Stuttgart: Video- und Fotobericht „Demo für Alle!“

demo_für_alle_aufmacherStuttgart. 2500 Menschen bekannten am vergangenen Samstag, dem 5. April, Farbe. Symbolisch, für Mann und Frau, waren rosa und blaue Luftballons und ebensolche Schilder auf dem Stuttgarter Marktplatz zu sehen. Das Motto der nun schon dritten Kundgebung gegen den „Bildungsplan 2015“ mit anschließender Demonstration lautete: „Elternrecht wahren! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!“

(Von PI-Stuttgart)

Der geplante grün-rote „Bildungsplan 2015“ würde in besonders deutlicher und offener Weise in die Erziehung der Eltern eingreifen. Noch schlimmer, die Pläne der Landesregierung sehen vor, Kindern ideologisiert das Thema Sexualität zu vermitteln, statt in wissenschaftlich gestützter Form. An diesem Tag wurde sichtbar, wie breit aufgestellt sich die gesellschaftliche Front zu den grün-roten „Bildungsplänen“ mittlerweile präsentiert.

Dem Aktionsbündnis „Elternrecht wahren“, das zur „Demo für Alle“ aufgerufen hatte, gehören über 16 Organisationen und Initiativen an, u.a. die „Initiative Familienschutz”, die Elterninitiative „Schützt unsere Kinder“ und das Bündnis „Rettet die Familie”. Auch sprachen dieses Mal wieder Vertreter diverser Parteien auf der Kundgebung. Zahlreiche Grußworte wurden zudem verlesen.

Die von Links oft geforderte, aber selbst nicht gelebte Toleranz gegenüber Andersdenkenden, war dann auch der Grund dafür, dass auch dieses Mal massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden mussten.

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Die Polizei war mit 500 Einsatzkräften präsent, die für die notwendige Sicherheit sorgten, so dass auch Familien mit ihren Kindern ungefährdet an der Veranstaltung teilnehmen konnten.

Zeitweise musste der Veranstaltungsort sogar nahezu komplett abgeriegelt werden, weil sich sonst Linksradikale unter die Teilnehmer hätten mischen können.

Das führte im Nachhinein zu vermehrtem Unmut bei Geschäftsinhabern angrenzender Läden, die nach eigenen Angaben Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatten. Verantwortlich zeichnen hier, wie so oft, Antifa und Co., die – würde nach dem Verursacherprinzip verfahren – dann auch für die immensen Kosten der notwendigen Sicherheitsmaßnahmen aufkommen müssten.

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Daher wurden auch schon im Vorfeld über zehn Personen – die bei den vorangegangenen Demonstrationen durch Gewalt aufgefallen sind – vor Ort festgenommen. Im späteren Verlauf kam es durch Sitzblockaden noch zur Gewahrsamnahme von weiteren 55 Personen aus dem linken Spektrum.

Um 15 Uhr war es dann so weit. Livemusik läutete die Veranstaltung vor großartiger Kulisse ein.

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Eröffnet und moderiert wurde die Kundgebung vor dem Stuttgarter Rathaus auf dem Marktplatz von Hedwig Freifrau v. Beverfoerde (Sprecherin der „Initiative Familienschutz“). Sie stellte das breite Bündnis vor, das zum ersten Mal unter einem gemeinsamen Logo zusammengekommen war. Sie wies auf das Elternrecht und die Rechte der Kinder hin, die, wie sie betonte, gefährdet seien.

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Als zweites sprach die katholische Publizistin Gabriele Kuby.

Video mit der Auftaktrede von Frau Beverfoerde, im Anschluss spricht Gabriele Kuby:

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Gabriele Kuby ist Autorin zahlreicher Schriften und Bücher, die über Gender-Mainstreaming aufklären. Unter den Teilnehmern wurde auch eine von ihr verfasste kleine Broschüre zum Thema Gender verteilt.

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„Wir sind hier, weil wir die Grundlagen unserer Kultur verteidigen, die Grundlagen der Familie, das Wohl unserer Kinder, die Zukunft der ganzen Gesellschaft. […] Wir treten für die Mehrheit der Rechte der Bevölkerung ein“, so Kuby zu Beginn ihrer Rede. In einer Demokratie sollte Politik für die Mehrheit und nicht für die Minderheit gemacht werden, betonte die Publizistin. „Wir schlafen nicht mehr, wir stehen auf, dies ist der Anfang, es kann auch hier eine Massenbewegung werden, wie in Frankreich und anderen Ländern, der Widerstand in Europa wächst.“ Kuby klärte auf und motivierte die Teilnehmer, weiter aktiv zu bleiben.

