DSCF1000aDaß die VR China – anders als Europa – eine boomende Wirtschaftsmacht ist, hat sich herumgesprochen. Handel und Wandel aus der ganzen Welt sind daher im Reich der Mitte vertreten, um davon zu profitieren – trotz des früheren Rufs gewisser Freudlosigkeit im täglichen Leben Chinas. Die EUdSSR, eigentlich ein Imperium der schwindenden Meinungsfreiheit und genauso die deutsche Politik, geben dennoch oft und gerne überhebliche Ratschläge an die Chinesen hinsichtlich Menschenrechten, Demokratie und Bevölkerungskontrolle. Weniger wird hingegen diskutiert, daß es eine gemeinsame regionale koloniale Vergangenheit mit Deutschland gibt – Stichwort Tsingtau – die beim Besuch vor Ort doch einigermaßen Überraschendes zu Tage fördert.

(Eine PI-Reportage mit Photos aus Qingdao von Mr. Merkava)

Der Empfang „ni hao“ ist am Flughafen noch recht sozialistisch-martialisch verpackt – ein erster Eindruck, der sich in dem für chinesische Städte ungewöhnlich angenehmen Ambiente in Qingdao (ehemals Tsingtau) allerdings nicht wiederfindet. Statt dessen freundliche, unglaublich hilfsbereite Menschen, erkennbarer Wohlstand und eine rege Geschäftigkeit, die seit Deng Xiaoping offensichtlich großen Segen bringt und selbst durch in das Stadtbild eingestreute, sinnentleerte internationalsozialistische Parolen nicht groß beeinträchtigt wird:

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Auffällig ist, daß im offiziell laizistischen China nicht nur europäische Gebräuche gerne in die alltägliche Konsumwelt integriert werden, sondern daß die europäischen Religionen hier eine sehr ernsthafte Wiedergeburt (PI berichtete) erleben:

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Sie werden in der Gestalt ihrer tadellos renovierten, gepflegten Bauten auch gerne als touristische Attraktionen eingebettet:

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Ebenfalls mit Sorgfalt, ja, sogar mit erheblichem Stolz werden die historischen Bauten aus der ergiebigen, wenn auch kurzen deutschen Kolonialzeit renoviert, gepflegt und hervorgehoben – anscheinend ohne irgendwelche bitteren Gefühle und ohne den in manch anderem Teil der Welt verbreiteten Wunsch, die Deutschen schnell mal für irgendein „Unrecht“ von vor 100 Jahren zahlen zu lassen:

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Ein ganz besonderes Kapitel ist hier die ehemalige Residenz des deutschen Gouverneurs – ein historisches Gebäude, von den Chinesen als Denkmal renoviert und mit Stolz gepflegt; eine Reminiszenz aus einer „ruhigen und brillanten Zeit“:

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Ein „Rats Keller“ Restaurant traditioneller deutscher Küche befindet sich stilecht im Untergeschoß:

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Ein weiteres, hochgeschätztes deutsches Erbe ist die weltbekannte und prosperierende Tsingtao-Brauerei, die einst als Germania-Brauerei Akt.-Ges. Tsingtau gegründet wurde und trotz wechselvoller Geschichte heute ein industrielles und touristisches Schmuckstück deutscher Tradition in China ist:

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Für ihre bedeutenden Märkte in ganz Fernost wird schon einmal witzige, sich selbst und die Kundschaft auf den Arm nehmende Werbung gemacht, wobei selbst hier anscheinend eine – zumindest für den internationalen Genuß – politische Korrektheit im Werbespot beim Feiern doch lieber einen Neger mit einbaut. Das wäre für Chinesen und Japaner, an die sich dieser lustige Spot wendet, in der Realität ein absurder Gedanke, da außer den westlichen „Langnasen“ mit ihrer leider noch überlegenen Technologie alle anderen Kulturen – je dunkler desto mehr – als minderwertig angesehen werden:

Ansonsten ist die in der Tat für China früher typische Freudlosigkeit in Smog-geplagten Ameisen-Großstädten einem beachtlichen Wohlstand für zahlreiche Bevölkerungsgruppen, einem kräftigen Konsumklima, erstmals auch öffentlicher Beschäftigung mit der (laut einer aktuell veröffentlichten Untersuchung übrigens nicht durchweg besonders befreiten) Sexualität und munterer Ausgeh- und Feierlaune gewichen, zu welcher einige unentwegte „Expatriates“ mit originellen Angeboten zusätzlich beitragen:

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Bei aller Liberalisierung und weiterer Modernisierung (anstehende monetäre Liberalisierung, weitere wirtschaftliche Freiheit insbesondere für Mittelständler, mehr Freizügigkeit von inländischen Arbeitsmigranten, Liberalisierung der Geburtenkontrolle in bestimmten Fällen, Abschaffung der Umerziehungslager, verstärkte Korruptionsbekämpfung sowie Förderung von „grünen“ Technologie- und Planungsprojekten) will der Staat schon noch gerne wissen, ob seine Bürger bei den neuen Freiheiten auch ja nicht über die Stränge schlagen und ist so überall mit höchstverdichteter Videoüberwachung vertreten:

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Während sich die Chinesen insbesondere in den Städten im Osten viel mit ihrer kleinen, geburtenkontrollierten Familie, mit Geldverdienen und -ausgeben, Feiern und eben auch unauffällig mit persönlicher Religion neu beschäftigen, lassen es die moslemischen Uiguren in Kashgar im Westen Chinas schon mal krachen:

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Da wird in China allerdings nicht etwa politkorrekt von einer „Religion des Friedens“ gefaselt, sondern selbst paramilitärische Angriffe auf das bestehende System werden zumeist „Terror“ genannt. Anders als im Nahen Osten, wo Mordanschläge auf wehrlose Frauen und Kinder in den Medien konsequent von „Militanten“ und nicht etwa von Terroristen begangen werden… Und das kann es nun erst recht nicht sein.

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37 KOMMENTARE

  1. In dem von China gepachteten Mandatsgebiet

    brauten die Deutschen Bier.

    Aus dieser Brauerei wurde die Tsingdao – Brev.

    Diese Brauerei braut auch heute noch nach dem

    deutschen Reiheitsgebot.

    Sie ist die größte und beliebteste Brauerei –

    Marke in ganz Asien.

    +++++

    Die Tradition wird groß gehalten. Die alte

    Stadt steht unter Denkmalschutz.

    So sieht es in Sankt Georgen im Schwarzwald

    aus.

    +++++

    Und nachdem die Chinesen gerne Bier tranken

    ist einiges an Tauschgut in Form von Porzellan

    heriengekommen.

    Folglich besitzt heute das Senkkenbergmuseum

    in Frankfurt mehr Porzellan aus der MING –

    Dynatie wie die Chinesen selber.

    Es wurde viel durch die Roten Horden zerstört.

  2. „Uiguren“

    Würde mich nicht wundern, wenn die Saudis auch bei den islamischen Uiguren zündeln, und sie finanzieren und zum Aufstand aufhetzen.

    Putin hat jedenfalls von den Saudis die Nase voll, zumindest wenn diese Meldung hier den Tatsachen entspricht.

    Russland fordert –

    Saudi-Arabien auf die Terrorliste !

    Vor dem Hintergrund der Explosionen in Wolgograd hat der russische Präsident hat den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen aufgefordert, Saudi-Arabien in einer außerordentlichen Sitzung auf die Terrorliste zu setzen.

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/251694-russland-fordert-saudi-arabien-auf-die-terrorliste

  3. Ein sehr schöner und zutreffender Bericht.

    Wenn man ein gewisses Vermögen hat und ansonsten keine politischen Ansprüche stellt, d.h. sich nicht gegen die Meinung der KP Chinas stellt, dann könnte man durchaus ganz gut in China leben.

    In der chinesischen Verfassung werden alle möglichen Grundrechte garantiert bzw. versprochen, aber:

    „Jede Organisation und jede Einzelperson, die das sozialistische System sabotiert, ist ein Feind des Staates und Volkes.“

    Und das wird auch entsprechend durchgezogen. Wer sich nicht daran hält, kann in Arbeits- oder Umerziehungslager gebracht werden, kann mit unbekanntem Aufenthalt auf unbestimmte Zeit verschwinden, kann ausgewiesen werden oder im Extremfall sein Leben verlieren.

