Martin Schulz mahnt AfD-Jugend ab

Der NRW-Landesverband der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative bestätigte heute Meldungen, wonach der SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Martin Schulz durch seine Anwälte eine Unterlassungserklärung verlange. Streitpunkt ist ein Facebook-Posting des Jugendverbandes, das den Präsidenten des Europarlaments mit ausgestrecktem linkem Arm zeigt und das mit „Keine Großreiche – Für niemanden!“ unterschrieben ist.

„Martin Schulz, der Hitlervergleiche wahrscheinlich öfter verwendet als seinen Rasierapparat, schickt uns für ein Bild, das wir nicht einmal großartig verändert haben, seine Anwälte vorbei,“ erklärte Sven Tritschler, der NRW-Vorsitzende der JA. „Dabei haben wir das Bild kaum modifiziert. Tatsächlich hatte er seinen rechten Arm ausgestreckt, wir haben das dann gespiegelt, jetzt grüßt er nur noch mit links. Wir haben ihn sogar weniger unvorteilhaft dargestellt als in der Realität.“

Die AfD-Jugend zeigt sich von den anwaltlichen Drohgebärden unbeeindruckt. „Wir sind zwar eine junge Organisation und haben nicht viel Geld für teure Prozesse. Wir können auch nicht wie Herr Schulz Sitzungsgelder in Abwesenheit kassieren und davon dann die Meinungsfreiheit in Deutschland untergraben, aber wir sind entschlossen für unser Recht zu kämpfen,“ erklärt der 32-jährige Kölner weiter.

Der renommierte Kölner Medienrechtler Prof. Dr. Ralf Höcker habe den Fall glücklicherweise übernommen und heute geantwortet. „Wenn der sozialdemokratische Spitzenkandidat für die Kommissionspräsidentschaft glaubt, nach Gutsherrenart unliebsame Meinungen wegmobben zu können, dann ist das nicht weniger als ein gruseliger Vorgeschmack auf das europäische Großreich, was diesem Herrn und seinen Gesinnungsgenossen für uns vorschwebt. Ein Grund mehr, hier nicht zurückzuweichen.“