Die erste Parlamentswahl nach dem Abzug der amerikanischen Besatzungstruppen dürfte bestätigen, was schon die ersten beiden landesweiten Abstimmungen nach der Invasion 2003 zementierten: die Marginalisierung der Sunniten des Landes und die Festigung der Macht Nuri al Malikis. Als Diktator, Despot und Tyrann wurde der Ministerpräsident des Iraks von dessen Widersachern deshalb schon im Wahlkampf bezeichnet. Selbst der sunnitische Stellvertreter des schiitischen Regierungschefs befand, dass der vor mehr als einem Jahrzehnt gestürzte Machthaber Saddam Hussein mehr für den Aufbau des Landes getan habe als der herrschende.

Den 32 Millionen Irakern fühlt sich die in der Grünen Zone Bagdads eingebunkerte Kaste aus Ministern und Abgeordneten nicht verpflichtet. Auf der Liste schlecht regierter Staaten rangiert der Irak in allen Bereichen ganz weit oben: Weder Rechenschaftspflicht noch Rechtsstaatlichkeit noch Transparenz sind zwischen Euphrat und Tigris weit verbreitet, konstatierte jüngst die Weltbank. Und es ist eines der korruptesten Länder der Welt. Von den 150 Milliarden Dollar, die dank des hohen Ölpreises zuletzt in die Staatskassen gepumpt wurden, kommt bei der Bevölkerung nichts an.

Zehntausende konnten nicht abstimmen, weil Kämpfe in der Provinz Anbar und Anschläge im ganzen Land den Besuch von Wahllokalen verhinderten. Das ist das vielleicht schlimmste Vermächtnis der zweiten Amtszeit Malikis. Statt nach dem Ende des sunnitisch-schiitischen Bürgerkrieges auf Versöhnung zu setzten, polarisierte Maliki. Die Folge davon ist die Rückkehr von Terror und Krieg. Seit Jahresbeginn hat es fast 4000 Tote im Irak gegeben, 2013 waren es 9000 Tote. Mehr Opfer waren zuletzt 2007 zu beklagen, als 18.000 Menschen bei Angriffen von Todesschwadronen und bei Kämpfen zwischen sunnitischen und schiitischen Milizen ums Leben kamen.

Weil es in den Jahren der amerikanischen Okkupation nicht gelungen ist, tragfähige zivile Institutionen aufzubauen, stehen der Regierung außer ihrem Repressionsapparat keine Mittel zur Verfügung, den islamistischen Terroristen und ihren gemäßigten Verbündeten zu begegnen.

Anderthalb Jahre nach dem amerikanischen Abzug bleibt der Irak ein scheiternder Staat am Rande des Bürgerkriegs. Der kurdische Norden hat wiederholt mit Abspaltung gedroht, die schiitischen Gebiete rund um Basra im Süden des Landes agieren weitgehend autonom von der Zentralregierung. Von Falludscha westlich der Hauptstadt bis weit nach Syrien hinein haben die Isis-Terroristen die Staatsmacht als Kontrollinstanz längst ausgebootet.

Kommentar: Das sind Auszüge aus diesem FAZ-Artikel. Wieviele Tote hat der Zweite Irak-Krieg bis auf den heutigen Tag gekostet? Saddam hat 8000 Kurden vergiftet – auch ein angeblicher Invasionsgrund. Und jetzt? Haben wir insgesamt seither schon die Zahl von 800.000 Toten erreicht oder nicht? Falls nicht, werden wir sie sicher in wenigen Jahren erreicht haben! Das ist die Politik des Westens. Auch in Afghanistan nur ein einziges Scheitern. Die Arabellion ein Fiasko! Der syrische Bürgerkrieg? Vom Westen inszeniert, angestachelt und finanziert! Eine Katastrophe. Aber wir müssen auch noch viele tote Ukrainer haben. Und Moldawier und und und! Und wir brauchen natürlich Flüchtlinge von überall her als Einwanderer! Man kann auf die Politik des freien Westens nur noch k…!

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83 KOMMENTARE

  1. Aber wir müssen auch noch viele tote Ukrainer haben. Und Moldawier und und und!

    Beschrei es besser nicht – noch gibt es keine toten Moldawier. Selbst in den Neunzigern gab es kaum Tote – dank Alexander Lebed, der die heute gültige Lösung mit der weitgehenden Autonomie Transnistriens aushandelte. Lebed gilt aufgrund dieser Leistung in Moldawien als Volksheld – bei beiden Seiten!

    Heute hat der „russische“ Teil Moldawiens – Transnistrien – mit dem FC Sheriff eine Champions-League-taugliche Mannschaft und das dazugehörige Stadion. Anders als der nicht-russische Teil.

    Russophobia hat eben ihren Preis.

  2. Was das „pro-amerikanisch betrifft: Ich betrachte mich immer noch als pro-amerikanisch. Bezogen auf das amerikanische Volk, welches nach meiner Meinung durch gelenkte Medien ebenso hinters Licht geführt wird wie wir. Diese Kriege und inszenierten „Revolutionen“, die nutzen dem amerikanischen Volk nichts – es muss teuer dafür bezahlen. Auch für die „befreiten“ Völker wird nichts besser. Freiheit und Demokratie im Irak, Afghanistan, Libyen, Tunesien usw.?? Darum ist es nie gegangen.

  3. Wenn Mailiki sogar schlechter sein soll als Saddam Hussein, warum verurteilt das irakische Volk ihn nicht zum Tod?

    Die Amis haben Saddam Hussein nicht umgebracht, als sie ihn aufgespürt haben. Der Prozess gegen ihn war auch ein Schauprozess, aber fairer als der gegen Ceausescu.

  4. Nun Kewil, Hussein war schon ein hochkrimminelles Arschloch. Wir auf PI waren seinerzeit dafür dass der und seine abartigen Söhne zur Hölle geschickt werden.

    Das es so raus kommt hat seinerzeit keiner geahnt aber wir sind ja lernfähig. Damit spiele ich auf Syrien an, Hussein war natürlich weit schlimmer wie Assad.

  5. Ach, und ich dachte, Irak sei inzwischen ein Leuchtturm der Demokratie, wie es George W. Bush versprach! 😉
    Wer von einem Scheitern spricht, hat das Prinzip nicht verstanden: Teile und Herrsche!
    (Über die Kriege der CIA gibt es etliche Videos bei Youtube.)

  6. Wo die amerikanische Administration rumwurschtelt wächst kein Gras mehr. Richtig verrückt ist es allerdings unter der Führung des muslemischen Negers geworden. Hauptsache Friedensnobelpreis.

  7. Scheibchen für Scheibchen wird seit dem Sommer 2013 das Thema Kita-Pflicht warm gehalten. Die Herren und Damen Sozialklempner köcheln dabei mal auf höherer, mal auf niedrigerer Flamme. Hauptsache, die „Problematik“ bleibt in aller Munde. „Gewöhnung“ heißt diesmal das Zauberwort. Peu à peu wird das Wahlvolk auf diesem Wege mit bis noch vor einigen Monaten Undenkbarem vertraut gemacht:

    http://www.ef-magazin.de/2014/05/10/5315-kita-pflicht-uebergeordnete-interessen

  8. #3 raymond a

    dass Pi.news einmal Saddam nachflennen würde, hätte ich mir nie träumen lassen.

    Ich befürchte Kewil rennt sich da gefühlsmäßig so nach und nach in was rein.
    Wenn er so weitermacht wird er hier Kommunist oder Rechtsextremer enden.
    Sollte das so weitergehen kann PI das Pro Amerikanisch wirklich bald streichen, zumindest was die Politik betrifft.


