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googleSeit kurzem setzt Google das vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gesprochene Urteil um, demzufolge Nutzer ein Recht auf Vergessen haben: Sie können unliebsame Suchtreffer löschen lassen, die sie beispielsweise als irrelevant ansehen… Die Top 5 in Europa sieht so aus: Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Grossbritannien. In den beiden erstgenannten Ländern gingen 14’116 Löschanträge für 47’927 Links beziehungsweise 12’700 Anfragen für 47’014 Links ein. Insgesamt hat Google aus Europa 70’000 Anträge für 267’000 Links erhalten. Als das EuGH-Urteil verkündet wurde, waren es 12’000 am Tag, mittlerweile hat sich die Zahl bei durchschnittlich 1000 täglich eingependelt.

Wie vielen Wünschen entsprochen wurde, verrät der Suchmaschinist nicht. Das Urteil ist unter anderem umstritten, weil Google sich nur als Vermittler von Informationen sieht, die beanstandeten Beiträge nicht auf den Originalseiten gelöscht werden und weiterhin via Google.com zu finden sind. Hinzu kommt, dass die Beurteilung der Fälle schwierig ist. Diese Woche machten «BBC», «The Guardian» und «Daily Mail» Schlagzeilen, weil sie Artikel nannten, die ihrer Ansicht nach zu Unrecht aus den Trefferlisten entfernt wurden…

Dies berichtet die NZZ. Eine massenhafte Löschung von Links in Google oder anderen Suchmaschinen ist ein Ärgernis für jeden Internet-Nutzer, auch wenn die üblichen USA-Hasser das Urteil begrüßt haben. Ein SPD-Minister schwadronierte sogar linkspopulistisch, man werde Google nötigenfalls zerschlagen! Und dann kriegen wir eine SPD-Suchmaschine vom Verfassungsschutz oder wie?

19 KOMMENTARE

  1. Sollen die ruhig die Gaunereien der Blockparteiganoven löschen. Wir vergessen trotzdem nichts. Wir archivieren selbst und erinnern immer wieder aufs Neue daran.

  2. Verunglimpfungen, Beleidigungen und „Jugendsünden“ sollten nicht immer im Netz stehen bleiben.
    Das Problem wird doch sein, dass sich jede „R***e gegen Rechts“ aus den Suchmaschinen löschen lässt, aber die von den Linken veröffentlichten Texte zu finden bleiben werden.
    Es wird eine heftige Internet-Zensur installiert!

  3. Ab ins Gedankenloch was einem nicht gefällt. Kommt mir alles irgendwie bekannt vor.

  4. Den Medien wurde prophezeit, daß sie sich durch ein Gerichtsurteil ins eigene Knie schiessen.
    Und so ist es gekommen.
    Dieses Gerichtsurteil bevorteilt Google. Google kann sich jetzt immer die Hände in Unschuld waschen.
    Hier zeigt sich wie dumm und einfältig die „etablierten“ Medien sind.
    Je früher sie, die „etablierten“ Medien, akzeptieren, daß die Macht der Printmedien unwiderruflich dahin ist, desto besser für sie.

  5. Kurzer und hilfreicher Tip aus der Praxis:

    Wie bereits im obigen Artikel angedeutet wurde, lassen sich tatsächlich alle gesperrten Artikel nach wie vor problemlos über google.com finden, und dies sogar in der deutschsprachigen (nicht deutschen!) Version.
    Man nehme also in Zukunft google.com Deutsch statt google.de Deutschland, und schon sind die Probleme gelöst.

    PS: Auch die schon seit vielen Jahren auf google.de praktizierte Sperrung politisch unliebsamer Websites (allesamt aus der als rechts geltenden Ecke) findet auf google.com nicht statt.

  6. Und dann kriegen wir eine SPD-Suchmaschine vom Verfassungsschutz oder wie?

    Die SPD etabliert die Stasi erneut. Die totalitären Sozialisten kommen wieder.

  7. Die ärgerliche Google-Löschorgie

    Was dieser Blödsinn nur soll?

    Die Antragsteller müssen doch wirklich Langeweile und Angst vor der Wahrheit haben.

    Vermutlich Linksrotgrünfaschisten und Moslems, welche derartige Anträge stellen.