In einem Grußwort, verlesen von Frau Beverfoerde, bekräftigte die Autorin Birgit Kelle (Aktuelles Buch: „Dann mach doch die Bluse zu“) die Demonstranten, weiter Widerstand zu leisten: „Es geht um unsere Kinder und deswegen ist es gut, dass Ihr heute auf der Straße seid, es ist richtig, dass Ihr energischen Widerstand gegen diesen Wahnsinn leistet… Eure Birgit Kelle“, ließ die vierfache erfolgreiche Mutter und Journalistin an die Demonstranten ausrichten.

Frau Kramer (Agens e.V.) sprach davon, dass der Bildungsplan bis in unser Privatleben reiche. Er verunsichere die Identität der Schüler. „Von Stuttgart muss eine Bewegung ausgehen… gegen den Genderunfug …eine Bewegung für unsere Kinder …für ein Leben unserer Familien in Würde.“

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Karl Simpfendörfer (Verband Familienarbeit e.V.) sprach von „einem Griff nach unseren Kindern“. Toleranz sei das „Trojanische Pferd“, in dessen Mantel der Bildungsplan daherkomme, so sinngemäß der Vorsitzende des Verbandes und Vater von vier Kindern.

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Hier die Reden von Karl Simpfendörfer und Prof. Peter Beyerhaus:

Beyerhaus (Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den Evangelischen Kirchen Deutschlands) nahm Bezug zu Aussagen der Bibel und warnte damit zugleich vor den Konsequenzen für Kinder und Verantwortliche bei einer Umsetzung des Bildungsplans. „Wir müssen die Gefahr abwehren! Sie, zusammen mit uns!“, schloss Prof. Beyerhaus seine kurze Rede.

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Christoph Scharnweber, Kreisvorsitzender Evangelischer Arbeitskreis der CDU Heilbronn:

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„Was muss in unserem Bundesland eigentlich noch passieren, damit endlich sichtbar etwas am Bildungsplan geändert wird“, eröffnete Scharnweber seine kämpferische Rede. Er sprach Stochs Positionierung um den Tag der Gespräche über den Bildungsplan an, als der Kultusminister bekräftigte: „Ich werde nicht zurück rudern!“. In seiner Rede entgegnete der CDU-Kreisvorsitzende aus Heilbronn: „Lieber Herr Stoch,… wollen Sie eine neue Online-Petition? War Ihnen die alte zu schwach, zu unkonkret? Sollen wir öfters hier in Stuttgart demonstrieren? Soll der Kulturkampf, der durch Ihre Dialogverweigerung ausgelöst wurde, sich weiter ausbreiten? Ist das Ihr Interesse?“ Stoch spiele den Hardliner und trage so zur weiteren Vergiftung bei, sagte Scharnweber. Er nannte den Bildungsplan ein Bildungschaospapier, zitierte zum Abschluss seiner Rede Auszüge aus der Landesverfassung und setzte sie in Bezug zu Eltern, Staat und Religionsgemeinschaften.

Anna Schupeck (AfD) signalisierte gleich zu Anfang ihrer Rede den Demonstranten ihre Unterstützung.

Sie sprach sich gegen Gender und den Bildungsplan aus, sprach in diesem Zusammenhang von einer Gesinnungsprüfung durch Grün-Rot. „Keine Rollenspiele mit vertauschten Geschlechterrollen“, „Familie statt Gender-Mainstreaming“.

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Ulrike Walker (Schweizer Volksinitiative zum Schutz vor Sexualisierung im Kindergarten und der Primarschule) betonte, dass Elternrechte zunehmend ausgehebelt und durch „Kinderrechte“ ersetzt würden. Die Familie bestünde aus Vater, Mutter und Kind. „Die Familie darf nicht staatlichen Experimenten geopfert werden“, „..wir stehen für Freiheit und echte Demokratie“, so Walker.

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Pierre-Louis Santos (Manif pour tous) überbrachte herzliche Grüße aus Frankreich. Er hielt seine Rede auf Deutsch. Er berichtete von Erfolgen und dem Kampf gegen die Genderideologie in Frankreich. Santos sprach von dem seit über 50 Jahre andauernden Kampf der Genderaktivisten. „Wir müssen schnell und stark arbeiten, weil wir gewinnen müssen!“ „Wir müssen unsere Stärke koordinieren…sehr schnell, sehr laut.“ „Die Auseinandersetzung ist heute, morgen ist es zu spät“. Unter lautem Jubel schloss Santos, „Es lebe Deutschland, es lebe Frankreich, aber über allem, es lebe die Familie!“

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Im folgenden Video sind die Reden von Pierre-Louis Santos und Michael Ragg zu hören:

Michael Ragg (AUF-Partei): „Der Bildungsplan lässt alle wissenschaftlichen Erkenntnisse der modernen Hormon- und Hirnforschung weg. Der Bildungsplan ist vorwissenschaftlich, er ist unwissenschaftlich.“ „Das ist eigentlich gar kein Bildungsplan, sondern ein Zeichen für den Bildungsnotstand in der Landesregierung.“

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Im Anschluss an die Kundgebung wurde die Demonstration zügig gestartet. Vorne weg gingen die Organisatoren hinter einem großen Banner mit klarer Botschaft.