  9. 1. Süddeutsche Zeitung online vom 16.10.2013
    „Einer US-Studie zufolge starben während des Irak-Krieges und der anschließenden Besatzung eine halbe Million Iraker. Und das ist eine >niedrige Schätzung<“ – http://www.sueddeutsche.de/politik/us-studie-iraker-starben-im-irak-krieg-1.1795930

    2. ZEIT Nr. 31/2012 vom 26.7.2012
    Aus einem Bericht von Jörg Lau über die mindestens ein halbes Jahr andauernde geheime Schulung in Berlin von Aktivisten nicht zuletzt „aus dem islamistischen Spektrum“:
    „Die Bundesregierung zieht mit der Förderung der syrischen Opposition Konsequenzen aus der Fehlentscheidung im Libyenkonflikt mit Russland und China gegen eine Intervention gestimmt zu haben“ –
    http://www.zeit.de/2012/31/Syrien-Bundesregierung

  10. pi.news war früher eine der wenigen Stimmen, gegen diesen billigen, uniformierten Antiamerikanismus
    #6 raymond a (10. Mai 2014 09:40)

    Im Kommentarbereich ist aber auch immer wieder ein billiger, uninformierter Pro-Amerikanismus zu finden.

  11. Kewils Kommentare könnten direkt vom russischen Geheimdienst geschrieben sein.
    Bitte proamerikanisch durch prorussich ersetzen.

  12. Die USA zerstören systematisch ausgewählte Länder, um im entstandenen Chaos ihre eigenen Interessen durch eingesetzte Marionettenregierungen durchzusetzen. Sehr anschaulich aktuell in der Ukraine zu sehen.

    Auch und gerade weil ich PI seit den Anfängen mit Stefan sehr schätze bin ich dafür, aus der Titelzeile „proamerikanisch“ zu entfernen. Wenn damit ursprünglich die USA als Ursprungsland der Freiheit und Demokratie gemeint waren, kann ich heute unmöglich für dieses Amerika von Kriegstreiber und Lügner Hussein Obama sein.
    Bitte erkläre mir jemand, warum PI immer noch „proamerikanisch“ sein soll!

  13. … im aktuellen Syrienkrieg, bei dem das Assad-Regime von Putin am Leben gehalten wird
    #4 raymond a (10. Mai 2014 09:33)

    Sie unterschlagen dabei, daß es diesen Krieg gar nicht gäbe, wäre er nicht vom „Westen“ massiv gepuscht worden. Sehen Sie mal (Stand Sommer 2012):

    Und nun sehen wir, wie im Nahen Osten – speziell im Schlüsselland Ägypten – als Ergebnis des so genannten “Arabischen Frühlings” gerade die Islamisten an die Macht kommen. Besser gesagt sind sie es, denen man den Weg frei macht. Allerdings haben die Angelsachsen auf diesem Weg zwei Länder als Stolpersteine angetroffen, zwei Länder, in denen die Islamisten entweder nicht stark oder nicht aktiv waren. Das sind Libyen und Syrien. Libyen ist bereits durch die barbarische NATO-Aggression vernichtet worden, Syrien wird heute belagert.

    http://apxwn.blogspot.co.at/2012/08/schlag-gegen-syrien-ziel-russland.html

  14. Das ist ein bisschen so, als wenn man sagt: „guck mal, nach der Befreihung aus dem KZ ist er Mann in Tel Aviv von einem Auto getötet worden. Na, danke, Amerika … Wenigstens war er im Lager davor sicher.“

    Wie viele Patriot Raketen sind vom Irak nach Israel geflogen unter Maliki?

    Die Zustände jetzt kommen natürlich auch dadurch, dass Sadam mit Gewalt jede Art von Konflikt unter dem Deckel gehalten hat – sie sind in die Zukunft verschoben worden.
    Sie müssen durch Blut waten, bis sie kapieren, dass in einer Gesellschaft nun mal Kompromisse her müssen. DAs sind sie nicht gewohnt (und der Islam tut sein übriges). Freiheit hat einen Preis – und wenn man nicht sein Leben von Diktatoren bestimmen lassen will, muss man Verantwortung lernen. Anstrengend und gefährlich … Aber für die meisten Menschen, die sich entscheiden dürfen, meist die erste Wahl.

    Ein Imam wird uns auch erzählen, dass es doch toll ist, wenn man Menschen Alkohol und Sex verbietet – denn im Westen gibt es Teenager-Schwangerschaften und Alkohlismus …

  15. Wenn man in einem islamischen Land irgendetwas in den nächsten 100 Jahren positives bewirken will, dann darf man nur nicht-muslimische Organisationen/ Vereine/ Gruppen/ Parteien/ Menschen dort unterstützen!

    Dieses als Grundhaltung, reicht vollkommen aus um zu erkennen, wer von den politischen Akteuren wirklich auf Dauer etwas positives für die Menschheit verändern will.

  16. Kewils Kommentare könnten direkt vom russischen Geheimdienst geschrieben sein.
    #13 Emille (10. Mai 2014 10:24)

    Herrjeh, jetzt geht das schon wieder los. Die üblichen Verdächtigen müllen hier wieder den Thread voll. Na, dann will ich mal, ausnahmsweise und spaßeshalber, auch auf dieses Niveau begeben:

    „Emilles Kommentare könnten direkt vom amerikanischen Geheimdienst geschrieben sein.“

  17. Ich denke nicht, daß eine Kritik an den derzeitigen Zuständen in solcherart „befriedeten“ Ländern etwas damit zu tun hätten, daß man früheren Despoten nachlaufe; sie ist lediglich ein Zeichen dafür, daß die hehren Ziele, die man „erreichen zu wollen“ vorgab, nicht nur nicht erreicht, sondern weit unterboten hat. Hinsichtlich des Irak ist es Fakt, daß die „Büchse der Pandorra“ geöffnet worden ist, was u. a. die hohe Zahl der v. a. durch sunnitische Marodeure verfolgten und ermordeten Christen zeigt, derjenigen also, die unter Saddam noch „unter der Knute“ gehalten worden sind. Nein, hier ist eben nichts besser geworden, sondern vieles schlechter – ein „failed state“, dem andere folgen.

    In Syrien bahnen sich sehr ähnliche Entwicklungen an, vor allem, da die so genannten „Rebellen“ sich eifriger Unterstützung seitens der „üblichen Verdächtigen“ erfreuen dürfen. Hier nur auf die „pöhsen Russen“ abzustellen, die aus relativ durchsichtigen Gründen Assad unterstützt haben – die wollen halt Ruhe auf ihren Hinterhöfen – zeigt, daß man einer etwas differenzierteren Sichtweise jenseits eines billigen „Pro-US-Amerikanismus“ eher abhold sein dürfte.

  18. dass Pi.news einmal Saddam nachflennen würde, hätte ich mir nie träumen lassen.
    #4 raymond a (10. Mai 2014 09:33)

    Das ist billigste, dümmste Polemik. Das ist genau so bescheuert, als würde ich sagen: „raymond a bejubelt Maliki“. Hier flennt niemand dem Verbrecher Assad nach. Aber wollen Sie ernsthaft bestreiten, daß die Lage im Irak unter Maliki schlechter ist als unter Saddam?

  19. OT
    Sachsens Regierungschef hetzt gegen die AfD: http://www.welt.de/politik/deutschland/article127833483/AfD-Rhetorik-unterscheidet-sich-kaum-von-der-NPD.html

    Aber AfD, Pro-NRW und PI-News wirken: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-05/bundesregierung-missbrauch-sozialleistungen WEITER SO! Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein! Wir brauchen einen niedrigeren ALG2-Satz für Leute die nicht eine bestimmte Summe in die Sozialsysteme eingezahlt haben, und auch keine Eltern haben die das getan haben. Außerdem sollte Deutschland keine Flüchtlinge mehr im Land verteilen, die aus sicheren Drittstaaten eingereist sind, die gehören abgeschoben. Flüchtlinge gehören generell in sichere Drittstaaten in Afrika oder Asien abgeschoben. Man muss außerdem was gegen die Islamisierung tun. …

  20. #15 Biloxi (10. Mai 2014 10:27)

    Interessanter Link, der Einsicht in die russische Sicht und Denkweise gibt. Denn es ist ja aus einem übersetzten Interview von KP.ru (also der Komsomolskaja Prawda) mit Andrej Fursow, Leiter des Zentrums für Russland-Forschung an der Moskauer Universität.

