Bildungsplan (20): Petition erreicht 192.327 Unterschriften – Reaktionen auf Skandal-Talk

Stuttgart. Bis zum 27.1.2014 konnte die Petition gegen den grün-roten Bildungsplan unterzeichnet werden. Die anvisierten 100.000 Unterschriften wurden deutlich übertroffen. Knapp 200.000 (192.327) Unterschriften wurden in den letzten zwei Monaten gesammelt. Ohne die großzügige „Korrektur“ von openPetition wäre auch die Marke von 200.000 Unterschriften übersprungen worden. Danke an dieser Stelle allen PI-Lesern, die ihre Stimme und ihren Protest mit ihrer Unterschrift zum Ausdruck gebracht haben!

Allein am vorletzten Tag, vor Ende der Zeichnungsfrist, unterschrieben innerhalb von nur 24 Stunden über 12.000 Menschen. In den letzten Wochen verzeichnete die Petition täglich über eine kontinuierlich hohe Anzahl an Unterschriftseingängen. Ein Ende der hohen Zustimmungs-Werte war auch am letzten Tag nicht abzusehen.

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Gesammelte Unterschriften pro Tag in den letzten zwei Wochen. Rote Balken stehen für alle Unterschriften, lila Balken stehen für Unterschriften aus der Region Baden-Württemberg.

Die zunächst regional angelegte Petition erreichte bald bundesweite Beachtung. Wobei der Großteil der Unterstützer aus Baden-Württemberg kam, dort insbesondere aus dem Großraum Stuttgart. Was sich auf die geplante Demonstration am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt positiv auswirken dürfte. Mehr dazu am Ende des Artikels.

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Unterschriftenverteilung in Deutschland: Jeder Punkt steht für die Anzahl der Unterschriften in einem Postleitzahlenbereich. Je größer der Punkt ist, desto mehr Unterschriften wurden geleistet. Die Unterschriften in einer Stadt mit mehreren Postleitzahlen werden nicht zusammengefasst. Die 5 Bereiche mit den meisten Unterschriften sind extra markiert mit Postleitzahl, Ort und in Klammern der Anzahl der Unterschriften.

In einer in den letzten Jahrzehnten noch nie da gewesenen Geschlossenheit, zeigten wertkonservative Teile der Gesellschaft, dass die grün-rote Landesregierung mit ihrem Bildungsplan nicht nur übers Ziel hinaus geschossen ist, sondern einen gänzlich falschen Kurs fährt. Ebenfalls erfreulich, dass der Protest, der sich im Internet seit langem regt, nun in der realen Welt angekommen ist.
PI wurde noch nie so häufig in den Medien zitiert. Sicher, immer mit dem Hinweis verbunden, „Achtung rechts, ganz böse!“. Dennoch, in den Internet- und Druckausgaben der Zeitungen, in diversen Fernsehmeldungen und bis in den Landtag von Baden-Württemberg hinein, hörte und las man von „PI-News“. So auch aktuell, in einem tendenziösen Artikel von der linkslastigen Redakteurin Maria Wetzel in den Stuttgarter Nachrichten.

Die mehr als skandalös geführte Talk-Runde in der SWR-Fernsehsendung „Nachtcafé“ veranlasste in den letzten Tagen immer mehr Menschen, sich mit einer Beschwerde an den Fernsehsender zu richten. Auch werden inzwischen Stimmen aus der Opposition laut, der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch (SPD) solle sich dafür entschuldigen, dass er einem der Bildungsplangegner (Hartmut Steeb) eine „menschenverachtende“ Interpretation des christlichen Glaubens bezichtigte. Eine Programmbeschwerde beim SWR-Intendanten, Peter Boudgoust wurde inzwischen von einem Zuschauer dazu eingereicht.

