Oranienplatz: Negerin ist vom Baum

Die Sudanesin Napuli Langa (Foto) ist kurz vor Mitternacht von ihrer Platane am Berliner Oranienplatz gnädig heruntergestiegen (PI hat bereits berichtet). In diversen Artikeln erfährt man ein wenig Lokalkolorit: Ihre Notdurft hatte sie in einen Eimer verrichtet, neue Nahrung durfte angeblich nicht nach oben geseilt werden, der Baum als Protestort wurde gerichtlich abgelehnt, und die Berliner Polizei hat sogar ein „Höheneinsatzteam“! Ach ja, und als sie vom Baum gestiegen war, wurde sie als erstes von ihrem deutschen Verlobten geküßt. Kommen wir zu den Forderungen:

Denen, die noch hier sind, hat der Deal mit der Integrationssenatorin Dilek Kolat nicht ausgereicht. Sie empfinden das Angebot vom Dienstag, in Flüchtlingsunterkünfte umzuziehen, als „Fake“. Denn seit Oktober 2012 kämpften sie eben darum, nicht mehr in Flüchtlingslager zu geraten. Sie wollen die Abschaffung der Residenzpflicht, wollen in Wohnungen unterkommen, arbeiten gehen und am Leben teilhaben. Sie wollen einen Infopoint am Oranienplatz und die Gerhart-Hauptmann-Schule als Flüchtlingszentrum. Sie wollen Aufenthalt und juristischen Beistand.

Na, wenn es weiter nichts ist. Das kriegen wir in Berlin lässig hin. Und wenn nicht – es gibt noch viele Bäume in der Hauptstadt!