Bonn: Linker Ratsherr Repschläger protestiert mit Salafisten gegen Gaza-Bombardierung

jürgen_repschlägerAuf dem Münsterplatz fand am Dienstag, 15. Juli eine weitere Kundgebung „Stoppt das Massaker in Gaza!“ statt, zu der die BDS-Gruppe Bonn (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen für Palästina), die Palästinensische Gemeinde Deutschland-Bonn, das Institut für Palästinakunde Bonn, die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft NRW-Süd und die Gruppe Frauenwege Nahost aufgerufen hatten. Die Polizei zählte im Verlauf der Veranstaltung mehr als 100 Teilnehmer, nachdem am letzten Freitag angeblich rund 500 Demonstranten die sofortige Beendigung des Massakers in Gaza gefordert hatten. Es befanden sich vier Einsatzwagen vor Ort, die Polizisten hatten sich mit Schienbeinschutz ausgerüstet. Passanten gingen vorbei und schüttelten den Kopf. Einer rief empört: „Ganz schön einseitig, das hier!“

(Von Verena B., Bonn)

Die Redner für den Frieden forderten den sofortigen Stopp der militärischen Aggressionen der israelischen Armee und beschimpften die israelischen „Rassisten“ und „Rechtsradikalen“. Das „perfide Manöver“ müsse durchkreuzt werden. Nachhaltig wurde das Leid der palästinensischen Bevölkerung, vor allem der Kinder, geschildert. Auf das Leid der israelischen Bevölkerung wurde kaum eingegangen. Heftig kritisiert wurde die Bundesregierung, die Israel mit Waffenlieferungen unterstütze und auch die Aussage von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, dass Israel das Recht auf Selbstverteidigung habe.

Wie immer dabei war auch auf dieser muslimische Interessen betreffenden Veranstaltung der hochmotivierte und vom Verfassungsschutz beobachtete Bonner Jungsalafist Clemens (Hamza) Fontani (feige keine islamische Kleidung tragend), dessen Aufgabe es war, das Transparent „Freiheit für Palästina“ zu halten.

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Clemens (Hamza) Fontani (Mitte im schwarzen T-Shirt)

Sicherlich begrüßte der religiös verwirrte Allah-Verehrer das Bonner Ratsmitglied der SED-Mörder-Partei DIE LINKE und eine der führenden Persönlichkeiten der autonomen und antifaschistischen Szene der 1990er Jahre, Jürgen Repschläger (Foto ganz oben, rechts in Jeansjacke) bevor dieser das Mikrofon ergriff. „Reppi“, der ebenso wie die Korangläubigen keine Islamkritik zulässt, hatte seinerzeit der PI-Reporterin und einem bekannten Islamkritiker den Zutritt zu einer Veranstaltung mit der kurdischstämmigen Sevim Dagdelen, Sprecherin für Migration und Integration der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, verwehrt, die gleichfalls für ihre anti-israelische Haltung bekannt ist.

Repschläger behauptete, der Mord an den drei jungen Israelis sei nur ein Vorwand gewesen, um militärisch gegen die Palästinenser losschlagen zu können. Ebenso wie die anderen Redner forderte er den sofortigen Stopp der militärischen Aggressionen der israelischen Armee, keine deutschen Waffenlieferungen an Israel und andere Staaten im Nahen Osten, sofortige humanitäre und medizinische Hilfe für die Menschen in Gaza und die Aufhebung der Blockade Gazas durch Israel und Ägypten. Außerdem berichtete er über die „Sodastream-Kampagne“ im Media Markt Bonn am 28. Juni 2014.

Man werde immer und immer wieder protestieren, versicherte er, so lange der Konflikt im Nahen Osten nicht gelöst werde und Tote zu beklagen seien.

Zwei Aktivistinnen der „Gruppe Frauenwege Nahost“ beschrieben noch einmal eindringlich die Leiden der Kinder in Palästina, aber auch in Israel, und zitierten das Gebet eines Juden. Mehrfach skandiert wurde: „Viva Palästina!“ und „Hoch die internationale Solidarität!“

Die Passanten interessierten sich herzlich wenig für die Kundgebung, die friedlich und ohne Zwischenfälle ablief. Ein Herr, der möglicherweise aus Lateinamerika kam, vertrat einen klaren Standpunkt: Jeder Mensch solle seine Religion ausüben können. Aber wer Terroranschläge durchführe, den Frauen Säure ins Gesicht schütte und schon bei der geringsten, den Islamis nicht passenden Äußerung andere attackiere, der müsse eben weggebombt werden, basta!