Nur ein paar dürre Zeilen hatten die tschechischen Zeitungen für den nunmehr 65. Sudetendeutschen Tag über Pfingsten in Augsburg übrig. Zumeist zitierten sie lediglich die neuerliche Forderung des Chefs der Landsmannschaft, Bernd Posselt, die Beneš-Dekrete aufzuheben, die die Grundlage für die kollektive Entrechtung und Vertreibung von drei Millionen Deutschen nach dem Krieg aus ihrer Heimat gewesen waren. Auf ein Kapitel gingen die Prager Blätter unabhängig vom Landsmannschaftstreffen dafür ausführlicher ein. Es ist ein sehr trauriges und steht im Widerspruch zu den inzwischen ziemlich entspannten Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen: Es geht um das noch immer nicht geschlossene Abkommen zwischen beiden Ländern, das die Pflege der Gräber deutscher Kriegstoten regeln soll. Tschechien ist das einzige Land in der EU, mit dem ein solches Abkommen bislang nicht geschlossen werden konnte…

Fortsetzung in der WELT! Kein osteuropäisches Volk ist während des Zweiten Weltkriegs so gut weggekommen wie die Tschechen. Prag zum Beispiel wurde im Krieg wenig angekratzt. Aber kaum ein anderes osteuropäisches Volk war so brutal zu den Deutschen wie die Tschechen nach 1945. Augen ausstechen und ähnliche Grausamkeiten waren an der Tagesordnung. Das ist schon höchst bemerkenswert!

Bis auf den heutigen Tag gelten die total völkerrechtswidrigen Benesch-Dekrete, wobei wir selbst schuld sind. Sogar der dumme CSU-Stoiber hat sie schlußendlich nicht als Hindernis für einen EU-Beitritt der Tschechoslowakei damals angesehen, wobei sie eindeutig gegen EU-Recht verstoßen. Es ist immer dasselbe! Wir lassen uns auf dem Kopf herumtrampeln und zahlen noch dafür. Auch der viel gelobte und hier immer wieder auch von mir zitierte EU-Kritiker Vaclav Klaus steht voll hinter Benesch! Es sei gestattet, daß nicht alle Deutschen vergessen, was passiert ist!

image_pdfimage_print
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.

25 KOMMENTARE

  1. Naja, im Grunde es es Aufgabe der deutschen Regierung, sich einerseits um die Gräber unserer Toten zu kümmern und andererseits von ihren tschechischen Politiker-Kollegen den angemessenen Umgang mit Soldatengräbern einzufordern.

    Es ist da ähnlich wie bei uns, viele Tschechen aus dem Volk sind da deutlich weiter als ihre Regierung, die erkennen die Verbrechen der damaligen Regierung ebenso an, wie wir Deutschen die Verbrechen der national-sozialistischen Diktatur.

  2. Die Tschechen haben bis 1945 brav Waffen für die Wehrmacht produziert. Was meint Kewil, haben die Tschechen da von den einmarschierenden Russen erwartet? Logisch mussten die sich wie die Furien gegenüber allem Deutschem aufführen, so bald Russen in Sichtweite waren: Um den eigenen Arsch zu retten. Die Franzosen, 1940 größtenteils Kollaborateure, haben es nach dem Einmarsch der Westalliierten in Frankreich genauso gemacht.

  3. Langsam sollte man die Scheckbuch-Diplomatie in negative Scheckbuch-Diplomatie ändern. Wenn bisher diplomatische Erfolge immer erkauft wurden, sollte man die künftig mit der Drohung erpressen, dass es ansonsten kein Geld mehr gibt.

    Damit wären wir weit beliebter als mit den bisherigen blödsinnigen Zahlungen.

  4. Die Verbrechen der Tschechen an den Deutschen, insb. auch an der deutschen Zivilbevölkerung, sind unentschuldbar und dürfen nicht vergessen werden.

