Solidargemeinschaft

Solidarität ist eine Angelegenheit, die im Falle der Freiwilligkeit die Verbundenheit mit anderen Personen oder Gruppen voraussetzt. Ist sie aber erzwungen, führt sie früher oder später zum Unmut bis hin zu ihrer einseitigen Aufkündigung durch den, der sich ausgenutzt und benachteiligt fühlt.

(Von Pythagoreer)

Solidarität setzt einen gleichgelagerten Grundkonsenz (kulturell, moralisch, ethisch, sittlich) beider Seiten voraus, der seinerseits das Gefühl der Zusammengehörigkeit erzeugt und damit auch den Willen zum Zusammenhalt stärkt. Sie setzt ein stillschweigendes Einvernehmen darin voraus, dass jeweils derjenige mit den besseren Voraussetzungen solidarisch mit dem Bedürftigen ist, bei Bedarf und Umkehrung der Verhältnisse aber auch umgekehrt. Solidarität ist also nie eine selbstlose Einbahnstraße, sondern impliziert unabdingbar Geben und Nehmen gleichermaßen. Sie ist der Kitt einer Gesellschaft. Je stärker dieser Zusammenhalt ist, desto unerschütterlicher ist auch die Gesellschaft. Klar wird das durch die Ableitung des Begriffs vom lateinischen solidus = fest, dauerhaft.

Untrennbar damit verbunden ist die Loyalität. Loyalität (von franz.: legal „dem Gesetz entsprechend“) bezeichnet die auf „gemeinsamen moralischen Maximen basierende und somit von einem Vernunftinteresse geleitete innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft. Loyalität bedeutet, im Interesse eines gemeinsamen höheren Zieles, die Werte (und Ideologie) des Anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt, solange dies der Bewahrung des gemeinsam vertretenen höheren Zieles dient.“ (Zitat Wikipedia)

Sieht man sich nun unsere Gesellschaft an, fragt sich der geneigte Leser sicher, wo hier die Schnittmengen im Sinne gemeinsamer Werte und höherer Ziele denn liegen, und wer da überhaupt tatsächlich Solidarität übt oder sich seiner Loyalität entzieht. Die größte Loyalität wird sicher in der eigenen Familie geübt, es folgt der Freundeskreis, alle Personen des Lebensumfeldes, das Dorf, der Stadtteil, seine Stadt, sein Land, der Kulturkreis, erst zuletzt die gesamte Menschheit. Je größer der Rahmen aber gefasst wird, desto mehr verdünnen sich Loyalität und Solidarität, ein völlig natürliches Verhalten jedes Menschen, ohne das wir längst ausgestorben wären.

Kommen nun z. B. Asylanten hierher, weil sie aufgrund ihrer Religion oder politischen Einstellung verfolgt werden, kann man dann solidarisch sein und helfen, wenn es große Korrelationen zwischen deren Weltanschauung und der unsrigen gibt, weil die notwendige Schnittmenge an Wertvorstellungen da ist und auch von anderer Seite her im Bedarfsfall eine gewisse Loyalität erwartet werden darf. Kommen aber Asylanten, die nur unsere Sozialkassen plündern und sich ansonsten nicht um ihre Gastgesellschaft scheren, fehlt aufgrund mangelnder Loyalität auch automatisch die Grundlage für Solidarität. Der Islam verbietet Loyalität und Solidarität mit Andersgläubigen, hier ist das Projekt Integration von vornherein zum Scheitern verurteilt. Allerdings bildet sich eine Solidarität mit Teilelementen der Gesellschaft, die ebenfalls die Sozialkassen plündern. Das sind zum einen die eigenen Landsleute der Asylanten, das sind aber auch diejenigen, die sich aus der autochthonen Gesellschaft in die soziale Hängematte legen und keinen eigenen Beitrag zur Gesellschaft leisten wollen und gezielt schmarotzen ohne irgendetwas zurückzugeben, bis der Wirt blutleer ist. Ein funktionierender Staat setzt aber Loyalität und Solidarität der allergrößten Mehrheit seiner Bürger voraus, er bedarf notwendigerweise einer Wertegemeinschaft, sonst kollabiert er früher oder später. Kommt dann noch wie im Falle des Islam hinzu, dass Toleranz und Respekt vor dem Gegenüber (für sich genommen zwei wichtige Aspekte unserer Wertegesellschaft) und wohlwollende Vorschusslorbeeren als Schwäche ausgelegt werden, ist der Kollaps kurzfristig vorprogrammiert. Entweder wehrt sich die Gesellschaft früh genug, oder sie wird neue Werte annehmen müssen, nämlich diejenigen des Skrupelloseren, und wer das ist, brauche ich hier wohl nicht weiter zu erläutern.

Erzwungene Solidarität aber, wie sie unser Staat inzwischen auf allen Ebenen gesetzlich erwirkt, mündet früher oder später in anarchische Zustände. Das Volk wird unregierbar, weil es unzufrieden ist, sich ausgenutzt fühlt und sich dann selbst zur Wehr setzt, auch gegen denjenigen, der ihm die Suppe eingebrockt hat, nämlich gegen den Staatsapparat. Merkwürdig ist, dass die Politiker, die sich alle für so klug halten, diese tickende Zeitbombe kaum bemerken, geschweige denn entschärfen. Und sie tickt unerbittlich, es ist fünf vor zwölf.