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Wer in Holland regelmäßig die evangelische Kirche besucht, wird fast wöchentlich mit politischen Aussagen der Pfarrer konfrontiert. Wir sollten uns für die Interessen illegaler Einwanderer einsetzen, uns gegen den weitverbreiteten Rechtspopulismus aussprechen usw. Ich vermute, dass dies in Deutschland leider auch der Fall sein wird. Unterschiedliche Beiträge auf PI scheinen dies immer wieder zu bestätigen.

(Von Boëtius van Everdingen, Amsterdam)

Eine Umfrage im Auftrag des niederländischen öffentlichen Fernsehens ergab, dass über 75% der Pfarrer es für unchristlich halten, sich für eine islamkritische Partei wie die Freiheitspartei (PVV) zu engagieren. Pfarrer blasen inzwischen immer öfter ins politisch-korekkte, links-politische Horn. Als Rechts-konservativer und künftiger Pfarrer ärgert mich dies schon seit Jahren. Die Kirche und deren Vertreter sollten sich meiner Meinung nach fern halten von politischen Aussagen, denn Politiktreiben gehört nicht zu deren Aufgabe. Die Kirche sollte für jeden da sein, ob dein Herz nun links oder rechts schlägt.

Ich glaube, dass die Naivität vieler Kirchenvertreter ihren Stellungnahmen zu Grunde liegt. Anders gesagt, man weiss nicht mehr zwischen Nächstenliebe und Toleranz zu unterscheiden. Der Slogan der evangelischen Kirche in Amsterdam heisst: „Onderzoek alles, maar bewaar het goede“ / „Prüft alles, aber das Gute bewahret!“ (1Thess 5,14-24). Dieses Paulus-Zitat sollte die liberale bzw. offene Haltung der Kirche wiedergeben. Wenn man aber das Gute bewahren möchte, das heißt die Botschaft/Werte des Evangeliums und die daraus erfolgende christliche Identität, sind Grenzen ziehen jedoch eine absolute Notwendigkeit. Aus Nächstenliebe sollte man dem Bösen gerade mit Intoleranz begegnen, anstatt aus Scheinfrieden mit ihm zu kollaborieren. Aber gerade dies geschieht in Sachen Islam.

Die islamkritischen Schriften Luthers finden heutzutage nur noch wenig Anwendung bei den evangelischen Kirchenvertretern. Vermutlich, weil sie angeblich unvereinbar mit den positiven Äußerungen und Dialogversuchen der Kirche zum Zusammenleben mit Menschen islamischen Glaubens seien, denn luthersche Theologen sollten sich mit den jeweiligen Texten des Kirchengründers auskennen. Dies wäre eine sehr kurzsichtige Sichtweise, die zudem die luthersche Identität gänzlich verleugnet. Aus Nächstenliebe kann man seinen islamischen Mitbürger durchaus als Individuum respektieren, jedoch gleichzeitig dessen Ideologie eine deutliche Absage erteilen. Wie gesagt, gerade aus Nächstenliebe kann und darf Toleranz niemals grenzenlos sein!

Es stimmt, dass Luthers Islamverständnis sehr stark von einer apokalyptischen Dimension geprägt war, die in unmittelbarer Verbindung mit den Türkenkriegen seiner Zeit stand. Dazu bezog Luther seine Korankenntnisse vor allem aus dem Werk eines Dominikanermönches namens Ricoldus de Montecrucis: die Confutatio Alcorani. Erst zu Fastnacht 1542 habe Luther zum ersten mal eine lateinische Koranausgabe in die Hand bekommen, dennoch ist seine 1529 formulierte Korankritik in seinen zwei großen ‚Türkenschriften‘ überzeugend, und vor allem: so wahr!

Martin Luther verstand den Koran als ein künstlich zusammengestelltes Gebilde, wobei Mohammed seine Theologie und Gebräuche teilweise dem christlichen und jüdischen Glauben entnommen habe. Das Ehren von Jesus und Maria habe er laut Luther von den Christen und das Fasten, die hygienischen Vorschriften und das Verbot des Weines von den Juden übernommen. Der Reformator spitzt seine Korankritik auf die drei gleichen Hauptthemen wie Ricoldus zu, nämlich „Lügen, Mord, Unehe“. Diese Themen bilden für ihn die unmittelbare Verbindung zwischen dem Koran und der eschatologischen Dimension der Türken.

Obwohl die Türken heutzutage nicht mehr vor den Toren Wiens stehen, sind diese drei Haupttemen zwar nicht mehr im eschatologischen Sinne zu deuten, jedoch als die drei Hauptunterschiede zur christlichen Lehre zu verstehen. Es sind diese drei Elemente im Koran, die Luther auf seine sogenannte Drei-Stände-Lehre bzw. Drei-Stände-Ordnung bezieht. Diese Drei-Stände-Lehre dient der Einweisung des Menschen in das allgemein kreatürliche und christologische Handeln des gnädigen Gottes. Diese habe Gott in der Schöpfung begründet und durch sie regiere und erhalte er die Welt. Man könnte diese Drei-Stände-Ordnung daher auch als Schöpfungsordnung bezeichnen. Die Stabilität innerhalb dieser Schöpfungsordnung wird hier, neben dem geistlichen Stand (status ecclesiasticus) und dem weltlichen bzw. politischen Stand (status politicus), von Luther mit dem status oeconomicus bereichert, in dem er auf die soziale Stabilität zielt. Im Rahmen der Korankritik geht es dabei um das islamische Eheverständnis, das Martin Luther als eine ordnungsverstoßende Gefahr interpretiert. Ich werde die drei Hauptthemen der lutherschen Korankritik einzeln besprechen:

I. Lügen

Die schlimmsten „Lügen“ des Koran liegen für Luther – neben der Behauptung, es beinhalte Gottes Wort – vor allem im Bereich der Christologie: „Der Tuercke helt die vier Euangelia fuer goettlich und recht so wol als die Propheten, Ruehmet auch Christum und seine mutter fast, Aber er gleubt gleich wol, das sein Mahomet uber Christum sey und das Christus kein Gott sey.“ Obzwar der Koran in erster Linie würdig über Jesus zu sprechen scheint, ist der Messias des Christentums nur ein menschlicher Prophet wie „Heremias“ oder „Jonas“, und kein „gottes son und rechter gott“. Wie alle jüdisch-christlichen Propheten wurde auch Jesus geschickt islamisiert. Jesus ist damit nicht mehr Christus, der Erlöser. „Mahometh mit seiner lere von eigen wercken und sonderlich vom schwerd“ ist demnach nicht mit Luthers elementarer ’sola fide‘, der Rechtfertigung aus Glauben allein, und zwar nur aus dem Glauben an Jesus Christus als Erlöser der Menschheit, in Einklang zu bringen. Der Reformator ist daher der Meinung, dass „der Mahomet Christum nicht alleine verleucknet, sondern gantz auffhebt“. Mit dem Aufheben des Glaubens wird der status ecclesiasticus zerstört, weil nicht länger der Gnade auf Seiten Gottes und der Glaube auf menschlicher Seite die Heiligung bewirken, sondern man sich erneut allerhand Gesetzen versklavt und damit die christliche Freiheit vor Gott aufhebt bzw. man wieder zum Sklave der Sünde wird. Da wo Christus seine Jünger Freunde nennt, da ihnen den Willen Gottes offenbart wurde, bezeichnet Mohammed sich und seine Anhänger als ‚Sklaven Allahs (Vergl Sure 2;23)‘. Christen sind Freunde jesu, die wissen, dass der Vater sie liebt und rettet (Jesus heisst übrigens Gott rettet). Sklaven hingegen wissen nie, was ihr Sklavenhalter mit ihnen vorhat. Fragen Sie mal einen Muslim, ob Allah ihn liebt und er wird antworten: „Das weiss nur Allah“. Obzwar heutzutage viele Christen sich vom Islam täuschen lassen, waren seine Lügen nach Luthers Ansichten zu radikal und offensichtlich. Die Christenheit sollte laut Luther denn auch durch Koranverbreitung über die Bösartigkeit der islamischen Lehre aufgeklärt werden.

II. Mord

Ein nächstes Thema, das Luther der Confutatio entnommen hat, ist die unmittelbare Verbindung zwischen Gewalt und Koran. Im 10. Kapitel der Confutatio, Quam violenta sit lex [Saracenorum], vermittelt Ricoldus uns, das Gewaltgebot als eine allgemeine Erscheinung im Koran verstanden zu haben: „Et propter hoc non in uno capitulo solum dicitur, sed per totum librum, sicut mandatum quoddam uniuersale: interimite, interimite.“ Martin Luther vertrat die theologische Ansicht, dass Mord und Gewalt unmittelbar aus den teuflischen Lügen erfolgen: „Also da den Mahometh der luegen geist besessen und der Teuffel durch seinen Alkoran die seelen ermordet, den Christenglauben verstoeret hatte, muste er wol fort und auch das schwerd nemen und die leibe zu morden angreiffen“. Weil für Martin Luther das Predigen nur mit dem Wort Christi verbunden war und die Wunder Christi seine Göttlichkeit bezeugten, müsse Mohammed seine sündige Lehre wohl anders verbreitet haben: „Und also ist der Turkische glaube (Islam) nicht mit predigen und wunderwerck, sondern mit dem schwerd und morden so weit komen[…]“. Diese unmittelbare Verflochtenheit von Religion und Gewalt fügt der Weltordnung erheblichen Schaden zu, wie Luther zurecht folgert: „Denn es ist nicht mueglich, wo morden und rauben ynn ubung ist, das da ein feine loebliche weltliche ordnung sey.“ Tagtäglich werden wir auch heute noch weltweit mit islamischer Gewalt konfrontiert. Die Frage „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat?“ ist, wenn man möchte, eigentlich leicht zu beantworten: Versklavung und Gewalt!

III. Ehe

Wo wir heutzutage über die Körperverschleierung im Islam als Symbol der Frauenunterdrückung und Frauenfeindlichkeit diskutieren, war dieses Phänomen für Martin Luther, im Hintergrund des 16. Jahrhunderts, ein Vorbild ersehnenswerter Frömmigkeit. In ‚Eine Heerpredigt widder den Tuercken (1529)‘ rühmt er denn auch die türkischen Gebräuche, sich zu verschleiern und getrennt in die Gebetshäuser zu gehen. Über das islamische Eheverständnis ist Luther aber zurecht sehr schockiert. Da wo der Papst „unter dem Schein der keuscheit“ die Ehe „verboten und unrein verdampt“, behandle der Türke die Frauen „als werens kue oder kelber“ (Zitat aus Vermahnung zum Gebet wider die Tuercken, 1542). Luther zielt auf die Polygamie, denn der Koran erlaubt es dem Mann, vier Frauen zu heiraten (vergl. Sure 4;3). Obzwar Martin Luther die zweitrangige Position der Frau anspricht, liegen seine Beschwerden hinsichtlich seines Zeitgeistes eher im theologischen Bereich, denn Christus spricht in Matt. 19, 4-7:

„Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach (1.Mose 2,24): »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!“

Wo der Papst mit dem Zölibat für Luther den Ehestand ignoriert, so verstößt die Polygamie im Koran gegen die Bibel, da sie die Zweieinheit nicht achtet. Zudem ermöglicht das koranische Prinzip des Talaq es dem Mann, seine Ehefrau(en) zu verstoßen (Vergl. Sure 65 attalaaq, 2,227-232,2;236,2;241,33;49). Er kann sie jedoch zu jeder Zeit einseitig als Ehegattin zurückfordern und damit den Ehebruch rückgängig machen. Kenner der Scharia brauche ich da nicht zu erklären, was für frauenfreundliche Folgen dies haben könnte. Für Luther war die Ehe, und die damit verknüpfte Zweieinheit von Ehemann und Ehefrau, wesentlich im sogenannten status oeconomicus. Sie galt für ihn als die elementare Basis zur sozialen Beständigkeit innerhalb der Schöpfungsordnung. Diese zu ignorieren, würde die ganze soziale, intermenschliche Beziehung ins Chaos stürzen. Das zölibatäre Leben nach Vorbild Christi begreift Luther in diesem Zusammenhang als einen Versuch, über menschliche Willenskraft etwas für das eigene Seelenheil zu erreichen. Die islamische Polygamie zeigt eindeutig, wiefern das islamische Frauenbild von unserer modern-westlichen Gleichberechtigung steht. Wir sollten uns eben deshalb gegen islamische Körperverschleierung aussprechen!