    Der Betreiber des Blogs ist übrigens Roman Bannack, Absolvent des Moskauer Geistlichen Seminars, Lektor an der russisch-orthodoxen Gemeinde des Hl. Simeon vom Wunderbaren Berge in Dresden, dazu Dolmetscher & Übersetzer für Russisch. Hier gibt es ein schönes Portät von ihm:

    http://www.orthodox-dresden.de/stsimeon/index.php/de/gemeinde/aktuelles/14-der-geist-der-russischen-weihnacht

    Die russisch-orthodoxe Kirche mit dem wunderbaren Namen (Hl. Simeon vom Wunderbaren Berge) in DD ist sehenswert. Das können die Dresdner hier im Blog sicher bestätigen:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c6/Russisch_Orthodoxe_Kirche_Dresden.JPG

  21. #25 Babieca (10. Mai 2014 10:53)

    Ja, dieser Artikel ist ein Hammer. Ein echter Augenöffner, ein Aha-Erlebnis erster Güte.
    http://apxwn.blogspot.co.at/2012/08/schlag-gegen-syrien-ziel-russland.html

    Einer dieser Artikel, nach dessen Lektüre man die Welt bedeutend besser versteht. Sehr lang, aber die Investition lohnt sich. Mit vielen, viel interessanten Aspekten und Details. Putin und die aktuelle russische Führung kriegen gegen Schluß übrigens auch ihr Fett weg. Und die Zukunftsaussichten Israels werden sehr düster dargestellt. Ein toller Artikel!

  22. #20 Biloxi

    😉

    Es ist für US-Freunde natürlich keim Manko mit dem US-Geheimdiensten übereinzustimmen. Denn u.a. diee haben uns die freiheit bracht und bisher durch weltweiten Einsatz bewahrt.

    Mit dem russischen Geheimdienst in eine Schublade gesteckt zu werden ist demgegenüber natürlich für Freiheitsliebende nur peinlich, lieber Biloxi.

    Aber Euch geht es ja auch garnicht um Freiheit. Im Gegenteil. Ihr neidet dem gegenwärtigen Mainstream nur seine Macht und wollt diese selber für Euch haben.
    Demokraten dagegen wollen den freien Diskurs! Und der geht mehr oder weniger weltweit nur mit den USA. Bei allen Fehlern, die diesxe natürlich auch machen.
    Putins Russland allerding wird zunehmend zu einem Fehler.

  23. Bis zum 11. September war ich gegenüber der US Kriegspolitik extrem misstrauisch gewesen. Gegen den Jugoslawien Krieg bin ich seinerzeit auf die Strasse gegangen.

    Dann kam der Schock – der 11. September – und danach, möchte ich mal sagen, war das Denken bei mir ausgeschaltet. Es waren die Bilder.Das Entsetzen. Alles was gegen die Verbrecherbande unternommen würde, war gut, richtig und notwendig,

    Die Idee, dass Demokratisierung Frieden bringt leuchtete mir ein.

    Was ich heute mit Schrecken feststelle, weil es bei uns angekommen ist, in Form von Krieg (Ukraine) oder Repression (Vielfalt) ist was sich hinter dem Begriff der „Demokratisierung“ verbirgt.

    Man muss zudem jetzt sehen, dass die US Linke (die eine Ansammlung ekelhafter Gestalten ist) ihre Antikriegshaltung in dem Moment aufgab, in dem Obama Präsident wurde. Wie mir heute klar geworden ist, ist es völlig egal was und wen die Amerikaner wählen, denn die wirklichen Entscheidungen werden, wie bei uns von Wahlen nicht beeinträchtigt.

    An der Kriegspolitik (nach Außen)und „Einwanderungpolitik“ (die ein Krieg gegen die weißen Völker ist)können die Wähler nichts ändern. Alles „alternativlos“.

    Heute, am Beispiel der Ukraine, sehen wir die Akteure in aller Offenheit agieren. Die Zirkel, die Finanziers, die Nützlichen Idioten.

    Wenn ich mich frage, weshalb ich das nicht eher bemerkt habe, dann ist der Schock des 11. September und das was er auslöste, der entscheidende Grund dafür.

    Man schreit nicht für eine falsche Sache hurra, weil man für eine falsche Sache hurra schreien will, sondern weil man denkt, es sei die gute Sache.

    Den Irrtum zu begreifen ist um so schmerzhafter, je emotionaler man das Falsche unterstützt hat, je mehr Argumente man für das Falsche geschluckt und wiedergekäut hat. Je mehr man das (nicht unberechtigte) Gefühl hat, einem enormen Schwindel aufgesessen und ein Idiot gewesen zu sein.

    Aber da muss man durch.

  24. Wer die Zahl der Kriegsopfer im Irak als Hauptargument gegen die Intervention anführt, der verschweigt, daß Saddam Hussein selbst Menschenleben mindestens in sechsstelliger Zahl auf dem Gewissen hatte. Die kamen nur in unseren Medien nie vor, von krassen Ausnahmen wie dem Kurdenmassaker mit Chemiewaffen mal abgesehen. Bei allen rechtlichen Fehlern der Begründung für die Intervention, Saddams Beseitigung ist wenigstens ein moralischer Grund, den man dafür anführen kann. Und es waren die Vereinten Nationen, die den Amerikanern im ersten Irak-Krieg in den Arm gefallen sind und verhinderten, daß der Job damals gleich beendet wurde. Das Chaos jetzt ist natürlich keinen Deut besser, im Gegenteil, und alle Beteiligten müssen sich die Frage gefallen lassen wofür dann die ganzen Opfer auf allen Seiten überhaupt gebracht wurden. Wenn man ein solches Unterfangen beginnt, muß man es auch zu Ende führen, und bei allem was man gegen die Amerikaner in dieser Sache sagen kann, daran daß das nicht klappt sind sie nicht ganz alleine schuld. Das unsinnige Festhalten an der Integrität von Grenzen, die aus der Kolonialzeit übergeblieben sind und ethnisch-kulturellen gewachsenen Strukturen meist keinerlei Rechnung tragen ist dabei sicher nur ein Aspekt, aber eine strikte Trennung der Konfliktparteien gleich zu Beginn hätte sicher einiges verhindert. Ob man das wenigstens jetzt noch halbwegs reparieren kann indem man die Kurden in die Selbständigkeit entläßt und sich etwas ausdenkt, den unmöglich zu befriedenden Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten zu beenden, keine Ahnung. Aber weitermachen wie bisher und hoffen, daß mit einer aufgepfropften, diesen Menschen völlig wesensfremden Demokratie plötzlich Friede, Freude, Eierkuchen einkehrt ist so ziemlich das Dümmste von allem.

  25. Wenn man sich umschaut und sieht, wie auf der ganzen Welt Spannungen zwischen den Religionen, Ethnien und Stämmen mit ein bisschen Hilfe von Außen zu Kriegen führen, und gleichzeitig bedenkt, dass unter dem großen Thema „Nie wieder“, Europa und der gesamte Westen mit fremden Völkern und einer der boshaftesten Religionen und den inkompatibelsten Völkerschaften vollgestopft wird,dann bleibt nur der Schluss zu denken, dass der 2.Weltkrieg uns alle, den gesamten Westen, zu Tode befreit hat.

    Das wird um so deutlicher wenn man die ewig und immer angeführten Lehren aus der Geschichte, die im Westen für alles herhalten müssen das uns schadet, mal auf ihren Inhalt hin anschaut.

    Verständlich, dass Putin dieses Mittel heute einsetzt. Ein Erkenntnisgewinn ist es nicht. Oder doch erst wenn man die einzelnen Schichten der Erzählung abpellt.

  26. #8 Drehrumbum

    Wo die amerikanische Administration rumwurschtelt wächst kein Gras mehr.
    ……………………………..
    #14 sunsamu

    Die USA zerstören systematisch ausgewählte Länder, um im entstandenen Chaos ihre eigenen Interessen durch eingesetzte Marionettenregierungen durchzusetzen.
    ================================

    Wie wahr!
    Die grauenvollsten Beispiele:

    – Afghanistan
    – Irak
    – Lybien

    Nie zuvor haben diese Völker unter solchen entsetzlichen Verhältnissen leben müssen – Dank der Amis, die sie von ihrem ureigenen normalen Leben befreiten.

