Bahn: 100.000 Euro Schaden durch Linksterror

In Meckelfeld bei Hamburg haben Linksextremisten am Samstag einen Brandanschlag auf einen Kabelschacht der Deutschen Bahn verübt. In einem Bekennerschreiben nennen sich die Täter „Magma Aktionsgruppen“ und geben als Ziel die „Entschleunigung und perspektivische Zerstörung kapitalistischer Warenzirkulation“ an. Durch die Tat entstanden etwa 100.000 Euro Sachschaden, zahlreiche Züge fielen aus. Ein medialer Aufschrei der Empörung blieb gleichwohl erwartungsgemäß aus: Bei Google News findet man derzeit lediglich drei Artikel über die Causa.

Der NDR schreibt:

Nach einem folgenschweren Kabelbrand am Sonnabendmorgen bei der Deutschen Bahn in Meckelfeld (Landkreis Harburg) ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Demnach könnte es sich um einen Anschlag mit linksextremistischem Hintergrund gehandelt haben. Die Polizei prüft derzeit die Echtheit des Schreibens, das bei der Zeitung „Hamburger Abendblatt“ eingegangen war.

Zu dem genauen Inhalt des Bekennerschreibens will sich die Polizei nicht äußern. Aber die Zeitung berichtet, die Verfasser hätten nach eigenen Worten mit dem Brandanschlag kurz vor der Hamburger Landesgrenze den Hamburger Hafen treffen wollen – wegen seiner Funktion als Drehscheibe des globalen Handels. Die Absender bezeichnen sich als „Magma Aktionsgruppen“.

Der Brand war am Sonnabend gegen vier Uhr früh in einem Kabelschacht nahe des Meckelfelder Bahnhofs ausgebrochen. Der Sachschaden wurde zunächst auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt. Inzwischen spricht die Polizei in Buchholz von rund 100.000 Euro. Es war zudem zu zahlreichen Zugausfällen gekommen, sodass Ersatzbusse eingesetzt werden mussten.

Militante Linksextremisten verüben immer wieder Anschläge auf die Bahn-Infrastruktur, zuletzt traf es Berlin.