    Es ist gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung unrecht hat. Gilt übrigens auch hierzulande, wenn auch bislang nicht so extrem.

  4. Wieso floriert China eigentlich? Die wurden richtig scheisse behandelt wärend der Kolonialzeit (googelt mal nach Opiumkrieg etc.). Und in der Logik der Linken bleibt in Land ewig im Elend, wenn es mal kolonialisiert wurde, jedenfalls wenn es Afrika betrifft.

  5. Ich bin beeindruckt! Endlich einmal ein Artikel über China, welcher nicht durch hiesige Propaganda und dummes Geschwätz vernebelt ist. Als eine durch Heirat zu einem halben Qingdaonesen gewordene Langnase, welche jährlich mehrere Wochen, eingebettet in eine überaus liebenswerte Verwandtschaft, mit Schwiegermutter und jeweils zwei Schwägern und Schwägerinnen, dort verbringt, kann ich jedem einzelnen Satz voll zustimmen und hätte noch eine Menge Positives draufzusetzen.
    An Projekten ist derzeit die „Metropolis Movie City“ interessant, welche vom reichsten Mann Chinas auf einer großen künstlichen Insel und dem nahen Festland am „Goldstrand“ gebaut wird. Diese liegt auf der Süd-West-Seite der Bucht, gegenüber dem Zentrum, und wird von Straßentunnels, bald auch U-Bahn, welche unter dem Meer durchgeführt werden, weiter erschlossen. Die längst Brücke der Welt führt ja, neben einer aktiven Fähr-Verbindung, schon rüber.
    Der Optimismus und die Fortschrittsgläubigkeit der Bevölkerung sind Balsam auf die Seele, wenn man wieder einmal der hiesigen schwarz-rot-grünen Projekt-Verhinderungspolitik entkommen kann.
    Sympathisch ist die konsequente Politik gegenüber Terroristen und Aufwieglern aus der moslemischen Minderheit. Geschützt werden die potenziellen Opfer der Han-Chinesen-Mehrheit und nicht die offenen und versteckten Djihadisten wie hierzulande.
    Wenn Europa zusammenbricht, was ich für unvermeidlich halte, stellt sich die Frage, ob man sich um rechtzeitige Aufnahme bei Putin oder in China bemühen sollte?
    Unseren Kindern und Enkelkinder sollten wir jedenfalls die Tore öffnen und ihren Horizont über Europa hinaus erweitern.
    Nochmals Danke, für diesen Artikel!

  6. Tsingtau ist wirklich schön, auch die Berglandschaft. Mir hatte die Stadt und die Umgebung (Berge, Meer,…) wirklich gefallen.

    Ich kann mich noch an ein Restaurant erinnern, wo gleich der Küchenchef herauskam und mir persönlich kochen wollte. Das war mir ein wenig zu viel, aber es zeigte mir ihre absolute GASTfreundschaft. Durch meine chinesische Frau bin ich ja schon etwas Pro-Chinesisch eignestellt, also verzeiht es mir, aber die Chinesen mehrheitlich ebenso Pro-Deutsch. Das Bild wird leider durch die Falschberichterstattung und Besserwisserei mehr und mehr getrübt.

  7. Wie unreflektiert und tendenziös die Berichterstattung über chinesische Verhältnisse von der deutschen Journaille vermittelt wird, lässt sich stets dann hervorragend ablesen, wenn China von diesen kruden Schreiberlingen an erster Stelle weltweit unter Todesstrafen gehandelt wird. Hier wird unredlich bis zum Geht-nicht-mehr mit Zahlen und sogenannten Statistiken jongliert, dass einem klardenkenden mathematisch redlichen Geist das Grausen kommt. Wenn man die chinesischen Todesstrafen nämlich – wie es mathematisch richtig wäre – auf die Bevölkerungsstärke von ca. 1.500 Millionen Menschen bezieht, rangierte China unter den die Todesstrafe praktizierenden Nationen unter ferner liefen – man könnte sie de facto vernachlässigen!
    Diese Qualitätsjournaille handelt China wie ein eurpäisches Land, wie Deutschland, Holland oder Luxemburg. CHINA ist jedoch ein Land mit kontinentalen Ausmaßen und einer Bevölkerung, die jene in der EU um das dreifache übersteigt!

