90 „Flüchtlinge“ pro Stunde nach Europa!

flüchtlingeSeit Dienstagmorgen hat die italienische Marine mehr als 4000 Afrikaner nach Europa geholt. Und Hunderttausende warten noch darauf, ins „gelobte Land Europa“ zu kommen, um hier von der Wirtschaftsleistung der Europäer zu profitieren. Nun fordert Italiens Innenminister Angelino Alfano mehr Unterstützung von der EU.

(Von L.S.Gabriel)

Neben der „Europäischen Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union“ (Frontex), die von der EU dazu verpflichtet wurde, alle „Flüchtlinge“, aus dem Mittelmeer zu „retten“ und nach Europa zu bringen (PI berichtete), startete Rom die Aktion „Mare Nostrum“, nachdem im Herbst 2013 etwa 400 Menschen bei der Überfahrt ums Leben gekommen waren. Dabei wird mit Drohnen, Hubschraubern und Kriegsschiffen, ausgestattet mit modernster Infrarottechnik, nach Flüchtlingsbooten gesucht.

Da braucht man sich nicht wundern, wenn man des Ansturms nicht mehr Herr wird, denn diese Art der Bevölkerungsumsiedlung hat sich mittlerweile bis nach Afrika herumgesprochen und weckt noch mehr Begehrlichkeiten. Zuallererst profitieren natürlich die Schlepper von dieser Methode. Dazu kommt, dass Rom den Straftatbestand der illegalen Einwanderung, der mit Gefängnis bestraft wurde, wegen der bereits überfüllten Haftanstalten abgeschafft hat.

Nun kommt Italien aber an die Grenze seiner Belastbarkeit.

Welt online berichtet:

Die Zahl der Rettungseinsätze seit Oktober 2013 bezifferte De Giorgi auf 117. Insgesamt 18.546 Flüchtlinge seien in Sicherheit gebracht worden. Allein diesen Dienstag seien 553 Menschen an Land gezogen worden. Die Zahl der Flüchtlinge übers Meer sei enorm gestiegen. 2013 seien 42.925 Menschen über das Meer geflohen, 224 Prozent mehr als 2012, so De Giorgi.

Der italienische Staat ächzt unter der Flüchtlingswelle und stellt Forderungen an die europäischen Partner. Die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi macht sich dafür stark, dass die EU mehr für die Kontrolle der Grenzen ausgibt. Die 80 Millionen Euro für die Agentur Frontex, die für die Bewachung der EU-Außengrenzen zuständig ist, reichten nicht aus, moniert Italiens Innenminister Angelino Alfano. Italien fordert zudem eine Reform der Asylgesetzgebung. Die europäischen Regeln schreiben im Rahmen der sogenannten Dublin-II-Vereinbarung vor, dass ein Flüchtling nur in einem Land einen Asylantrag stellen darf und dort auch bleiben muss. Das bedeutet: Wer in Italien anstrandet, darf das Land nicht verlassen.

Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2014, wenn Italien die EU-Ratspräsidentschaft inne hat, werde man dieses Thema intensivieren, so Außenministerin Mogherini. Besser wäre es, die Bemühungen zu intensivieren, die Grenzen Europas und die europäische Bevölkerung vor dieser Invasion zu schützen. Australien hat es vorgemacht!