    Mein Vater ist am 8. Mai 1945 in der Nähe von Prag mit seinen Kameraden von der Heeresgruppe Mitte in tschechische Kriegsgefangenschaft geraten. Die jüngeren Kameraden kamen zu den Russen; von denen ist keiner zurückgekommen. Mein Vater wurde nach 2 Jahren nach Oberfranken entlassen. Ansonsten gäbe es mich nicht.

  5. Man meint in nicht wenigen polnischen und tschechischen Kreisen, man könne die Deutschen folgenlos bis ins Extremste reizen. Beide Völker sind mehrheitlich katholisch. Als besonders christlich kann man dieses Gebaren nicht bezeichnen.

  6. Die Deutschen sind selbst schuld! Statt das sie mal richtig Druck auf die Tschechen ausüben, haben sie Angst, dass der Tscheche dann mit dem Totschlag Argument schlechthin, Hitler & Nazi-Verdacht kommt. Schon hat man die meisten Deutschen an den Cochones.

    Und dieses heuchlerische Verhalten und Dumm-Gelaber von dem Bernd Posselt kann ich nicht mehr ertragen. Jetzt groß poltern, aber wenn es drauf ankommt dann sagt er nichts (Der Ärmste hat es einfach noch nicht verkraftet, dass er aus dem EU-Parlament raus gefolgen ist). Und Stoiber war auch kein Deut besser, der hat auch nur seine Gosch aufgerissen wenn mal wieder Wahlen bevor standen. Und viele Sudentendeutsche bzw. deren Nachfahren in Bayern haben dann schön die CSU gewählt. Hätte die CSU damals knallhart gesagt, Benes Dekrete zurücknehmen, sonst kein EU Beitritt (und wären sie damit erfolgreich gewesen), dann hätte die CSU meine Achtung gehabt (und bestimmt nicht nur meine, aber klar, das passt nicht zur politschen Korrektheit, deshalb entehrt man lieber seine eigenen Landsleute). Aber wie schon der Autor dieses Artikel richtig erfasst hat, man lässt sich auf dem Kopf herumtrampeln und zahlt noch verdammt viel Geld.

    Ich will und kann es einfach nicht verstehen, welchen verdammten Schaltfehler die meisten Politiker haben (und etliche Wähler)!

    „Den Charakter einer Nation erkennt man daran, wie es mit seinen gefallenen Soldaten und Opfern nach einem Krieg umgeht“ – Da schneidet die BRD aber ganz miserabel ab! Traurig aber wahr! 🙁

  7. Wer für Vaclav Klaus, den pseudo-demokratischen Benes-Betonkopf, noch Lob übrig hat, sollte bei jedem deutschen Patrioten ein Glaubwürdigkeitsproblem bekommen!
    Tschechen, ob jung oder alt, dürfen sich genausowenig wie die Deutschen oder andere Nationen nur die Rosinen aus ihrer Geschichte herauspicken.
    Auch in der Tschechei, wie dieses Land analog zur Slowakei politically incorrect heißt und übrigens bis 1990 auch in D genannt werden durfte (das sogenannte Tsche-Chien klingt in meinen Ohren immer wie eine chinesische Provinz), muss man eines ein für alle Mal kapieren: Europa, die Zugehörigkeit zur kontinentalen Wertegemeinschaft, gibt es nur dann mit allen Vorteilen materieller und immaterieller Art, wenn die Grundsätze des Völkerrechts und insbesondere die Rechte der benachbarten Nationen OHNE WENN UND ABER respektiert werden.
    Sollte die Tschechei – und so sieht es momentan auch knapp 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer fatalerweise aus – das gigantische Verbrechen an den Sudetendeutschen nicht als solches politisch und rechtlich ENDGÜLTIG anerkennen, hat Prag in einer Europäischen Union NICHTS zu suchen und ist gehalten, sich von einem gemeinsamen Europa zu verabschieden und sich auf seine böhmisch-mährische Inselglückseligkeit zurückzuziehen.

  8. Welchen Vorwurf soll ich den Tschechen bitte machen?

    Das sie sich um ihr EIGENES Volk kümmern?

    Warum sollen die Tschechen Geld für fremde Völker ausgeben?

