Karl-May-Museum entfernt Skalpe

Ein Pfeifentomahawk ist ein indianisches Allzweckgerät. Je nach dem, ob man damit schlägt oder raucht, dient es dem Krieg oder dem Frieden. Der Pfeifentomahawk eines Prärieindianers, der im Karl-May-Museum in Radebeul ausgestellt wird, trägt zum Zeichen seiner kriegerischen Verwendung einen Skalp als schmückende Trophäe, ursprünglich einen echten Europäerskalp, jetzt eine Skalpnachbildung aus Pferdehaar. Das will man in Radebeul als Friedenszeichen verstanden wissen.

Denn wegen der Skalpe, die bis vor wenigen Tagen noch in der ethnologischen Indianerausstellung der „Villa Bärenfett“, einer Blockhausnachbildung im Garten der „Villa Shatterhand“, zu besichtigen waren, gibt es beträchtlichen Ärger. Die Umstände allerdings, unter denen die Radebeuler Karl-May-Pilgerstätte in die Schlagzeilen geriet, wirken ein wenig mysteriös… (Fortsetzung in der WELT! Hat PETA schon gegen die Ausstellung von Pferdehaar protestiert?)