Buxtehude-Moschee: Jetzt redet der Experte!

Es gibt wieder Neues vom Moschee-Projekt in Buxtehude: Jetzt spricht ein Evangelischer Theologe „Klartext“, wie es die örtliche Kreiszeitung-Wochenblatt ausdrückt. Prof. Dr. Wolfgang Reinbold (Foto), verblendeter Pastor und Universitätsdozent, der im „Haus Kirchlicher Dienste“ der Landeskirche Hannover für die Themen Islam und Migration zuständig ist, äußert sich in dem Artikel wie folgt: „An der Grundgesetztreue der Ahmadiyya Muslim Jamaat gibt es keinen Zweifel!“

(Von Verena B., Bonn)

Etwas differenzierter sieht das Dr. Hiltrud Schröter* (+ 11. Juni 2010), eine der profiliertesten und sachkundigsten Kennerinnen des Islams in Deutschland, deren jahrelange Forschung über die Ahmadiyya-Sekte bahnbrechend ist. Wir zitieren:

Die Ahmadiyya ist streng hierarchisch nach dem Führerprinzip strukturiert und verbreitet mit einem Teil ihrer Schriften antichristliche, antiwestliche und antijüdische Propaganda. Dazu gehört bis heute die längst wissenschaftlich widerlegte Behauptung, Jesu Grab liege in Srinagar, wo er im Alter von 120 Jahren gestorben sei; außerdem antisemitische Stereotypen und Feindbilder, wie das von der „jüdischen Rasse“ nebst der Unterstellung, Juden befänden sich auf einer niedrigen Stufe der Entwicklung der Menschheit.

Mitglied wird man durch Geburt oder „Bai´at“, ein Gelübde, das den Neuaufgenommenen zu lebenslangem Gehorsam gegenüber dem Gründer der Bewegung, dem Kalifen und dem Kalifat verpflichtet. Außerdem verpflichtet man sich schriftlich zur Zahlung eines monatlichen Mitgliedsbeitrags, von dem selbst Asylanten und andere Sozialhilfeempfänger nicht ausgenommen sind, und zu diversen Pflichtspenden. Die Gefolgschaft wird abkassiert und trägt zur außergewöhnlichen Finanzkraft der Führungselite bei.

Das politische Ziel der Ahmadiyya ist die Einrichtung einer islamischen Ordnung auf der ganzen Welt, auch in Deutschland. Das bedeutet Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung und Einrichtung des Kalifats mit Scharia-Recht. Sie setzt eine Doppelstrategie ein: Anpassung und Integration einerseits, Machterweiterung der Führung andererseits. Sie betreibt eine gesteigerte Form der islamischen Herrschafts- und Gehorsamsreligion. Wie moderne Sekten, z.B. Scientology, behauptet sie, in ihrer Lehre auf dem Stand moderner Wissenschaft und Rationalität zu sein, und bedient sich bei ihrer Selbstdarstellung der Methoden der Propaganda. Zu ihrer Selbstinszenierung gehört die Behauptung, sie sei der „Reformislam“. Sie versteht aber darunter keinen aufgeklärten und liberalen Islam, sondern – aber das wird in der Propaganda verschwiegen – die Wiederherstellung der alten Form des Islam gemäß dem Medina-Modell mit der Einheit von Religion und Politik und Allah als oberstem Gesetzgeber. Ihre kontinuierliche Rede vom „Reformislam“ führt weit verbreitet zu Fehleinschätzungen, auch weil Medien die Propaganda unkritisch referieren und Politiker ihr Glauben schenken.

Wie andere islamische Gruppierungen verbindet die Ahmadiyya uralte mythische eschatologische Ideen mit Dschihad-Vorstellungen, allerdings mit einer klaren Absage an Gewalt. Die Geschlechterordnung folgt islamisch fundamentalistischen Prinzipien: Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit, – so dürfen z.B. Mädchen nicht gemeinsam mit Jungen am Sportunterricht teilnehmen –, Verschleierung der Frauen, Sexualität nur in der Ehe, Monogamie für die Frau und Erlaubnis der Polygamie für den Mann. Ehen werden arrangiert und dürfen nur innerhalb der Ahmadiyya-Gemeinde geschlossen werden. Unter dem Deckmantel von Religion breitet sich auch durch die Ahmadiyya der Patriarchalismus mit alten und neuen Formen der Unterdrückung von Frauen und Mädchen bei uns aus.

Der Ahmadiyya-Islam ist eine Politreligion und eine Herrschafts- und Gehorsamsreligion, die mit „Legalitätstaktik“ (Volker Bouffier, Verfassungsschutzbericht Hessen, 2002, Einleitung), Doppelstrategie und Finanzkraft eine islamische Ordnung im Sinne ihrer herrschenden Dynastie errichten will. Dazu gehören der schnelle Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit wie auch die weltweite Propaganda in den Medien, besonders in MTA, Muslim Television Ahmadiyya, dem eigenen Satellitenfernsehen weltweit. Deutschland ist die Basis für die Missionierung/Eroberung in 16 Ländern (2004).

