Berlin: Asylheime wichtiger als Schulen

andreasgymnasiumIn Berlin liegt vieles so sehr im Argen, dass man sich fragt, ob dort überhaupt noch denkfähige Menschen politische Ämter bekleiden. Von der Flüchtlingscampingstadt am Oranienplatz über die besetze Gerhart-Hauptmann-Schule, zu schariakonformen Werbevorschriften und der Notwendigkeit von Unisex-Toiletten reicht die Bandbreite des Berliner Chaossystems. Nun wandte sich der Direktor des Andreas-Gymnasiums in Friedrichshain an die Öffentlichkeit – seine Schule verfällt ihm unter der Hand. Aber das interessiert nicht, viel wichtiger scheint die kuschelige Unterbringung von „Flüchtlingen“.

(Von L.S.Gabriel)

Andreas Steiner (kleines Bild) der Direktor des Andreas-Gymnasiums ist verzweifelt. Der einstige Prachtbau gleicht einer Ruine und wird nun allmählich zur Gefahr für die Kinder. Nicht nur weil es einem passieren kann, dass man einen Fensterflügel, der nicht mehr im Rahmen hält, auf den Kopf bekommt, sondern auch wegen der gesundheitsgefährdenden Schimmelbildung an den Wänden. Was kein Wunder ist, da der Keller seit Jahren teilweise unter Wasser steht.

Die B.Z. hat die schlimmsten Mängel gelistet:

Der Schulhof: Kein Rasen, nur Erde, Steine, Wurzeln. „Das gleicht einer Brachfläche“, sagt der Direktor. „Gerade die jüngeren Schüler haben keine Lust, hier in den Pausen zu spielen.“ Seit 2006 ist hier nichts mehr gemacht worden.

Der Keller: Seit Jahrzehnten stehen Teile unter Wasser. Zwei Pumpen sorgen dafür, dass der Pegel nicht noch höher steigt. Doch auch die seien schon mehrfach ausgefallen. „Und für die Statik des Gebäude kann die Flüssigkeit sicher nicht gut sein“, so Steiner.

Das Dach: Eine Hälfte ist komplett undicht. Die andere wurde binnen vier Jahren saniert. Für andere Arbeiten im Gebäude fehlt dem Bezirk zufolge das Geld. Das riesige Baugerüst steht seit Beginn der Arbeiten. Regenwasser kam bereits durch die Decke der Klassenräume, hinterließ Spuren.

Die Fenster: Sie müssten dringend ausgewechselt werden. Einige sind so marode, dass sie fast aus dem Rahmen gefallen wären und daher zugenagelt werden mussten.

Die Klassenräume: Sie sind völlig verdreckt, weil Staub vom sandigen Schulhof mit hineingetragen wird. Manche Wände sind feucht, es schimmelt.

Andreas Steiner sagt, das Gebäude müsste von Grund auf saniert werden. Seine Schule sei bei den Eltern wegen des guten Lernangebotes hoch angesehen und er habe immer noch mehr Anmeldungen als Plätze.

Da fragt man sich schon, warum die Stadt nicht handelt. „Flüchtlingen“ würde Berlin so ein Gebäude nicht zumuten, denn da ist nichts zu teuer. Nur deutschen Kindern ist es zuzumuten, so ihren Schulalltag zu verbringen.

Hier der direkte Videovergleich der heruntergekommenen Schule…

… und eines vom im Dezember eröffneten Flüchtlingsheim in Berlin Pankow.