Ich habe oben versucht, kurz und bündig die Korankritik, so Luther-getreu wie es geht, wiederzugeben. Sie zeigt leider, wie weit sich viele heutige Kirchenvertreter von ihren Wurzeln entfernt haben. Und warum? Aus Angst, intolerant gefunden zu werden? Aus Angst, keine Nächstenliebe zu zeigen? Wenn es um den Islam geht, geschieht alles aus Angst. Politiker, Komiker und Kirchenvertreter schweigen entweder aus Angst vor islamischer Gewalt, oder aus Angst, vom politisch-korrekten ‚Establishment‘ als fremdenfeindlich stigmatisiert zu werden. Oder man ist einfach zu doof, nicht den Unterschied zwischen Toleranz und Nächstenliebe zu kennen. Aus Nächstenliebe verdient die islamische Gewaltideologie eben strengstens verurteilt zu werden.

Im sogenannten interreligiösen Dialog äussert sich die Kirche übrigens sehr naiv. Der Islam ist gar nicht an einem Dialog auf gleicher Ebene interessiert, sondern nützt ihre Dialogpartner vielmehr zugunsten ihrer Interessen. Die syrisch-nestorianischen Wurzeln des Islams (Lesen Sie „Goodbye Mohammed“) haben sicherlich dazu beigetragen, dass die Juden und Christen nach den koranischen Dogmen als die Menschen des Buches (Ahl al-Kitâb) bezeichnet werden, die Gottes Botschaft mutwillig gefälscht hätten, um die Prophezeiungen auf den Propheten Mohammed zu vertuschen (vergl. u.a. Sure 2;75,4;46,5;13). Im ‚Befehlsbuch‘ Koran werden die Christen und insbesondere die Juden daher mehrfach mit Affen und Schweinen in Verbindung gebracht, denen nicht zu vertrauen sei (vergl. u.a. Sure 2;66,2;171,5;60,7;166). Man sollte laut des Koran als Muslim hart zu ihnen sein, aber barmherzig untereinander (vergl. Sure 48;29). Zudem wird mehrfach und explizit dazu aufgefordert, keine Freundschaften mit Christen und Juden anzuknüpfen oder zu pflegen (vergl. 5;51,60;1,3;118) – Botschaften, die uns gegenüber nicht nur sehr beleidigend wirken, sondern ein friedliches Miteinander als gemeinsame Staatsbürger in einer multireligiösen Gesellschaft sogar verhindern können, wenn man sie ernsthaft als die wahren Worte Gottes aufzufassen vermag. Und gerade dies tun korantreue Muslime.

Wie lange lassen sich Pfarrer und andere Kirchenvertreter im Dialog mit dem Islam noch täuschen? Ich befürchte, dass ich die Antwort darauf schon weiß. Der Unterschied zwischen Christus und Mohammed lässt sich jedoch kurz und breit ausdrücken: Da wo Christus sich selbstlos in Dienst anderer stellte und sein eigenes Leben zugunsten der Menschheit aus reiner Nächstenliebe und Gottes Gnaden opferte, opferte Mohammed viele Leben zugunsten seiner Person und Macht. Chistentum und Islam heißt christliche Freiheit gegenüber islamischer Versklavung!

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51 KOMMENTARE

  1. Also, hier ist es so, dass man nicht mehr unterscheiden kann, ob man einen evangelischen Gottesdienst besucht – oder auf dem Parteitag der GRÜNEN ist!
    Deshalb hab ich mich 66 Jahre nach der Taufe von meiner ehemaligen Kirche abgewandt!
    Mein Pfarrer, der uns 1963 konfirmiert hat, würde im Grab rotieren, wenn er diesen Hokuspokus mitansehen müsste.
    Vermutlich ist er aber schon „Asche zu Asche – Staub zu Staub…“ Obwohl, vielleicht…???

  2. „Korankritik“ klingt nach zaghaft-zimperlicher alt68er Stuhlkreisrunde mit Wattebäuschen- und Gummibärchenbewurf.

    Nee, mal ehrlich: „Korankritik“ ist ein lächerlicher, typisch westlicher (PI-interner) Begriff. Denn er achtet den Koran, nimmt ihn ernst. Will ihn – allen „Ernstes“ – „verändern“!

    KoranVERNEINUNG meinethalben, oder -ABLEHNUNG – aber doch nicht -„kritik“! Kritisieren kann man nur veränderliche Dinge, die unserem Kulturkreis, Denken und unseren Köpfen entspringt.

  3. …Evangelikale sind eine von der katholischen Kirche abgefallene SEKTE mit Kirchenstatus… mehr nicht…

  4. Eine evangelische Kirche die sich gegen Luther stellt, hat ihre Existenzberechtigung verloren.

  5. Eine Strophe aus Kindheitstagen – der Jungscharzeit – lautete:
    „Wir wollen Streiter Jesu sein…“

    Braucht man heut alles nicht mehr. Die Welt ist bunt – alle Religionen sind gleichwertig – und selbst zwischen Mann und Frau soll’s inzwischen auch keinen Unterschied mehr geben. Genauso wenig wie beisp. zwischen SCHWARZ und GELB oder ROT und WEISS oder … es ist ALLES EGAL!!!