    Wäre ich Tscheche würde von meiner Regierung erwarten, dass sie tschechische Interesse vertritt und nicht deutsche.

    Nur weil wir (Deutschland) alle mögliche Interessen vertreten, nur nicht unsere eigenen, müssen wir nicht erwarten, dass andere Völker auch so dumm sind.

  9. PS: Über das Sudetenland kann man gerne diskutiere, aber der Einmarsch in die Resttschechei war völkerrechtswidrig

    Was erwartet der Autor? Das uns das besetzte Volk feiert?

    Wir hätte wohl das deutsche Volk auf einen tschechischen Einmarsch reagiert?

  10. Kein osteuropäisches Volk ist während des Zweiten Weltkriegs so gut weggekommen wie die Tschechen

    Eine halbe Million Tote, Annektion des Sudetenlands, Das „Protektorat Böhmen & Mähren“ unter Reinhard Heydrich dem „Henker von Prag“ , Theresienstadt & 100 – 200 000 ermordete tschechische Juden , Lidice….

    Ja, sie haben es so richtig gut gehabt ?!

  11. #13 achwirklich

    Eine halbe Million Tote, Annektion des Sudetenlands, das “Protektorat Böhmen & Mähren” unter Reinhard Heydrich dem “Henker von Prag” , Theresienstadt & 100 – 200 000 ermordete tschechische Juden, Lidice….

    Ich weiß, auf der nach oben offenen Opferskala der NationalSOZIALISTEN kann man gern und immer wieder aus dem Vollen schöpfen. Da korrigiert auch man gern die Zahlen nach oben, da dürfen es auch mal eben eine halbe Million sein…
    Die Zahlen laut Wikipedia sind: In Theresienstadt Inhaftierte (!) insgesamt ca. 140.000, davon 38.000 ermordet und 90.000 in andere KZs verbrachte Häftlinge (nicht nur Juden) sowie etwa 8.000 Tschechen (einschließlich Lidice und Lezaky!). Während ich JEDES nationSOZIALISTISCHE Opfer bedauere, ergeht sich Kommentator(in) achwirklich in Totenzahlenorgien. Echtes Mitgefühl sieht anders aus! 🙁

  12. In Tschechien wurde kürzlich der Film „Abschlachten auf tschechisch“, der den Massenmord an deutschen Zivilisten zeigt, zur besten Sendezeit ausgestrahlt. Tschechische Medien waren begeistert und sprachen sich ausschließlich positiv angesichts dieser selbstkritischen Vergangenheitsbewältigung aus. Die polnischen Bischöfe vergaben nach dem Kniefall Brandts den Deutschen ihre Schuld und baten sie gleichzeitig um Vergebung für das, „was die Polen den Deutschen“ angetan haben. Nicht erst seit dem Kalten Krieg gibt es zwischen allen Weltkriegsteilnehmern und Deutschland intensive Aussöhnungsprozesse. Mit einer Ausnahme: Russland.

    Die von Kewil so heiss geliebte Rote Armee vertrieb 20 Millionen Deutsche aus ihren angestammten Gebieten. 1,4 Millionen deutsche Frauen wurden vergewaltigt, etwa 10000 starben an den Folgen. Kinder, Alte, Kranke wurden bestialisch gefoltert und getötet. Bis heute gibt es von Seiten Russlands keine Selbstreflexion bezüglich der unvorstellbaren Gräueltaten seiner Armee im 2. Weltkrieg, im Gegenteil; die jährliche Militärparade ist eines der zentralsten Ereignisse in der russischen Kultur. Vielleicht sollte man mal bei diesem Land beginnen, wenn man Verbrechen an Deutschen anklagen will und nicht bei den bösen osteuropäischen Ländern, die jetzt heim in Putins Reich kommen.

  13. Nicht erst seit dem Kalten Krieg gibt es zwischen allen Weltkriegsteilnehmern und Deutschland intensive Aussöhnungsprozesse. Mit einer Ausnahme: Russland.

    Zu Zeiten des Kalten Krieges gab es auf offizieller Ebene keine Versöhnung, weil die Sowjetunion und also die Russen als Hegemon des Ostblocks weiterhin „der Feind“ waren.

