Pro Erdogan – contra Pastor Gauck!

kewil Unser Bundespräsident Gauck reiste in die Türkei, um die dortige Regierung anzugreifen. Die deutschen Medien fanden das völlig richtig. Erdogan keilte zurück und sagte, der Pastor solle seine Meinung für sich behalten. Erdogan hat völlig recht. Es ist eine westliche und speziell auch deutsche Unverschämtheit, in der ganzen Welt herumzureisen und andere Länder zu kritisieren, ihnen Belehrungen zu erteilen, ihnen in aller Öffentlichkeit mit dem dauernden Demokratie- und Menschenrechtsgeschwafel auf die Nerven zu fallen und deutsche Rezepte zu verschreiben. Höchst unhöflich ist es noch dazu! So nicht!

Gauck ist anläßlich der Olympiade auch mit Sotschi schon aufgefallen, und da war noch nichts mit der Krim, aber er ist es ja nicht allein. Kein deutscher Politiker, der in Peking und am Ende der Welt nicht öffentlich von Menschenrechten redet. „Wer Menschheit sagt, will betrügen“, schrieb Carl Schmitt völlig zurecht! Kann man diese oberlehrerhafte Litanei nicht endlich beenden. Es wird immer schlimmer damit! Was haben wir eigentlich Vorbildliches vorzuweisen? Wir sind ein untergehendes, degeneriertes System, das nicht einmal einen Flughafen in die Hauptstadt gebaut kriegt. Haltet doch endlich eure Klappe!

Das heißt nicht, daß man Erdogan oder die Türkei nicht kritisieren kann und soll. Wozu hat es Diplomaten? Und selbstverständlich haben wir Erdogan kritisiert, als er sich in Deutschland in Einwanderungsfragen einmischen wollte. Und von hier aus, kann und soll man alles (und den Islam) in der Türkei kritisieren. Die Politik hätte schon längst die türkischen Beitrittsverhandlungen zur EU stoppen müssen. Die Bundeswehr hätte nie an die syrische Grenze abgeordnet werden sollen. Und so weiter und so fort. Aber man geht nicht als Politiker oder Bundespräsident auf Staatsbesuch, nur um die Gastgeber zu brüskieren, was man dann noch vor der Abreise mit stolzgeschwelllter Brust schon im voraus ankündigt und überall laut herumtrompetet! Unmöglich! (Siehe auch Augstein hier!)