    Kein Tag, an dem nicht über Massenmorde durch die losgelassenen Moslembanden berichtet wird.

    Nur Libyen wird noch beschwiegen, obwohl es doch so grauenhaft unter Ghadaffi war.

    Interessant ist auch, dass von allen Hetzkampagnen über die angeblichen SCHLÄCHTER nichts übriggeblieben ist. Keine Bilder, keine echten Zeugen, keine Beweise.

    Jetzt ist eben Assad der SCHLÄCHTER….
    ================================

    #4 raymond a

    dass Pi.news einmal Saddam nachflennen würde, hätte ich mir nie träumen lassen.
    ………………………………..
    Dann flenne doch du wenigstens über die grauenvollen Opfer der US-Freunde unterm Halbmond!
    =====================================
    Ja, es geht der herrschenden Clique in USA NIEMALS um die Menschen, sondern immer um die Plünderung der „befreiten“ Völker, das hat sie über Jahrzehnte stark gemacht.

    Nun neigen sich endlich die Sterne und versinken.

    Der Grössenwahn ist noch da. Aber nicht mehr lange.

  27. Noch mal ein Link zum aufgeräumt erzählenden Wesley Clak, 5 Jahre 7 Kriege.

    https://www.youtube.com/watch?v=9RC1Mepk_Sw

    Ich denke aber, dass das Öl, dass Clark als Kriegsgrund nennt, nur ein Teil der Wahrheit ist.Die „Demokratisierung“ zerstört ja viel mehr als nur die Ölländer.

    Der Unterschied der „amerikanischen“ zur russischen Politik besteht darin, dass der „Westen“ „Demokratiebewegungen“ (wir sehen mit Grauen was geschieht)finanziert,aufbaut und ausrichtet, während Putin auf Autonomiebewegungen setzt.(was dabei herauskommt ist erst mal weniger deutlich)

    Putin als Retter zu sehen ist, auch wenn es gerade so nahe liegt, sicherlich ein Fehler. Im Windschatten der Eurasia Politik öffnen sich allerdings möglicherweise kleine Fenster zum Denken.

    Dass man nach den ’sieben Kriegen’auch Europa nicht in Frieden leben lassen will, die Katze ist nun, mit der Ukraine, aus dem Sack.Dass man sich aller Mittel (Sektor) bedient auch.

  28. Ich denke, wir können nun langsam aber wirklich PI-News abschalten oder sonst soll man endlich den Mut haben kewil von diesem Blog zu verbannen.

    Nicht nur wird immer gegen das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine geschrieben oder Geschichtsrevisionismus betrieben, nein jetzt wird schon gegen die ursprüngliche Intension von PI geschrieben.

    Niemand sagt, der Irak sei perfekt, aber mittlerweile schreibt man schon wie die Linken und trauert dem Sozialisten und Mörder Saddam Hussein nach. Der Irakkrieg hat Gleichberechtigung zwischen den Bevölkerungsgruppen gebracht und ihn von der sunnitischen Terrorherrschaft befreit. Es sind übrigens immer die Sunniten, die den Westen außerhalb ihres Landes angreifen. Die ebenfalls sunnitischen Kurden haben uns genauso in Ruhe gelassen wie die Schiiten.

    Der Irak hat ein starkes Wirtschaftswachstum. Natürlich ist die Sicherheitslage nicht mehr ganz so gut wie unter der Besatzung der Amerikaner. Richtig Bilanz ziehen lässt sich erst in 30-50 Jahren. Uns wenn sich der Irak spalten sollte, so wäre das auch nicht weiter schlimm.

  29. #33 RDX

    Uns wenn sich der Irak spalten sollte, so wäre das auch nicht weiter schlimm.
    ——————————
    Nein, gar nicht….

    War es nicht für Deutschland und ist es auch nicht für Korea….!

    Teile und herrsche!
    Dumm sind nur die Beherrschten, aber nicht die Herrscher!

  30. 1) es war richtig „in den Irak rein zu gehen“ und Hussein (nein, nicht Obama… Saddam) unschaedlich zu machen. Bitte nicht vergessen: genau genommen waren der Ungefaerbte und sein Taxifahrer schuld an den Krieg! Haetten die sich im Wahlkampf (als sie ihre Felle davon schwimmen sahen) nicht aus der Mauer gegen Hussein verabschiedet, sie somit zum Einsturz gebracht und damit Hussein, der schon am „kapitulieren“ war wieder aufgebaut, haette es keinen Krieg gegeben. Nachdem aber die Option auf dem Tisch war und Hussein nicht eingeknickt ist, musste man den Worten Taten folgen lassen und angreifen. Ansonsten haette man sich in Muselmanien unglaubwuerdig gemacht.

    2) der Fehler war, dort eine Demokratie aufbauen zu wollen. Wir wissen, dass Islam und Demokratie nicht zusammen passen, sondern dass Mohammedaner eine starke Hand brauchen. Man haette Hussein von vornherein mit einem einigermassen pro-westlichen Diktator ersetzen muessen. Das war Bush’s Fehler.

    Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und es ist schwer, das wieder in Ordnung zu bringen. Dass Hussein (der andere… Obama) die Truppen abgezogen hat, war ein grosser Fehler. Die Iraker braeuchten noch mindestens 10 Jahre „betreutes Wohnen“.

  31. @33 RDX ,

    das Problem mit diesen in die Zukunft verlegten guten Ausgängen ist, dass unterwegs reale Menschen leiden und ermordet werden.

    Wenn also 20, 30, 40 Jahre lang Iraker zu sterben haben, bis dann der friedliche, demokratische Irak der Toleranz und Vielfalt sich aus den Leichenbergen erhebt, scheint das für die Iraker die heute leben und in den kommenden Jahrzehnten geboren werden, kein gute Geschäft zu sein.

    Das Gleiche gilt doch wenn wir an die Massenzuwanderung nach Europa denken. Vorbürgerkrieg, Bürgerkrieg, Massenmord , Leichenberge für Toleranz, Vielfalt und Versöhnung.Die Hölle den Lebenden, das Paradies denen, die gar nicht mehr geboren werden können, weil ihre Eltern bereits für die kommende Versöhnung zerstückelt wurden. Oder wie????

  32. Was kann der Westen dafür, dass Putin in der Ukraine Krieg führt? Verletzte Eitelkeit, Großmachtstreben und teilweise unglückliches Handeln der EU reichen dafür wohl kaum aus?

  33. Die Ukraine den Ukrainern und Russland den Russen. Grenzen schützen Menschenleben und die Grenzen verlaufen zwischen den Völkern.Die Welt ohne Grenzen schafft die ewige Grenze zwischen Oben und Unten.

  34. #33 RDX

    Volle Zustimmung.

    Die Beiträge von Kewil haben eine untererdische Qualität und schaden PI News und der ganzen deutschen anti-islamischen Bewegung.

    Die ständige Wiederholung des Wortes „Kriegstreiber“ in seinen Beiträgen ist besonders nervend.

  35. @38 Fritz ,

    5 Milliarden Dollar und Ausbildungscamps für NWO Söldner. Das kann „der Westen“ dafür.

    Falls Sie der Klasse der Milliardäre angehören, in einem der „westlichen“ Think Tanks tätig sind, von den billigen Arbeitskräften profitieren, die freigesetzt werden, Flächen für ihren großen Nahrungsmittelkonzern suchen und Steuergelder nach Ihrem Willen für die ewige Bankenrettung einsetzen, dann müssen Sie in Putin den Kriegstreiber sehen.

    Ansonsten sollten Sie sich ihre Meinung nach Ihrer eigenen Interessenlage machen.

  36. #35 martin67

    In Deutschland und Korea wurde ein Volk gespalten aufgrund der Interessen von fremden Mächten. Im übrigen sind die meisten Südkoreaner froh, dass sie ein eigenes Land haben und nicht zum kommunistischen Norden gehören müssen.