    Dies ändert allerdings nichts daran, dass auf inoffizieller Ebene eine Versöhnung gar nie nötig war. Die Russen waren und sind das einzige slawische Volk, das immer zu unterscheiden verstand zwischen den Deutschen und den Nazis. Ob das an der dialektischen Schulung lag oder daran, dass ja schließlich auch nicht jeder Russe Kommunist war, weiß ich nicht.

  14. Zu diesem Thema hatte ich vielmals bei PI angefragt ob daran Interesse besteht.
    Das war offensichtlich nicht der Fall; E-Mails wurden nicht beantwortet. Darum reiße ich das Thema hier kurz an:

    Fronleichnam 1945 Der Brünner Todesmarsch

    Vom Todesmarsch der Brünner Deutschen hörte man kaum etwas. In Brünn ohnehin nicht, denn dort wurde in den tschechischen Schulen und in den meisten Familien eisern darüber geschwiegen. Und die Teilnehmer, die Augenzeugen ? Sie schwiegen lange, um von all den schrecklichen Eindrücken und Erinnerungen, glücklich verdrängt, nicht erneut heimgesucht zu werden.

    Nemci ven! – Die Deutschen raus!

    Trauriger Schlußpunkt war dann der Fronleichnamstag, der 30. Mai 1945, als die noch in Brünn verbliebenen Deutschen aus ihrer Heimatstadt vertrieben wurden. Es waren etwa 25000 bis 30000 Frauen, Kinder und Greise.

    Dieser „Brünner Todesmarsch“ war eine sogenannte „Wilde Vertreibung“. Die Beschlüsse der Siegermächte vom August 1945 in Potsdam sollten solche beenden. Der sogenannten „Geordneten Aussiedlung“ wurde zugestimmt.
    Für das, was sich am Fronleichnamstag und den anschließenden Wochen in Brünn, im südmährischen Pohrlitz und auf dem Wege zur österreichischen Grenze abspielte, wurde später, besonders im jugoslawischen Kriege, der Ausdruck „Ethnische Säuberung“ geprägt.

  15. Nicht ganz OT:


    Zum Gedenken
    17.6.1953: Aufstand in der DDR

    Die mit dem ‚Aufbau des Sozialismus‘ verordnete allzu rasche Schwerindustrialisierung der DDR ging dort zu Lasten des allgemeinen Konsums. Im Frühjahr 1953 wurden die Lebensmittelpreise drastisch erhöht. Die Flucht der DDR-Bürger nach Westdeutschland erreichte Monat für Monat neue Höchstmarken. Doch die führende Staatspartei SED hielt streng stalinistischen Kurs. Ihr Diktat einer zehnprozentigen Normerhöhung bei gleichem Lohn brachte das Fass zum Überlaufen.

    Am 16. Juni streikten auf der Großbaustelle Berlin, Stalinallee die Arbeiter. Mit 80 Mann fing es an. Dann zogen sie los; schnell waren es 1.500 geworden. Ihr Zug bewegte sich zum Alexanderplatz.

    Als der Zug den Alex erreicht hatte, waren es 3.000 Arbeiter geworden. An den Straßen stauten sich die Menschen, klatschten Beifall, reihten sich ein in die Reihen der marschierenden Arbeiter.

    Sprechchöre formierten sich. Die Arbeiter riefen: ‚Wir fordern Normen- und Preissenkungen‘. Sie riefen: ‚Wir fordern freie Wahlen! Weg mit der SED-Regierung!‘ Aus dem Demonstrationszug der Bauarbeiter von der Stalinallee war ein Demonstrationszug der Ostberliner geworden.

    Vor dem Haus der Ministerien forderten 3.000 Streikenden, die DDR-Führung zu sprechen – doch vergebens. Im Laufe des 16. Juni hatte zwar die Regierung die Rücknahme der Normenerhöhung verlautbart, doch keiner der Demonstranten vertraute darauf. Für den nächsten Tag verbreitete sich die Losung vom ‚Generalstreik‘ wie ein Lauffeuer.

