Özlem Topçu über “deutsche” Identität

In einem aktuellen Kommentar zur Frage der doppelten Staatsbürgerschaft bei “Zeit Online” schreibt die Türkin Özlem Topçu über “deutsche” Identität. Dabei setzt sie “deutsch” bewußt in Anführungszeichen, weil sie meint, daß es so etwas wie eine deutsche Identität in Wirklichkeit gar nicht gäbe, weshalb Sorgen um den Bestand dieser Identität unangebracht seien.

Topcu bewegt sich mit dieser Position im Rahmen der Grundannahmen der Integrationsdebatte in Deutschland, die auf der Vorstellung beruht, daß alle ethnokulturellen Identitäten mit Ausnahme der deutschen grundsätzlich achtungswürdig und erhaltenswert seien. Deutsche Identität müsse jedoch aufgelöst werden, damit das Leben in Deutschland für Fremde zumutbar sei. Die an der Universität Gießen tätige Politikwissenschaftlerin Alexandra Kurth bezeichnete dementsprechend Positionen als “Rassismus pur”, denen zufolge “der deutsche Paß nicht als hinreichendes Kriterium gilt, um Deutscher zu sein.”

(Den ganzen Artikel gibt es bei „Projekt Ernstfall“)