  8. tut mir leid aber das mit dem „neger“ muss doch nicht wieder gleich sein? das ist nunmal ein sehr vorbelasteter und vor allem überholter begriff…

    ansonsten sehr schöner bericht vielen dank!

  9. Ich gehe davon aus, dass einige asiatische Länder wie China, aber auch Vietnam (dort war ich kürzlich im Urlaub und war von dem Fleiß der Leute beeindruckt) in 2-3 Jahrzehnten das jetzige Einkommensniveau Europas erreicht haben. Umgekehrt wird sich Europa dem derzeitigen Wohlstandsniveau Chinas annähern.

  10. Ich selber war auch in 5 Wochen in Qingdao bzw. der kleinen kreisfreien Stadt Laixi im Norden Qingdaos.
    Qingdao ist wirklich einer der schönsten Orte der Erde und jeder Deutsche sollte diese Stadt mal besucht haben.
    Aber leider verschweigt der Autor etwas, auch in Qingdao hat die Kulturrevolution gewütet und sie waren auch nicht immer stolz auf ihrer Vergangenheit, zum Glück hat sich dies aber in den letzten Jahren wieder geändert. Insbesondere seit der Olympiade hat sich dort vielverändert. Somit ist eswie gesagt einen Besuch wert.

  11. Naja, anders als Afrika wollten die Chinesen auch für Wohlstand arbeiten. Klarer Vorteil.

    Andererseits, anders als Afrika haben die nicht einfach Geld genommen und gut war. Man hat sich als „Werkbank“ angeboten, aber auch die Baupläne eingefordert. Günstige Ware, dafür Knowhow. Ist für einem Betrieb „im Westen“ lukrativ. Nun hat China Wissen, Geld, baut eigene Forschung auf, braucht „den Westen“ nur noch als Absatzplatz – und hat genug Geld, um ohne grüne Bedenkenträger sich für die Zukunft zu rüsten.

  12. #14 KDL (05. Jan 2014 16:16)

    Da muss ich sie enttäuschen, das wird wohl deutlich länger dauern. Gerade China hat im Vergleich zu den ärmsten EU Ländern immer noch deutlich stärkere soziale Probleme. Generell kann es immer noch als ein Entwicklungsland beschrieben werden, ich persönlich fand es aber sehr aufregend dieses Land zu besuchen und würde es immer wieder tuen.

  13. OT

    Dauer-Nebelkerzenthema und kein Ende

    Die Welt hält den Atem an: WAS WIRD AUS PO FALLA???

  14. #12 ellenripley (05. Jan 2014 16:01)

    tut mir leid aber das mit dem “neger” muss doch nicht wieder gleich sein? das ist nunmal ein sehr vorbelasteter und vor allem überholter begriff…

    Wussten Sie, Ellen, das in den USA die Neger sehr wohl unterscheiden, wenn sie Menschen gleicher Hautfarbe benennen? Nigger werden Personen der Unterschicht genannt, Kriminelle, Süchtige, im Sinne von Abschaum. Als Neger bezeichnen sich viele selbst. Schwarze nennt man oft solche, die sich von ihrer speziellen Kultur abgewendet haben, das Wort klingt etwas arrogant. Lesen sie mal Grishams „Die Liste“.
    Und meine sämtlichen Negerwitze habe ich von einem dunkelschwarzen Studienkollegen aus Burundi, der sich selbst nie anders als Neger bezeichnete.
    Glauben Sie im Ernst, dass sich ein Schwarzer vom Wort Neger beleidigt fühlte, wenn ihm nicht eine Moraltante dieses Gefühl einreden würde?