    „Sucht eure Strausberger Plätze überall!“

    Dazu wollte man sich auf dem Strausberger Platz versammeln. Der Westberliner Radio-Sender RIAS berichtete laufend über den Streik. Am Abend des 16. Juni rief der Gewerkschaftsvorsitzende Scharnowski über diese Ätherwelle alle DDR-Bürger unmissverständlich zur Solidaraktionen mit den Berliner Streikenden auf: „Lasst sie nicht allein! Sie alle kämpfen nicht nur für die sozialen Rechte der Arbeitnehmer, sondern für die allgemeinen Menschenrechte der gesamten ostzonalen Bevölkerung. Tretet darum der Bewegung der Ostberliner Bauarbeiter bei und sucht eure Strausberger Plätze überall.“

    Ausnahmezustand

    Am Morgen des 17. Juni 1953 drängten die Arbeiter von Baustellen und Betrieben zu Zehntausenden in die Berliner Innenstadt, versammelten sich auf dem Alex, dem Potsdamer und Strausberger Platz, zogen von Unter den Linden zum Brandenburger Tor. Dort wurde unter dem Beifall der Menge die Rote Fahne heruntergerissen. Überall wurden Verwaltungsgebäude und Polizeidienstellen gestürmt, Partei-Büros verwüstet. Der lange aufgestaute Zorn der Massen brach sich Bahn.

    Gegen Mittag fuhren schwere Kampfpanzer der Roten Armee auf, Sowjet-Truppen bezogen Stellungen. Ab 13.00 Uhr galt der Ausnahmezustand. Maschinengewehrsalven bellten durch Ostberlin. Es gab zahlreiche Tote und Verwundete – und es gab standrechtliche Erschießungen. Am Abend herrschte Ausgangssperre.

    In einer Reportage hieß es damals: „Potsdamer Platz, 22.00 Uhr. Wir blicken nach Ostberlin, und die Straßen liegen in Totenstille. Wir wissen, dass in den Grünanlagen des Potsdamer Platzes Kasernierte Volkspolizei und Russen in Deckung gegangen sind – und auf jeden schießen werden, der die Sektorengrenzen überschreitet.“

    Blutige Niederschlagung des Aufstandes

    Auch in den anderen Industriezentren der DDR hatte die Nachricht vom beabsichtigten Generalstreik die gereizten Massen mobilisiert. In über 400 Orten und 600 Betrieben forderten Demonstranten niedrigere Arbeitsnormen und freie Wahlen. Und überall in der DDR, als letzte Rettung des SED-Regimes: sowjetische Panzer.

    Anstatt einer grundlegenden Änderung ihrer Politik verunglimpften die hart gesottenen SED-Stalinisten den Aufstand vom 17. Juni sogleich dreist als ‚von außen hineingetragene Provokation‘.

    In der am Abend des 17. Juni verlesenen Radio-Erklärung des DDR-Ministerrats wurde bereits mit Rache gedroht: „Die Unruhen, zu denen es (danach) gekommen ist, sind das Werk von Provokateuren und faschistischen Agenten ausländischer Mächte. Die Schuldigen an den Unruhen werden zur Verantwortung gezogen und streng bestraft. Alle ehrlichen Bürger werden aufgerufen, die Provokateure zu ergreifen und den Staatsorganen zu übergeben. Die Regierung der DDR. Berlin, den 17. Juni 1953.“

    In der Folge wurden DDR-weit rund 20.000 der Demonstranten verhaftet und verhört, Tausende so genannte ‚Rädelsführer‘ landeten im Zuchthaus, die exakten Zahlen der Opfer sind nicht bekannt. Im demokratischen Westdeutschland reagierte man prompt: Der 17. Juni wurde für zwei Generationen zum ‚Tag der deutschen Einheit‘ – bis zur Wiedervereinigung.

    Für „wahre Deutsche“ ist dies immer noch der
    „richtige“ Nationalfeiertag!

