Offener Brief an „Unwort“-Sprecherin Janich

Nina JanichLiebe Frau Janich, und wieder wird eine prägnant-saloppe Zustandsbeschreibung zum unerwünschten Wort erklärt. Die Gründe liegen offenbar erneut darin, dass Sie auch weiterhin beabsichtigen, kritische Stimmen pauschal ins rechte Lager zu drängen.

Wie, glauben Sie, wirkt diese Entscheidung, die der weiteren Überflutung durch Migranten politisch korrekt den Weg freimachen will, auf schlecht qualifizierte, daher nahezu chancenlose Mitglieder der neuen deutschen Unterschicht (Migranten eingeschlossen), für die erwähntes Unwort eindeutig klarstellt, dass die begonnenen Verteilungskämpfe auch in Zukunft größer werden sollen und Kritik daran unerwünscht ist? Sie glauben doch nicht etwa, dass das Abwürgen Andersdenkender im Stande ist, einen leerer werdenden Kühlschrank zu füllen! Frau Janich, selbstverständlich gibt es unerwünschte Zuwanderung! Oder würden Sie etwa aus lauter Gutherzigkeit auch Neonazis aus Russland oder den USA nach Deutschland einladen, nur weil diese in Armut leben?

Derweil wird im Zuge Ihrer linksdemagogischen Agenda die Kluft zwischen politischer Korrektheit und gesundem Menschenverstand für weite Teile der Bevölkerung immer deutlicher. Die Konsequenzen einer ideologisch verblendeten Politik, zu deren allzu eilfertigen Helferin Sie sich machen, können realistischerweise mittelfristig nur zu einer Zunahme von Ausländerfeindlichkeit, Armut, und daraus resultierender Gewalt bestehen. Der Hauptgrund, weshalb die schweigende Mehrheit, die mit den Problemen unkontrollierter Zuwanderung tagtäglich konfrontiert wird (ganz im Gegensatz zu Ihnen), nicht längst eine Handvoll rechter Parteien in die Parlamente wählt, besteht darin, dass eben diese Mehrheit in der Formulierung ihrer grundlegendsten Interessen von Ihnen konsequent zum Schweigen gebracht wird. Wie lange wird es Ihrer Meinung nach dauern, ehe politische Korrektheit, vehement und fast schon hysterisch der Realität übergestülpt, gegen eben diese Realität crashen wird? Kann es sein, dass Sie sich durch Ihr Engagement zur Gehilfin einer unbewusst vollzogenen Eskalationsstrategie machen?

Werden Sie bei zunehmender „Entfremdung“ nicht die Ausländerfeindlichkeit schüren, welche als Reaktion wiederum mehr „Gotteskrieger“ produziert, welche die hiesige Bevölkerung dann zur Einrichtung „national befreiter Zonen“ nötigt, die „ausländerbefreit“ sind? Und wird dies dem „Tätervolk“ nicht als „alternativlose“ Notwendigkeit erscheinen? Kann es nicht sein, dass materielle Not die von Ihnen zum Schweigen verdonnerte Mehrheit einst dazu zwingen wird, einen dann nur noch logischen Rechtsdrall zu vollziehen, um ihre Hilflosigkeit, durch Ihre blauäugigen Ansichten entstanden, ablegen zu können?

Das Boot ist keineswegs voll, es sinkt bereits seit Jahren. Karrierefrauen wie Sie bemerken davon natürlich herzlich wenig. Wann realisieren Sie, dass politische Korrektheit und Vernunft sich nicht gegenseitig ausschließen dürfen, zumindest wenn man an einer nachhaltigen Entwicklung interessiert ist, was bei Ihrer Entscheidung zum Unwort des Jahres offensichtlich nicht der Fall war. Eine faktenbezogene Auseinandersetzung zum Thema Migration, in der beispielsweise Zahlen zur Armutsentwicklung, zur Migrantengewalt etc. herangezogen worden wären, hätte Sie mit Sicherheit zu einer anderen Entscheidung führen müssen. Wie gedenken Sie beispielsweise der immens hohen Migrantengewalt Einhalt zu gebieten (in Berlin übrigens satte 77 % der Gewaltdelikte, falls es Sie interessieren sollte…), etwa indem Sie „Migrantengewalt“ zum nächsten Unwort des Jahres küren? Was wenn Teile Darmstadts (wie wäre es mit Kranichstein oder Eberstadt?) zu No-Go-Areas würden? Wird dann kurzerhand „No Go-Area“ zum Unwort erklärt? Frau Janich, da wir Ihnen leider unterstellen müssen, die Realität durch die rosarote Brille zu sehen, empfehlen wir Ihnen, von Ihrem Amt zurückzutreten. Ihre Kinder würden sich mit Sicherheit freuen, Sie von Zeit zu Zeit auch einmal zu Gesicht zu bekommen. Damit täten Sie unserer Zukunft einen weit größeren Gefallen als durch das Erfinden ideologisch eingetrübter, die Realität läugnende Sprachgebote.

Herzlich

politisch unkorrekte Studenten der TU Darmstadt


Kontakt:

» Nina Janich: janich@linglit.tu-darmstadt.de