörung von halb Europa.

    Die „gute Seite“ eines Menschen kann echt sein oder auch nur gespielt!

    Die „dunkle Seite“ eines Menschen ist immer echt und kann nicht gespielt sein!

    Bei Mandela war es eben auch so. Der war ein Marxist und bandelte mit den Kommunisten weltweit an, um die Schwarzen an die Macht zu bringen.

    Hätten die westlichen freien Länder nachgegeben, hätte es ein Genozid der Weissen und wohl auch von vielen Schwarzen gegeben, so ähnlich wie in allen ehemaligen Kommunisten-Staaten.

    Von daher wird Mandela viel zu stark hochgejubelt.

    Mit hat er nie gefallen, da er listiger Marxist war.

    Mit dem Zusmamenbruch der Sovietunion ist die Apartheit fast zeitgleich verschwunden.

    Ich sehe kein grosses Verdienst bei diesem Marxisten Mandela!

    Mandela war übrigens auch ein Rassist:

    Siehe folgendes Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=fcOXqFQw2hc

    Mandela singt mit:

    „Kill all the Whites“

  16. Die Rassentrennung war das geringere Übel, das der Westen in Kauf nehmen musste, wollte er nicht riskieren, dass die strategisch wichtig gelegene, rohstoffreiche Atommacht im Süden Afrikas an den kommunistischen Block fallen würde.

    Ob die Rassentrennung überhaupt Übel war oder notwendige Voraussetzung, ohne die Süd-Afrika sich niemals zur Industriestaat entwickeln würde?
    Auf jeden Fall haben in den Apartheid-Zeiten Schwarze besser gelebt als jetzt:
    heute gibt es in Süd-Afrika schon (in Zimbabwe schon lange) Hunger.

    Süd-Afrika fällt zwar nicht an den kommunistischen Block, entwickelt sich aber zu einem gewöhnlichen afrikanischen Slum (allerdings mit Atombombe) zurück.
    So werden die Albträume wahr, obwohl auf etwas anderer Art.

    Ganz schön wirr der Artikel.

  17. #25 Wilhelmine (14. Dez 2013 14:16)
    Südafrika ist heute eines der korruptesten Länder der Welt ink. extrem hoher Kriminalitätsrate!
    Mich bringen dort keine 10 Pferde hin.
    ++++

    SA ist sehr schön, weshalb es sich lohnt, dorthin zu fahren!

    Ich persönlich bin wegen der Kriminalität nicht so empfindlich.

    Aber, ein deutschstämmiger Bekannter von mir hatte in seinem im Freundes- und Bekanntenkreis bereits 28! Opfer durch Mord und Totschlag Opfer zu betrauern!

    Deshalb hatte ich nach Einbruch der Dunkelheit in Kapstadt, Port Elizabeth usw. auch immer einen Colt dabei!

    Abgesehen davon, sind über 90 % der Schwarzen i. O.!

    Aber man spürt schon, das viel Schwarze die Weißen hassen!

  18. @#33 Wilhelmine ja wen das die „Liebe Mullas wen ihr die amerikanischen Geiseln bis nach der Wahl gefanngen haltet dann liefern wir euch Waffen“ (Reagan) Administration das meint dan muss da doch etwas dran sein.

  19. Roger Köppel hat gerade der Alpen-Prawda ein Interview gegeben. Till Schneider zerpflückt hier genial die miesen Methoden dieses SchmierblattZ. Köppel kommt sehr gut dabei weg, hat das souverän gemeistert.

    Aber heute, am 12.12. – hei, da prangte auf der „Medien”-Seite das Konterfei von Roger Köppel. Man weiß Bescheid: der Chef der rechtsradikalen Schweizer „Weltwoche”, also jener Zeitung, die sogar schon mal was gegen Roma gesagt hat, zu schweigen von ihren sonstigen Brandbomben wider alle aufgeklärte Moral. Und um das Konterfei herum rankte sich ein – nein, nicht nur ein Artikel über, sondern ein Interview mit Köppel.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/mein_abschied_von_der_sueddeutschen_2

    Till Schneider ist ein ungemein witziger und intelligenter Bursche. Hier Teil 1 seines „Abschieds von der SZ“, alles ein reines Lesevergnügen!

    Hat man den General-Algorithmus eines Blattes einmal geknackt, dann könnte man dieses Blatt ab dato auch selber schreiben, wenn man nichts Besseres zu tun hätte. Denn der Algorithmus besorgt ja die Umrechnung allen Geschehens in das entsprechende Weltbild, und zwar – entscheidender Punkt – vollautomatisch und anstrengungsfrei. Ich könnte mich also als „SZ-Automat” o.ä. auf den Jahrmarkt stellen und ganz entspannt Extrakohle einfahren. Aber leider steht dem mein Naturell entgegen: Wenn mir langweilig wird, werde ich unausstehlich. Das würde der Kundschaft nicht entgehen.

    Und was die SZ angeht, kann ich sagen: Nirgendwo sonst als bei ihr hätte ich „political correctness” derart gründlich erlernen können.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/mein_abschied_von_der_sueddeutschen_1

    Ich sag`s doch immer: Die Achse wird immer besser!

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