  16. Da kann der Herr Zeeman islamkritisch sein wie er will, in punkto Hass auf Deutsche sind sich fast alle Tschechen, auch er, einig. Da wird kein cm von der Doktrin, die waren alle Helfer Hitlers und haben nur die gerechte Strafe erhalten, abgerückt. Die Tschechen sind durch die Bank üble Nationalisten.

    Ich kaufe nichts aus Tschechien. Versöhnung kann keine Einbahnstraße sein.

  17. Meine Oma -Gott hab sie selig!- wurde aus dem Sudentenland vertrieben. Drei Brüder wurden von Tschechen vor ihren Augen gehängt.
    Das Haus, gerade abgezahlt, wurde natürlich beschlagnahmt.
    50kg Gepäck erlaubt und ab nach Bayern.
    Dort eine neue Existenz aufgebaut. Sie gebar 6 Kinder, darunter meine Mutter.

    Gottseidank musste diese herzensgute Frau nicht mehr miterleben, wie verkommen und pervers unser Land dank der Linken und anderer Deutschhasser geworden ist.

    Zum Gedenken an die Generation, die unser Land nach dem Krieg unter schwersten Opfern wieder aufgebaut haben.

    Was SIE heute denken bzw. denken würden?

  18. Business zählt. Schaut doch einfach mal den Volkswagen Konzern an, wie der den Tschechen den A*sch geleckt hat um Skoda kaufen zu können. So viel zum Thema Ehre.
    Es geht hauptsächlich um Moneten und um nichts anderes!

  19. #20 arminius arndt (17. Jun 2014 08:19)
    Da kann der Herr Zeeman islamkritisch sein wie er will, in punkto Hass auf Deutsche sind sich fast alle Tschechen, auch er, einig. Da wird kein cm von der Doktrin, die waren alle Helfer Hitlers und haben nur die gerechte Strafe erhalten, abgerückt. Die Tschechen sind durch die Bank üble Nationalisten.

    Ich kaufe nichts aus Tschechien. Versöhnung kann keine Einbahnstraße sein.
    ———————
    Du wirst aber was aus Tschechien kaufen müssen:
    Strom, dank Erika Ferkels Energiewende….
    Temelin lässt grüssen!

  20. #14 HKS (17. Jun 2014 03:25)
    #13 achwirklich
    Ich weiß, auf der nach oben offenen Opferskala der NationalSOZIALISTEN kann man gern und immer wieder aus dem Vollen schöpfen. Da korrigiert auch man gern die Zahlen nach oben, da dürfen es auch mal eben eine halbe Million sein…
    Die Zahlen laut Wikipedia sind: In Theresienstadt Inhaftierte (!) insgesamt ca. 140.000, davon 38.000 ermordet und 90.000 in andere KZs verbrachte Häftlinge (nicht nur Juden) sowie etwa 8.000 Tschechen

    A. Theresienstadt war kein KZ sondern ein Ghetto.
    Die KZ waren Lety, Hodonin, Sered, Novaky und Vyhne

    B.
    Wikipedia: Opferzahlen Tschechoslowakei WK II
    Soldaten: 150 000
    Zivilisten: 318 000

    Opfer der Shoah (je nach Quelle)
    143 000/ 146 000 / 260 000

  21. Als Nachfahre von Sudeten ist mir das Schnuppe.

    Soll das Unkraut 5 Meter hoch auf den Gräbern wachsen.

    Vergeben und Vergessen!

  22. Wieder einmal ein heißes Eisen mutig angepackt, @Kewil. Fährt man heute nach Prag oder andere touristisch bekannte Orte, wird einem weisgemacht, so ziemlich alles Bewunderte sei tschechisch. Die deutschen Wurzeln desselben werden sorgsamst ausgeblendet, obwohl das Gegenteil einem teils deutlich ins Auge sticht. Von den Untaten im Krieg gegen deutsche Zivilisten ganz zu schweigen, und zwar nicht nur im Sudetenland sondern auch einem guten Stück des Mühlviertels u.a..
    Und fast vergessen: Aufhübschungen zahlt die EU!

Comments are closed.