  15. Ich war vor 2 Monaten in China weil mich dieses Land und seine Kultur schon immer intressiert haben,ich kann sagen ich habe mich noch so sicher gefühlt auf der Strasse wie in China!Egal um welche Uhrzeit ich draussen war oder wie düster manche Viertel scheinen die Chinesen sind immer freundlich gewesen.Als Europäer ist man auf dem Lande sogar eine Attraktion so das man auch mal gefragt wird um mit den Leuten Fotos zu machen 🙂

  16. Der Clash of Cultures, der gewaltsame Zusammenprall der Kulturen wird sich zwischen einerseits der Islamischen Welt (vom Maghreb im Westen reichend bis zu den islamischen Teilen Indonesiens und der Philippinen im Osten, wo der Clash schon im Gange ist und bis Ostafrika im Süden, ebenfalls schon in gewalttätigen Kämpfe verstrickt) und andererseits dem Westen plus China/ Russland vollziehen. Ob „der Westen“ allerdings in seiner Verweichlichtkeit dabei ein hilfreicher Verbündeter sein wird ist zweifelhaft.

  17. Wie kann man denn hier so einseitig ein Regime bejubeln, dass mit Menschenrechten und den Werten des GG nun so überhaupt nichts im Sinn hat? Wie kann man sich hier über „linke Gutmenschen“ empören, die KPCh aber scheinbar „super“ finden?

    Also Wirtschaftswachstum – das in China übrigens sehr ungleich verteilt ist, wie der Wohlstand generell – alleine sagt schon etwas über die Qualitäten eines Regimes aus?? Wo sind da die Lehren aus der Vergangenheit!

    Selbstverständlich sollen Deutschland, die EU, die UN – wer auch immer – Menschenrechtsverletzungen anprangern. Wir sind eine Wertegemeinschaft!

    Gerade China zeigt doch die Herausforderung vor der wir stehen – die Chinesen propagieren -z.B. in Afrika – offen ihr Modell für die Zukunft: Wirtschaftlicher Neo-Liberalismus, politische Einparteiendiktatur.

    Deutschland, Frankreich oder gar kleinere europäische Staaten können dem wenig entgegen setzen – gerade wenn man auch noch das Problem in Russland beachtet. Wir werden also politisch wie wirtschaftlich an die Wand gedrückt, die Demokratie und die universalen Menschenrechte werden schwächer.

    Darum müssen wir uns schon aus dem Grund zusammenschließen, um unsere Werte zu verteidigen! Ich möchte nicht, dass unsere Kinder – und Enkelgeneration in einem von China dominierten Europa leben und arbeiten muss. Dass ihnen die Demokratie und die Meinungsfreiheit genommen wird…dass sie die Befehle anderer befolgen müssen. Das ist eine Horrorvision – das Ende Europas. Wenn wir uns spalten und schwächen lassen, wird es aber genauso kommen!

  18. Ein sehr einseitiger Artikel.

    Über die Kosten der Wirtschaftsbooms (z.B. Umweltprobleme), die Lage der (Wander)Arbeiter, die Probleme der Finanzwirtschaft (faule Kredite, die Existenz bedrohend sind) usw. wird kein Wort gesagt.

    Da sind die Chinesen selbst viel realistischer.

  19. #3 Stracke (05. Jan 2014 15:28)
    Ein potentieller Asylort, wenn sich in der Bunten Republik die ethnische Diversität und ihre Begleiterscheinungen (siehe die Zustände in den Herkunftsgebieten: Mohammedanien, Negerien, Ziganien) zukünftig erst richtig ausprägen werden.

    Zurzeit wandern Chinesen nach Russland aus, obwohl Russland auch kein gelobtes Land ist.

  20. @ Euro Version und Schüfeli

    Hier wird kein Regime bejubelt, hier wird der Chinese bejubelt, bzw. das Volk. Und das China vor schwierigen Herausforderungen steht bezweifelt glaube ich hier auch keiner. Hier geht es einfach darum, das die Chinesen wieder auf etwas stolz sind, auf was wir Deutschen nicht sind, auch sind sie ein gemeinsamer Verbündeter gegen den Islam. Und wenn ihr euch mit China etwas besser auskennen würdet, denn würdet ihr wissen, dass sich in den letzten Jahren viel getan hat.

