Immer mehr Klaukinder in Berlin – Polizei ratlos

In der arm-aber-sexy Hauptstadt Berlin fingern rumänische Mädels den Passanten an den Hosen herum. Die Berliner Morgenpost berichtet, dass sich die Zahl der Taschendiebstähle innerhalb der letzten fünf Jahre verdoppelt hat. Die Polizei sei ratlos, weil immer mehr Minderjährige den Passanten in die Taschen greifen. Sogar Schwangere werden von der Zigeuner-Mafia zum Klauen auf die Rolltreppen geschickt:

Am Bahnhof Friedrichstraße auf der Rolltreppe drängten sich die Mädchen an einen ahnlungslosen Reisenden. Eine der 14-Jährigen griff blitzschnell in die Gesäßtasche seiner Hose, die anderen beiden Mädchen verdeckten sie dabei. Trotzdem wurden sie von Zivilfahndern der Bundespolizei beobachtet. Ergebnis der weiteren Ermittlungen in der vergangenen Woche: Die 13-Jährige ist schwanger, die 14-Jährigen wegen Diebstahls bekannt. Alle drei stammen aus Rumänien. Das schwangere Mädchen war beim Kindernotdienst vermisst gemeldet. Sie wurde dort den Sozialarbeitern übergeben, die beiden 14-Jährigen brachte die Polizei zum Jugendnotdienst und leitete ein Verfahren ein.

Kindernotdienst, Jugendnotdienst – wahrscheinlich auch wieder so ein Steuergeld-Grab…

Gerade die strafunmündigen Kinder machen die Polizei ratlos. „Unsere einzige Möglichkeit ist, sie zum Kindernotdienst zu bringen“, sagt Birgit Spier, Kommissariatsleiterin beim Landeskriminalamt 711, stadtweit zuständig für Taschendiebstahl. Wenn Fahnder Kinder aufgreifen, nehmen sie sie erst mit auf die Dienststelle. Da beginnen die Schwierigkeiten. Die Kinder hätten nie Ausweispapiere bei sich, sagt Spier. Zur Verständigung müsse erst einmal ein Dolmetscher bestellt werden. „Unser Ansinnen ist es eigentlich immer, die Eltern ausfindig zu machen“, sagt Spier. Doch gerade bei den rumänischen Kinder seien in Berlin oft keine Erziehungsberechtigten zu finden, viele Kinder würden nicht einmal sagen, wo sie wohnen. „Unser Verdacht ist, dass die Kinder organisiert zum Stehlen geschickt werden. Zwölfjährige kommen nicht allein auf die Idee.“ Doch über Hintermänner sei nichts zu erfahren. Manche Kinder seien sehr eingeschüchtert, andere auffallend frech. Und manche von ihnen wüssten nicht einmal, wann und wo sie geboren wurden. „Das kann einem schon leid tun“, sagt Spier. Beim Kindernotdienst seien die Kinder „oft nach fünf Minuten wieder draußen“ – bis sie vielleicht das nächste Mal aufgegriffen würden. Dieser „Drehtüreffekt“ sei demotivierend, für Polizei wie Sozialarbeiter, sagt Spier.

Das muss die Polizei aushalten in der Bunten Republik. Der zuständigen Berliner Jugendsenatorin Sandra Scheeres (SPD) schweben bereits wirkungsvolle Anordnungen vor: „Natürlich wird versucht, die Kinder oder Jugendlichen über pädagogische oder soziale Maßnahmen zu erreichen.“

Stellt sich die Frage, ob diese Kinder überhaupt zur Schule gehen…

Bei Taschendieben handelt es sich laut Polizei oft um „reisende Täter“, die organisiert in Europa unterwegs sind. Internationale Polizeianfragen zu einzelnen Tätern etwa mittels Fingerabdrücken hätten manchmal Treffer in Frankreich oder Spanien zur Folge, sagt Spier.

Laut Polizeilicher Kriminalitätsstatistik in Berlin 2013 kamen über 40 Prozent der ermittelten Taschendiebe aus Rumänien und Bulgarien. Die Aufklärungsquote für Taschendiebstähle lag bei schlappen 3,6 Prozent. Bei 659 ermittelten Tatverdächtigen kommt man auf 236.581 nicht ermittelte Täter alleine in Berlin. In anderen Großstädten werden die Relationen nicht anders sein.