Im christlichen Informationsforum „medrum“ fragt man sich auch, warum Aussagen von Gegnern des Bildungsplanes von Nachtcafé-Moderator Wieland Backes irreführend dargestellt wurden. In diesem Zusammenhang meldet sich auch einer der Hauptpersonen des Abends zu Wort. Unter der Überschrift „SWR-Nachtcafé: Kritik am Bildungsplan wächst weiter“ bedankt sich Hartmut Steeb auf der Seite der „Evangelischen Allianz“ für die vielen Zuschriften und Dank-Adressen an ihn: „Ich bitte um Verständnis, dass ich die vielen Zuschriften und Dank-Adressen nicht alle selbst beantworten kann“, so Steeb. „Ich lese aber alle. Das kann ich versprechen. Und sage hiermit Danke für alle wohlwollenden und auch für alle kritischen Äußerungen. Wichtiger als sich mir gegenüber zu äußern ist es, sich gegenüber dem SWR zu äußern und/oder gegenüber den anderen Teilnehmern, besonders auch den politisch Verantwortlichen. Nun hat aber auch die Internetplattform medrum eine Umfrage gestartet. Ich empfehle sehr, sich die kurze Zeit zu nehmen und diese durchzuführen, damit eine systematische Auswertung möglich ist. Danke!“ Wer das „Tribunal“ noch nicht gesehen hat, findet das Video im PI-Bericht zur Sendung.

Der Petitionsinitiator Stängle möchte die Petition an den Petitionsausschuss des Landtages einreichen. Ob sie von den entsprechenden Stellen überhaupt angenommen wird und wenn ja, ob sie letztendlich auch erfolgreich sein wird, kann heute allerdings noch niemand mit Gewissheit sagen.

Darum ist es umso wichtiger, weiter Druck auf die grün-rote Landesregierung auszuüben. Ein probates und öffentlichkeitswirksames Mittel ist, den Protest auf die Straße zu tragen. Die Möglichkeit besteht für nächsten Samstag, den 1.2.14, auf dem Schlossplatz in Stuttgart. Los gehts um 14.00 Uhr! Was beim Unterzeichnen der Petition deutlich wurde, gilt auch für Samstag: Gemeinsam sind wir stark! „Gegen die Indoktrination unserer Kinder – Stoppt den Bildungsplan 2015!“

Zum Schluss noch ein TV-Tipp für heute 21 Uhr: Die ZDF-Sendung Frontal 21 wird sich heute Abend mit der Frage befassen, was Kinder hinsichtlich sexueller Vielfalt in der Schule lernen sollen. Mehr Infos zur Sendung auf Medrum.de.

Bisherige PI-Beiträge zum Thema:

» Teil 1: Petition gegen Ba-Wü Bildungsplan 2015
» Teil 2: SWR: “Nazialarm” wegen Widerstandes gegen Bildungsplan
» Teil 3: SWR zieht Extremismus-Vorwurf zurück
» Teil 4: Bischöfliche Feiglinge Zollitsch und Fürst wehren sich nicht gegen schwulgrünen Lehrplan
» Teil 5: „Bildungsplan“-Widerstand erreicht Titelseiten!
» Teil 6: Petitionsinitiator unter Beschuss
» Teil 7: Kirchen sagen gemeinsam Jein
» Teil 8: Opposition gespalten – Erster Kopf gerollt
» Teil 9: Diskussionsveranstaltung mit Stängle abgesagt
» Teil 10: Die schwule grünrote Bildungsplanreform 2015
» Teil 11: AfD Baden-Württemberg lehnt Bildungsplan ab
» Teil 12: Kretschmann wittert “Fundamentalisten”
» Teil 13: OpenPetition klaut über 8000 Unterschriften
» Teil 14: TV-Talk mit Gabriel Stängle
» Teil 15: Jetzt spricht Claudia Roth!
» Teil 16: PI Thema in Landtagsdebatte Baden-Württemberg
» Teil 17: TV-Tipp: Sieben gegen zwei!
» Teil 18: Farbanschlag gegen Politikerin
» Teil 19: Demo am 1.2.14 in Stuttgart!