Gunnar Schupelius: Sind Berlins Schulen homophobe Orte?

Der Senat verordnet Projekte zu Homosexualität an Berlins Schulen. Doch brauchen wir das wirklich? Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat den Februar zum „Queer History Month“ ausgerufen. „Queer“ bezeichnet auf Englisch Lebensweisen, die von der heterosexuellen abweichen. Berlins Schüler sollen für die unterschiedlichsten Arten der menschlichen Sexualität „sensibilisiert“ werden, und zwar in Form von Projekten, Unterrichtsstunden oder Exkursionen, zum Beispiel in das Schwule Museum in Schöneberg.

Lernziel ist in diesem Februar, dass die Schüler erfahren, wie Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und Intersexuelle miteinander umgehen. Die Schulverwaltung hat gemeinsam mit der Freien Universität und einem privaten Verein Handreichungen erarbeitet, damit die Lehrer das Lernziel erreichen mögen.

In der Handreichung „Queere Themen in Unterricht und Schule“ werden Lehrer unter Punkt 7 auf den Fall vorbereitet, dass die Schüler fragen, „was Lesben und Schwule eigentlich im Bett machen“. Dann soll der Lehrer „konstruktiv verunsichernd“ zurückfragen, „was denn eigentlich Heterosexuelle im Bett machen“. (Fortsetzung in der B.Z.)