  37. #37 JeanJean

    1. Sind vorher schon Hunderttausende gestorben unter der Herrschaft von Saddam Hussein.

    2. Natürlich gibt es Unruhen, wenn sich die Machtverhältnisse sich ändern. Die irakischen Völker haben es selber in der Hand. Dafür darf man nicht die USA verantwortlich machen. Aber ich bin kein Freund von verbrecherischen Führern, die sich damit rechtfertigen, dass es dadurch „friedlicher“ sein soll, da irgendwann das Fass doch in die Luft fliegt.

    3. Die Zuwanderung von Problem-Migranten ist eine Einwanderung. Im Irak sind diese Völker heimisch. Bei uns erzeugen unsere Politiker künstlich Probleme, die wir ohne sie nicht hätten. Wir haben hier Vorrechte in unserem Land. Die Sunniten haben aber keine Vorrechte gegenüber den anderen indigenen Völker im Irak.

  38. JeanJean (13:26):

    5 Milliarden Dollar und Ausbildungscamps für NWO Söldner.

    Das Gute an diesen Schmutz-Kommentaren, die hier im Zuge von kewils Linie, Alles brav nach zu palavern, was aus Moskau kommt, und sich durch eine Handvoll Protagonisten breit machen, ist, dass ihre Urheber hier genauso schnell wieder verschwinden werden, wie sie gekommen sind.

    Es grenzt ja auch an Hirnrissigkeit und kann nicht von Dauer sein, dass Andere und ich hier uns als Amerika-Freund von diesen Spinnern beschimpfen lassen müssen – und das auf einem Blog, das definitiv pro-amerikanisch ist.

    Was kewil anbelangt, sollte vor Allem mal er selbst sich die Frage stellen, ob er nicht sein eigenes Blog (etwa als Putin Info oder Liebesgrüße aus Moskau) gestalten wollte. Seine komplette Umschaltung zur Sprach- und Propagandapuppe des Autokraten eines zentralistischen Vielvölker- und Superstaates ist nunmal mit PI einfach nicht zu vereinbaren.

    Auch solche Kommentatoren wie JeanJean sollten hier schlicht in der Luft zerrissen werden. Das Problem ist nur, dass ein erheblicher Teil der PI-Kommentatoren mittlerweile einen großen Bogen um die Beiträge von kewwil machen und das Kommentarfeld dann eben diesen 8 bis 10 Dauerspinnern überlassen. Selbst 9/11-Verschwörungstheorien sind dann inzwischen normal!

  39. Barack Hussein Obama habe ich noch auf keinem anderen Foto so überglücklich lächeln gesehen!

  40. #36 bright knight (10. Mai 2014 12:44)

    Haetten die [Schröder, Fischer gemeint] sich im Wahlkampf … nicht aus der Mauer gegen Hussein verabschiedet, … und damit Hussein, der schon am “kapitulieren” war wieder aufgebaut, haette es keinen Krieg gegeben.

    Interessant, was Egon Bahr in der letzten Maischberger-Sendung sagte: Man habe ihm bereits Monate vor dem Irakkrieg von USA-Seite informell in klarer Eindeutigkeit erklärt, dass die Vorbereitungen für den Krieg liefen und dieser in jedem Falle stattfinden würde. Das zu einem Zeitpunkt, in dem offiziell diplomatische Bemühungen auch Deutschlands, zur Abwendung des Krieges liefen. Erst nach diesem Vertrauensbruch habe Schröder von seiner Zusage an Bush Abstand genommen, den Irakkrieg aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

  41. @#46 Fritz (10. Mai 2014 13:59)

    #36 bright knight (10. Mai 2014 12:44)

    Haetten die [Schröder, Fischer gemeint] sich im Wahlkampf … nicht aus der Mauer gegen Hussein verabschiedet, … und damit Hussein, der schon am “kapitulieren” war wieder aufgebaut, haette es keinen Krieg gegeben.

    Interessant, was Egon Bahr in der letzten Maischberger-Sendung sagte: Man habe ihm bereits Monate vor dem Irakkrieg von USA-Seite informell in klarer Eindeutigkeit erklärt, dass die Vorbereitungen für den Krieg liefen und dieser in jedem Falle stattfinden würde. Das zu einem Zeitpunkt, in dem offiziell diplomatische Bemühungen auch Deutschlands, zur Abwendung des Krieges liefen. Erst nach diesem Vertrauensbruch habe Schröder von seiner Zusage an Bush Abstand genommen, den Irakkrieg aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

    Glauben Sie tatsaechlich, dass Bahr seinem ungefaerbten Freund in den Ruecken fallen wuerde? Alles nur dummes Geschwafel von dem alten Sack. Die einzige wahre Aussage duerfte gewesen sein, dass natuerlich fuer den Fall der Faelle Vorbereitungen liefen – man waere bloed gewesen, wenn man das nicht getan haette. Die Option war auf dem Tisch also musste sie auch vorbereitet werden.

  42. #46 Fritz

    Irak-Krieg

    Die Amis wären nicht einmarschiert, wenn Saddam die UN Reolution erfüllt hätte.
    Selbst Waffeninspekteur Blix erklärte – allerdings nur schriftlich – eine Woche vor Beginn, dass es nach wie vor unmöglich sei mit irakischen Wissenschaftlern und ihren Angehörigen im Ausland zu sprechen.
    Bei seiner letzten Rede vor dem Sicherheitsrat am Sonntag vor dem Einmarsch war davon bei Blix keine Rede mehr. Dort vormulierte er es „optimistisch“, dass es jetzt erstmalig gelunben sei diesebezüglich weiter zu kommen, o.ä.!!!!
    Ich hatte damals alles genau verfolgt und gespeichert.

    Die Auflage an Saddam des Sprechens mit den Wissenschaftlern und ihren Angehörigen im Ausland war eine Grundbedingung der UN-Resolution. Bei Verstoß wurden gravierende Konsequenzen angedroht.
    Saddam hatte mehr als ein halbes Jahr Zeit diese und andere Bedingungen zu erfüllen, was er versäumte.
    U.a. Schröder hatte ihm Mut gemacht.

  43. Fitz (13:59):

    Interessant, was Egon Bahr in der letzten Maischberger-Sendung sagte …

    Auch Zwerg Nase versprüht mal wider die üblichen Propaganda-Lüge. Das tut er schon allein dadurch, dass er Iraqui Freedom als einen neuen Krieg bezeichnet und damit schlicht unterschlägt, dass Saddam Hussein ALLE Waffenstillstandsvereinbarungen nach Desert Storm gebrochen hatte. Wenn aber eine Partei dieses tut, ist es normal, dass die Kampfhandlungen wieder aufgenommen werden.

    Iraqui Freedom war also kein neuer oder gar völkerrechtswidriger Krieg; sondern lediglich eine Fortsetzung bzw. Zuendeführung dessen, was mit Desert Storm begonnen hatte. Wer immer dieses Umstand außer Acht lässt, weiß es nicht besser oder lügt. Bei Egon Bahr ist wohl davon auszugehen, dass er schlicht absichtlich lügt.

  44. Nach Desert Storm zahlte Saddam Hussein z.B. $ 100,000.– an jede Pal-Araber-Familie, aus deren Reihen ein erfolgreicher Selbstmordattentäter kam, der israelische Zivilisten ermordet hatte.

    Nach kewil waren das noch richtig schöne Zustände und viiieeel besser als heute: Es wird in meinen Augen wirklich Zeit, dass das diese ***Gelöscht!*** von Putin hier verschwindet!

    .
    ***Moderiert! Bitte sachlich bleiben, vielen Dank! Mod.***

  45. #49 Emile

    Der Irakkrieg wurde um den Zugang zum Öl geführt (evt. auch deswegen, weil Hussein künftig sein Öl in Euro verkaufen wollte), nicht wegen angeblicher Massenvernichtungswaffen. Diese dienten nur als Vorwand, der aber schon damals hefitg umstritten war (ich erinnere an Fischers: „I am not convinced“ in München).