  6. #1 Stracke (24. Mrz 2014 20:39)
    Naja, PI ist “Pro-Israelisch” und Martin Luther war, mit Verlaub, nach heutiger Definition ein Antisemit.

    Und warum hat Luther gegen Juden polemisiert? Weil er glaubte, mit seiner Reformation die Hindernisse ausgeräumt zu haben, die Juden hindern, in Jesus den Messias zu sehen. Irren ist menschlich, auch für Luther.

  7. Die Kirche als Bollwerk gegen die Islamisierung? Ich habe mehr den Eindruck sie ist sogar Türöffner!

  8. Luther hat absichtlich wie ein Türke geschrieben, um die Kritik noch kraftvoller wirken zu lassen, genial dieser Mann!

  9. Die modere evangelische Kirche hat den Judenhass Luthers ausgebaut, jedoch den Islam lieben gelernt. Ist der Judenhass, der sich in einer unnatürlichen Zuneigung zu den Paliarabern zeigt so groß, dass sie die Judehassideologie Islam so mögen? Es gibt inzwischen mehr islamische evangelische oder evangelische islamische Gemeinsamkeiten als jüdisch evangelische Gemeinsamkeiten. Pax Islami der katholischen Evangelen spielt dabei auch noch mit.

  10. #8 My Fair Lady (24. Mrz 2014 21:00)
    Also meines Wissens, hat Martin andere Antriebe gehabt, als die Juden zu hindern, in Jesus den Messias zu sehen.
    Hab mal einen nachdenkenswerten Spruch gehört/gelesen (nicht hier auf PI) – der lautete sinngemäß: …dass in jeder Gesellschaft/Volk/Ethnie auf dieser Welt die Juden auf Widerstand stoßen bzw. nicht zu den Beliebtesten gehören. Da sollten die Angehörigen dieser Gruppe vielleicht auch mal in den Spiegel schauen, und versuchen sowas wie einen Hauch Selbstkritik üben…“
    Wie gesagt, ist nicht meine Meinung…

  11. @ #9 EasyChris (24. Mrz 2014 21:03)

    Die Kirche als Bollwerk gegen die Islamisierung? Ich habe mehr den Eindruck sie ist sogar Türöffner!

    Welche Kirche meinen Sie?

    Es gibt nur eine einzige geistige Kraft in Europa, die die Islamisierung noch rechtzeitig stoppen kann und das ist die Heilige Apostolische Römisch-Katholische Kirche. Sie hat in der Vergangenheit allen gezeigt, dass es geht. Doch ohne festen Willen und Glauben wird es nicht klappen.

  12. @ #2 AlterSchwabe

    Willkkommen im Club, Landsmann, ich flog 1984 als junger Soldat aus „meiner“ evangelischen Kirche in Stuttgart bei der Konfirmation meines Bruders, weil ich in einer maßgeschneiderten Ausgehuniform zum Gottesdienst erschien und ich mich weigerte mich umzuziehen. Ich war damals beim Bund OG-UA und stolz darauf. Der Pfarrer stellte mich vor der Gemeinde bloß, indem er sagte, er würde die gesamte Konfirmation absagen, solange ein „potentieller Mörder“ in seiner Kirche weile. So setzte man mich vor die Türe. Ich saß bis zum Ende dann eben draussen auf der Bank

    Zu erwähnen wäre, das der Pfaffe nicht durch den Konfirmationsunterricht für mich und meinen jüngeren Bruder abhielt, sondern das er auch in „meiner“ Schule der Religionslehrer war und ausschließlich Linke und Grüne Thesen vertrat und in der Friedensbewegung aktiv war. Ich trat am nächsten Morgen auf dem Einwohnermeldeamt „stante pede“ aus der Kirche aus.

    Seither habe ich dieses klerikale Obermoralisten-Gutmenschenpack so was von gefressen, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen!

  13. Eine prachtvolle, philologische Analyse – und dazu noch mit dem wunderbaren, wortgewaltigen, derben 600-Jahre alten Deutsch der Luther-Zitate! Das ist das Deutsch das uns hier bei PI gut steht!

    Nur frage ich mich wieviele der heutigen Pfarrer, alle diese Kittelbergers und die Schneiders, Luther überhaupt mal gelesen haben, geschweige denn im Original. Ich bezweifle es. Wahrscheinlich haben sie Angst, oder finden ihn politisch total unkorrekt. Und statt Seelsorger sind sie jetzt SeelenVERKÄUFER, und zwar an den Islam, dessen Handlanger sie sich gemacht haben.

    Der Verfasser meint dass in den NL „über 75% der Pfarrer es für unchristlich halten, sich für eine islamkritische Partei wie die Freiheitspartei (PVV) zu engagieren.“ Ich fürchte in DE wären es mindestens über 90%. Denn trotz unserer ansehnlichen Besucherzahl hier bei PI sind wir leider immer noch weitgehend in der Minderheit.

    Alles in allem, ein angenehmer Bericht. Hoffentlich hören wir noch mehr hier aus den NL. So fremd sind wir uns ja nicht: Vor 600 Jahren, zu Luthers Zeiten, waren wir ja noch EIN Volk, bis Kaiser Karl uns 1556 trennte. Das war sozusagen die erste deutsche Teilung.

  14. #14 AlterSchwabe (24. Mrz 2014 21:25)
    #8 My Fair Lady (24. Mrz 2014 21:00)
    Also meines Wissens, hat Martin andere Antriebe gehabt, als die Juden zu hindern, in Jesus den Messias zu sehen. …

    Hä? Wo soll ich das denn behauptet haben? Luther dachte, dass mit seiner Reformation auch die Juden zu Jesus Christus finden könnten und in dem Christus den Messias sehen. Er war enttäuscht weil Juden immer noch mosaisch blieben. Deshalb die Polemik.

