Woher die „Angst“ vor Zuwanderung?

Bunt-Gläubige haben keine Argumente. Woher auch? Sie pflegen, wie bei „Rechtgläubigen“ üblich, jeden niederzuschreien, der ihre Überzeugungen nicht teilt. Freilich gibt es auch eine vermeintlich kultiviertere Variante der Diffamierung, die die hässliche Fratze des politkorrekten „Shitstorms“ bildungsbürgerlich maskiert. Man übt sich in Psychoanalyse und fragt einfühlsam und betroffen danach, woher denn die „Angst“ vor der Zuwanderung kommt. Schließlich kann es doch nicht „normal“ sein, sich gegen Offenheit und Bereicherung zu stellen. Immerhin, auch Bunt-Ideologen, ansonsten überzeugte Relativisten, kommen nicht umhin, zwischen „gesund und „krank“, zwischen „normal“ und „abnormal“ zu unterscheiden.

(Von Marcus)

Damit unsere Grüninnen und Grünen, Genossinnen und Genossen nicht zu lange rätseln müssen, hier ein paar Hinweise die Vorbehalte gegen migrationspolitische Maßlosigkeit betreffend, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Wir entscheiden gerne selbst, ob und in welchem Grade wir uns – als Individuum oder Gruppe – dem Fremden öffnen. Ob und in welchem Grade ich mich von Fremdheit bereichern lasse oder nicht, ist allein meine Angelegenheit! Wir verbitten uns die Anmaßungen grün-rot-rosa Volkspädagogen, die uns das Fremde zu unserem eigenen Besten aufschwatzen und aufzwingen wollen.

Wir bevorzugen, selbst die Wahl zu treffen, mit wem wir zusammenleben wollen und mit wem nicht. Wir verbitten uns die Unverschämtheiten eines krankhaft sentimentalen und von seinem Amt emotional überforderten Narren, der als Bundespräsidenten-Darsteller durch die Welt tourt und ohne jegliches Mandat in unserem Namen Krethi und Plethi einlädt.

Wir schauen, wer zu uns passt und wer nicht. Die Menschen sind verschieden und nicht alle Konstellationen von Unterschieden verlaufen reibungslos. Wir unterwerfen uns daher nicht dem Diktat einer „Willkommenskultur“, die uns auferlegt, alles was fremd ist, allein deswegen, weil es fremd ist, unterschiedslos, ungeprüft und unkritisch zu umarmen.

Wir halten es für schlichtweg vernünftig, dass es zunächst dem Zuwanderer obliegt, sich zu bewähren und die Erfordernisse des neuen Umfeldes zu meistern. Unvernünftig ist es hingegen, dieses Verhältnis umzukehren, so dass der Mehrheitsbevölkerung durch allerlei sozialpolitischen und propagandistischen Mehraufwand zugemutet wird, sich auf die Minderheit einzustellen.

Wir möchten, wenn’s denn recht ist, ein Wörtchen dabei mitreden, wer auf die gemeinsamen Vorräte unser aller Daseinsvorsorge – die Ressourcen der Sozialkassen – Anspruch erheben darf. Wir widersetzen uns der Kaltschnäuzigkeit machthabender Ideologen, die für ihre sozialutopischen Phantastereien das ihnen anvertraute Hab und Gut verschleudern.

Wir legen Wert darauf, dass selbstlose Caritas, die das Wagnis eingeht, von Eigensicherung abzusehen, die freie und eigenverantwortliche Entscheidung des Einzelnen bleibt. Jedem steht es frei, wildfremden Menschen EC-Karte samt PIN anzuvertrauen. Aber es steht Euch nicht zu, eine Gesellschaft freier Menschen in ein Heerlager der Solidarität und Selbstlosigkeit zur Rettung der Welt umzufunktionieren.

Wer noch halbwegs bei Verstand ist, wird nicht umhin können, zuzugeben, dass es sich bei all dem um gängige, in allen nicht ideologisch aufgeladenen Lebensbereichen unbestritten wirksame Spielregeln des Zusammenlebens und um natürliche Regungen des Selbstschutzes handelt. Auch alle eifernden Bunt- und Sozialapostel werden es für sich nicht anders handhaben.

Übrigens lässt sich die trivialpsychologische Tour auch umdrehen. In etwa so:

• Woher kommt der Hass auf das eigene Volk und die eigene Kultur?
• Woher kommt der Hass auf Ursprung und Herkommen?
• Woher kommt der Hass auf die biologische, ethnische und soziale Gliederung – Vielfalt! – der Menschheit?
• Woher kommt der Hass auf alles, was nach Struktur, Form und Ordnung aussieht?
• Woher kommt die Besessenheit, alles verflüssigen zu wollen?

Leider ist es so, dass diese Leute mit ihrem lebensfeindlichen Groll und ihren sozialutopischen Erlösungssehnsüchten nach dem Marsch durch die Institutionen die Deutungshoheit übernommen haben. Ihre Bewusstseinstrübung erkennen sie als solche nicht, weil sie – intellektuell inzestuös – nur mit Ihresgleichen Umgang haben und sich in ihrem Wahn wechselseitig bestätigen. Aus der Perspektive ihrer eigenen Verrücktheit, die sie zur Norm erhoben haben, erscheint dann das Normale – der gesunde Menschenverstand, das instinktiv richtige Verhalten, das rationale ökonomische Urteil – seinerseits als verrückt.