  8. Ich weiß nicht, ich finde das Urteil ganz gut. Solange die Person keine Person des Öffentlichen Lebens ist, sollte diese Person selber entscheiden können, welche Informationen über sie im Netz zu finden sind.

  9. Dieses Urteil ist 1A.

    Was schreibt ihr da nur für einen Unsinn?
    Mein Gott wie alt seid ihr denn schon das ihr von der Materie null Ahnung habt?

    Jeder kann nur SEINES löschen lassen und nicht das der ANDERN.
    Und wenn ich anonym bleiben will lasse ich nun mal meines nicht von jedem finden!
    Das es nicht über Suchmaschinen gefunden werden kann heißt nicht das der Inhalt nicht mehr vorhanden ist. Mit dem Wissen der URL kann er immer aufgerufen werden, es sei den man löscht den Inhalt selbst oder lasse ihn vom Host- oder Forumbetreiber löschen.

    Für Seitendefekte wird es wie immer Lösungen geben.
    Wenn Blockparteien ihren Mist nicht mehr finden lassen – auch die haben das Recht dazu – heißt das noch lange nicht dass das keiner merkt.

  10. Suche nach Marian Offman (PI-Leser kennen diesen Islam-begeisterten Münchener CSU-Stadtrat)

    Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt. Weitere Informationen

    Suchergebnisse entfernen kann nur die Person selbst. Sollte nicht für Personen des öffentlichen Lebens gelten aber wer will das stets überprüfen?

    Bei einer Suche nur nach Michael Stürzenberger kommt keine Meldung. In Vergindung mit site:pi-news.net erscheint diese Meldung allerdings.

    Nun Dieter Rippel für den das gleiche gilt wie für Offman. Bei FDP’ler Dieter Rippel erscheint die Meldung sogar bei Suche nur nach seinem Namen. Rippel hat also Google zensiert!

    Webseiten wie pi-news dürften übrigens das bevorzugte Ziel von Google-Zensoren sein.

  11. es hätte eigendlich jeden ein zeichen müssen das christian wulff einer der kläger war

    und die bundesregierung immer meckert das das „internet“ nichts vergisst

  12. #6 _Kritiker_ (05. Jul 2014 19:54)

    Man nehme also in Zukunft google.com Deutsch statt google.de Deutschland, und schon sind die Probleme gelöst.

    Dumme Frage: Wie komme ich auf google.com? Bei mir wird auf google.de umgeleitet.

  13. #11 James Cook (05. Jul 2014 20:15)
    Dieses Urteil ist 1A.

    ___

    Da stimme ich Ihnen zu. Das Urteil ist ein Sieg für die Bürgerrechte des Einzelnen. Im Internet lassen sich schnell Dinge finden, oder es kommen Dinge zusammen, die man so als normaler Bürger nicht hinnehmen kann. Ein Beispiel: Meine erste private Homepage hatte ich bei einem kleinen privaten Anbieter. Meine Seite war privat, aber durchaus mit meiner geschäftlichen verbunden. Als ich mich dann einmal selbst gegooglet habe, hatte ich so illustre Gesellschaft wie Schw…lut…72, H..e1A etc. Wenn Geschäftskunden mich also gegooglet hätten/haben, dann fanden sie mich in dieser Gesellschaft. Unwahrheiten und Verleumdungen müssen sich eben auch löschen lassen. Dass dieses Urteil auch im Negativen genutzt werden kann, soll doch über den positiven Aspekt nicht hinwegtäuschen.

  14. #11 James Cook (05. Jul 2014 20:15)
    Dieses Urteil ist 1A.

    Was schreibt ihr da nur für einen Unsinn?
    Mein Gott wie alt seid ihr denn schon das ihr von der Materie null Ahnung habt?

    Jeder kann nur SEINES löschen lassen und nicht das der ANDERN.

    Psst. Fakten stören, wenn man sich einfach nur mal gepflegt aufregen will 😀

  15. #14 ImamDummKopf (06. Jul 2014 01:03)

    es hätte eigendlich jeden ein zeichen müssen das christian wulff einer der kläger war

    Wie kommen sie auf das schiefe Brett ? seit wann ist christian wulff Spanier?

  16. Na denn, viel Spass beim Löschantrag für „Hans Meier“. Vor allem den zig-Tausenden, die den Antrag nicht gestellt haben und ihre Ergebnisse trotzdem nicht mehr finden…

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