  15. Luther war kein antisemit.
    Das wurde ihm in den Mund gelegt.

    Wer seine Werke gelesen hat, gerade bezüglich der Gewalt merkt sehr schnell das dieses Antisemitsche Geschwätz nicht von ihm sein kann.

    Und von den Untaten der katholischen Kirche wollen wir gar nicht reden. Denn die sind alle nachgewiesen und werden sogar noch heute schöngeredet.

    Ich glaube an die evangelische Lehre weil sie schlüssig ist.
    Diese ganze Marienverehrung und Götzenanbeterei der katholischen Kirche ist absolut unglaubwürdig. Jesus selber war Handwerker, seine Wirken war realistisch.

    So wie Luther logisch schlussfolgert das Gottes Gebote den Menschen zu Gute gemacht wurden und nicht um sie zu schickanieren.
    Unser Schöpfer der die Welt und den Menschen erschaffen hat muss es ja wohl am besten wissen welcher Lebensstil für uns gut ist und welcher Lebensstil uns schadet.

    Und Luther hat sich an die Gebote gehalten und ihren Sinn verstanden.

    So jetzt schau ich Illner

  16. Nachtrag:

    http://www.judentum-projekt.de/geschichte/neuzeit/luther/

    … 1519 erwähnte Luther in seinen beiden Sermonen vom Wucher die Juden mit keinem Wort, indes machte er auf die gute Erziehung und Arbeitsfreudigkeit derselben aufmerksam. Er bezeichnete die Juden sogar als nicht so verdorben wie die Papisten. In jener Zeit vermied Luther die üblichen antijüdischen Untertöne der Passionspredigten. Diese judenfreundliche und selbstkritische Phase erreichte mit der Spezialschrift „Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei“ 1523 ihren Höhepunkt. Dies war eine Gelegenheitsarbeit, in der er sich gegen den Vorwurf verteidigte, er habe Maria die Jungfräulichkeit abgesprochen, wobei sich die eigentliche Kritik auch hier gegen die Papisten richtete.

    Weiterhin kritisierte Luther die Isolierung der Juden in Ghettos und forderte die anderen Christen dazu auf, die Juden mit in die Gemeinschaft aufzunehmen und damit auch das Recht der freien Berufswahl zu gewähren. Luther sagte, dass man die Juden lediglich durch die beruflichen Beschränkungen zum Wucher getrieben habe.

    Die entstandene Reformation entfachte unter den gläubigen Juden die Hoffnung, missionierend für die eigenen Rechte einzutreten. Somit muss man sich auch nicht wundern, dass sie Luthers Schrift in den eigenen Reihen verbreiteten und sogar ins Spanische übersetzten. Tatsächlich konnten die Juden so zwischen 1530 und 1540 einige Christen für das Judentum gewinnen.

    Judenfeind

    Dass die erhoffte „Umkehr auf den rechten Weg“ bei den meisten Juden nicht funktionierte, verbitterte den alten Reformator. Mit der enttäuschten Hoffnung verlor sich der selbstkritische Zug seiner Theologie. Mitte der 30er Jahre setzte eine verstärkte Kritik an den Juden ein. Schon im 15. Jahrhundert wurden die Juden aus Wittenberg, wie auch aus vielen anderen deutschen Städten, vertrieben. 1536 wurde ihnen dann der Aufenthalt im gesamten Kurfürstentum Sachsen untersagt, ob auf Luthers Bedrängen hin, ist leider nicht bekann …

  17. #20 My Fair Lady

    Genau der Text macht Sinn.
    Luther hat mehr versucht die Juden zu gewinnen, als zu beleidigen und zu vergraulen.

    Und selbst wenn Luther über diese verbittert gewesen wäre, dann hätte er sachliche Kritik geübt, ohne Beleidigungen. Dafür war er zu Intelligent.

  18. Luther setzte sich dafür ein, die Synagogen anzuzünden. Von daher mal wieder ein Artiel auf BILD-Niveau.

  19. #20 My Fair Lady (24. Mrz 2014 21:53)
    #21 der dude (24. Mrz 2014 22:00)

    So pickt sich jeder nach Gusto seine Version heraus. Alles sind irgendwie/irgendwo Interpretationen, was Luther wohl gemeint haben könnte … denn die klare Aussage wäre ja „antisemitisch“ – und das geht heutzutage überhaupt nicht!
    …und „www-judentum-projekt“ – vielleicht gibt’s au irgendwo was „Neutraleres“ – z.B. Wikipedia 😉

  20. @ #1 Stracke (24. Mrz 2014 20:39)

    Irrtum:

    Ja, Luther hat gegen „die Juden“ gewettert. Aber mir ist von Luther kein einziges theloogisches Argument bekannt, mit welchem er behauptet, daß die jüdische Religion keine Religion sei. Luthers Judenstänkerei war also eine rein soziologische (also auf den Juden in seiner sozialen Umgebung bezogen) und nicht auf ihren Kult.

    Luthers Islamkritik ist hingegen völlig anders. Luther legt in vielen Argumenten dar, daß weder der Koran, noch das Vorbild des „Propheten“ geeignet sind, den Menschen an Gott anzunähern, z.B. weil die Mordbefehle, Hassaufrufe und Frauenverachtung des Korans ungeeignet ist, den Menschen besser zu machen, sondern er macht den Menschen schlechter.
    Luthers Islamkritik ist also rein theologisch mit dem Kernargument: Die Regeln des Islam distanzieren den Menschen von Gott, statt ihn an Gott anzunähern und alles was das Gegenteil als die Annäherung an Gott bewirkt ist anti-religiös und damit des Teugfels.

    Daher sagt Luther: Mohamed ist kein Prophet sondern ein Lügner und Schwarzmagier und kommt zum Schluß:

    „Im Kampf gegen den Islam wird Deine Faust zu Gottes Faust und Dein Spieß zu Gottes Spieß“!