    Was Blix angeht, war auch er nicht vom Vorhandensein von Massenvernichtsungswaffen überzeugt und ganz entschieden gegen einen Einmarsch zum damaligen Zeitpunkt. Das bestätigt auch ff. Wikipedia-Auszug.

    Der Irakkrieg war ein Verbrechen und Putins Verhalten gegenüber der Ukraine ist es auch.

    Am 5. März 2004 warf Blix den USA und Großbritannien vor, sie hätten keine rechtliche Grundlage für ihre Militäraktion gegen den Irak gehabt. Schon seit einiger Zeit ging er zur damaligen „Koalition der Willigen“ auf kritische Distanz.

    In seinem am 9. März 2004 veröffentlichten Buch Mission Irak beklagt Blix, George W. Bush und Tony Blair hätten Mahnungen in Geheimdienstberichten zur Vorsicht bei der Beurteilung von Angaben zu Iraks mutmaßlichen Massenvernichtungswaffen ignoriert. Er schildert in dem Buch die Auseinandersetzungen bei den Vereinten Nationen in den Wochen vor dem Irak-Krieg sowie die Anfeindungen, denen er als Chef der UN-Waffenkontrolleure in Washington ausgesetzt gewesen sei.

  46. Frau Nuland hat a meherere „Schmutzkommentare“ abgegeben. Der eine, f..k the EU ist bekannter als ihre Aussagen über die 5 Milliarden US Dollar.

  47. #42 RDX (10. Mai 2014 13:33) #35 martin67

    Im übrigen sind die meisten Südkoreaner froh, dass sie ein eigenes Land haben und nicht zum kommunistischen Norden gehören müssen.

    ================================
    Woher willst du wissen, dass die Koreaner nicht zusammenleben wollen – mit ihren nächsten Verwandten zum Beispiel?

  48. martin67 (14:35):

    Woher willst du wissen, dass die Koreaner nicht zusammenleben wollen – mit ihren nächsten Verwandten …

    Vielleicht, weil das Leben in Freiheit auch so seine Vorteile hat? Zumindest war es vor 1989 nicht so, dass Scharen von Bundesbürgern in die DDR übersiedelten, weil sie mit ihren dortigen Familien zusammen leben wollten.

    Aber Freiheit ist bei vielen Deutschen wohl (wieder) nicht so wichtig.

  49. #54 martin67

    Natürlich wollen die meisten gerne in Zukunft zusammenleben. Aber im Süden sind sie trotzdem froh, dass sie nicht unter der Knute der Kommunisten leben müssen und am hungern sind, sondern dass sie in Wohlstand leben. Es hindert ja niemanden den Süden daran, dem Norden beizutreten.
    Auch beinahe alle Westdeutschen sind froh über die Wiedervereinigung, aber kaum einer wäre gerne in einer vereinigten DDR aufgewachsen.

  50. @46 Fritz ,

    ganz einfach, Fragen Sie sich ob die eine, die andere oder keine Seite dieses Konfliktes Ihrer Interessenlage entspricht.

    Wenn Sie Deutscher sind, dann fragen Sie sich was Deutschland und den Deutschen nutzt, was schadet und warum.

    Dass Sie und ich nicht die Weltpolitik bestimmen, ist klar. Dass wir sie nicht einmal durch Wahlen beeinflussen können wird auch immer klarer.Dass wir eigene Interessen haben sollte und klarer werden.

    Die staatlich politische Einheit des Irak ist für die USA paradigmatisch. Nur Joe Biden hat das mal angetastet und wurde ausgelacht.

    Aber der Irak ähnelt immer mehr einer Arena, , in der die Gladiatoren, die sie nicht erlassen dürfen, vor einem Publikum in einen tödlichen Kampf gezwungen werden.

    Wenn die z.B. unter der britischen Kolonialzeit zusammengezwungenen Staaten aus Völkern/ Religionen bestehen, die nur durch tödliche Feindschaft verbunden sind, sollte diese „Verbindung“ gekappt werden.

  51. #57 JeanJean (10. Mai 2014 14:47)

    ganz einfach, Fragen Sie sich ob die eine, die andere oder keine Seite dieses Konfliktes Ihrer Interessenlage entspricht.

    Meine Interessenlage ist für mich nur dann ausschlaggebend, wenn sie gleichzeitig völkerrechtlich in Ordnung ist. Denn sonst müsste ich den Irakkrieg ums Öl ja gutheißen.

    Das Problem, gerade wieder in der Ukraine, ist ja gerade, dass Völkerrecht nicht mehr zu interessieren scheint.

    Ich habe das mit der Krim zwar so gerade noch geschluckt (aufgrund der histor. Besonderheiten wie sie zur Ukraine gekommen ist), aber mich sofort gefragt, ob Putin weitermacht. Und er macht weiter, denn eine klare Erklärung, dass Russland die Ostukraine nicht annektieren werde fehlt ebenso, wie entsprechendes demonstratives Handeln, das den Separatisten die Unterstützung entzieht.

  52. @ #51 Graue Exkremenz

    Da ist es ja wieder: Das Mietmaul aus Übersee. Operation Desert Storm war ja auch nötig wegen Babies in den Brutkästen, die irakischen Soldaten aufgespießt wurde, gelle?

    Und da haben sich die VSvNA nicht lumpen lassen, ihren alten Freunden aus Kuwait, wo das Öl sprudelt und die Köpfe rollen – besonders jene von „Prophetenbeleidigern“ – zu helfen.

    Sag mir, wer deine Freunde sind und ich sage dir, wer du bist.

  53. OT- flashmob – Trauerspiel
    War heute in Nuernberg zur Teilnahme am Flashmob gegen Christenverfolgung und bin wuetend und traurig wie lange nicht mehr!!!
    Gefuehlte 75% Bereicherer, darunter auffallend viele Neger (ab wievielen ist es eigentlich keine Grossfamilie mehr sondern ein Stamm?! ), ein Salafistenstand und ein neues „Fluechtlings- Protest-wir fordern-Camp n der Mauthalle.Dazu reichlich zigane Bettelfachkraefte und vollgefressene Wasserstoffblondinen, die stolz ihre hip-hop-style -„fuer Geld und Papiere ekelt es mich vor nichts-Neger“vorfuehrten…schon geil, wenn die Realitaet jedes Klischee muehelos toppt!
    Der Flashmob an sich ist schnell beschrieben: er fand nicht statt, weil um 14 Uhr eine Truppe Hare Krishna vor der Lorenzkirche auflief eine bunte Gesangs- und Tanzeinlage darboten.Das Glockenlaeuten hat sie dabei nicht im geringsten gestoert und die bunte Bevoelkerung fand es gut!
    Bin dann um 14Uhr20 gegangen, musste das jetzt loswerden und werde mal etwas runterfahren, was bestimmt schwer wird, aber absolut notwendig ist!!!
    Schoenes WE noch…

  54. @ #61 Frank Nukem

    Der Westen ist verloren. Danket der DDR, dass sie die frechen Völkerscharen solange aussperrte.

    So bleibt den Restdeutschen wenigstens noch der „Osten“ von Restdeutschland als RÜckzugsgebiet.

    DORT müssten man auch mit solchen Flashmobs ansetzen, da es dort noch Deutsche gibt, die das Anliegen verstehen und nicht nur Neger-, Türken-, Araber- und Zigeunerbanden.

    NOCH.

  55. @58 Fritz,

    In der Ukraine wäre ein Referendum die beste Möglichkeit herauszubekommen, was die Leute wollen.Trennung oder nicht, Autonomie oder EU oder Anbindung an Russland.

    Wenn man sich die Karte der Ukraine nach Wahlergebnissen und Volkszugehörigkeit ansieht, ist da eine klare Trennung. Die Leute sollen selbst entscheiden.

    Dass Russland die Situation jetzt nutzt, kann man kritisieren ist aber natürlich. Wir haben es gelernt eigene Interessen zu leugnen und negative Folgen internationaler Politik als einzig moralische hinzunehmen. Russland tut das nicht.

