Europaweites Moschee-Bauverbot gefordert

Der britische EU-Abgeordnete der Independent Party, Gerard Batten (Foto l. mit Geert Wilders), hat ein europaweites Bauverbot von Moscheen gefordert. Muslime sollten außerdem eine Erklärung unterzeichnen, in der gewisse Teile des Korans verurteilt werden, so Batten am Dienstag.

Es sei ein großer Fehler gewesen, „diese Explosion von Moscheen in Großbritannien“ zu ermöglichen. Er stehe auch nach wie vor zu einer „Charta zum gegenseitigen Verständnis“ des in London lebenden Ex-Moslems Sam Solomon, die er bereits 2006 propagierte. In der wird gefordert, dass die Muslime sich lossagen sollten von der Gewalt im Koran und alle Passagen streichen sollten, die den „gewalttätigen Dschihad“ fördern. Sie müssten als „ungültig und nicht-islamisch“ deklariert werden.

Mary Honeyball, eine Labour-Abgeordnete, sagte, Batten sei Teil der hässlichsten Seite seiner Partei und zeige, trotz aller Bemühungen des Partiechefs Nigel Farage, es vor den Wahlen zum Europäischen Parlament anders darzustellen, wie weit rechts die Ukip stehe.

Der in Pakistan geborene konservative Abgeordnete Rehman Chishti sagt, dass die Position Battens, besonders die „Charta“ und, dass Teile des Korans „unanwendbar“ gemacht werden sollten, schockierend sei. „Wenn Nigel Farage Vertrauenswürdigkeit hätte, würde er dieser Person nicht erlauben, für die Ukip zu sprechen.“

Daran ist gut zu erkennen, dass der Islam längst im Britischen Parlament angekommen ist.

Die Charta, auf die Batten sich beruft, wurde 2006 vom Islamgelehrten Sam Solomon veröffentlicht. Solomon war Professor für Schariarecht, bevor er zum Christentum konvertierte und dafür knapp der Todesstrafe entging. Batten vertritt die Ansicht, dass „jede vernünftige, normale Person“ dieses Papier unterzeichnen müsste. Es könne nicht angehen, dass Texte, die befehlen, Juden zu töten, weiter Bestand hätten, sagte er im Interview mit dem Guardian. „Wenn das Denken, das den modernen Menschen repräsentiert, etwas als falsch erkannt hat, wie in diesem Fall, werden sie auch ihr Denken revidieren müssen. Wenn sie sagen, sie können ihre Gedanken zu diesen Fragen nicht revidieren, dann werden wir wohl ein Problem haben – Wir oder sie?“, fügte er hinzu.

Batten wird nicht müde seine Forderung zu wiederholen, die Muslime müssten einen Fünf-Punkte-Katalog unterzeichnen, in dem sie die Gleichheit mit anderen Religionen akzeptierten, die Gewalt ablehnten und die Notwendigkeit erkennen, die Bedeutung und Anwendung von bestimmten Teilen der islamischen Texte und Lehren neu zu prüfen und anzupassen.

„Ich würde erwarten, dass die Fundamentalisten mit mir einig sind, dass die Demokratie mit fundamentalistischem Islam unvereinbar ist. Moderate Muslime haben dann zu entscheiden, auf welcher Seite sie stehen“, so Batten.

Bereits 2010 schlug Batten vor, ein Verbot für neue Moscheen auf ganz Europa auszuweiten. „Zwei inkompatible Systeme am gleichen Ort“ seien nicht möglich.