    Quelle: http://www.amazon.de/Luther-T%C3%BCrken-Islam-Untersuchung-Reformationsgeschichte/dp/357905371X

  21. #23 alter Schwabe

    Interpretationen hin oder her.

    Wenn jetzt die Ard eine angebliche Stammtischrede von Stürzenberger veröffentlichen würde in der er Moslems in Gossensprache beleidigt hätte und zu Mord und Gewalt gegen Moslems aufgerufen haben soll, dann würde ich das auch nicht glauben wollen.

    Das liegt einfach daran das ich die Sprache und die Botschaft von Stürzenberger genauso kenne wie von Luther.

    Es wäre einfach A-Typisch und konträr zu deren Haltung.

  22. Vielen Dank

    #4 Landscape (24. Mrz 2014 20:53)

    Ihre Sicht der Landschaft weitet auch meinen Blickwinkel!!!

  23. Die EKD meidet die Bezeichnung Gott us. Damit hat sich der Kirchenstatus und die Existenzberechtigung erledigt.

  24. #26 der dude (24. Mrz 2014 23:01)

    Auf der von My Fair Lady verlinkten Seite zu
    http://www.judentum-projekt.de/geschichte/neuzeit/luther/
    finden wir das Büchlein „Von den Juden und ihren Lügen“. Darin steht beispielsweise ein Absatz mit folgendem Wortlaut:
    „Wenn sie uns leihen, dann nicht von ihrem eigenen Hab und Gut, sondern von den Gütern der Herren und deren Untertanen. Sie stehlen und rauben durch Wucher. Und damit sie unseren hohen Herren den Wucher bezahlen können, nehmen die Herrschaften von ihren Untertanen. Das heißt, die Untertanen müssen ihr Geld geben und sich für die Juden schinden lassen, damit diese im Lande bleiben, getrost und frei lügen, lästern, fluchen und stehlen können.“ Zitat Ende.
    Jetzt WAS? Einfach so stehen lassen? Oder WAS?
    Wie lautet Ihre Interpretation?

  25. „Obwohl die Türken heutzutage nicht mehr vor den Toren Wiens stehen…“

    Stimmt, sie stehen nicht mehr davor, sie übernehmen grade die Stadt.

  26. Die islamkritischen Schriften Luthers finden heutzutage nur noch wenig Anwendung bei den evangelischen Kirchenvertretern.

    Die judenkritischen Schriften von Luther finden heutztage auch nur noch wenig Anwendung bei den evagelischen Kirchenvertretern. Ja, Stimmt. Ein Schande ist das.

    Eine judenkritische Schrift von Martin Luther:
    „Von den Juden und ihren Lügen“

    Zitat letzter Absatz:“Verbrenne ihre Synagogen, verbiete alles,
    was ich droben erzählt habe, zwinge sie zur Arbeit und
    gehe mit ihnen nach aller Unbarmherzigkeit um, wie
    Moses in der Wüste tat, der dreitausend totschlug, daß
    nicht der ganze Haufe verderben mußte…Will das nicht helfen, so müssen wir sie
    wie die tollen Hunde ausjagen, damit wir nicht, ihrer
    greulichen Lästerung und aller Laster teilhaftig, mit ihnen
    Gottes Zorn verdienen und verdammt werden. Ich habe
    das Meine getan; ein jeglicher sehe, wie er das Seine tue.“

  27. Die evangelische Kirche im Besonderen ist krank bis ins Mark.
    wahrscheinlich ebenso „neben den Fakten“

    wie der Bundesgauckler, der auch einmal von der Kanzel predigte.

    Im Wohlstand und Ueberfluss der westlichen Bundesrepublik hat er jedoch offensichtlich total den Kontakt zur Wirklichkeit eingebuesst, ob aus Altersgruenden oder Bestechung, auf Grund des lukrativen Amtes?

    Da er zu DDR Zeiten offensichtlich lichtere Momente hatten, nicht zuletzt, weil die Sowjets seinen Vater nach Russland verschleppten, konnte die FDP die ihm als Praesident vorschlug davon ausgehen, dass er ein besserer Wulff wuerde, genau das Gegenteil trat ein, er ist noch ein groesserer Verraeter Deutscher Interessen und schaehmt sich nicht, staendig offensichtliche Luegen bei seinen einseitigen Kotaureden zu verwenden.

    Man kann nur hoffen, dass er bald selbst einmal von so einem Bereicherungs Sozialtouristen eine Behandlung bekommt, die er verdient.

  28. o t

    Bischöfe stellen sich gegen Lebensschutzorganisation

    „HEIDELBERG. Zwei katholische Bistümer haben ihre Unterstützung für das Projekt „1000 plus“ des Lebensschutvereins Pro Femina eingestellt. In den Bistümern Augsburg und Speyer darf „1000 plus“ daher bis auf weiteres nicht mehr für sein Anliegen werben. Dies betrifft auch die erfolgreiche Babyflaschen-Aktion.

    Mit den Spendenboxen in Form von Babyfläschchen finanziert „1000 plus“ die Beratung von Schwangeren, die darüber nachdenken, ihr Kind abzutreiben. Anders als staatliche Stellen oder die evangelische Kirche stellt „1000 plus“ jedoch keine Beratungsscheine aus, die zur straffreien Tötung benötigt werden. Die offizielle Begründung für die Betätigungsverbote von Seiten der Bistümer ist, daß es dort bereits genügend Beratungsangebote von der Caritas und dem Sozialdienst katholischer Frauen gebe.

    Gründe liegen tiefer
    Pro Femina sieht hingegen andere Gründe für den Abbruch der Kooperation. „Wir gehen davon aus, daß die Entscheidung für diese Verbote in einem engen Zusammenhang mit den verbreiteten Vorwürfen gegen unsere Beratung und gegen unsere Organisation steht“, heißt es vom Vorstand. Unter anderem habe der Sektenbeauftragte eines deutschen Bistums dem Verein und dessen Vorsitzenden Kristijan Aufiero eine Nähe zur Pius-Bruderschaft vorgeworfen.“

    http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/bischoefe-stellen-sich-gegen-lebensschutzorganisation/

    Unglaublich diese „christlichen“ Bischöfe“, sollten sich direkt mit dem „humanistischen“ Abtreiber- Verein „Pro Familia“ zusammentun.

    Was für politkorrekte Astlöcher !

    :mrgreen:

  29. Es stimmt, dass Luthers Islamverständnis sehr stark von einer apokalyptischen Dimension geprägt war, die in unmittelbarer Verbindung mit den Türkenkriegen seiner Zeit stand.

    Solche Verhältnisse haben wir doch heute in Deutschland und Europaweit wie zu Zeiten der Türkenkriege! Der Unterschied liegt darin, dass wir nicht über ein Heer von Kreuzrittern verfügen die die `Flutung durch mohammedanische Kulturbereicherer` abwehren und eine herrschende `Gutmenschenkaste` Verhältnisse wie im Libanon schaffen. Es wird für alle Pfarrer, egal ob katholisch, evangelisch oder koptisch, Zeit, den `antiislamischen Luther` zu predigen um ihre Kirchen vor mohammedanischen Brandstiftern zu bewahren!

  30. Zurück zum Ursprung

    Das Wort evangelisch hatte im 11. Jahrhundert zunächst die Bedeutung zum Neuen Testament gehörig. Martin Luther bezog den Begriff Evangelium jedoch auf die gesamte Bibel. Seit Dezember 1520 nennt er seine Lehre evangelisch, sofern sie vom Bibeltext ausgeht

    http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelisch

    Der Islam behauptet: Die Bibel ist verfälscht

    http://www.answering-islam.de/deutsch/buecher/gerhard_nehls/ringen_um_wahrheit/islam_bibel.html

  31. #27 AlterSchwabe (24. Mrz 2014 23:05)

    Danke für die anschauliche Zustimmung. Mir war das vorher, ehrlich gesagt, nie so gewahr. Aber auch ich habe meine „erhellenden“ (und dann erhebenden) Momente… 😉

    Ich meine, „Islamkritik“ ist schon schlimm genug. Aber Korankritik? Nee wirklich, das muß nicht sein. (Gibt es eigentlich „Bibelkritik“?)

  32. Als Katholik, der mit einer Protestantin verheiratet ist und daher beides recht gut kennt, fällt mir eines auf: In einer katholischen Predigt habe ich in all den Jahren noch kein einziges böses Wort gegen die Protestanten gehört. In protestantischen Predigten hingegen wird sich selbst gefeiert! Vor allem im Gegensatz zu den Katholiken. Jede Sau, welche gerade in der Presse gegen die Katholische Kirche durch’s Dorf getrieben wird, wird in der protestantischen Predigt selbstgefällig und genüsslich verwurstet, abgeschlossen wird diese dann damit, wir fortschrittlich, weltoffen und ehrlich doch die protestantischen Kirchen seien.

    Es ist zum Erbrechen widerlich.

  33. #1 Stracke (24. Mrz 2014 20:39)
    Naja, PI ist “Pro-Israelisch” und Martin Luther war, mit Verlaub, nach heutiger Definition ein Antisemit.
    —————

    das ist nicht richtig.

    er war antijudaist.

    antisemitismus zielt gegen die „rasse“ der juden, antijudaismus gegen deren religion.

  34. #19 der dude (24. Mrz 2014 21:52)
    —————-

    aber sicher.

    die „verbrechen“ der katholischen kirche hast wahrscheinlich bei deschner nachgelesen, gell?

  35. Das ist ein bemerkenswerter Aufsatz eine zukünftigen Pfarrers. Wie stellt er sich seine persönliche Zukunft als Pfarrer vor? Kuschen und komfortabel mitschwimmen – oder Aufbegehren, verbunden mit dem Risiko, verfemt zu werden.

    Das zweitere würde man sich sehnlichst wünschen. Lieber Autor haben Sie den Mut dazu.
    Nehmen Sie sich ein Beispiel an Martin Luther. Er ist nicht den bequemen, risikofreien Weg gegangen.
    Dran denken:
    „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“!

  36. Bei Katholiken mag es so sein, dass sie nicht so einfach austreten können, weil es als Sünde gilt. Keine Ahnung ob das stimmt.
    Wie auch immer, Protestanten können doch ohne Probleme austreten, selbst wenn sie gläubig sind. Ich glaube wir brauchen auch mal Kampagnen in der Richtung.

  37. #40 wien

    die “verbrechen” der katholischen kirche hast wahrscheinlich bei deschner nachgelesen, gell?

    Ne, letztens lief eine Reportage über den Vatikan, da hat der Reporter den Vatikansbibliothekar gefragt wie der Papst zu den Hexenverbrennungen des Mittelalters steht.
    Der antwortete darauf das der heutige Papst die für heute unangemessenen Methoden für die damalige Lage für angemessen hält.

    Auf gut Deutsch: Der Papst heute steht zu den Greueltaten der damaligen Zeit.

    #29 alter Schwabe

    Der von dir zitierte Text ist doch sachliche Kritik von Luther. Ich verstehe nicht wo da das Problem sein soll.
    Die Juden sind nun mal ein sehr schlaues Volk, die früh genug verstanden haben das BARGELD das begehrteste Gut in einer Gesellschaft ist.
    So ist der Zinshandel entstanden.

    Das was luther da beschreibt macht jede Bank.

    Auch ist entscheidend wer die Kritik übt.
    Wenn z.B. Sozialisten auf die Strassen rennen und schreien: „Deutschland, Deutschland schaut euch um Israel bringt Kinder um“, dann halte ich das für sehr bedenklich da deren Schwesterideologie (Nationalsozialisten) bereits gezeigt hat worauf sie mit dieser Hetze gegen Juden hinauswill.