    Auch die nationalen Streitkräfte, die Polizei der Ukraine sind gespalten. Daher müssen jetzt Milizen und vermutlich Ausländer ran. Ich finde das scheußlich.

    Völkerrecht sollte das Recht der Völker auf Selbstbestimmung sein und nicht das Recht der globalen Mächte über die Völker zu bestimmen. Aber das ist natürlich unrealistisch.

  56. @54 martin67,

    ich denke auch, dass die Koreaner gern zusammen kommen würden. Eine Wiedervereinigung stellt aber nicht nur militärisch ein Problem dar. Man hat mal ausgerechnet, was die Vereinigung kosten würde – Beispiel Deutschland – und abgewinkt.Das ist traurig.

  57. Barak Hussein Obama ist ein 100%-iger Sunnitischer Mohammedaner!
    * * *
    https://www.youtube.com/watch?v=4Yro63c7B7A
    * * *
    Der Ziehvater von Barak Hussein Obama ist der Saudische König Fahd, der von den Schiiten kurz und bündig „Der Satan“ genannt wird!

    Barak Hussein Obama wurde NIE getauft, er hat weder eine Taufurkunde noch hat er sich öffentlich zum Christlichen Glauben bekennt.

    Er betont immer wieder, dass der ein Mohammedaner ist und spricht vom Kloran als dem „Heilige Buch“ des iSSlams!!!

    Ich zittere am ganzen Leib, wenn ich daran denke, dass ein Mohammedaner als Präsident die Macht über das grösste Atomwaffen-Arsenal der Welt hat.

    Ade und Tschüss für die USA und den ganzen Planeten, falls dieser iSSlamische Strohmann des Britischen Emperiums nicht bald des Amtes enthoben wird.

  58. @ #65 Marco von Aviano II

    Das wird aber US-Lakaien wie Graue Demenz nicht daran hindern, weiter das Fähnchen zu schwenken und jeden als „KGB-Agenten“ zu enttarnen, der die USA kritisiert.

  59. #44 Graue Eminenz (10. Mai 2014 13:45)

    Was kewil anbelangt, sollte vor Allem mal er selbst sich die Frage stellen, ob er nicht sein eigenes Blog (etwa als Putin Info oder Liebesgrüße aus Moskau) gestalten wollte.

    Auch solche Kommentatoren wie JeanJean sollten hier schlicht in der Luft zerrissen werden.
    —————————————————

    Hallo, GRAUE ARROGANZ,

    Sie können es einfach nicht lassen Ihre ausgeleierte Nato-Propaganda hier an den Mann bringen zu wollen! Und dann noch den Iraq-Schlamassel irgend wie gut heißen, grenzt ja, nach alledem was wir wissen, an komplette Hirnrissigkeit!

    Nicht genug damit: Ihre wüste persönliche Verunglimpfung von Kommentatoren hier steht ja in ihrer Vehemenz den Islamisten fast in Nichts nach.

    Sie sind Stabsoffizier in der BW. Gut! Aber wir sind hier NICHT in der BW, und haben KEINE Verpflichtung, uns Ihre tägliches „Briefing“ anzuhören, und damit noch übereinzustimmen. Dies hier ist ein FREIER Blog, kein Nato-Gebetsbuch, und wenn der Ihnen nicht gefällt, dann machen sie doch Ihren EIGENEN, anstatt allen hier auf den Nerven zu liegen, Sie NERVENSÄGE!!

  60. #61 Frank Nukem

    OT- flashmob – Trauerspiel
    War heute in Nuernberg zur Teilnahme am Flashmob gegen Christenverfolgung und bin wuetend und traurig wie lange nicht mehr!!!

    Was erwartest du? Das sind Christen eben, die haben andere Möglichkeiten Die regeln das mit Links im Gebet mit ihrem „Alles könnenden“ Gott. Der regelt das schon bevor die überhaubt was gesagt haben, so deren Lehre. Das schreckliche Ergebnis sehen wir nun mit weit aufgerissenen Augen.
    Es sind arrogante, verführerische Großmäuler die nur bescheiden tun. Wölfe in Schafspelzen!

    Der Flashmob an sich ist schnell beschrieben: er fand nicht statt, weil um 14 Uhr eine Truppe Hare Krishna vor der Lorenzkirche auflief eine bunte Gesangs- und Tanzeinlage darboten.

    Richtig fromme Christen lassen ihre eigenen Kinder leichtfertig von durchgeknallten Missionaren vor die Hunde bringen und gehen damit noch Hausieren, weil sie das als Prüfung ihres irren Gottes ansehen.
    Wenn, wie im 2ten Weltkrieg die Nazis zur Hölle gebombt wurden stellen die das noch als Gnade IHRES Gottes infolge ihrer Gebete dar. Nicht die Alliierten haben gesiegt, nein es waren ihre Gebete.

    Eine Truppe Hare Krishna Leute sind eine erbärmlich Ausrede. Die Penner tun einfach nichts. Vergiss die einfach. Die paar Handvoll Aufrechter hier ändern auch nichts an diesen Fakten. Aufrechte gibt es überall selbst bei den Kommunisten, aber solche Leute sind wie Sand im Getriebe.

  61. #59 Eugen Zauge

    Aus dem Irak ziehen die VSvNA ihre Truppen ab? Wann wird uns diese Ehre zuteil?
    ——————————-
    So gut wie NIE!

    „Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke der Befreiung, sondern als besiegte Feind-Nation…“

    Directive JCS 1067/6

    Deutschland ist ein besetztes Land und wird es auch bleiben

    Obama am 5. Juni 2009 auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein

    Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän

    Wolfgang Schäuble am 18.11.2011

    Wir finanzieren den Amis ihre Raubzüge, denn wir tragen seit fast 70 die Besatzungskosten mit ihren über 250 Stützpunkten in der BRD!

    Es ist allerhöchste Zeit, dass das deutsche Volk eine massive Aktion startet:

    Ami go home!

  62. Kewil liebt populistische Schlagzeilen, auch wenn sie noch so jämmerlich sind. Natürlich ist Saddam nicht besser als Maliki, Letzterer hat nicht Hunderttausende eigene Landsleute auf dem Gewissen und ist demokratisch legitimiert. Und bitte nicht vergessen, 90 Prozent der etwa 150.000 Toten im Nachkriegsirak gehen auf das Konto des Islams und seiner Selbstmordattentäter. Der reine Irakkrieg, also die militärische Operation, war ein Erfolg.

  63. 44 Graue Eminenz
    Ja, aber bitte dran denken, dass unter diesen Spinnern sich auch einige unter mehreren Namen anmelden. Das haben die Sklaven Moskaus schon drauf, also verbergen sich hinter den 8 bis 10 Namen vielleicht 3 oder 4 Personen.

  64. Martin67 (17:41):

    Ami go home!

    Na, hier haben wir ja wenigstens mal eine klare Aussage!

    Die Mohammedaner schreien grundsätzlich und immer genau das Selbe und damit wissen wir auch schon, mit wem wir es hier ebenso grundsätzlich wie prinzipiell zu tun haben.

  65. #63 JeanJean (10. Mai 2014 15:53)

    @58 Fritz,

    In der Ukraine wäre ein Referendum die beste Möglichkeit herauszubekommen, was die Leute wollen.Trennung oder nicht,

    —————————————-

    Von einem Referendum halte ich nichts, denn damit kann man jedes Land in kleine Flecken zerlegen. Man stelle sich einmal vor, die Schweiz würde ihre Armee an der Grenze zu Baden-Württemberg zusammenziehen und Separatisten, die sich der Schweiz anschließen wollen, verdeckt unterstützen, um ein Referendum abhalten zu lassen.

    Es sollen ja am 25. Mai Wahlen in der Ukraine stattfinden, die Aufschluss über den künftigen Kurs des Landes geben werden. Merkel und Hollande haben die 3. Stufe der Sanktionen gegen Russland angekündigt, sollte Putin wieder Störfeuer senden.

