Fußballstars – nur getürkte Deutsche?

CalhanogluEine ganze Anzahl junger türkischstämmiger Fußballstars fällt für die deutsche Nationalmannschaft bei der kommenden Weltmeisterschaft in Brasilien aus. Hakan Calhanoglu (Bild) gab zu: „Ich habe auf mein Herz gehört“. Außer ihm sind es noch Nuri Sahin, Ömer Toprak und Hamit Altintop, die lieber für die Türkei, das Heimatland ihrer Eltern, spielen.

DFB-Trainer Joachim Löw bedauert diese Entscheidungen, ist aber dennoch für den Kader zuversichtlich.

t-online schreibt:

Calhanoglu wurde die Entscheidung leicht gemacht. Beim DFB kümmerte man sich schlichtweg kaum um das Ausnahmetalent: „Das Interesse vom türkischen Verband war immer größer. Nur hin und wieder gab es Anfragen vom DFB“, sagte der Ex-Karlsruher im Gespräch mit T-Online.de: „Am Anfang hatte ich mit Steffen Freund (damaliger Trainer der deutschen U17) Kontakt, doch dieser war dann auch bald abgerissen. Erst Horst Hrubesch (Trainer der deutschen U21) hat sich später wirklich um mich bemüht, da stand meine Entscheidung aber schon fest.“

Aus DFB-Sicht ein klarer Fall von „durch die Lappen gegangen“. Calhanoglus Entscheidung war dann auch schnell gefällt: „Mein Entschluss fiel, als ich das erste Mal für die türkische U17-Nationalmannschaft berufen wurde. Ich habe mich damals sehr gefreut und dann ging es sehr schnell.“ Ein weiterer Faktor war die Verbindung zum Heimatland seiner Familie: „Ich habe auf mein Herz gehört und mich für die Türkei entschieden.“

Es sind also mal wieder die Anderen schuld, diesmal der DFB, wenn die Türkei geistige Heimat eines in Deutschland Geborenen wird oder bleibt. Mit solchen Deutschland verleugnenden Fußballstars als „Vorbild“ für junge türkischstämmige Deutsche wird Integration hierzulande sicher nicht einfacher. Mit Koran im Kopf und Türkei im Herzen wachsen mitten unter uns Generationen von ideologischen Gegnern der Bundesrepublik Deutschland heran.