    Grundsätzlich ist es aber schwer zu sagen was von Luther kommt, und was nicht. Die katholische Kirche hatte damals das Monopol über schriftliche Werke. So gut wie alle Schreiber und Zeichner waren für die Katholische Kirche beschäftigt. Zudem bestimmte diese welche Schriften herausgegeben werden durften und was Hexenwerk war (wie unsere Medien heutzutage).
    Der zu derzeit erfundene Buchdruck drängte die kath. Kirche in diesem Monopol mehr und mehr zurück.

    Sicher ist das Luther die Bibel übersetzt hat und das er die Thesen gegen das Tor schlug.
    Wenn ich aber alleine die Thesen lese dann erkenne ich das Luther ein absolut klaren Geist hatte und mit grossem Verstand gesegnet war.

  38. Luther war ein Kind seiner Zeit und außerdem ein Mensch, der Irrtümern aufgesessen ist. Wer ohne Sünde, der werfe den ersten Stein. Menschen sind nun mal selten nur gut oder nur schlecht. Wir alle haben Fehler, irren, sagen und denken Dinge, die wir besser nicht sagen und denken sollten.

    Wenn ein Mensch was Gutes und Richtiges sagt, darf man das getrost anerkennen. Von seinen Irrtümern kann man sich getrost distanzieren. Luther ist zu kritisieren in Bezug auf Dinge, die Juden, Hexen, Wiedertäufer und die Bauernkriege betreffen. Einige Irrtümer hat er als solche erkannt, andere nicht.

    Aber darüber hinaus hat er viel Gutes gesagt. Und seine Islamkritik ist „formidable“.

  39. Die Protestanten:

    Arm in Arm mit dem NAZI-Faschismus.

    Zum zweiten Mal.
    Martin Luther würde sich im Grabe umdrehen !

  40. #16 Carl Weldle (24. Mrz 2014 21:40)

    ich bin schon ende der sechziger jahre aus der ev. kirche ausgetreten.
    m.e. ist der pfarrer, von dem sie berichten, ein ideologe. der mann ist ein amtsräger. der kann nicht schalten, wie er will. m.e. wäre das ein fall für eine dienstaufsichtsbeschwerde. ich überlege. vielleicht hätte ich das erlebnis meinem vorgesetzten gemeldet. der wäre dann verpflichtet, weitere schritte zu unternehmen.

  41. Der Anblick diese adipösen Antisemiten ekelt mich – nicht umsonst waren die Anhänger seiner, nunja .., „Kirche“ bei den Holocaust-Tätern weit überrepräsentiert. Das sind und bleiben Fürsten(Zeitgeist)knechte, die das Wort des Herr missbrauchen, sonst nix.

  42. Ich danke ausdrücklich für diesen fundierten Artikel. Schade ist nur, daß den wohl meisten dabei nur das einfällt, was Luther – eine Person mit ebenso vielem Licht wie Schatten – über die Juden gesagt oder gesagt haben soll, ohne sich inhaltlich mit dem Text hier auseinandergesetzt zu haben. Die anerzogenen Pawlowschen Reflexe funktionieren alle noch. Leider!

  43. Was Boëtius van Everdingen, Amsterdam, oben als künftiger protestantischer Pfarrer beschreibt, ist doch symptomatisch für die „Evangelen“.

    Tatsächlich hat „der Protestantismus“, der bereits mit den kommunistischen Hussiten und den revolutionären Wiedertäufern einsetzte, UNSERE Zivilisation geprägt: Lutheraner, Anglikaner, Reformierte usw. beförderten den Aufstieg Europas in die Moderne und schufen so etwas wie eine protestantische Ethik, die auch Katholiken in Bewegung brachte und Liberalismus/Kapitalismus in Gang setzte (sinngemäß Max Weber).
    Ohne Humanismus/Protestantismus/Aufklärung, die übrigens auch zum Sozialismus als Idee&Praxis führten, wären wir Europäer kaum weiter, als viele Entwicklungsländer, zu denen übrigens ausnahmslos ALLE islamischen Länder gehören!

    Natürlich ist diese Moderne auch durch Kolonialismus, Sklavenhandel, Kinderarbeit und Manchesterkapitalismus begründet worden, aber Kinderarbeit und Sklaverei gehören bis heute in islamischen Ländern zum Alltag!

    Das Hauptproblem am Protestantismus ist sein theologischer Relativismus und sein Opportunismus!
    So wurde die Mehrheit der Protestanten im Dritten Reich zu „deutschen Christen“ – Jesus war ja kein Jude, sondern Gottes Sohn! Mit derselben opportunistischen Beliebigkeit wird heute protestantischerseits im – einseitigen – „Dialog“ mit Muselmanen aus dem Gottessohn Jesus – der Verkünder und Prophet!
    Etwas nicht verstanden bis hierher!?

    Die Evangelen sind überhaupt diskursfreudig! Angenommen, ein „satanistischer“ Aktionskünstler wie der Wiener Josef Dvorak gösse Schweineblut über einen evangelischen Altar und hinge das Kruzifix verkehrt herum auf (was der übrigens alles NICHT tut!), dann gälte dies den diversen Käß-Männern und -Männinen als gelungener Beitrag zum einem Dialog welcher Art auch immer.
    Insofern war es konsequent, dass man/frau den russischen „Pussy Riots“ (= Muschi-Aufruhr) einen Lutherpreis verleihen wollte, oder sogar verliehen hat. Ist doch mal was anderes („janz modern, janz modern“ sagt da der Hausmeister Krause), wenn die Tussis auf den Altar pinkeln und sch…
    Dass die protestantischen Biedermänner auch Brandstiftungen gegen evangelische Kirchen durch Muslime, Satanisten, Rechts- und Linksextreme eher als „kulturelle“ Bereicherung verorten ist tatsächlich KEIN Witz!

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