  66. @ Fritz:

    Beim sogenannten Referendum auf der Krim konnte man auf dem Wahlzettel durch Kreuz zwischen zwei Möglichkeiten wählen:

    Erstens: Ich bin für den Anschluss der Krim an Russland.

    Zweitens: Ich bin dafür, dass ein jetzt gewähltes Parlament über den Zugehörigkeit zu Russland bestimmt.

    Tolle Auswahl! Mal abgesehen davon, dass auch voll bewaffnete Männer in Tarnuniformen nicht durch Zauberhand in eigen Tagen mal eine Wahl diesen Ausmaßes (mit Wahllisten, etc.) organisieren können.

    Der Schweitzer Armee-Chef André Blattmann äußerte sich schon vor Tagen/Wochen so dazu:

    In der Ukraine gab es mit Sicherheit Cyberattacken. Man ging auf ukrainische Netze, wollte wissen, wer wo ist. Der Gegner sollte nicht führen können. Zudem gab es einen Informationskrieg. Es konnten nur noch russische Fernsehsender empfangen werden. Dazu kamen Sonderoperationskräfte, die unseren Grenadieren in Isone entsprechen. Alles war hervorragend geplant. Generalstabsmässig.

    Grenadiere in Isone sind übrigens die Elite-Sondereinheiten der Schweitzer Armee für auch verdeckte Einsätze hinter feindlichen Linien.

    Hier das Interview als Link in Gänze (falls man mir nicht glaubt):
    http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/nachrichten/der_armeechef_raet_der_bevoelkerung_notvorraete_anzulegen/

  67. #74 Fritz (10. Mai 2014 21:44) OT

    Von einem Referendum halte ich nichts, denn damit kann man jedes Land in kleine Flecken zerlegen.

    Das ist soweit korrekt; ich gehe auch mit der Ansicht konform, daß die Angliederung der Krim per solchem Referendum dem Völkerrecht widerspricht. Nur ist das im Grunde eine Scheindebatte, weil es unter anderem die Ursachen dieser Bestrebungen nicht benennt oder sie einseitig nur Rußland anlastet; eher umgekehrt wird wohl ein Schuh daraus, da Rußlands Interessen „ohne Rücksicht auf Verluste“ mit dem Ansinnen, die Ukraine in das westliche Bündnis einzuverleiben, womit (neben Brüssel) die US/NATO faktisch direkt vor den Türen Rußlands stehen dürften, mehr als nur tangiert worden sind.

  68. #77 Tom62 (11. Mai 2014 10:22)

    Dass die EU sich nicht glücklich verhalten hat, ist klar. Ob man aber gleich NATO-Truppen an Russlands Grenzen befürchten musste, ist fraglich, die standen bisher auch nicht in anderen osteuropäischen inzwischen zur EU gehörigen Staaten (kleine Ausnahme Polen). Und die Aufnahme in die EU wäre für die Ukraine an langjähriger Prozess geworden, der noch viel Diskussionen gebracht hätte. Eine Bedrohungslage für Russland sehe ich deshalb durch das Verhalten der EU nicht.

    Jetzt aber fordern verständlicherweise die osteuropäischen Staaten den Schutz durch NATO-Truppen. Also geschieht genau das, was Russland angeblich befürchtet hat.

    Die Ukraine darf und soll selbst über ihr Schicksal entscheiden, ob sie nun zu Russland oder in die EU geht, oder ob sie einen Zwischenstatus bekommt. Dass Russland seine Interessen bedroht sieht, ändert nichts daran, dass es Sache der Ukraine ist zu entscheiden,wo sie hingehören will.

    Putin ist letztendlich verantwortlich für die Gewalt, weil er sich nicht klar von den Separatisten distanziert, sie unterstützt und seine Truppen aufmarschieren lässt.

  69. Und selbst wenn nun NATO-Truppen nach Osteuropa verlegt werden, ergibt sich dadurch keine Bedrohungslage für Russland. Kein einziger Politiker im Westen hat einen Gedanken darauf verschwendet, es zu einem heissen Krieg mit Russland wegen der Annexion der Krim kommen zu lassen. Niemand will Russland angreifen. Russischen Großmachtgelüsten mit Überfällen auf andere osteuropäische Länder muss aber nun vorgebeugt werden. Deshalb sind die NATO-Truppen in den verbündeten ost-europäischen Ländern eine Maßnahme, die ansteht, wenn Russland sich in der Ukraine nicht zurückhält.

  70. #78 Fritz (11. Mai 2014 12:46); #79

    Dass Russland seine Interessen bedroht sieht, ändert nichts daran, dass es Sache der Ukraine ist zu entscheiden, wo sie hingehören will.

    Richtig. Konsequenterweise hätte man gemäß dieser Erkenntnis dann aber auch alles vermeiden sollen, was einer Lage, wie wir sie heute leider haben, zuträglich ist; ich sehe nicht, daß Rußland hier eine Alleinschuld träfe; die unverantwortliche, die diesbezüglich ohnehin fragile Ukraine polarisierende, spaltende und damit höchstgefährliche Vorgehensweise des Westbündnisses (in summa) als „unglücklich“ zu beschreiben, halte ich da eher für einen Euphemismus.

    Und selbst wenn nun NATO-Truppen nach Osteuropa verlegt werden, ergibt sich dadurch keine Bedrohungslage für Russland.

    Hinsichtlich dessen, wie Rußland etwas empfindet oder nicht empfindet, sind weder meine noch Ihre Einschätzungen maßgeblich; offenkundig ist, daß Rußland den Vormarsch des NATO-Gebietes als Bedrohungszenario empfindet und wohl auch als ein solches empfinden muß. Das Vordringen der NATO in den Bereich russischer Interessensphäre ist ja nun kein Ereignis, das erst mit den Geschehnissen in der Ukraine begonnen hätte.

  71. #80 Tom62 (11. Mai 2014 14:10)

    Die Schuld Putins ist es Gewalt gefördert, unterstützt und angewandt zu haben. Dies mit dem politisch unglücklichen Vorgehen der EU zu gleichzusetzen, ist eine grundlegend falsche Wertung.

    Nachdem Russland seine osteuropäischen Kolonien teilweise geräumt hatte, war es Sache dieser Länder über ihre Zukunft zu entscheiden. Sie haben sich verständlicherweise für das westliche Bündnis entschieden, ohne dass dort NATO-Truppen stationiert wurden. Dies als „Vordringen in russische Interessenssphären“ zu brandmarken heisst, die Interessen Russlands nach wie vor über die Interessen der ehemals versklavten Kolonien zu stellen. Es ist ja bis heute nicht so, dass NATO-Truppen an Russlands Grenzen stehen, aber es stehen seit zwei Jahrzehnten russische Truppen an der NATO-Grenze. Insofern kann ich das angeblich gefährdete Sicherheitsbedürfnis Russlands nur entweder als Paranoia oder als Vorwand begreifen. Frage ist dann, wie ernst man so etwas nehmen soll.

  72. Und machen wir uns doch nicht vor. Diese ganze Propaganda von angeblichen „Wortbrüchen“, „Eindringen in Interessenssphären“ usf. hat nur ein Ziel:

    Putins Revanchismus zu legitimieren.

  73. #81 Fritz (11. Mai 2014 17:21); 82

    Im Grunde haben wir hier dieselben unversöhnlichen Differenzen vorliegen wie sie gemeinhin in der Frage auch sonst aufeinander prallen; aus meiner Sicht ist alles gesagt; Sie werden mich vom Gegenteil und vor allem Ihrer Definition der Lage, bes. hinsichtlich der m. E. völlig unverantwortlichen und gefährlichen Vorgehensweisen von US, EU, NATO, die ja seit Jahren ihre Erweiterung gen Osten betreiben, nicht überzeugen können. Natürlich ist auch Rußland hier nicht ohne Schuld. Man sollte aber Ursache und Wirkung nicht umkehren wollen.

    Ich klinke mich daher hier zunächst einmal aus, auch um der hier vorhandenen (etwas) anderen Thematik willen.

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