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Im Zug führten die Teilnehmer die vom Demo-Bündnis zahlreich gestellten Plakate mit sich.

Aber auch viele selbst gestaltete Banner und Schilder waren wieder sichtbares Zeichen dafür, wie wichtig es den Menschen ist, dass ihre Anliegen verstanden wird.

Ein kompletter Gang mitten durch den Demonstrationszug ist im folgenden Video zu sehen:

Weitere Plakate auf unseren Berichten der beiden vorangegangenen Demos hier und hier.

Entlang der Demostrecke war auch das ein oder andere Plakat der Bildungsplanbefürworter zu sehen.

Der Zug wurde einige Male gestoppt, weil Linksradikale Sitzblockaden entlang der Strecke durchführten. Ein paar Hitzköpfe konnten nicht anders, als die friedlichen Demonstranten verbal zu beleidigen.

Immer dabei die Polizei, um ein Übergreifen von Links zu verhindern und nicht, wie die Zeitungen irrigerweise relativierend schrieben, ein Aufeinandertreffen beider Gruppen zu verhindern.

Nicht nur einmal kam der Demonstrationszug zum stehen. Die Teilnehmer riefen: „…räumen…räumen…“. Ca. 200 Meter weiter vorm Zug erledigte die Polizei saubere Arbeit, indem sie die Demo-Blockierer von der Straße räumte. Im folgenden Video ist das konsequente Durchgreifen der Polizei dokumentiert.

Vereinzeltet wurden Tomaten geworfen. Mindestens ein Plakat wurde zerstört.

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Ein randalierender Gegendemonstrant zerstörte bei einem VW-Polo einen Blinker. Eine Person, die nicht ohne Polizeibegleitung bleiben wollte und mit „Christen fisten“ provozierte, sieht man auf dem nächsten Bild „grüßen“.

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Der Demozug ging einmal um, bzw. durch die Innenstadt von Stuttgart und überquerte dabei die Haupteinkaufsmeile Königsstraße.

Ziel war, wie schon bei den vorangegangenen Demos, das Staatstheater.

Auf der Abschlusskundgebung wurden die beiden Grußworte von Peter Hauk, Fraktionsvorsitzender der CDU im baden-württembergischen Landtag und Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion, verlesen. Hauk kritisierte Kultusminister Stoch wegen seines Umgangs mit den Bildungsplangegnern. Außerdem warf er Stoch handwerkliche Fehler bei der Erarbeitung des Bildungsplanes vor. Die SPD-Generalsekretärin Katja Mast nannte Hauks Grußwort einen Tag später „unangemessen und schmuddelig“ und warf ihm vor, am „rechten Rand zu fischen“.

Rülke betonte im Besonderen den Wert der Familie: „Der Bildungsplan darf kein Gesinnungslehrplan sein“. Er bemängelte, dass der Begriff „sexuelle Vielfalt“ an keiner Stelle des Bildungsplanes klar definiert sei. Grüne Besserwisserei und grüne Bevormundung lehne er ab. In einer Erklärung musste Rülke bereits auf Druck von Grün-Rot sein Grußwort verteidigen.

Als Reaktion auf die beiden Grußworte hieß es aus den Regierungsparteien: „Der Protest driftet nach rechts-außen ab – es handelt sich längst nicht mehr um lediglich besorgte Eltern, sondern um eine gefährliche Allianz aus christlich-konservativen und rechten Gruppen“, kommentierte die Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch (Grüne und Mitglied der „Offenen Kirche“, einer linken Gruppierung innerhalb der EKD). „Hauk und Rülke machen gemeinsame Sache mit rechtsextremen Gruppierungen“, sagte der Grünen-Landesvorsitzende Oliver Hildebrand.

Wie viel Angst muss man haben, wenn man meint, so mit der Nazikeule um sich schlagen zu müssen?

In ihrer Schlussrede dankte Hedwig Freifrau v. Beverfoerde den Mitwirkenden und der Polizei für ihren Einsatz. Und auch bei der jetzt dritten Demonstration gegen den Bildungsplan skandierte die Menge am Ende: „Wir kommen wieder!“.

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Zum Abschluss ließen alle ihre Luftballons gemeinsam aufsteigen. Bis zur nächsten „Demo für Alle!

» Heute Abend folgt: „Wie Medien über die ‚Demo für Alle‘ berichten“