Bochum: Messerattacke auf Bahnkontrolleur

U35Derzeit verhandelt das Landgericht Bochum die Messerattacke eines dunkelhäutigen Ausländers gegen einen Fahrkartenkontrolleur in der Bochumer U35. Der 48-jährige Täter attackierte den Kontrolleur mit einem Taschenmesser derartig, dass das Opfer im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Tat ist insofern besonders merkwürdig, als dass der Täter ein gültiges Fahrticket besaß.

Die WAZ schreibt:

„Ich habe Angst bekommen“, erklärte der Angeklagte seine Messerattacke auf den Bogestra-Kontrolleur. Verärgert soll der Fahrgast erklärt haben: „Ich habe 29 Euro bezahlt, was willst du von mir!? Plötzlich, zwischen den Stationen Oskar-Hoffmann-Straße und Brenscheder Straße eskalierte die Situation. Der 48-Jährige, ein großer kräftiger Mann, stand vom Sitzplatz auf und schlug dem Kontrolleur laut Anklage mit der Faust ins Gesicht und stach auf ihn ein. (…)

„Wollten Sie ihn töten?“ fragte ein Richter den Angeklagten. „Nein“, sagte dieser und sprach wie die ganze Zeit im Prozess so leise, dass er kaum zu verstehen ist. Er habe sich von dem Kontrolleur „innerlich angegriffen“ gefühlt, „in meiner Seele“. Vor einigen Jahren soll er einmal jemandem im Supermarkt im Uni-Center eine Flasche auf den Kopf gehauen haben, nur weil dieser „böse geguckt“ habe. Und auch diesmal in U35 sei ihm der Kontrolleur „böse“ vorgekommen.

Ein Psychiater begutachtet im Prozess die Schuldfähigkeit. Schon jetzt steht der Angeklagte, der arbeitslos ist und vorher als Hilfsarbeiter tätig war, unter Betreuung.

Am Freitag wird das Urteil erwartet.