  21. Deutsche Kultur wird man in 50 Jahren in Asien finden !!
    Sei es das Bier – Kirchen – klassische Musik und Deutsche Dichter.
    All das ist in Asien wesentlich höher geschätzt, als in Deutschland selbst…

  22. Qingdao ist eine faszinierende Stadt. Ich habe selbst von 2005-2010 in Shanghai gelebt und war 2006 mal in Qingdao.
    Alles was Deutsch ist lieben die Chinesen, das spürt man immer, wenn man da ist.

  23. #7 Silvester42 (05. Jan 2014 15:48)

    #27 Euro-Vison (05. Jan 2014 20:07)
    #28 Schüfeli (05. Jan 2014 20:41)

    An sauertöpfischen Miesmachern haben wir hierzulande keinen Mangel. Am leichtesten tun sich dabei die, welche am wenigsten Ahnung und null eigene Erfahrung haben.
    Mit 35 Jahren China und 10 Jahren Qingdao kann ich gerne bei Bedarf dienen.
    Keinesfalls aber will ich die Seelen der Geister verwirren, welche sich mit ihren überholten Vorurteilen so angenehm miefig eingerichtet haben.
    Lüften könnte zu Erkältungen führen.

    Zum Neuen Jahr wünsche ich euch „Kritikern“ den Gewinn einer Informationsreise nach China. Hemingway würde das aber nicht reichen. Was er für nötig gehalten hat, um ein Land kennenzulernen, ist nicht ganz jugendfrei. Da ich Erwachsen bin, habe ich mich daran gehalten.

  24. Echt witzig. Das Bild mit der neuromanischen Kirche könnte in meinem Stadtteil aufgenommen sein.
    China war schon vor der Kolonialphase nicht irgendein Land, sondern, ich glaube über 1000 Jahre lang Weltmarktführer. Das ist der Unterschied zu anderen Entwicklungsländern.

  25. China ist ein Land mit einer eigenen, großartigen und agilen Kultur, die schon vor Jahrhunderten in vielen Bereichen anderen Zivilisationen weit voraus gewesen ist. Aus dem Grunde haben die Chinesen auch keine Probleme damit, Hinterlassenschaften der Kolonialzeit in ihre Kultur einzubinden und geradezu liebevoll zu erhalten und zu pflegen, statt sie (weil „feindlich“) verwahrlosen und verrotten zu lassen. Auch das Christentum mit seinen Kirchen aus dieser Zeit fügt sich dort im großen und ganzen gut in das bestehende Bild mit ein; es erscheint bereichernd, ohne das andere darum ins Abseits zu stellen. Überhaupt könnte an den hier ersichtlichen Bild an Ordnung und Sauberkeit sich so manche deutsche Stadt von heute, in der eher das Elend und das Nichtstun noch verwaltet werden, wenigstens drei Scheiben abschneiden.

    Vielen Dank für diese interessante Dokumentation.

  26. #27 Euro-Vison (05. Jan 2014 20:07)

    Die übliche einseitige und unreflektierte (EU-)Propaganda. Niemand bejubelt hier die Kommunisten. China – das chinesische Volk – macht allerdings Dinge, die offenkundig zu Erfolgen führen und die so schlecht nicht sein können. Warum nicht von gewissen Dingen lernen? Warum muß das die Demokratie in Frage stellen?

    Dass ihnen die Demokratie und die Meinungsfreiheit genommen wird…dass sie die Befehle anderer befolgen müssen. Das ist eine Horrorvision – das Ende Europas.

    Das ist das Ende Europas, aber der Anfang der EU. Meinungsfreiheit? Wovon träumen Sie nachts? Warum wohl schreiben wohl so viele hier auf einem Blog, auf den ein Zugriff von der Eurokratie her nicht möglich ist?

    Träumer. Wachen Sie auf!

  27. Qing Dao/Tsingtau war die erste und lange Zeit einzige Stadt Chinas, die dank der deutschen Kolonialzeit eine funktionierende Wasserversorgung und Kanalisation hatte. Heute wird das deutsche Erbe in Qing Dao von den Chinesen hochgehalten. Wehe, wenn das unsere Rotgrünen erfahren. Man wird dann die Chinesen über den ‚wahren‘ Charakter des deutschen Kaiserreiches ‚aufklären‘ und ihnen nahelegen, ihre Haltung grundlegend zu überdenken…

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