Türkische Gemeinde besorgt über AfD-Erfolg

Gökay Sofuoglu (Foto r.), einer der beiden Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland und Nachfolgeforderer von Kenan Kolat, macht sich große Sorgen. Der Wahlerfolg des rechten Lagers in Europa insgesamt und der Aufstieg der AfD im Besonderen passt ihm ganz und gar nicht. Deshalb gibt er in bewährter Manier schon einmal Anweisungen, wie sich alle anderen Parteien gefälligst zu verhalten hätten.

(Von L.S.Gabriel)

Er besteht darauf, dass es keine Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD geben dürfe und sich alle demokratischen Parteien deutlich von den „rechten Kräften“ nicht nur abzugrenzen, sondern sich entgegenzustellen hätten. Darüber hinaus fordert er „andere Töne“ in der Migrationspolitik.

Irgendwie wird man bei derartigen Formulierungen das Gefühl nicht los, dass hier die Meinung bestehe, alle Parteien, die sich nicht der Türkisch-Islamischen Community andienten, seien wohl undemokratisch und ächtenswert. Da ist es gleich gar nicht mehr so weit her mit der erst kürzlich von Sofuoglu dringend angemahnten „Wir-Kultur“. Denn wer zum „Wir“ gehört, bestimmen in Deutschland die türkischen Verbände.

Wenn jemand sich Sorgen macht, so ist das in der Regel kein Grund zur Freude, aber hier lässt dieser Umstand sogar hoffen, dass bald tatsächlich „andere Töne“ in der Migrationspolitik angeschlagen werden. Und zwar solche, dass dreiste Forderer wie Gökay Sofuoglu künftig wirklich Anlass zur Sorge haben werden, weil der Widerstand wächst und man ihnen irgendwann einmal nicht mehr submissiv jeden Wunsch erfüllen wird, ohne Rücksicht auf die originären Anliegen und Bedürfnisse der deutschen Bevölkerung.

» Kontakt: goekay.sofuoglu@tgd.de