Weil sich PI des öfteren erlaubt hatte, kritisch über den geplanten Moscheebau der Ahmadiyya-Sekte in Buxtehude zu berichten, gerieten die Ahmadiyya-Gemeinde, die islamhörigen Kirchen und die Buxthuder Presse in Wallung. Noch mehr in Wallung gerieten die „besorgten Bürger“, die Flugblätter verteilten, in denen sie kundtaten, dass der Islam ihrer Meinung nach nicht zu Deutschland gehöre, sondern nur geduldet werde.

Nun fährt die Kreiszeitung WOCHENBLATT erneut „scharfe“ Geschütze auf und geifert:

Moschee-Projekt in Buxtehude: Evangelischer Theologe redet Klartext
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Die anonyme Hetze im Internet gegen den Moschee-Bau in Buxtehude hat jetzt eine neue Zielscheibe: Die beiden evangelischen Pastoren Oliver Friedrich und Lutz Tietje von St. Petri und St. Paulus hatten im WOCHENBLATT das Bauprojekt der Gemeinde der muslimischen Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) kommentiert. Das sei ein Ausdruck von Religionsfreiheit und in Ordnung, wenn sich die Gemeinde auf dem Boden des Grundgesetzes bewege.

Damit sind neben den Moschee-Bauherren auch die beiden Pastoren ins Visier der anonymen Attacken geraten. Sie hätten ihre seelsorgerische und missionarische Aufgabe nicht begriffen. Sie werden als „U-Boot des Antichristen“ tituliert.

Darf die Kirche den Bau einer Moschee gutheißen? Das WOCHENBLATT hat bei Prof. Dr. Wolfgang Reinbold nachgefragt. Der Pastor und Universitätsdozent ist im „Haus Kirchlicher Dienste“ der Landeskirche Hannover für die Themen Islam und Migration verantwortlich. Er bricht dabei eine Lanze für die AMJ: „Das ist eine freiheitsliebende und dem Fortschritt zugewandte Gruppe.“ Für Reinbold steht außer Frage, dass die AMJ für einen friedlichen Islam und damit „auf dem Boden der Verfassung“ stehe.

Der Theologe hat viele Diskussionsrunden zum Thema Christentum und Islam absolviert, und er sagt auch: „Es gibt Punkte, die man kritisch sehen kann.“ Etwa das Frauenbild in den AMJ-Gemeinden. Darüber müsse man miteinander im Gespräch bleiben, so Reinbold. Und fügt hinzu: Es gebe auch christliche Gruppen, die das Schlagen von Kindern gutheißen.

Dass der geplante Bau einer Moschee in Buxtehude zu heftigen Reaktionen – vor allem anonym im Internet – führt, überrascht den Pastoren nicht. „Das sind über Jahre entwickelte Standardtexte“, so Reinbold, der die Hetzseiten kennt. Diesen sogenannten Kritikern könne man es nur Recht machen, wenn alle Muslime aus Deutschland ausgewiesen würden und keine Flüchtlinge mehr Aufnahme fänden.

Dass Ausschnitte aus dem Koran auf solchen Seiten zitiert und als Beleg für einen radikalen Islam angeführt werden, sei eine bekannte wie falsche Herangehensweise an den interreligiösen Dialog. Denn: „Der Leser muss schon wissen, wie ein solcher Text verstanden werden soll“, sagt Reinbold.

Für ihn sei es jetzt wichtig, einen „konstruktiven Dialog zu führen“. Damit bei den Menschen, die sich unsicher fühlen und bei der AMJ nicht genau wissen, mit wem sie es zu tun haben, die Einsicht reifen kann, dass es an der Grundgesetztreue der AMJ „nichts zu diskutieren gibt“.

Auch in Leipzig gab es am 7. November letzten Jahres in der Michaeliskirche einiges zum Moscheebauprojekt, der sich dort breit machen wollenden Ahmadiyya-Gemeinde „zu diskutieren“: Dort waren empörte Bürger gegen die Islamverherrlichung und –verharmlosung der Lokalpolitiker, der Kirchen und Ahmadiyya-Gemeinde zu Felde gezogen und wurden auf skandalöse Weise mundtot gemacht.

Prof. Reinbold persönlich schreiben wir ins Poesiealbum: Das politische Ziel der Ahmadiyya ist die Einrichtung einer islamischen Ordnung auf der ganzen Welt, auch in Deutschland. Das bedeutet Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung und Einrichtung des Kalifats mit Scharia-Recht.

“Ich bin sicher, dass wenn der Endsieg des Islams kommt (…), dies durch die Ahmadiyya sein wird.” (4. Kalif)

Und, liebe Muslime und Muslimfreunde, schon Abraham Lincoln wusste: „Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen.“

» Kontakt: wolfgang.reinbold@theologie.uni-goettingen.de


Schröter, Hiltrud*Schröter, Hiltrud: Ahmadiyya-Bewegung des Islam. 186 Seiten, Hänsel-Hohenhausen, Deutsche Hochschulschriften 1206, Frankfurt (1)2002 (4)2005, ISBN 3-8267-1206-4. Dr. Hiltrud Schröter ist Sozialwissenschaftlerin und erhielt für ihre Dissertation „Arabesken – Studien zum interkulturellen Verstehen im deutsch-marokkanischen Kontext“ den Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen.